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Schullaufbahnempfehlung endet anders als gedacht......

19. Juni 2007 um 22:49 Letzte Antwort: 29. Juni 2007 um 21:29

Hallo,
Ich habe heute erfahren, daß meine Tochter Alicia entgegen der Trendaussage im halbjahreszeugnis keine empfehlung für das Gymnasium
bekommen wird.
damals war es so, daß die Lehrerin Realschule wollte obwohl meine Tochter einen Durchschnitt von 1,9 hatte. die klassenkonferenz hat sich für eine Trendaussage Gymnasium stark gemacht und sie mußte das ändern.
Beim folgenden Gespräch hat sie meiner Tochter dann gesagt, daß diese Aussage ja eine mit dem Daumen nach unten wäre und nicht mit dem Daumen nach oben und dass sie viel tun müßte.
meine Tochter war nach diesem Gespräch tief verunsichert und hatte dann den Eindruck, dass die lehrerin nicht mag, plötzlich kam sie im mündlichen über ein 3 nicht hinaus , sie war tief unglücklich und wollte nicht mehr in die Schule gehen . Die schriftlichen Leistungen waren immer 2.
Die lehrein fragte nach einiger Zeit noch einmal, wie die Kinder sich denn nun einschätzen würden........meine Tochter sagte, sie habe angst, dass sie das gymnasium nicht schafft und denkt sie geht dann auf die realschule......damit war die lehrerin zufrieden und von nun an ging es meiner Tochter wieder besser.....
zu mir hat sie gesagt, dass sie das nur gesagt hat, damit die lehrerin sie in Ruhe läßt....Infomaterial fürs Gymnasium wollte sie ihr nicht geben, nur auf anfrage bekam sie es.
Inzwischen ist meine Tochter wieder gefestigt und möchte auf das Gymnasium.
Nun habe ich eben heute erfahren, daß ihre Leistungen im Durchschnitt befriedigend seien.........eine ganze zensur schlechter als vorher, sie ist das einzige Kind bei dem die trendaussage schlecher geworden ist.
ich stehe vor einem gr. Fragezeichen und kann es mir nicht erklären. Ihre schriftlichen Leistungen sind immer 2 und besser.
Schlimm finde ich, daß ich genau wußte, daß es so kommen wird, nach diesem Gespräch mit der lehrerin.
Meine Tochter arbeitet immer selbständig , braucht meine Hilfe nur sehr selten, ich kann mich immer darauf verlassen und das war 3 1/2 Jahre so, und nun plötzlich so?????
Was soll ich nur machen........mein Mann sagt, wir melden sie auf dem Gymnasium an, so wie geplant...........
sabine

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19. Juni 2007 um 23:15

Soweit ich weiss
gibt es auf dem Gymnasium ja die Orientierungsstufe (klassen 5+6), war zumindest zu meiner Zeit so, und wenn ihr merkt, dass sie nicht zurecht kommt, könnt ihr sie ja immer noch auf die Realschule schicken.
Ich würde es auf jeden Fall versuchen, wenn deine Tochter das auch möchte, denn der umgekehrte Weg - von der Realschule aufs Gymnasium - ist wesentlich schwieriger, und wird ja dann meist erst nach der 10. Klasse gemacht.
Ich selbt war auf dem Gymnasium und habe erlebt, dass von 11 Schülern, die nach der 10.Klasse zu uns gekommen sind, nur einer bis zum Abitur durchgehalten hat, da die Lehr- und Lernstrategien von Gymnasium und Realschule sich doch so stark unterscheiden, dass die Realschüler später oft Probleme haben.

Ich hoffe, ich konnte dir ein bißchen weiterhelfen
LG
Julia

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20. Juni 2007 um 8:49

Selbsteinschätzung
natürlich möchte man für sein kind die beste wahl treffen und dazu gehört auch die schulbildung. realschule ist sicher nicht schlechter als gym, vor allem wenn ein kind unter druck schlechtere leistungen erbringt. auch von der realschule aus kann man später die hochschule besuchen oder studieren. es kommt auf die eigene zielsetzung an und ob man wirklich den anforderungen gewachsen ist.
bei unseren töchtern verschlechterten sich die noten im gym erst mal in der fünften. es herrscht dort eine andere lerntechnik als in der grundschule. aber das legt sich spätestens nach einem jahr, wenn die kinder die änderung verinnerlicht haben. bei der großen hatten wir in der vierten wegen umzug die schule gewechselt. die 1. lehrerin hatte ihr keine chance gegeben fürs gym, der folgende lehrer sagte, natürlich schafft sie das. jetzt kommt sie in die 9. dort.
bei der kleinen war die lehrerin der auffassung, sie wäre zu sensibel und schafft die anforderungen nicht. gegen die strikte empfehlung von ihr ging meine tochter doch - sie wollte unbedingt - und kommt jetzt in die 7.
was ich damit sagen will, die einschätzung der lehrer ist oft eine subjektive. der wille und die fähigkeit der kinder sollte entscheiden. kinder bringen erstaunliche leistungen wenn man sie ermuntert und unterstützt. sollte sie tatsächlich überfordert sein und sich nicht wohl auf dem gym fühlen, ist es kein problem, auf die realschule zurück zu wechseln, sie verlieren dadurch nichts.
wenn der notendurchschnitt stimmt, sehe ich kein problem, ausserdem kann man eine aufnahmeprüfung machen, wenn der schnitt auf der kippe steht.

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29. Juni 2007 um 21:29

Schullaufbahnempfehlung
Hallo, nur Mut! Ich werde Montag meinen dritten Sohn mit Realschulempfehlung auf dem Gymnasium anmelden, es hat bei den beiden großen auch geklappt, man muss sich allerdings darüber klar sein, dass die Noten in den ersten beiden Jahren jeweils eine schlechter sind als auf der Grundschule, aber bei einem Halbjahresdurchschnitt von 1,9 ist das ja wohl kein Problem.
Ich hatte immer das Gefühl, die Lehrerinnen der Grundschule sind mit Gymnasialempfehlungen sehr zurückhaltend, und wenn dann noch die Sympathie mit eine Rolle spielt.....
Ich würde es an Ihrer Stelle probieren, denn runtergehn auf die Realschule kann Ihre Tochter ja immer noch, wenn es nicht klappt.
Gruß, Vera

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