Home / Forum / Meine Familie / Schreiben lernen, die neue Methode

Schreiben lernen, die neue Methode

3. Juli 2006 um 13:54

Hallo ihr Lieben,

meine große Tochter kommt nach den Sommerferien in die 2. Klasse. Die beiden jüngeren kommen dann in die 1. Klasse. Was mich aufregt ist die neue Art schreiben zu lernen. Heutzutage lernen die Kinder (zumindest bei uns ist das so) so zu schreiben wie man es spricht. Meine Tochter durfte im ersten Halbjahr so schreiben wie sie wollte. Im zweiten Halbjahr fing dann das umlernen an. Es wurden Diktate geschrieben, natürlich ohne Noten, stattdessen kamen dann Stempel darunter. Ein lässig fahrender Skateboarder, wenn man wenig Fehler hat, waren es doch mehrere ein etwas wackelnder Skateboarder und wenn man es ziemlich verhunzt hat ein heruntergefallener Skateboarder. Das finde ich auch alles sehr kindgerecht, aber klar fängt da auch das vergleichen an unter den Kindern. Meine Tochter tut sich wirklich schwer damit schreiben zu lernen und dieses umdenken fällt ihr noch umso schwerer. Sowas prägt doch oder nicht?

Ich frage mich, ob ich jetzt bei meinen zwei jüngeren (Zwillinge) direkt von Anfang an mehr darauf achten sollte?! Oder soll ich mich da lieber nicht einmischen?

Nach dem Mittagessen und einer halbstündigen Verschnaufpause ist bei uns immer feste Hausaufgabenzeit. Ich sitze natürlich nicht die ganze Zeit direkt daneben, bin aber immer in der Nähe. Mathe macht meine Große wirklich gerne und ist auch sehr gut darin. Beim Schreiben braucht sie etwas mehr Motivation und will auch schnell aufgeben. Sie hatte trotzdem ein tolles Zeugnis, noch ohne Noten, was ihre Lehrerin wirklich sehr liebevoll geschrieben hat, richtig persönlich. Aber ich finde diese neue Methode schreiben zu lernen einfach unnötig. Ich finde man macht es mit den Kindern eher schwerer als leichter. Vorher ging es doch auch so! Ich bin nicht eine die meint man müsste immer beim alten bleiben oder ich wäre nicht offen für neues! Aber ich finde das ist was, was einfach nicht sein musste. Es mag bei manchen funktionieren. Aber ich wundere mich einfach drüber und dieses umdenken fällt meiner Tochter sehr schwer. Oder gibt es jemanden der da andere Erfahrungen gemacht hat?
Ich möchte einfach nicht, dass meine Kinder mal mit 14 oder 15 eine schlechte Rechtschreibung haben, weil sich viele Wörter falsch eingeprägt haben.

Hat von euch jemand auch Kinder in dem Alter, wie war das bei euch?

Liebe Grüße, Moni

Mehr lesen

3. Juli 2006 um 14:21

Du sprichst mir aus dem Herzen.
Liebe Monika,

das wird dir zwar auch nicht weiterhelfen, aber wenigstens sind wir schon zwei Ich kann sogar noch einen draufsetzen: Ich kapiere einfach nicht, was das soll, dass die Kinder in der ersten Klasse anfangen Druckschrift zu schreiben und erst nach den Osterferien Schreibschrift (das war bei uns für Hamburger Verhältnisse echt früh, die meisten Schulen fangen hier erst im 2. Schuljahr mit der Schreibschrift an - wie ist DAS bei euch?). Auch das bedeutet ein völlig unnötiges Umlernen. Ich weiß nicht, wir waren "früher" doch auch nicht überfordert damit, vom ersten Buchstaben an Schreibschrift zu schreiben... Mein Sohn schreibt jetzt (Ende 2. Kl.) gern Druck- und Schreibschrift durcheinander, wenn es mal schnell gehen soll... Das kommt dann davon.

Was die Rechtschreibung betrifft: Ich finde es absolut daneben, die Kinder nur wegen des "schnellen Erfolgserlebnisses" (so wurde mir das begründet) am Anfang so schreiben zu lassen, wie sie wollen. Bei uns kommt dann das große Aufstöhnen in der 3. Kl., wo es (endlich! - noch so was!) Noten gibt. Auf einmal ist es dann nicht mehr egal ("Hauptsache, ich verstehe, was du geschrieben hast", haha), wie man schreibt. Ich habe schon mit vielen Eltern und Kindern darüber gesprochen, und irgendwie finden es (fast) alle blöd! Und mir konnte noch niemand, auch kein Lehrer, wirklich schlüssig begründen, welchen Vorteil dieses "Schreiben nach Gehör" in den ersten Jahren nun nachweisbar hat. Wäre doch viel vernünftiger, den Kindern erst einen kleinen Wortschatz beizubringen, aber den richtig.

Und was das Einmischen angeht: Ich jedenfalls mische mich ein - das heißt, ich achte bei den Hausaufgaben meiner beiden Schulkinder (2. und 4. Klasse) auf die Rechtschreibung und verlange, dass Fehler verbessert werden, bevor etwas abgegeben wird. Ich möchte gern vermitteln, dass es eben NICHT egal ist, wie man schreibt (ganz grundsätzlich - dabei denke ich weniger an die Deutschnote in den Oberklassen, sondern mehr an die prinzipielle Einstellung). Weiß nicht, ob ich was bewirke damit...

Vielleicht liest hier im Forum ja eine "Fachfrau" mit, die mal erklären kann, wo der Sinn dieser modernen Methoden sein soll...

Wie gehts denn euch anderen Schülermüttern so damit?

Genervt bei diesem Thema ... tiny

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

8. Juli 2006 um 9:04

Ich...
...finde diese Methode sehr fragwürdig. Rede mit den Lehrern und anderen Eltern und frage, ob die Kinder auch falsch zählen lernen dürfen oder falsche Farben-zu rot blau sagen dürfen. Die Schule ist dafür da, es richtig zu lernen, nicht wie man denkt, gerade die 1. Klasse ist die wichtigste und auch die schwerste im Leben eines Kindes.-Das prägt!
Was sind das denn für Pädagogen bei Euch? Also bei uns gibt es soetwas nicht.
Ganz ehrlich, ich würde mein Kind von dieser Schule nehmen und in eine andere unterbringen.

LG Kleene32

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

8. Juli 2006 um 9:18

@maralea
Das Eingreifen verwirrt die Kinder?-Das FALSCH-Schreiben verwirrt sie. Sollen sie auch falsch zählen, falsche Farben deuten lernen usw.?
Wie würde es Dir gefallen, wenn Dein Kind zu Dir Papa sagt und zu Deinem Mann Mama, weil er vielleicht lange Haare hat und Du eventuell einen frechen Kurzhaarschnitt?
Ich finde das alles VOLL BEKLOPPT !!!
Wenn meinen Kindern das irgendwann falsch beigebracht wird, brennt die Luft, ich habe da jedenfalls schon tolle Ideen, die Lehrer umzustimmen-Haha !!!

LG Kleene32

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

8. Juli 2006 um 12:14

Japp
absolut daneben und voll bekloppt so finde ich das auch.
Mein Sohn kommt jetzt in die 3.Klasse.
1.Klasse haben sie mit Druckschrift angefangen. Ich war froh als das endlich klappte, ende der 1. Klasse hatte er so eine schöne Schrift und dann kam die 2.Klasse. Plötzlich mußte er Schreibschrift lernen!! Nun gut das hat er dann geschafft und in der 3. Klasse soll es nun heißen-egal welche SChrift er schreibt hauptsache dann sind keine Rechtschreibfehler drin-und da wären wir dann beim nächsten Problem: Die Rechtschreibung: Statt sich dieser Thematik von anfang an zu stellen wurde jetzt in der 2.Klasse erstmal darauf geachtet das die Kinder lernen welches Wort Groß und welches klein geschrieben wird (Nomen, Adjektive...)Aber wie die Wörter geschrieben wurden hat da niemanden interessiert. Jetzt am Ende der 2. Klasse stand auf einmal plötzlich und unerwartet ein Diktat ins Haus und da haben wir dann erfahren das man einfach mal testen wollte wie weit die Kinder in ihrer Rechtschreibung sind weil es ja nun im 3. dann darum geht.
Wir gehören auf jeden Fall auch zu den Eltern die von Anfang an darauf geachtet haben wie etwas geschrieben wird und deswegen hat unser Kind sein Diktat ganz gut gemeistert. Ich hoffe das er es dadurch dann auch nicht so schwer hat wenn er in die 3. Klasse kommt.
Aber die ganze Lehrpläne vereinbaren sich meiner Meinung nach nicht mit dem gesunden Menschenverstand. Irgendwie lernen die Kinder es erstmal falsch um es dann wieder umzulernen-keine Ahnung was das soll und die Lehrer konnten mir das bisher auch noch nicht sinnvoll erklären warum.

Aber was können wir Eltern schon dagegen tun???

Lg

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

8. Juli 2006 um 22:48

@mara
Waren heut bei uns im Ort zum Sommerfest, da habe ich ehemalige Lehrer von mir getroffen, die zum Teil auch heute noch unterrichten, die waren echt schockiert, was ich ihnen über "Euer" Schulsystem erzählt habe, die konnten es gar nicht glauben.
Was mich betrifft, bin ich beruhigt, denn bei uns wird von Anfang an "RICHTIG" geschrieben.
Wo kommt Ihr denn her, wenn ich fragen darf-NRW?
Ich bin aufgeschlossen fast allem und jedem gegenüber, aber nicht dem "Falsch-Erlernen".
Bei uns, wie gesagt, gibts das zum Glück nicht.
Nichts für ungut. Alles Liebe Dir und Deinen Kindern.

LG Kleene32

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

12. Juli 2006 um 13:32

@Mara
Es ist ein sehr fragwürdiges pädagogisches Konzept-aber zum Glück nur bei Euch.
Wir sind hier heftig am Diskutieren darüber, auch mit Pädagogen in anderen Bundesländern und alle sind derselben Meinung wie ich.-Soviel dazu, ich würde im Alleingang das ganze Schulsystem ändern wollen.
Eher denke ich, dass NRW ganz schön aus der Reihe tanzt und Kindern erlaubt, erst falsch zu schreiben und dann doch wieder richtig, ähnlich, als wenn man einen Linkshänder zum Rechtshänder umfunktioniert und dann irgendwann sagt, so, jetzt schreib mal wieder links, das irritiert total, die Schüler bekommen Denkschwierigkeiten und wissen am Ende gar nicht, was richtig und falsch ist.
Vielleicht hattest Du nur Glück mit Deinen Kindern-das freut mich, aber es gibt auch Kinder, die ohnehin Lernschwierigkeiten haben und dadurch noch mehr Schwierigkeiten bekommen.
Eventuell sind Deine Kinder hochbegabt und es machte ihnen nichts aus, das ist toll für Euch, aber was ist mit minderbegabten Kindern, die verstehen ja dann gar nix mehr...?

LG Kleene32

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

12. Juli 2006 um 17:53

Das finde...
...ich klasse, das Wort "Falsch" ganz bewusst nicht zu verwenden, um die Kinder nicht zu demotivieren, aber man kann es anders formulieren und ihnen erklären, dass sie noch viel Zeit haben, die korrekte Schreibweise zu erlernen und in Form eines Spiels erlernen die Kinder das ganz prima, so dass es nicht notwendig ist, erst nach Gehör zu schreiben, um dann das "Falscherlernte" richtig zu erlernen.-In meinen Augen Irrsinn und völlige Zeitverschwendung.
Um genauer darauf einzugehen, wir sprechen alle einen anderen Dialekt und somit würde nach Euerm Prinzip jedes Bundesland in der 1.Klasse dem Gehör nach anders schreiben, anstatt von Anfang an richtig zu schreiben und zu sprechen, somit dem Hochdeutschen etwas näher zu bringen, um es im späteren Leben etwas einfacher zu haben.
Zum Beispiel den Kindern erklären, das hast Du sehr gut geschrieben, aber da es in unserem Land viele Dialekte gibt und man die Worte nicht so schreibt, wie man es gewohnt ist zu sprechen, dennoch die Kinder es sehr gut gemacht haben, dazu würde ich im Unterricht tolles Schulfernsehen anbieten mit den verschiedenen Dialekten hier in Deutschland auf ganz witzige Art und Weise und glaub mir, die Zwerge hätten nen riesen Spass dabei, wie urkomisch mancher Deutsche spricht, weil er aus einer anderen Region kommt.
Vielleicht hatte ich ja auch totales Glück mit dem motivierendem Lehrpersonal und den Mitschülern an unserer Schule, da ich kein Sachse bin und die Kinder in meiner Klasse mir unheimlich gern zuhörten, wenn ich vorlas oder Gedichte vortrug.-Und ich wiederum bekam erklärt, was manche Worte bedeuteten im Sächsischen und ich es somit leichter hatte, zumindest den Dialekt hier zu verstehen, wenn ich schon nicht so reden kann, was allerdings nicht schlimm ist, denn sächsisch ist genau so verzwickt wie sämtliche anderen Dialekte auch.
Aber nun ist gut mit diesem Fachgesimpel-bei uns wirds von Anfang an korrekt erlernt im spielerischem Sinne und bei Euch eben so, jeder vertritt eine andere Meinung und das ist gut so, sonst wäre es doch elende langweilig, nicht wahr...?

Alles Gute
Kleene32

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

17. Juli 2006 um 21:21

@Robse
Hallo Robse

Danke für Deinen Beitrag.- Genau das ist mein Reden, aber manche sind so festeingesessen und glauben doch tatsächlich, dass das Schreiben nach Gehör eine Erfolgsstrategie ist, da dies die Kinder MOTIVIERT.
Allein in Deutschland gibt es etliche Dialekte, toll, wenn jedes Kind im 1. Schuljahr schreiben darf, wie es denkt, es wäre richtig.- Und wie siehts mit dem Rechnen aus, Farblehre...
Gerade im Alter zwischen 4-7 Jahre wird ein Kind sehr geprägt, ich weiss das, weil ich selbst mal eins war.
Ich wurde seinerzeit gezwungen, mit rechts zu schreiben, dies war gar nicht so einfach für mich, da ich mich zu sehr auf das Schreiben mit rechts konzentrieren musste, damit die Buchstaben auf der Zeile standen.
Ähnlich stelle ich mir das vor, wenn die Kinder dann im 2.Schuljahr das Falscherlernte umlernen müssen.-Wieso eigentlich der ganze Quatsch?- Zeitverschwendung!!!
Was sind das für Pädagogen, haben die ihr Examen beim Klauen hinterher geschmissen bekommen?
Danke nochmal für Deine Unterstützung.

LG Kleene32

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

18. Juli 2006 um 10:42

@Mara
Liebe Mara, fällt Dir eigentlich auf, was Du so alles schreibst und von Dir gibst?
Ich vergleiche Äpfel mit Birnen? - Bekommt Dir die Sommersonne nicht?
Du scheinst nicht zu begreifen, was ich ausdrücken möchte mit dem Rechnen und der Farblehre,- stammst Du aus einer bildungsarmen Familie?
Toll, dass Dir mein Satz gefällt, ich war selbst mal ein Kind. Süsse, ich weiss, dass WIR ALLE mal Kinder waren, aber die meisten Eltern VERGESSEN das nämlich.-Und genauso die Lehrer!!! In Bezug auf meine Argumente, die gehen mir NIE aus!
Wenn Du schon meinst, das Kinder aus einer bildungsarmen Familie gefördert werden müssen, - da gebe ich Dir vollkommen Recht, aber nicht mit dem Schreiben nach Gehör, oder soll das etwa fördernd sein?!
Ich gebe Dir auch Recht, dass die Kleinen schon im KiGa gefördert werden müssen, bei uns ist das auch so. Auch müssen die Eltern schon weit vor dieser Zeit ihre Mäuse fördern, da sind wir ja komischerweise wieder einer Meinung. Dann verstehe ich aber nicht, wie Du hinnehmen kannst, dass Deine Kinder FALSCH schreiben dürfen, dann war ja die ganze Förderung vorher glatt für die Katz.
An Deiner Stelle würde ich um ein Gespräch mit Eltern, Lehrern und den Schülern bitten, Du wirst sehen, wieviele derselben Meinung sind wie ich und darüber hinaus würde ich zu Hause meinen Kindern erklären, dass das totaler Schwachsinn ist, nach Gehör zu schreiben, da es schwierig wird, umzudenken.
Darf ich Dich mal ganz ehrlich etwas fragen? Nimmst Du immer alles hin, was man Dir vorsetzt? Hast Du Dich noch nie gewehrt? Hast Du noch nie standhaft Deine Meinung vertreten? - Hier im Forum kannst Du Dich doch auch ganz gut zur Gegenwehr setzen und erklärst allen, wie toll das Falschschreiben ist und die Kinder dadurch ein gestärktes Ego bekommen durch die ach so tolle Motivation Euer Lehrpersonal.
Wir vermitteln unseren Kindern, dass man für sein Recht kämpfen muss und nicht immer Ja und Amen sagen sollte.
Vielleicht schreibe ich Dir mal ne PN, über meine Erlebnisse, zumindest in Kurzform, vielleicht verstehst Du dann, warum mir soviel daran liegt. Gib mir bescheid, wenn es Dich interessiert.

LG Kleene32

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

19. Juli 2006 um 16:53

@Mara
Ach ja, was soll das denn - Mäuschen. Schimpf doch nicht wie ein Rohrspatz!
Das mit dem Rechnen ist nur hypothetisch gemeint, mein Engel.
Um wieder genauer darauf einzugehen - extra für Dich , wenn bei Euch geschrieben werden darf nach Gehör, also wie man meint, es wäre richtig, dann sollte das mit dem Rechnen auch so gemacht werden und dann sollten auch die Zwerge zu Blau Grün oder Rot sagen dürfen. Damit die Waage nicht ins Schwanken gerät.
Du sollst doch auch nicht die kleinen Liebesbriefchen Deines Sohnes kritisieren.- Für wie beschränkt (geistesarm) hältst Du mich eigentlich? Glaubst Du im Ernst, ich würde bei Liebesbriefen, egal, von wem die kommen, auf Rechtschreibung achten?
Richtig, meine Kinder sind noch nicht in der Schule, aber wer weiss, was da wieder dahinter steckt...?!
Nun gut, also ...ähm...ich gebe den 2 jüngeren Kindern meiner Freundin Nachhilfe, da sie LRSH (Leserechtschreibschwäche mit Aufmerksamkeitsdefizit)- H steht für Hyperaktiv-haben.
Naja, und wie Du weisst, war ich vor langer, langer Zeit in einem fernen Land, das nannte man DDR, auch einemal 10 lange, lange Jahre in der Schule, mit Ausbildung waren es 13 Jahre, das ist doch auch schon was, oder.
Was die NEUEN WEGE und Türen anbetrifft, die "uns" im Osten Deutschlands eröffnet worden sind, kennen wir ja alle. Eijeijeijeijei "kopfschüttel".
Ach, Du bist schon ne süsse Zuckermaus - fühl Dich gedrückt von einer Verbohrten aus dem fernen, fernen Osten, ein Land dass es schon lange nicht mehr gibt.

LG Kleene32

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

20. Juli 2006 um 9:42
In Antwort auf miina_12430605

@mara
Waren heut bei uns im Ort zum Sommerfest, da habe ich ehemalige Lehrer von mir getroffen, die zum Teil auch heute noch unterrichten, die waren echt schockiert, was ich ihnen über "Euer" Schulsystem erzählt habe, die konnten es gar nicht glauben.
Was mich betrifft, bin ich beruhigt, denn bei uns wird von Anfang an "RICHTIG" geschrieben.
Wo kommt Ihr denn her, wenn ich fragen darf-NRW?
Ich bin aufgeschlossen fast allem und jedem gegenüber, aber nicht dem "Falsch-Erlernen".
Bei uns, wie gesagt, gibts das zum Glück nicht.
Nichts für ungut. Alles Liebe Dir und Deinen Kindern.

LG Kleene32

Endlich Menschen, die das auch nicht so gut finden
Schön, dass es diese Beiträge gibt.

Bisher hatte ich gedacht bzw. wurde mir vermittelt, dass ich ganz allein gegen diese Methode bin.

Wissenschaftlich gesehen sei diese Methode perfekt, da die Kinder so keine Schreibblockade entwickeln würden.
Da meine Tochter ja hochbegabt sein, so die Lehrerin, würde sie ja sowieso keine Probleme haben, später richtig zu schreiben.
Das war vor 1 1/2 Jahren


*hm*
Nach den Sommerferien kommt Caroline nun in die 4. Klasse und hat Mühe mit der deutschen Rechtschreibung.
Eine 4 hat sie bekommen.
Nun soll ich mit ihr eine Rechtschreibkartei erstellen und täglich 10 Minuten mit ihr üben. - Nur was - welche Wörter?
Sie schreibt alle!!! Wörter mal richtig und mal falsch.
Bei einem Diktat (immer gleicher Text)hat sie z. B. erst sieben Fehler, dann zwei und dann wieder zehn.

Sie scheint stets neu zu würfeln wie ein Wort wohl aussehen könnte.

Übrigens wurde schon ein kleiner Test in der Klasse durchgeführt, um Legasthenie bei den Schülern auszuschließen.
Meine Tochter schnitt überdurchschnittlich gut ab.

Was also tun?
Nach den Ferien hab ich einen Termin beim Schulpsychologen. Ich hoffe, dass der Tipps hat.

Wir sind schon recht bekannt dort wegen unseres Sohnes, aber der hatte ja andere Probleme.

nachdenkliche Grüße
Corona



Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

20. Juli 2006 um 11:22
In Antwort auf jo_12046116

Endlich Menschen, die das auch nicht so gut finden
Schön, dass es diese Beiträge gibt.

Bisher hatte ich gedacht bzw. wurde mir vermittelt, dass ich ganz allein gegen diese Methode bin.

Wissenschaftlich gesehen sei diese Methode perfekt, da die Kinder so keine Schreibblockade entwickeln würden.
Da meine Tochter ja hochbegabt sein, so die Lehrerin, würde sie ja sowieso keine Probleme haben, später richtig zu schreiben.
Das war vor 1 1/2 Jahren


*hm*
Nach den Sommerferien kommt Caroline nun in die 4. Klasse und hat Mühe mit der deutschen Rechtschreibung.
Eine 4 hat sie bekommen.
Nun soll ich mit ihr eine Rechtschreibkartei erstellen und täglich 10 Minuten mit ihr üben. - Nur was - welche Wörter?
Sie schreibt alle!!! Wörter mal richtig und mal falsch.
Bei einem Diktat (immer gleicher Text)hat sie z. B. erst sieben Fehler, dann zwei und dann wieder zehn.

Sie scheint stets neu zu würfeln wie ein Wort wohl aussehen könnte.

Übrigens wurde schon ein kleiner Test in der Klasse durchgeführt, um Legasthenie bei den Schülern auszuschließen.
Meine Tochter schnitt überdurchschnittlich gut ab.

Was also tun?
Nach den Ferien hab ich einen Termin beim Schulpsychologen. Ich hoffe, dass der Tipps hat.

Wir sind schon recht bekannt dort wegen unseres Sohnes, aber der hatte ja andere Probleme.

nachdenkliche Grüße
Corona



Liebe Corona,

mit meinem Sohn (ein "Springer", kommt jetzt in Klasse 3) habe ich exakt die gleichen Probleme, die du beschreibst. Ein- und dasselbe Wort sieht im gleichen Satz zweimal anders aus... und Legasthenie ist völlig ausgeschlossen, er hat mit 3 Jahren spontan angefangen zu lesen und zu schreiben. Vor der Schule übrigens richtiger als jetzt, was dich wohl nicht wundern dürfte.

Meine Theorie dazu ist folgende: Nachdem ihm das zwei Jahre lang in der Schule vermittelt wurde, glaubt der Knabe jetzt TATSÄCHLICH, dass es eigentlich egal ist, wie man schreibt. Wurde ja auch völlig "überzeugend" begründet: "Hauptsache, man versteht, was du sagen willst" und so. Mein nicht dummes Kind sieht dann natürlich überhaupt nicht ein, warum es sich vor jedem Wort was überlegen soll. Wenn man einfach irgendwie schreibt (außerdem noch Druck- und Schreibschrift durcheinander, was ja bis jetzt auch akzeptiert wurde), geht es eben schneller, und die Gedanken, die er notieren will, kommen so rasch, dass er mit dem Schreiben schon kaum nachkommt. Wozu also noch Energie aufs Rechtschreiben "verschwenden"? Diese Einstellung krieg mal wieder aus ihm raus!!! (Zumal die Lehrerinnen immer abwiegeln und sagen "naja, intelligent ist er ja, er wird es schon noch lernen" - Käse!!) Die "Drohung" mit schlechten Noten zieht jedenfalls kein bisschen...

Halt mich doch bitte auf dem Laufenden, wie die Sache bei euch weitergeht! Vielleicht fällt ja wirklich mal jemandem was Vernünftiges ein!

Nach wie vor genervt bei diesem Thema... tiny

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

20. Juli 2006 um 20:36

@Robse
Das war mir schon bewusst, dass Du dies aus einem Artikel hast - steht ja auch an erster Stelle in "DEINEM" Beitrag "HIER".
Da hab ich mich etwas unverständlich ausgedrückt.
Ich wollte damit nur sagen, dass es nett von Dir war, darüber nachzulesen und es hier preiszugeben.

LG Kleene32

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

21. Juli 2006 um 12:05
In Antwort auf birgit_11892245

Liebe Corona,

mit meinem Sohn (ein "Springer", kommt jetzt in Klasse 3) habe ich exakt die gleichen Probleme, die du beschreibst. Ein- und dasselbe Wort sieht im gleichen Satz zweimal anders aus... und Legasthenie ist völlig ausgeschlossen, er hat mit 3 Jahren spontan angefangen zu lesen und zu schreiben. Vor der Schule übrigens richtiger als jetzt, was dich wohl nicht wundern dürfte.

Meine Theorie dazu ist folgende: Nachdem ihm das zwei Jahre lang in der Schule vermittelt wurde, glaubt der Knabe jetzt TATSÄCHLICH, dass es eigentlich egal ist, wie man schreibt. Wurde ja auch völlig "überzeugend" begründet: "Hauptsache, man versteht, was du sagen willst" und so. Mein nicht dummes Kind sieht dann natürlich überhaupt nicht ein, warum es sich vor jedem Wort was überlegen soll. Wenn man einfach irgendwie schreibt (außerdem noch Druck- und Schreibschrift durcheinander, was ja bis jetzt auch akzeptiert wurde), geht es eben schneller, und die Gedanken, die er notieren will, kommen so rasch, dass er mit dem Schreiben schon kaum nachkommt. Wozu also noch Energie aufs Rechtschreiben "verschwenden"? Diese Einstellung krieg mal wieder aus ihm raus!!! (Zumal die Lehrerinnen immer abwiegeln und sagen "naja, intelligent ist er ja, er wird es schon noch lernen" - Käse!!) Die "Drohung" mit schlechten Noten zieht jedenfalls kein bisschen...

Halt mich doch bitte auf dem Laufenden, wie die Sache bei euch weitergeht! Vielleicht fällt ja wirklich mal jemandem was Vernünftiges ein!

Nach wie vor genervt bei diesem Thema... tiny

Hi Tiny
Deine Theorie klingt plausibel. Das werde ich nach den Ferien gleich mal mit unserem Schupsy besprechen.
Danach haben wir ein Gespräch mit der Klassenlehrerin, denn

Zitat: "Wer in Deutsch eine 4 hat kann ja höchstens auf die Hauptschule."

Ein hochbegabtes Kind auf der Hauptschule??? *kopfkratz*

Naja, das ist ein anderes Thema.

Ich bin hier leider nicht so oft, werde aber versuchen, Dich auf dem Laufenden zu halten.

Liebe Grüße
Corona

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

26. März 2007 um 22:35
In Antwort auf miina_12430605

@mara
Waren heut bei uns im Ort zum Sommerfest, da habe ich ehemalige Lehrer von mir getroffen, die zum Teil auch heute noch unterrichten, die waren echt schockiert, was ich ihnen über "Euer" Schulsystem erzählt habe, die konnten es gar nicht glauben.
Was mich betrifft, bin ich beruhigt, denn bei uns wird von Anfang an "RICHTIG" geschrieben.
Wo kommt Ihr denn her, wenn ich fragen darf-NRW?
Ich bin aufgeschlossen fast allem und jedem gegenüber, aber nicht dem "Falsch-Erlernen".
Bei uns, wie gesagt, gibts das zum Glück nicht.
Nichts für ungut. Alles Liebe Dir und Deinen Kindern.

LG Kleene32

Hallo Mara,
genau das Thema beschäftigt mich total. Habe heute einen Beitrag bei wer-weiss-was eingestellt und Dir einfach mal kopiert. Ich komme aus dem "Osten", wie Du wohl auch? Ich muss sagen, bei uns ist keiner bekloppt geblieben mit unserem Schulsystem. Alle sind 10 Jahre gegangen, wem's schwer fiel der ist nach der 8. raus und die besonders Klugen sind 12 Jahre gegangen. Wir haben Spitzenwissenschaftler etc. hervorgebracht.
Ich kann mich mit dem freien Schreiben überhaupt nicht anfreunden. Kinder brauchen doch auch Regeln. Genau wie in der Erziehung. Kinder können noch nicht allein entscheiden.

Hier mein Beitrag:

ich habe ein riesengroßes Problem. Mein Sohn wird dieses Jahr eingeschult. Wir sind umgezogen und ich habe ihn an der Grundschule am Ort angemeldet. Auf der Hompage der Schule stand wir lernen so: Lesen durch Schreiben. Gut, noch nie was davon gehört. Habe mir ehrlich gesagt auch keine Gedanken weiter gemacht. Mein großer Sohn ist 20 Jahre alt (ich bin aber auch "erst" 40) und als er zur Grundschule ging, war das Bildungssystem noch ziemlich einheitlich. Fibel und gut. Ich wusste gar nicht, was es jetzt alles gibt. Woher auch. Habe keine kleineren Kinder und die Freunde auch nicht, die Kinder sind alle schon größer. So, nun waren wir zu Terminen in dieser neuen Grundschule und da lagen einmal Mappen aus von Schülern, die allesamt 1996 geboren sind, also mindestens 10 Jahre alt. Diese Mappen strotzten nur so von Fehlern. Auf Frage einer Mutter, ob dies normal sei, meinte die Lehrerin (sich voll auf den Schlips getreten fühlend): "Wenn ich gewusst hätte, dass sie auf so etwas achten, hätte ich die Mappen gar nicht ausgelegt. Sie sollen schauen, wie schön die Kinder die Mappen gestaltet haben." Tolle Aussage. Und eine zweite Lehrerin meinte: "Welcher Mensch ist schon frei von Rechtschreibfehlern:" PUNKT Was soll ich davon halten? Ich habe gegoogelt zu der Methode Lesen durch Schreiben und finde sie total widersinnig. Die Orthografie bleibt voll außen vor. Mag sein, dass die Methode an einigen Schulen, wo sie engagiert angewendet wird, funktionieren mag. Aber an dieser Schule ...! Die achten doch überhaupt nicht auf Rechtschreibung. Dann kommt das Kind in der 5. Klasse aufs Gymnasium oder Mittelschule und schreibt wie ein Erstklässler von früher. Und wenn ein Kind schreiben kann wie es will wird es doch um so schwerer, "umdenken" zu müssen, wenn dann doch mal die Rechtschreibung dran kommt. Ich will auch keinen kleinen Schriftsteller, der mir Weihnachten schon tolle Erlebnisse aufschreiben kann, ich will, dass mein Sohn ordentlich deutsch lernt und zwar gleich richtig.
Ich habe mal zu Hause gestöbert, mein großer Sohn hat mit 10 Jahren selbst ausgedachte Geschichten geschrieben und zwar fehlerfrei. Das ist jetzt 10 Jahre her. Wieso wird sowas an den staatlichen Grundschulen unterrichtet und man hat als Eltern keine Chance sich zu wehren. Wer das will kann doch sein Kind auf eine Waldorfschule oder Montessori-Schule geben. Ich verstehe das nicht. Mich würde interessieren, was Ihr so für Erfahrungen gemacht habt bzw. natürlich Eure Kinder. Also ich will absolut nicht, dass mein Sohn so unterrichtet wird und dann noch von solch nachlässigen Lehrern. Ich war total entsetzt. Eine Lehrerin sagte noch: "Na wer schreibt denn heute noch per Hand. Man schreibt am Computer und jagt die Rechtschreibprüfung drüber." Na toll. Stell mal so ein Kind wohin, ohne Taschenrechner und Computer - Gute Nacht PISA. Wir haben damals noch mit dem Rechenschieber gelernt und haben das Rechnen echt gelernt. Das mit dem Rechnen ging bei meinem großen Sohn damals auch schon los. Beizeiten einen Taschenrechner und alles war so einfach. Zieh mal eine Wurzel - häh? Gehe mal einkaufen mit 10,00 Euro und überschlage vorher, was es kostet - wie? Kopfrechnen ist doch viel zu anstrengend. Die sind doch ohne Hilfsmittel total aufgeschmissen. Na wenigstens Lesen und Schreiben hat er "damals" noch gelernt.
Also, ich freue mich auf Eure Erfahrungen.

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

27. März 2007 um 10:38

Lesen lernen durch schreiben
Mein Neffe ist jetzt in der 2. Klasse und hatte in der ersten Klasse eine neue Lernmethode die lesen lernen durch schreiben heisst.also wie gesagt genau das gleiche wie bei dir.Er ist damit ganz gut zurecht gekommen und liest für sein Alter auch wirklich flott im Gegensatz zu anderen die es mit der Fibel gelernt haben.Das Schreiben haben sie auch so angefangen jetzt wird langsam auf die Rechtschreibung geachtet und benotet,bisjetzt macht er sich ganz gut.

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

27. März 2007 um 12:59

Ich freu mich schon drauf
Meine Tochter kommt erst nächstes Jahr zur Schule. Noch ein Jahr Zeit. Gott sei Dank! Da freu ich mich ja schon echt drauf, was ihr da so erzählt. Meine Große ist schon eine Weile in der Schule. Mit dem Problem hab ich also noch keine Erfahrung.

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

6. März 2012 um 11:25

Schreiben lernen wie man spricht
Also meine Große ist jetzt in der Dritten Klasse, und schreibt heute noch so wie sie es spricht (Gertner statt Gärtner).
Über die Hällfte der Kinder aus den 4. Klassen wurden auf Legasthenie geprüft! Für uns Eltern liegt es am System, wie man den Kindern das Schreiben beibringt.

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

6. März 2012 um 19:28

...
Ehrlich gesagt verstehe ich den Sinn dieser Methode nicht ganz. Unsere ersten Wörter damals waren welche mit wenig Buchstaben und Silben (ich, du, auto, haus, oma, mama) die man alle auch größtenteils so schreibt wie man sie spricht. Die letzten Buchstaben waren x,y,q usw. Unsere Lehrerin hat bei d/t und b/p gut ausgesprochen und so wussten wir auch, wie es geschrieben wird. Ich war der Meinung, dass es so das einfachste war.

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

6. März 2012 um 20:27

Habe davon gehört
Meine Tochter ist in der 1. Klasse und bei uns lernen sie Gott sei Dank noch nach der alten Methode (wobei man ehrlich sagen muss, dass Deutsch total unlogisch ist und eine umfassende Rechtschreibreform wirklich ein Segen wäre, aber das nur nebenbei).
Von dieser Methode, die Dein Kind lernt, habe ich gehört. Sie ist sehr umstritten, eben aus den Gründen, die Du genannt hast. Den Kindern wird es am Anfang sehr leicht gemacht und dann heißt - "Ätschi, jetzt machen wir alles anders." Ich halte das Ganze so sinnvoll, wie wenn man bei Mathe erst jedes Ergebnis durchgehen lässt und dann plötzlich richtige Ergebnisse will.

Ich würde mich an Deiner Stelle beschweren - beim Schulamt, beim Bildungsministerium und beim Petitionsausschuss Deines Landtages. Das bringt zwar für den Moment nichts, zeigt aber den Verantwortlichen, dass sich Widerstand regt. Vielleicht hilft das auf Dauer was.

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

Frühere Diskussionen
Du willst nichts mehr verpassen?
facebook

Das könnte dir auch gefallen