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Schlechtes Gewissen als Mutter und Zerrissenheit zwischen Job und Familie

23. April 2013 um 10:32

Schlechtes Gewissen..
Hallöchen,
Mich würde mal interessieren, ob es auch anderen Müttern so geht wie mir. ? Ich muss zugeben, meine Geschichte ist etwas speziell, aber
Ich fange mal an: ich habe relativ früh, im Studium, ein Kind bekommen. Schon damals war ich rigendwie recht sprunghaft, wusste nicht so richtig, was und wozu ich studieren soll. Insgeheim hab ich damals oftz von einem kleinen Wurm geträumt, und als es dann, ungeplant, passiert ist, war ich erst geschockt, dann hab ich mich aber sehr gefreut. Leider nur war die Beziehung zum Vater des Kindes sehr schlecht: es gab immer Streit, er war/ist ein sehr gefühlskalter Mensch (wir wurden geschieden, als der Kleine 4 war). 2 Jahre lebte ich mit dem Vater des Kindes und meinem Sohn zusammen. Nun war es schon damals nicht einfach: ich bliebt erst mal ein Jahr zu Hause, mit meinem Sohn, der echt super ist. Allerdings litt ich schon vor der geburt recht oft an Depressionen, ich würde sogar sagen, ständigen leichten Depressionen, mit zwischendrin schweren Schüben. Ich mache mir generell sehr schnell selber Vorwürfe und das Leben recht schwer. Damals konnte ich das Muttersein aber-verglichen mit heute- irgendwie noch mehr geniessen, denn ich hatte irgendwie das gefühl, dass es ok ist, zu haus zu bleiben, wenn man so ein kleines Kind hat. Als er dann anderthalb war, nahm ich wieder ein Studium auf- wieder ein anderer Studiengang, und wie sich herausstellte, war das auch nicht das Richtige. Da fing der Stress schon anes war sehr sehr schwer, unter Druck am Schreibtisch zu sitzen und neben dem Schreibtisch ein heulendes Kind stehen zu haben. Da haben wir manchmal am Ende beide geheult- ich aus Angst, mein Studium nicht zu schaffen und gleichzeitigem schlechten Gewissen gg.über meinem Sohn. Wenn ich mit ihm war dachte ich immer, ich sollte was für die Uni machen. Machte ich was für die Uni, hatte ich ein schlechtes Gefühl ihm gg.überAls ich mich von meinem Ex trennte, ging ich zurück in meine Heimatstadt. Studium ade. Und ich wollte auch nicht mehr dieses ewige Gefühl du könntest ja doch noch was für die Uni tun. Ich sehnte mich nach einem geregelten Job, halbtags, der mir den Kopf freilässt, mich nach der Arbeit ganz meinem Kind zu widmen. Also machte ich eine Ausbildung. Bis die anfing, strich aber mindestens nochmal ein dreiviertel Jahr ins Land. Natürlich war ich entsprechend down: Beziehung kaputt, wieder Rückkehr zu den Eltern, kein Geld, keine Ausbildung, ständig Depressionen, eigtl keine Freunde, immer Stress mit meiner Mutter.Naja, ich habe dann 2 Jahre schulische Ausbildung gemacht, war auch Klassenbeste, aber hatte-wie so oft- schon während der Ausbildung ständig gedacht, dass das eigtl nicht das Richtige für mich ist. So dann auch oft depressiv. Nach der Schule stellte sich dann heraus, dass ich in der Praxis des Jobs total unbrauchbar war. Ich habe innerhalb eines Jahre etwa 5 Anläufe unternommen, als Erzieherin Fuss zu fassen- aber ich habe es gehasst und bin jedes Mal gescheitert. Mit entsprechenden Depressionen. Natürlich bin ich in dieser ganzen zeit keine 1a-Mutter gewesen. Mein Kind hat mich oft kraftlos oder in Tränen aufgelöst gesehen, oft war ich auch ungeduldig mit ihm. Ich sass dann nach dem ganzen Mist nochmal 1 Jahr zu Hause und sah meine Zukunft als Putzfraumuss allerdings sagen, dass ich, seit mein Sohn 4 ist, einen Freund gefunden hatte, der mich auch finanziell unterstütze. Wir zogen schnell zusammen, aber in den ersten 2 Jahren gab es sehr viel Streit. Sehr schlimmen Streit. Auch das bekam mein Sohn mit. Ich war oft so ausgebrannt von all dem, dass ich mich als Mutter nur so irgendwie durchs Leben geschleppt habe. Mit 30 bin ich dann nochmal zurück an die Uni, weil ich wusste: irgendeine abgeschlossene Ausbildung brauchst du. Habe dann einen Bachelor in Literatur und Sprachen gemacht. Das war eiglt meine ausgeglichenste Zeit. Ich wusste, dass ich das einfach machen MUSS, und es hat mir inhaltlich oft Spass gemacht. Aber natürlich hatte ich auch da Phasen wo ich dachte: Hilfe, das schaffe ich nicht! Mir ist alles zu viel etc. Nun habe ich den Abschluss, aber ich finde nicht wirklich Arbeit. Ich mache ein paar Stündlein als Honrarkraft. Leben könnte ich davon niemals. Mittlerweile bin ich verheiratet, und mein Mann ernährt die Familie und ist da sehr grosszügig (er will nur, dass ich glücklich bin), aber ich habe ständig das gefühl, dass ich ein Loser bin, dass ich etwas beweisen muss, richtiges Geld verdienen muss, normal arbeiten muss, wie alle anderen auch. Ich habe Riesenkomplexe, dass ich so oft gescheitert bin. Meinen Uniabschluss mache ich irgendwie auch runter, ist ja nur ein Bachelor. Noch dazu in ner Domäne wo ich eh nix Gescheites finde.
Tja- und mein Kind?? Tja.ich wünsche mir nichts mehr, als eine harmonische Familie. Aber ich habe immer das Gefühl, ich muss Geld verdienen, und zwar so richtig. Ich habe Angst, nicht auf eigenen Beinen stehen zu können, denke immer: was mache ich denn, wenn meinem mann was passiert?! Muss ich dann putzen gehen? Davor habe ich Horror. Ich bin so besessen davon, erstens: es der gesellschaft zu beweisen (dass ich kein Loser bin), zweitens: eigenes Geld zu haben, dass ich regelmässig Panik bekomme, weil es beruflich nicht läuft. Das spürt mein Sohn (jetzt 8) auch. Ich hasse das alles so! ich konnte mich nie wirklich am Muttersein freuen. Entweder Beziehungsproibleme, Depressionen oder sonst was. Oft wünsche ich mir, alles wäre wie früher: die Frau bekommt 3 Kinder und bleibt zu Hause. Alles war so klar geregelt.ich habe immer das gefühl, sowohl beruflich als auch mütterlich eine Null zu sein. Noch dazu habe ich durch Abi und Studium (und Sternzeichen Jungfrau) ständig das Gefühl: Hausfrau/Mutter sein ist ja was für Idioten, mach was Nützliches. Und nützlich ist, wo wurde ich leider erzogen, geistige Fortbildung. Ich habe immer das gefühl: das und das und das muss ich noch lernen. Habe das gefühl, nie anzukommen. Ich hatte mir so sehr gewünscht, diesen Abschluss zu haben, jetzt hab ich ihn, aber alles fängt von vorne an. Ich dachte irgendwie: wenn du erstmal nen Abschluss hast, gehst du in Ruhe arbeiten, hast den Kopf frei, und bist dann für dein Kind da. Aber nee, jetzt denke ich die ganze Zeit ich muss Master machen, weil Bachelor nix wert ist, vergleiche mich ständig mit anderen Frauen, die viel erfolgreicher sind und tausendmal mehr hinbekommen. Am liebsten würd ich noch 2 Kinder bekommen und Schluss. Dann hätte mein Mann auch endlich ein leibliches Kind und ich nicht immer das Gefühl, ich und mein Sohn würden von ihm durchgefüttert, obwohl wir gar nicht von ihm sind, quasi adoptiert. Aber leider kann ich keine Kinder mehr bekommen (hatte Plazentainsuffizienz, Kind hätte streben können im Bauch, katastrophaler Kaiserschnitt mit Folgen). So häng ich dabin jetzt recht viel zu hause und bin zetlich nicht besonders eingespannt, dennoch kann ich die freie Zeit die ich HABE, nicht guten Gewissens als Mutter verbringen. Als er noch kleiner war, hatte ich irgendwie die berechtigung, mit ihm schöne Sachen (Fahrradtour) zu machen, jetzt aber ist er schon recht selbständig, und ich fühle mich seltsam, wenn ich mich der Mutterrolle noch so sehr widme, wo doch alle anderen normal arbeiten. Ich denke auch ständig: was mache ich denn, wenn er aus dem Haus ist bzw. älter wird? Er braucht mich immer weniger. Womiit fülle ich mein Leben aus. Ich denke ständig an die Zukunft und kann so die Gegenwart gar nicht geniessen..
Ich habe so Angst, dass sich das NIE ändert, und irgendwann ist das Leben vorbei, und ich habe nur Scheisse gebaut....

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23. April 2013 um 21:09

Du weisst das du seit jahren depressionen hast
und lässt dich nicht behandeln? dabei ist das die ursache für deine ganzen probleme! such dir einen vernüftigen therapeuten!!!

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24. April 2013 um 8:15

@ano
mache ich, mit unterbrechungen, seit 17 Jahren. Nützt mal mehr, mal weniger. Manchmal ist es auch besser, nicht über die Dinge zu reden, das zementiert sie nur...

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8. Mai 2013 um 9:16

Bin doch noch da
Ich hatte nur nach der ersten Anwtort nicht mehr geschrieben, weil das mich relativ verletzt hat ("mach doch mal ne Therapie!!"). Ich weiss halt auch, dass viele leute aggressiv werden, wenn man sagt, dass man manchmal mit Depressionen zu tun hat. Da heissts dann schnell: "mein Gott, jeder hat mal nen schlechten Tag, die soll sich nicht so anstellen etc.". Aber ich mache mir selber schon genug Vorwürfe, dass ich iwie nicht so leistungsfähig bin wie viele andere toughe Frauen- da muss ich mich einfach vor Leuten schützen, die mich noch mehr runtermachen. Jedenfalls danke für die GUTEN Anwtorten, es hat mir auch gleich die Tränen in die Augen getrieben (is oft so, wenn jemand nett zu mir ist). Ja....ich versuche wirklich, die Erwachsenenbildung auszuweiten. Und vielleicht muss ich mich einfach damit abfinden, NIE viel Geld selber zu verdienen. Ich hätte ja auch die Möglichkeit, noch ein Lehramtsstudium dranzuhängen, aber ich habe meine eigene Schulzeit als qualvoll und unser Bildungssystem als recht fies erlebt- da will ich wirklich nicht in die Schule zurück. ich bin einfach nicht von dieser Institution überzeugt, ausserdem fühle ich mich dort nur unwohl: alles erinnert mich an früher: die Lernerei, der Druck, die Aengste...und da soll ich dann als überzeugter Lehrer arbeiten? Nee, überzeugt ist was anderes...und nun ist ja mein Mann da, der uns mit ernährt. Aber er ist eben nicht der vater des Kindes. Er würde meinen Sohn z.B. nie kuscheln oder so, und das tut schon manchmal weh. Vor allem, wenn ich sehe, dass andere Familien um mich herum ein Kind nach dem anderen bekommen. Mein Mann wird nie die Gefühle für meinen Sohn haben, die ein Vater für seinen Sohn hat, auch nicht im Entferntesten. Ich frage mich halt manchmal, wies wohl gewesen wär, ein Kind zu dem richtigen Zeitpunkt, mit dem richtigen Mann zu bekommen...richtiger Zeitpunkt wäre fèr mich: wenn man vorher schon mal 5,6 Jahre gearbeitet hat, reif ist, die finanziellen Möglichkeiten hat etc. Bei mir wars halt umgedreht...das ist schon ein bissel schade fürs Kind, aber auch für mich. Und Beruf bedeutet natürlich auch: integriert sein. Ich hab halt schon Angst, irgendwie sozial ausgegrenzt zu sein, falls ich mal nicht mehr genug Geld habe und keinen Job finde. Und ich will auch nicht mehr mit so einfach gestrickten leuten arbeiten- dafür hab ich ja das Studium gemacht. ich habe als Studentin oft in Hotels, Bäckereien etc. gejobbt und es immer als recht schwierig und traurig empfunden, nicht unter ";Meinesgleichen" zu sein. Diese Leute (Gastronomie...) waren oft gar nicht mein Fall: eher grob gestrickt, manchmal fies, wenig Bildung halt...da hat mich nix inspiriert, da fand kein Austausch stat, ist ja klar. Es war fèr mich sooooo ein Glücksgefühl, an der Uni wieder auf intelligente Menschen zu treffen, das war wie eine Erlösung. Ich will damit Leute aus der gastronomie nicht abwerten oder so! Aber es ist ja klar, dass man sich unter "seinesgleichen" am wohlsten fühlt. naja, und ich habe halt Angst, durch Arbeiotslosigkeit solche niedrige Arbeit machen zu müssen (vor allem gruseln mich dabei die Menschen, nicht die Arbeit an sich. Mit netten Kollegen hält man alles aus). Und eben auch die Angst vor der Isolation....ABER: ich versuche, das alles so weit wie möglich auszublenden. Es ist, wie es ist. Und im Moment gar nicht mal soooooooo schlecht. Also versuche ich, einfach das Beste aus der gegenwart zu machen. gelingt nicht immer jeden Tag perfekt, aber es ist mein Motto. Weniger denken, einfach mehr vertrauen und mehr handeln. Nochmals danke für eure Antworten.

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9. Mai 2013 um 4:00
In Antwort auf bienchenbelli

Bin doch noch da
Ich hatte nur nach der ersten Anwtort nicht mehr geschrieben, weil das mich relativ verletzt hat ("mach doch mal ne Therapie!!"). Ich weiss halt auch, dass viele leute aggressiv werden, wenn man sagt, dass man manchmal mit Depressionen zu tun hat. Da heissts dann schnell: "mein Gott, jeder hat mal nen schlechten Tag, die soll sich nicht so anstellen etc.". Aber ich mache mir selber schon genug Vorwürfe, dass ich iwie nicht so leistungsfähig bin wie viele andere toughe Frauen- da muss ich mich einfach vor Leuten schützen, die mich noch mehr runtermachen. Jedenfalls danke für die GUTEN Anwtorten, es hat mir auch gleich die Tränen in die Augen getrieben (is oft so, wenn jemand nett zu mir ist). Ja....ich versuche wirklich, die Erwachsenenbildung auszuweiten. Und vielleicht muss ich mich einfach damit abfinden, NIE viel Geld selber zu verdienen. Ich hätte ja auch die Möglichkeit, noch ein Lehramtsstudium dranzuhängen, aber ich habe meine eigene Schulzeit als qualvoll und unser Bildungssystem als recht fies erlebt- da will ich wirklich nicht in die Schule zurück. ich bin einfach nicht von dieser Institution überzeugt, ausserdem fühle ich mich dort nur unwohl: alles erinnert mich an früher: die Lernerei, der Druck, die Aengste...und da soll ich dann als überzeugter Lehrer arbeiten? Nee, überzeugt ist was anderes...und nun ist ja mein Mann da, der uns mit ernährt. Aber er ist eben nicht der vater des Kindes. Er würde meinen Sohn z.B. nie kuscheln oder so, und das tut schon manchmal weh. Vor allem, wenn ich sehe, dass andere Familien um mich herum ein Kind nach dem anderen bekommen. Mein Mann wird nie die Gefühle für meinen Sohn haben, die ein Vater für seinen Sohn hat, auch nicht im Entferntesten. Ich frage mich halt manchmal, wies wohl gewesen wär, ein Kind zu dem richtigen Zeitpunkt, mit dem richtigen Mann zu bekommen...richtiger Zeitpunkt wäre fèr mich: wenn man vorher schon mal 5,6 Jahre gearbeitet hat, reif ist, die finanziellen Möglichkeiten hat etc. Bei mir wars halt umgedreht...das ist schon ein bissel schade fürs Kind, aber auch für mich. Und Beruf bedeutet natürlich auch: integriert sein. Ich hab halt schon Angst, irgendwie sozial ausgegrenzt zu sein, falls ich mal nicht mehr genug Geld habe und keinen Job finde. Und ich will auch nicht mehr mit so einfach gestrickten leuten arbeiten- dafür hab ich ja das Studium gemacht. ich habe als Studentin oft in Hotels, Bäckereien etc. gejobbt und es immer als recht schwierig und traurig empfunden, nicht unter ";Meinesgleichen" zu sein. Diese Leute (Gastronomie...) waren oft gar nicht mein Fall: eher grob gestrickt, manchmal fies, wenig Bildung halt...da hat mich nix inspiriert, da fand kein Austausch stat, ist ja klar. Es war fèr mich sooooo ein Glücksgefühl, an der Uni wieder auf intelligente Menschen zu treffen, das war wie eine Erlösung. Ich will damit Leute aus der gastronomie nicht abwerten oder so! Aber es ist ja klar, dass man sich unter "seinesgleichen" am wohlsten fühlt. naja, und ich habe halt Angst, durch Arbeiotslosigkeit solche niedrige Arbeit machen zu müssen (vor allem gruseln mich dabei die Menschen, nicht die Arbeit an sich. Mit netten Kollegen hält man alles aus). Und eben auch die Angst vor der Isolation....ABER: ich versuche, das alles so weit wie möglich auszublenden. Es ist, wie es ist. Und im Moment gar nicht mal soooooooo schlecht. Also versuche ich, einfach das Beste aus der gegenwart zu machen. gelingt nicht immer jeden Tag perfekt, aber es ist mein Motto. Weniger denken, einfach mehr vertrauen und mehr handeln. Nochmals danke für eure Antworten.

Du drehst echt etwas ab
na dann studier noch irgendwas... damit du zumindest mit intelligenten menschen zusammentriffst.
die meisten user hier haben kein studium abgschlossen, viele sind vielleicht sogar in der gastronomie beschäftigt oder üben diese niederen arbeiten aus, wie du es bezeichnest. dann fragst du uns (@eher grob gestrickt, manchmal fies, wenig Bildung halt) hier nach rat?? wenn man dir rät professionelle hilfe in anspruch zu nehmen ist man auch noch die böse, die kein verständnis zeigt.
mädel komm mal zurück in die wirklichkeit... wer hat schon einen traumjob und superverdienst und auch noch das perfekte familienleben? wir machen alle abstriche und wurschteln uns durch... find dich damit ab, dann kommst du auch weiter im leben.

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16. Mai 2013 um 9:04
In Antwort auf bienchenbelli

Bin doch noch da
Ich hatte nur nach der ersten Anwtort nicht mehr geschrieben, weil das mich relativ verletzt hat ("mach doch mal ne Therapie!!"). Ich weiss halt auch, dass viele leute aggressiv werden, wenn man sagt, dass man manchmal mit Depressionen zu tun hat. Da heissts dann schnell: "mein Gott, jeder hat mal nen schlechten Tag, die soll sich nicht so anstellen etc.". Aber ich mache mir selber schon genug Vorwürfe, dass ich iwie nicht so leistungsfähig bin wie viele andere toughe Frauen- da muss ich mich einfach vor Leuten schützen, die mich noch mehr runtermachen. Jedenfalls danke für die GUTEN Anwtorten, es hat mir auch gleich die Tränen in die Augen getrieben (is oft so, wenn jemand nett zu mir ist). Ja....ich versuche wirklich, die Erwachsenenbildung auszuweiten. Und vielleicht muss ich mich einfach damit abfinden, NIE viel Geld selber zu verdienen. Ich hätte ja auch die Möglichkeit, noch ein Lehramtsstudium dranzuhängen, aber ich habe meine eigene Schulzeit als qualvoll und unser Bildungssystem als recht fies erlebt- da will ich wirklich nicht in die Schule zurück. ich bin einfach nicht von dieser Institution überzeugt, ausserdem fühle ich mich dort nur unwohl: alles erinnert mich an früher: die Lernerei, der Druck, die Aengste...und da soll ich dann als überzeugter Lehrer arbeiten? Nee, überzeugt ist was anderes...und nun ist ja mein Mann da, der uns mit ernährt. Aber er ist eben nicht der vater des Kindes. Er würde meinen Sohn z.B. nie kuscheln oder so, und das tut schon manchmal weh. Vor allem, wenn ich sehe, dass andere Familien um mich herum ein Kind nach dem anderen bekommen. Mein Mann wird nie die Gefühle für meinen Sohn haben, die ein Vater für seinen Sohn hat, auch nicht im Entferntesten. Ich frage mich halt manchmal, wies wohl gewesen wär, ein Kind zu dem richtigen Zeitpunkt, mit dem richtigen Mann zu bekommen...richtiger Zeitpunkt wäre fèr mich: wenn man vorher schon mal 5,6 Jahre gearbeitet hat, reif ist, die finanziellen Möglichkeiten hat etc. Bei mir wars halt umgedreht...das ist schon ein bissel schade fürs Kind, aber auch für mich. Und Beruf bedeutet natürlich auch: integriert sein. Ich hab halt schon Angst, irgendwie sozial ausgegrenzt zu sein, falls ich mal nicht mehr genug Geld habe und keinen Job finde. Und ich will auch nicht mehr mit so einfach gestrickten leuten arbeiten- dafür hab ich ja das Studium gemacht. ich habe als Studentin oft in Hotels, Bäckereien etc. gejobbt und es immer als recht schwierig und traurig empfunden, nicht unter ";Meinesgleichen" zu sein. Diese Leute (Gastronomie...) waren oft gar nicht mein Fall: eher grob gestrickt, manchmal fies, wenig Bildung halt...da hat mich nix inspiriert, da fand kein Austausch stat, ist ja klar. Es war fèr mich sooooo ein Glücksgefühl, an der Uni wieder auf intelligente Menschen zu treffen, das war wie eine Erlösung. Ich will damit Leute aus der gastronomie nicht abwerten oder so! Aber es ist ja klar, dass man sich unter "seinesgleichen" am wohlsten fühlt. naja, und ich habe halt Angst, durch Arbeiotslosigkeit solche niedrige Arbeit machen zu müssen (vor allem gruseln mich dabei die Menschen, nicht die Arbeit an sich. Mit netten Kollegen hält man alles aus). Und eben auch die Angst vor der Isolation....ABER: ich versuche, das alles so weit wie möglich auszublenden. Es ist, wie es ist. Und im Moment gar nicht mal soooooooo schlecht. Also versuche ich, einfach das Beste aus der gegenwart zu machen. gelingt nicht immer jeden Tag perfekt, aber es ist mein Motto. Weniger denken, einfach mehr vertrauen und mehr handeln. Nochmals danke für eure Antworten.

Du bist verletzt weil man dir rät eine therapie zu machen
und im gleichen Atemzug beleidigst du die Menschen ohne Studium??? Ich habe auch nicht studiert, war zuerst auf der Hauptschule, habe dann die Mittlere Reife nachgeholt und war dann nochmal 3 Jahre auf dem EG. Hab das dann aber 6 Monate vor dem Abi geschmissen weil ich keine Lust auf Schule mehr hatte und die Welt bereisen wollte. 1,5 Jahre war ich dann in Chicago. Als ich zurück kam, war ich Mama. Hab hier dann eine Krankenschwester Ausbildung gemacht. Nein studiert habe ich nicht, ich stehe wahrscheinlich auf einer unteren Stufe als Du. Bin dir nicht intelligent genug, aber zumindest hab ich mein Leben im Griff. Ich, und meine einfach gestrickten Freunde aus dem Gastronomiebereich.....
Du brauchst wirklich eine Therapie und das soll nicht wertend gemeint sein. Aber Du solltest versuchen dein Leben in den Griff zu bekommen und da scheint einiges im Argen zu sein

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16. Mai 2013 um 9:13
In Antwort auf velda_11935774

Du bist verletzt weil man dir rät eine therapie zu machen
und im gleichen Atemzug beleidigst du die Menschen ohne Studium??? Ich habe auch nicht studiert, war zuerst auf der Hauptschule, habe dann die Mittlere Reife nachgeholt und war dann nochmal 3 Jahre auf dem EG. Hab das dann aber 6 Monate vor dem Abi geschmissen weil ich keine Lust auf Schule mehr hatte und die Welt bereisen wollte. 1,5 Jahre war ich dann in Chicago. Als ich zurück kam, war ich Mama. Hab hier dann eine Krankenschwester Ausbildung gemacht. Nein studiert habe ich nicht, ich stehe wahrscheinlich auf einer unteren Stufe als Du. Bin dir nicht intelligent genug, aber zumindest hab ich mein Leben im Griff. Ich, und meine einfach gestrickten Freunde aus dem Gastronomiebereich.....
Du brauchst wirklich eine Therapie und das soll nicht wertend gemeint sein. Aber Du solltest versuchen dein Leben in den Griff zu bekommen und da scheint einiges im Argen zu sein

Bevor ich es vergesse
inzwischen habe ich 3 Kinder. Habe mich selbständig gemacht. Meine Kinder sprechen 3 Sprachen, Deutsch (von mir), Englisch (von meinem Mann) und Französisch (gehen in Frankreich zur Schule) und das ermöglichen wir Ihnen trotz unserem einfach gestrickten Leben ohne Studium. Mein Mann kommt aus Nigeria und er war nur 7 Jahre in der Schule hat keinen Abschluß, kann nur mit Mühe schreiben und arbeitet " nur" als Hausmeister. Ich möchte gar nicht wissen, was Du wohl über ihn denkst? Er wär wohl nicht mal ein "Guten Tag" wert...

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17. Mai 2013 um 12:24

Ich denke du bist nicht alleine
Es geht vielen Frauen wie dir. Karriere und Kind unter einen Hut zu bringen ist sehr schwierig, gerade wenn man noch nicht richtig weiß, was man eigentlich machen will.
Also eine Therapie ist vielleicht ein Anfang, du solltest versuchen dir bewusst Pausen zu verordnen und etwas zu tun, was dir gut tut. Sport ist ein bewährtes Mittel um leichte Depressionen abzuwenden.

Erkundig dich über deine Möglichkeiten, bevor du auf Krampf irgendeine berufliche Richtung einschlägst. Ich weiß nicht woher du kommst, ich bin Österreicherin und hier findest du einige Infos und Tipps zum Thema Kind und Beruf: http://wien.arbeiterkammer.at/online/messe-bbb-beruf-baby-bildung-66400.html

Falls du zufällig Wienerin bist, gibt es am 23. und 24.5. auch wieder die Beruf Baby Bildung Messe, die sich an Mütter wie dich richtet.

Ich wünsch dir alles Gute, lass den Kopf nicht hängen und dich nicht von Angst leiten. Die ist kein guter Ratgeber. Hab ein bisschen Vertrauen in dich und das Universum. Es wird schon alles werden.

LG!

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