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Schlechte Tagesmutter beim Jugendamt melden

18. August 2016 um 15:41

Hallo Eltern.

Mir brennt ein Thema auf der Seele und ich möchte mal eure Meinung dazu hören.

Es geht um das Thema Tagesmutter. Mein Kind ist jetzt 18 Monate und weil wir keinen Kindergartenplatz bekommen haben, ich aber gern wieder arbeiten gehen wollte, entschieden wir uns für eine Tagesmutter. Das Konzept Tagesmutter hat mich auch sehr angesprochen: eine Person, die wenige Kinder betreut und sich intensiv, fast wie eine zweite Mutter, und individuell mit den Kindern beschäftigt. Mein Sohn ist manchmal ganz schön anstrengend und braucht auch viel Aufmerksamkeit. Zudem haben wir keine Verwandten, so dass er es nicht gewöhnt ist, bei Fremden zu sein. Ich dachte also, bei einer einzigen Erzieherin mit wenigen Kindern ist er besser aufgehoben als im Kindergarten.
So, nun zu dem, was mich beschäftigt. Wir haben auf eigene Faust eine Tagesmutter gefunden, die noch einen Platz frei hatte. Bei der Besichtigung im Juni sagte sie, sie betreut zur Zeit 5 Kinder und eines geht im Juli, also ab August ist wieder was frei. Die Einrichtung sah auch schön aus und die Tagesmutter war sympatisch. Leider hatte sie bei der Besichtigung keine Kinder da, so dass wir den Umgang mit Kindern nicht mitbekamen. Wir unterschrieben also schnell den Vertrag. Bei der Vertragsunterzeichnung war ich persönlich bei ihr. Da hatte sie dann zwei Kinder da: ein 7 Monate altes Baby und ein 1,5 jähriges Kind. Schon beim Vertrag unterschreiben, hat sie sich nicht wirklich mit den Kindern beschäftigt. Sie hat eigentlich gar nicht darauf geachtet, was die Kinder machen. Auch als das 1,5 jährige Kind auf dem Baby rumgehüpft ist und an den Haaren gezogen hat, ist es ihr gar nicht aufgefallen. Ich hatte also kein gutes Gefühl, aber ich dachte mir, es gibt ja noch die Probezeit/Eingewöhnungszeit, wo ich mir dann ein richtiges Bild machen kann.
Den ersten Tag der Eingewöhnung hat sie erstmal nur einen Plan erstellt, wie die Eingewöhnung ablaufen soll. Sie hat mich dabei gar nicht gefragt, ob es so für mich in Ordnung ist. Sie hat sich das so vorgestellt, dass wir die erste Woche jeden Tag nur eine Stunde kommen und ab der zweiten Woche sollte ich meinen Sohn direkt eine halbe Stunde allein lassen und es sollte jeden Tag um eine halbe Stunde gesteigert werden. Für mich ging das erstmal zu schnell, immerhin hatte ich ihn noch nie mit jemandem allein gelassen, aber ich dachte mir, sie wird schon wissen, was sie tut. Ich hab mir die erste Woche also nur mal angesehen, wie sie sich bei der Eingewöhnung verhält. Nun war es so, dass ich den ersten Tag nur mit ihr den Papierkram gemacht habe. Da hat sie sich weder um meinen Sohn noch um die anderen Kinder gekümmert. Am zweiten Tag kam ihr Mann vorbei. Da war ich schon sehr überrascht, denn ich dachte nicht, dass es Tagesmüttern erlaubt ist, fremde Personen, erst recht ohne Einverständnis oder Information an die Eltern, auf die Kinder loszulassen. Also mich hat das schon sehr irritiert, meinen Sohn auch. Er hat dann die ganze Zeit nur auf meinem Schoß gesessen und sich festgeklammert, daher bin ich nach genau einer Stunde wieder gegangen. Am Mittwoch hat sie sich dann mit einer anderen Tagesmutter getroffen. So weit erstmal kein Problem, wenn sie dann aber auch ihre Aufsichtspflicht einhält. Sie hat dann aber nur gequatscht, hat sich wieder überhaupt nicht mit meinem oder den anderen Kindern beschäftigt. Am Mittwoch war auch noch ein weiteres Kind da, das hat sie aber überhaupt nicht beachtet. Es stand ungelogen die ganze Stunde nur da und hat keinen Muks von sich gegeben. Es hat sich auch die ganze Zeit nicht vom Fleck bewegt, obwohl es schon laufen konnte. Dass die Tagesmutter auch da nix unternommen hat, fand ich auch sehr bedenklich. Weil es dann auch kalt war und genieselt hat, bin ich auch an dem Tag wieder nach einer Stunde gegangen. Donnerstag wieder das gleiche Spiel. Freitag hat sie dann komplett abgesagt, weil die anderen Kinder da nicht da waren. Ich hätte mir gewünscht, dass sie da mal die Zeit nutzt und sich intensiv mit meinem Kind beschäftigt...

Es hat dann das ganze Wochenende in mir rumort. Was mich auch gestört hat, war, während dem Unterhalten mit der anderen Tagesmutter habe ich so einiges mit angehört. Sie hat dabei auch Informationen über die anderen, nicht anwesenden Kinder und Eltern rausgegeben, was weder die andere Tagesmutter noch mich etwas angeht. Zudem ist es auch vertraglich untersagt. Doch die Tatsache, dass sie einfach so Informationen vor den Augen einer Mutter weitergibt, spricht ja dafür, dass sie es gewöhnt ist. Daher denke ich, auch die Informationen über mich und mein Kind sind bei ihr nicht sicher.
Ich habe mich auch mit anderen Müttern darüber unterhalten und die fanden auch, dass sie sich mehr mit den Kindern beschäftigen sollte und weniger quatschen sollte. Ich war also schon drauf und dran das ganze abzubrechen. Ich wollte mir aber mal noch den ganzen Tag anschauen, ob sie sich wenigstens nach dem quatschen und Spielplatz mal mit den Kindern beschäftigt. Ich nahm mir also vor, die kommende Woche den ganzen Tag dabei zu sein und nur wenige Minuten, wenn überhaupt, meinen Sohn bei ihr zu lassen als Probelauf. Sie meinte am Montag auch, dass sei kein Problem und wir können das so machen. Montag ging es auch wieder auf den Spielplatz. Da traf sie sich wieder mit er anderen Tagesmutter und war wieder nur am Quatschen. Sie lies das Baby im Sandkasten und hat es gar nicht weiter beachtet und das 1,5 jährige Kind lies sie allein auf das Klettergerüst, was ich schon ganz schön fahrlässig finde. Immerhin ist das Gerüst 2 Meter hoch und er ist noch nicht so sicher im Klettern. Ich hab es mir aber mal angeschaut und es kam wie es kommen musste, das Kind ist von oben runter auf den Holzboden gefallen. Dem Kind ist zwar nix passiert, aber es hätte auch blöd fallen können und sich was brechen können. Nun sag ich ja auch, dass Kinder halt mal runter fallen können und blaue Flecken gehören halt zum Leben dazu. Aber dass es runter fällt, weil die Tagesmutter nur gequatscht hat, finde ich einfach inakzeptabel. Ich muss dazu sagen, dass das gleiche Kind die Woche davor, als ich nur kurz mit ihr auf dem Spielplatz war, ebenfalls von der Wippe gefallen ist, obwohl die Tagesmutter daneben stand und auch nicht aufgepasst hat, weil sie gequatscht hat.
Dann war es auch so, dass mir aufgefallen ist, dass sie mich in einigen Punkten angelogen hat. Zum einen hat sie gesagt, dass sie seit 2 Jahren als Tagesmutter arbeitet. Im Internet hat sie aber auf ihrer eigenen Seite geschrieben, dass sie erst Dezember 2014 den Abschluss gemacht hat und dann noch bis Februar letzten Jahres wo anders gearbeitet hat. Also kann sie ja noch nicht mal 1,5 Jahre als Tagesmutter arbeiten. Dann mit dem Essen hat auch vorn und hinten nicht gestimmt. Das Vormittagsessen, wofür sie Geld berechnet hat, hat in der ganzen Zeit überhaupt nicht stattgefunden und das Mittagessen sollte jeden Tag frisch geliefert werden. Dafür hat sie 3 berechnet. Als ich dann aber beim Mittagessen mit dabei war, gab es Reste aus der Tiefkühltruhe. Ich fand das Essen sah sehr eklig aus, mein Sohn wollte es auch nicht essen und dass sie dafür dann 3 verlangt, finde ich schon ganz schön unverschämt. Auch auf das Töpfchentraining habe ich bestanden, zu Hause haben wir schon damit angefangen und sie meinte zur Besichtigung noch, sie würde es von Anfang an mit allen Kindern nach dem Essen immer machen. Auch davon habe ich nix gemerkt.
Ich hab mich also mit meinem Mann über das Erlebte dort besprochen und wollte es abbrechen. Er wollte sich aber selbst vorher ein Bild machen. Am Dienstag sind wir also gemeinsam dort hin und haben sie wieder auf dem Spielplatz getroffen. An dem Tag hatte sie nur ein Kind (das Baby) da und hat es wieder nur in den Sand gesetzt und sich nicht mit ihm beschäftigt. Sie hat weder mitgespielt, noch mit ihm geredet, einfach gar nix. Die andere Tagesmutter war auch wieder da und die beiden saßen nur da und haben gequatscht. Also die Eingewöhnung hat praktisch gar nicht stattgefunden. Wie soll sich denn mein Kind an sie gewöhnen, wenn sie sich nicht mit ihm beschäftigt? Mein Mann war dann einverstanden, die Eingewöhnung abzubrechen und uns lieber nach einer anderen Tagesmutter umzusehen.

Nun lässt es mir aber keine Ruhe, wie sie dort arbeitet. Private Besuche und einkaufen gehen, mir ihrem Mann, während der Arbeitszeit finde ich nicht in Ordnung. Sie wird dafür bezahlt, dass sie sich mit den Kindern beschäftigt. Sie hat sich aber in der gesamten Zeit, in der ich mit dabei war, nicht ein einziges Mal zu einem der Kinder gesetzt und hat gespielt. Auch als wir in der Wohnung waren und sie niemandem zum Quatschen hatte, war sie nur am Handy und hat gechattet oder SMS geschrieben. Und ich finde einfach, sie ist dort auf Arbeit. Sie macht das nicht privat als Gefallen, sondern sie wird von den Eltern dafür bezahlt, dass sie sich in der Zeit liebevoll um die Kinder kümmert und sie auch erzieht. Davon habe ich aber nix gesehen. Nun überlege ich, dem Jugendamt von meinen Erfahrungen zu unterrichten. Jetzt ist die Frage, findet ihr meine Meinung dazu überzogen und das Verhalten der Tagesmutter nicht so schlimm, oder würdet ihr es auch melden? Und denkt ihr, es bringt überhaupt etwas sich da beim Jugendamt zu beschweren? Immerhin ist ja bisher nix passiert, also keines der Kinder hat sich bisher verletzt, aber ich denke, das hat eher was mit Glück als Können zu tun.

Falls ihr euch fragt, warum sie die ganze Zeit während der Eingewöhnung nur zwei Kinder da hatte, obwohl sie im Juni noch 5 Kinder hatte: erst während der Eingewöhnung haben sich die Eltern der anderen Kinder entschieden, die Kinder zu anderen Tagesmüttern zu geben. Das die anderen Eltern spontan gewechselt haben, gab mir auch zu denken.

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18. August 2016 um 16:27

Ich habe keine Ahnung
ob es was bringt, aber ich würde es melden.

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18. August 2016 um 20:20

Grundsätzlich
darf eine Tagesmutter ihren privaten Dingen während der Betreuungszeit nachgehen (Wäsche waschen, einkaufen, eigene Kinder betreuen, etc.) Es ist also nicht unüblich, dass im Laufe des Tages Ehemänner oder eigene Kinder dazustoßen. Was ich jedoch wirklich melden würde ist die Vernachlässigung der Aufsichtspflicht, der Fürsorgepflicht und die fehlende Pflege (Essen, Sauberkeitserziehung, etc.). Das was du beschreibst geht gar nicht und dieser Frau sollte die Genehmigung entzogen werden.

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18. August 2016 um 20:22

Definitiv melden
Das sie ihre Aufsichtspflicht verletzt ist mehr als nur fahrlässig. Würde direkt morgen beim Jugendamt anrufen und auch erzählen dass das eine Kind sich verletzt hat und das weil sie es nicht für wichtig hält auf die Kinder aufzupassen.
Wer weiß was als nächstes passiert. Hier war letztens ein Fall wo bei einem kiga Ausflug ein 2 Jahre altes Kind ertrunken ist....

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24. August 2016 um 17:58

Sie arbeitet nicht zu hause
sie hat sich für die kinder extra eine wohnung angemietet, also arbeitet sie nicht zu hause. und wegen einkaufen finde ich, sie arbeitet ja nur bis 16 uhr, also hat sie nach feierabend noch genug zeit, ihre privaten einkäufe und gespräche mit ihrem mann zu erledigen. und mit dem essen: wenn es wirklich geliefert wird, dann wäre es ok, aber aufgetaute reste von irgendwann, finde ich einfach nicht gut. klar ist das jetzt kein punkt, wo man sagen könnte, sie vernachlässigt in der hinsicht die kinder, aber ich finde, daran merkt man, dass ihr die leidenschaft fehlt. man wird doch tagesmutter, weil man kinder liebt und sich gern um sie kümmert wie eine mutter und für sein eigenes kind kocht man doch auch jeden tag frisch.

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24. August 2016 um 18:00

Hab es nun gemeldet
ich hab dem jugendamt nun einen ausführlichen brief geschrieben. mal sehen ob es was bringt. ist jetzt nicht so, dass ich der tagesmutter eins reinwürgen will. ich hab ja privat kein problem mit ihr. aber ich finde, wer einfach nur so lala und ohne herz kinder betreut, verdient schon mal eins auf den deckel und nen denkanstoß

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24. August 2016 um 20:24

Denkanstoß
Hin oder her. Ich hätte angerufen anstatt einen Brief zu schreiben. Sie riskiert ohne Rücksicht die Gesundheit der Kinder indem sie ihrer Aufsichtspflicht nicht nach kommt. Was wäre gewesen wenn das Kind so doof vom klettergerüst gefallen wäre das es eine platzwunde, einen Knochenbruch oder schlimmeres erlitten hätte ?
Finde deine Reaktion ehrlich gesagt ein wenig "lasch"....Was wäre gewesen wenn dein Kind da runter gefallen wäre ? Außerdem finde ich kann man das am Telefon wesentlich besser erklären als in einen Brief...

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24. August 2016 um 21:13

Ein kind
Muss beaufsichtigt, aber nicht dauerhaft bespasst werden.
Wenn einem kind weh getan wird muss man natürlich einschreiten.
LG

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