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Schlaflose Nächte....

19. August 2002 um 15:16 Letzte Antwort: 22. August 2002 um 11:16

ich bins mal wieder.
Wir haben ein Problem, was andere wahrscheinlich auch nur zu gut kennen...das hoffe ich jedenfalls, dass dieses Verhalten normal ist. Unser Sohn(2 Jahre) ist ein sehr ausgeglichenes, munteres und cleveres Kerlchen. Eigentlich gab e beim Einschlafen schon ewig keine Probleme mehr. Wir haben abends unsrere festen Rituale wie: Papa nimmt sich Zeit, ich bade/dusche ihn, wir kuscheln zusammen, es gibt noch einen "Abendschoppen" und zum Schluss eine Gutenachtgeschichte. Dann ist er meist frölich und bereitwillig in sein Bettchen gewatschelt. Ich habe ihm seinen Schlafmond gegeben, mit uhm gebetet und gutenachtküsschen gegeben. Meist hat er nach einer viertel Stunde friedlich geschlafen.
Nachts wachte er ca. 1-2mal auf, wenn ich ihm seine Spieluhr aufgezogen habe, ist er aber gleich wieder eingeschlafen. Manchmal hat er auch durchgeschlafen.

Das Problem ist aber von heute auf morgen gekommen: er will nicht mehr in seinem Bett schlafen, nur im grossen Bett bei uns. Er schreit sich die Kehle aus dem Hals, wenn ich nicht in 1 Minute bei ihm am Bett stehe und sagt immer wieder so als ob er sich selbst beruhigen will: "Mama kommt nochmal!"
oder
"Janik Angst hat, vor den Vögeln!"
Ich muss dazu sagen, dass wir sehr in der Natur wohnen. Hinter unserem Haus ist eine grosse Wiese mit vielen Krähen. So glaube ich, dass er tatsächlich Angst vor ihnen haben könnte, da diese ja auch laut schreien.

Meine Frage ist jetzt: sind solche Ängste normal? Kennt ihr das auch?
Mir zerreisst es selbst fast das Herz, wenn er so weint. Ich habe ihn auch schon in mein Bett geholt, aber auf Dauer kann ich das auch nicht haben, zumal er dann immer rumnestelt und mir seine Beine in den Bauch stemmt.
Ich habe Angst, etwas kapputt zu machen und seine Gefühle nicht ernst genug zu nehmen. Ich habe schon nachgefragt ob etwas im Umfeld vorgefallen ist, was ich nicht mitgekriegt habe, aber keine Oma weis etwas.
Mir wäre sehr viel damit geholfen, wenn ihr mir eure Erfahrungen beschreiben könntet, und ob ihr vielleicht einen Tip habt!
Er ist ein sehr gescheites Bürschchen und ich habe mir überlegt, dass es vielleicht auch daran liegen könnte, dass er jetzt doch schon viele Zusammenhänge versteht und auch die Phantasie schon sehr ausgeprägt ist.
Übrigens hält er sich auch oft die Augen abends zu, um besser einschlafen zu können.
Ich mach mir ganz schön Gedanken darum, was da los ist.....

Danke für alle Antworten

eine verunsicherte

Vala

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19. August 2002 um 21:58

Normal, ganz sicher
Hallo Vala,

ich kann das sehr gut nachvollziehen, was Ihr da momentan abends durchmacht. *drück Dich mal aufmunternt*

vielleicht weißt du ja, das unsere Tochter mittlerweile 3,5 Jahre alt ist und das wir auch so unsere Sorgen und Nöte mit ihr haben

Nun, mit 2 Jahren entwickeln die Kinder ein erweitertes Bewußtsein für sich und ihre Umwelt. Da sind plötzlich Dinge ganz wichtig, die bisher nicht wahrgenommen wurden. Bei unsere Tochter hat sich ein Abneigung gegen Spinnen und sonstige Krabbeltiere entwickelt, die völlig unbegründet ist, wie ich finde.

In der Nacht verarbeiten die Kleinen Dinge, die sie tagsüber unbewußt wahrgenommen haben. Vielleicht auch Dinge, die sie so nebenbei mitbekommen haben, aber keine zeit hatten, das zu verarbeiten.

Das passiert nun nachts.

Für Deinen Sohn ist die Angst vor den Vögeln sehr real. Bestimmt hast Du ihn schon gefragt, was die Vögel denn machen und wovor er Angst hat. Bestimmt hast Du auch schon versucht, ihm alles zu erklären, aber es scheint nicht bei ihm angekommen zu sein.

Eines solltet Ihr auf jeden Fall tun: Eure Gutenacht-Rituale beibehalten. Das gibt ihm Sicherheit und Vertrauen. Laßt ihn spüren, das Ihr seine Ängste ernst nehmt, in dem Du oder Dein Mann zu ihm gehst, wenn er weint oder schreit. Beruhigt ihn und erklärt ihm, das Ihr immer für ihn da seit, wenn er Angst hat.

Aber nehmt ihn nicht umbedingt aus seinem Bett raus und holt ihn zu Euch. Tut das nur, wenn Ihr es auch wirklich wollt und erklärt ihm aber, das das dann eine Ausnahme ist.

Er wird es verstehen.

Ja, diese Dinge kennen wir auch. Ich selbst habe als Kind albtraumhafte Nächte durch gemacht, meine Eltern haben mich deswegen auch schon mal zu einem Kinderpsychologen geschickt. Doch der meinte nur, worüber sich meine Eltern denn nur aufregen, sie soltlen froh sein, das sie ein so aufgewecktes und intelligentes Kind hätten.

Je mehr er die Zusammenhänge versteht und je sicherer er in seiner Welt wird, um so besser wird es mit seinen ängsten.

Vielleicth hilft es ja, wenn Du mal nachts mit ihm zusammen die Vögel beobachtest, erkläre ihm, was dort draußen passiert, erfinde ein Geschichte, die die Vögel sich erzählen. Sie sollte natürlich nicht zu übertrieben sein

Vielleicht verliert er ja so seine Angst und erkennt, wie harmlos diese Tiere sind.

LG und alles Gute wünscht Dir
Romara

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20. August 2002 um 13:44
In Antwort auf alexus_12900916

Normal, ganz sicher
Hallo Vala,

ich kann das sehr gut nachvollziehen, was Ihr da momentan abends durchmacht. *drück Dich mal aufmunternt*

vielleicht weißt du ja, das unsere Tochter mittlerweile 3,5 Jahre alt ist und das wir auch so unsere Sorgen und Nöte mit ihr haben

Nun, mit 2 Jahren entwickeln die Kinder ein erweitertes Bewußtsein für sich und ihre Umwelt. Da sind plötzlich Dinge ganz wichtig, die bisher nicht wahrgenommen wurden. Bei unsere Tochter hat sich ein Abneigung gegen Spinnen und sonstige Krabbeltiere entwickelt, die völlig unbegründet ist, wie ich finde.

In der Nacht verarbeiten die Kleinen Dinge, die sie tagsüber unbewußt wahrgenommen haben. Vielleicht auch Dinge, die sie so nebenbei mitbekommen haben, aber keine zeit hatten, das zu verarbeiten.

Das passiert nun nachts.

Für Deinen Sohn ist die Angst vor den Vögeln sehr real. Bestimmt hast Du ihn schon gefragt, was die Vögel denn machen und wovor er Angst hat. Bestimmt hast Du auch schon versucht, ihm alles zu erklären, aber es scheint nicht bei ihm angekommen zu sein.

Eines solltet Ihr auf jeden Fall tun: Eure Gutenacht-Rituale beibehalten. Das gibt ihm Sicherheit und Vertrauen. Laßt ihn spüren, das Ihr seine Ängste ernst nehmt, in dem Du oder Dein Mann zu ihm gehst, wenn er weint oder schreit. Beruhigt ihn und erklärt ihm, das Ihr immer für ihn da seit, wenn er Angst hat.

Aber nehmt ihn nicht umbedingt aus seinem Bett raus und holt ihn zu Euch. Tut das nur, wenn Ihr es auch wirklich wollt und erklärt ihm aber, das das dann eine Ausnahme ist.

Er wird es verstehen.

Ja, diese Dinge kennen wir auch. Ich selbst habe als Kind albtraumhafte Nächte durch gemacht, meine Eltern haben mich deswegen auch schon mal zu einem Kinderpsychologen geschickt. Doch der meinte nur, worüber sich meine Eltern denn nur aufregen, sie soltlen froh sein, das sie ein so aufgewecktes und intelligentes Kind hätten.

Je mehr er die Zusammenhänge versteht und je sicherer er in seiner Welt wird, um so besser wird es mit seinen ängsten.

Vielleicth hilft es ja, wenn Du mal nachts mit ihm zusammen die Vögel beobachtest, erkläre ihm, was dort draußen passiert, erfinde ein Geschichte, die die Vögel sich erzählen. Sie sollte natürlich nicht zu übertrieben sein

Vielleicht verliert er ja so seine Angst und erkennt, wie harmlos diese Tiere sind.

LG und alles Gute wünscht Dir
Romara

Danke Romara,
du hast mir richtig gut getan. Wahrscheinlich kennst du das Gefühl auch als Mutter, dass man selber an sich zweifelt oder Angst hat, etwas verkehrt gemacht zu haben.
Manchmal braucht es einfach mal einen aufmunternden Satz oder ein wenig Verständnis für die "Nöte" der Eltern oder einfach auch die Gewissheit, dass manches zur normalen Entwicklung dazugehört. Dann hat man wieder mehr Kraft und Schwung und vor allem Vertrauen in das eigene Tun. Ich habe aber leider auch schon die Erfahrung gemacht, dass viele Eltern so in ihre eigenen Lebenswelten verstrickt sind, dass sie das (Mit)gefühl für andere verloren haben, oder dass sie einfach verdrängen, dass sie genau das gleiche Problem auch schon mal hatten.
Deshalb habe ich es auf diesem Wege versucht. Und freue mich natürlich umso mehr über deine Antwort. So wunderschön es mit den Kleinen ist, so schwer kann es manchmal auch sein. Niewieder würde ich unseren Kleinen hergeben wollen, trotzdem brauche ich manchmal einen kleinen Trost.

Danke liebe Romara und liebe Grüsse

Vala

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20. August 2002 um 22:36
In Antwort auf wanda_12923291

Danke Romara,
du hast mir richtig gut getan. Wahrscheinlich kennst du das Gefühl auch als Mutter, dass man selber an sich zweifelt oder Angst hat, etwas verkehrt gemacht zu haben.
Manchmal braucht es einfach mal einen aufmunternden Satz oder ein wenig Verständnis für die "Nöte" der Eltern oder einfach auch die Gewissheit, dass manches zur normalen Entwicklung dazugehört. Dann hat man wieder mehr Kraft und Schwung und vor allem Vertrauen in das eigene Tun. Ich habe aber leider auch schon die Erfahrung gemacht, dass viele Eltern so in ihre eigenen Lebenswelten verstrickt sind, dass sie das (Mit)gefühl für andere verloren haben, oder dass sie einfach verdrängen, dass sie genau das gleiche Problem auch schon mal hatten.
Deshalb habe ich es auf diesem Wege versucht. Und freue mich natürlich umso mehr über deine Antwort. So wunderschön es mit den Kleinen ist, so schwer kann es manchmal auch sein. Niewieder würde ich unseren Kleinen hergeben wollen, trotzdem brauche ich manchmal einen kleinen Trost.

Danke liebe Romara und liebe Grüsse

Vala

Hallo Vala !
Ich habe eben einen schönen Text hierein geschrieben, der sehr lang ausgefallen ist und mußte beim abschicken feststellen, das die Leitung unterbrochen wurde.

Jetzt ist alles weg und ich versuche es noch mal. Das passiert mir in letzter Zeit ständig und ich bin total gefrustet, das dieser blöde ComputerDing nicht so will wie ich. !!

Ja, Du hast völlig recht, jede Familie hat ihre eigenen Welt. Das muß ich auch immer wieder feststellen. Es wird nicht offen über die echten Sorgen geredet, es wird verharmlost und unter den Teppich gekehrt.

ich habe das erlebt, wie eine 1,5 Jahre alte Tochter ihre Eltern jeden ABend im Griff hatte. Bei einem gemeinsamen Urlaub mit 2 befreundenten Familien und insgesamt 3 Kindern.

Jeden ABend gig das Spiel zwischen Eltern und Kind im gleichen Schema von statten. Statt sie gleich ins Bett zu bringen, wurde die Kleine gefragt, die wollte nicht. Nach einer Stunde drohen und reden wurde sie Bettfertig gemacht, durfte dann aber noch weiter hin unter halbherzigen Protest der Eltern spielen. Dann gingen alle zusammen ins große Bett, die Kleine brüllte und die Eltern waren genervt und am Ende.

Das alles hätte nicht sein gemußt, wenn die Eltern nicht immer wieder ihre eigenen Anweisungen umgestoßen hätten.

Aber als ich das meiner Mutter erzählte, meinte sie, das ich vor 2 Jahren mit meiner Tochter genauso gewesen wäre.

hat sich meine Erinnerung so verklärt? Sehe ich die Problem der anderen so deutlich, nur meine eigenen nicht? Warum kann ich Tipps geben, aber mir selbst und meinem Kind nicht helfen?

Ich bin so oft unsicher und zweifel ganz doll. Vor allem, wenn nichts so läuft wie es soll. Und meine Tochter macht es mir dabei auch nicht leicht, denn sie spührt, das ich unsicher bin und findet diese Spiel so klasse, das sie mich auch noch zur Weißglut bringt.

Wie zum Beispiel kann ich ihr abgewöhnen, mir die zunge rauszustrecken? Wie kann ich ihr klarmachen, das es ein Eis eben nur als Nachtisch, aber nicht zum Frühstück geben kann? Warum ißt sie ihr Brot nicht, obwohl sie doch eben noch sooo einen Hunger hatte? Warum geht sie im Unbeobachteten Momenten an den Kühlschrank und futtert die Wurst pur, während ich wenig später eigentlich das Mittagessen fertig habe?

Alles Dinge, die eingelich Kleinigkeiten sind, aber in der Summe, ganz schön an den nerven zerrt.

Wie sieht es aus? Hast Du einen Tipp für mich zu einer der oben gestellten Fragen ? Ich wäre Dir sehr dankbar dafür !

Ganz liebe Grüße von
Romara

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21. August 2002 um 8:21
In Antwort auf alexus_12900916

Hallo Vala !
Ich habe eben einen schönen Text hierein geschrieben, der sehr lang ausgefallen ist und mußte beim abschicken feststellen, das die Leitung unterbrochen wurde.

Jetzt ist alles weg und ich versuche es noch mal. Das passiert mir in letzter Zeit ständig und ich bin total gefrustet, das dieser blöde ComputerDing nicht so will wie ich. !!

Ja, Du hast völlig recht, jede Familie hat ihre eigenen Welt. Das muß ich auch immer wieder feststellen. Es wird nicht offen über die echten Sorgen geredet, es wird verharmlost und unter den Teppich gekehrt.

ich habe das erlebt, wie eine 1,5 Jahre alte Tochter ihre Eltern jeden ABend im Griff hatte. Bei einem gemeinsamen Urlaub mit 2 befreundenten Familien und insgesamt 3 Kindern.

Jeden ABend gig das Spiel zwischen Eltern und Kind im gleichen Schema von statten. Statt sie gleich ins Bett zu bringen, wurde die Kleine gefragt, die wollte nicht. Nach einer Stunde drohen und reden wurde sie Bettfertig gemacht, durfte dann aber noch weiter hin unter halbherzigen Protest der Eltern spielen. Dann gingen alle zusammen ins große Bett, die Kleine brüllte und die Eltern waren genervt und am Ende.

Das alles hätte nicht sein gemußt, wenn die Eltern nicht immer wieder ihre eigenen Anweisungen umgestoßen hätten.

Aber als ich das meiner Mutter erzählte, meinte sie, das ich vor 2 Jahren mit meiner Tochter genauso gewesen wäre.

hat sich meine Erinnerung so verklärt? Sehe ich die Problem der anderen so deutlich, nur meine eigenen nicht? Warum kann ich Tipps geben, aber mir selbst und meinem Kind nicht helfen?

Ich bin so oft unsicher und zweifel ganz doll. Vor allem, wenn nichts so läuft wie es soll. Und meine Tochter macht es mir dabei auch nicht leicht, denn sie spührt, das ich unsicher bin und findet diese Spiel so klasse, das sie mich auch noch zur Weißglut bringt.

Wie zum Beispiel kann ich ihr abgewöhnen, mir die zunge rauszustrecken? Wie kann ich ihr klarmachen, das es ein Eis eben nur als Nachtisch, aber nicht zum Frühstück geben kann? Warum ißt sie ihr Brot nicht, obwohl sie doch eben noch sooo einen Hunger hatte? Warum geht sie im Unbeobachteten Momenten an den Kühlschrank und futtert die Wurst pur, während ich wenig später eigentlich das Mittagessen fertig habe?

Alles Dinge, die eingelich Kleinigkeiten sind, aber in der Summe, ganz schön an den nerven zerrt.

Wie sieht es aus? Hast Du einen Tipp für mich zu einer der oben gestellten Fragen ? Ich wäre Dir sehr dankbar dafür !

Ganz liebe Grüße von
Romara

@Romara und wer sonst noch eine Idee hat...
hallo du, ich sitze hier schon wieder am PC, obwohl es mi glaube ich besser gehen würde, wenn ich in meinem Bett liegen und schlafen würde. Mir ist heute morgen zu Heulen zumute, denn die Nacht war wieder so anstrengend, dass ich schon mit Angst und Schrecken wieder an die nächste Nacht denke. Was kommt da wieder auf mich zu? Muss ich wieder unzählige Male im Halbschlaf zu meinem Sohnemann? Ich bin völlig fertig und vor allem ratlos. Gestern abend war er um 20.45 im Bett und hat nach viel zureden und nach ihm schauen schon um 21.30 geschlafen. Ich habe mich richtig gefreut, denn das war schon eine Leistung. Er hat an seinem Bettchen das Musikaquarium von Fisherprice, vielleicht kennst du das. Es hat uns schon oft unschätzbare Dienste geleistet und Janik sanft einschlummern lassen. Es läuft ca. 4 Minuten, dann stellt es sich selbst ab. Früher hat er es nachts sogar selbst angemacht, wenn er nachts aufgewacht ist und hat sich so selbst wieder in den Schlaf bringen können. Im Moment aber will er dass ich sie anmache. Das bedeutet für mich:alle 4 Minuten in sein Zimmer zu gehen und auf den knopf zu drücken. Das habe ich heute nacht zwischen 2.00 und 4.15 gemacht. Du kannst dir also ungefähr ausrechnen, wieoft ich gelaufen bin. Er sagt halt immer er habe Angst...ich weiss nicht, ob es in der Situation gut wäre ihn schreien zu lassen.
Ach was soll ich nur tun? Soll ich zum Psychologen, soll ich ihn auch mal schreien lassen, soll ich an seinem Bett Händchen halten, soll ich ihn in mein Bett holen.....? Tausend Fragen und im Moment keine Antwort. Ich würde ihn ja auch mal schreien lassen, wir haben schon öfters so ähnliche Phasen gehabt, aber noch nie hatte er dabei Angst, da ging es eher ums Ausprobieren. Wir sind gut mit den Tipps aus dem Buch "Jedes Kind kann schlafen lernen" zurechtgekommen. Wir haben es nicht völlig übernommen, aber zumindest das, was wir für uns als gut und passend erachteten.
Mir geht es irgendwie im Moment darum, dass ich Angst habe, seiner Seele schaden zuzufügen. Denn ich liebe ihn ja über alles und möchte, dass es ihm gut geht - aber, und das ist auch ein Problem: mir sollte es dabei auch noch gut gehn.
Versteht mich irgendwer?

nun zu deiner Frage Romara. Ich kann Temptress sicherlich in vielen Punkten zustimmen. Mann sollte manchmal über den eigenen Tellerrand rausgucken und sich auch an die eigene Kindheit zurückdenken. Als Erwachsener gelingt es uns immer seltener, einfach mal Kind zu sein und den momentanen Bedürfnissen und Gefühlen nachzukommen. Allerdings finde ich gibt es auch hier Grenzen. Es ist nun mal so, dass wir die Erwachsenen sind und Reife, Erfahrung und Wissen vorraus haben und ich meine das in positivem Sinne. Wir können uns manchmal wieder wie Kinder benehmen, dass ist richtig und es ist sicher auch so, dass wir das öfters tun sollten, aber es ist uns leider Gottes nicht immer danach. Schade eigentlich.
Was würde ich tun an deiner Stelle? Ich würde mir überlegen, wo kann ich meinem Kind einen Schritt entgegen kommen und wo kann ich das nicht tun. Beim Eis zum Frühstück würde ich es vielleicht somachen: ich gefriere immer Fruchtsaft in Eiskugelbeuteln ein. Das würde ich anbieten, denn das ist in meinen Augen ein guter Kompromiss und schmeckt sogar ganz lecker (z.B. Himbeersaft von Schlör), ist auch bei sehr heissem Wetter supererfrischend. So hätte ich kein schlechtes Gewissen wegen schlechter Ernährung und käme meinem Kind etwas entgegen. Bei der Wurst aus dem Kühlschrank, ja das ist schwierig. Entweder ich würde es vorher ankündigen, dass das Essen fertig ist isn z.B. einer Stunde, wenn sie noch was möchte, dann soll sie jetzt an den Kühlschrank oder ich würde gar nicht mehr mitkochen für sie, oder den Tisch nicht mitdecken...ich weiss klingt vielleicht hart, aber ich denke, sie ist in einem Alter in dem sie sicherlich was damit anfangen kann, wenn du ihr erklärst: du hast vorher schon soviel aus dem Kühlschrank gefuttert, jetzt kannst du eigentlich keinen Hunger mehr haben....
Vielleicht lernt sie aus den Konsequenzen, die sie ja zu tragen hat.
Aber was immer du tust, du musst es mit dir vereinbaren können, sonst ist alles nur halbherzig und das spüren die Kinder wiederrum. Da liegt ja mein Problem im Moment auch, ich weiss einfach nicht, was richtig ist.
Wie reagiert denn deine Kleine, wenn du was verbietest? Oder wie gehst du damit um? Ich werde nochmal über deine Fragen nachdenken und mir genauer überlegen, was ich tun würde... viele liebe Grüsse

Vala

Übrigens: das mit dem PC kenn ich auch. Ich habe auch schon öfters etwas zu Beiträgen schreiben wollen und dann war einfach auf einmal alles weg. Weiss auch nicht, was das ist

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21. August 2002 um 13:43

Liebe Temptress...
danke für deine liebe Antwort und deine Vorschläge. Genau was du geschrieben hast geht auch mir seit ein paar Tagen (Nächten)im Kopf herum. Wie ist es für ein Kind, das Angst hat, wenn es alleine in seinem Bett bleiben muss und wir Eltern zu zweit im Bett liegen. Da hast du völlig recht, irgendwie ist das paradox. Ich muss nochmal über mein Verhalten nachdenken und mir überlegen, was ich will, was mein Kind braucht und wie wir das am besten hinbekommen.
Mein Mann hat eigentlich auch ein sehrliebevolles und vertrautes Verhältnis zu Janik und übernimmt bereitwillig alle "Dienste". Leider ist es aber so, dass unser Sohn in "brenzligen" Situationen ausdrücklich und standhaft nach mir verlangt. Deshalb gehe ich eben nachts auch immer. Ansonsten würde er genauso gehn.
Wir (unser Sohn und ich) haben heute morgen einen wunderschönen Stadtbummel gemacht und er ist sehr gut gelaunt und scheint mir auch ausgeglichen zu sein. Das versöhnt mich wieder mit der letzten Nacht und ich habe wieder Hoffnung, dass sich das ganze bald wieder verändern wird und auch die Nächte wieder entspannter werden.
Ganz viele liebe Grüsse

Vala

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22. August 2002 um 11:06

Nein, ha ich nicht vergessen
Liebe Temptress,

Nein, nein, ich habe es nicht vergessen, wie es ist ein Kind zu sein.

Und Regeln sind auch dazu da, sie mal zu brechen, auch klar ! Wer macht das nicht gerne, egal wie alt wir sind ?!?

Gegen ein Eis am Morgen habe ich nichts, aber ### erst, wenn es davor eine halbe Scheibe Brot gab, und nicht auf den nüchternen Magen !

Ich liebe SChokolade und meine Hexe und ich teilen uns die nur zu genre, wobei die Tgeszeit keine Rolle spielt. Wir toben auf dem großen Bett, bis wir ganz aus der Puste sind und uns lachend in die Arme fallen. Wir kochen und backen zusammen, und es ist mir egal, wie die Küche dannach aussieht und ich den halben Rührteig an der Tapete habe und die andere Hälfte zu gleichen Teilen in Muffinformen und im Kindermund verschwindet !

Klar, es gibt Tage, oder Augenblicke, wo ich das übersehe, was der Hexe wichtig ist einfach ungehalten reagiere, wenn es nicht so reibungslos läuft, wie ich es gerne hätte, aber das gleiche Recht hat sie doch auch. Wenn ihr etwas nicht in den Kram passt, dann kann ich sicher sein, das sie mir das sehr deutlich zuz verstehen gibt.

Aber es muß nicht sein, das sie mir die zuge rausstreckt, wenn ich sie freundlich bitte, ihr Schuhe nicht mitten im Flur liegen zulassen, oder ? Oder wir gemeinsam essen kochen, und sie mir versichert, das sie alles gerne ißt, wenn es fertig ist, dann aber eben doch keinen Bissen herunter bekommt, weil sie wohl wieder kurz vorher am Kühlschrank gewesen war.

Oh, ich breche gerne Regeln, trinke die kalte Milch um Mitternacht immer noch aus der Tüte und nasche zu genre lakritze und Schoki, obwohl es längst zu spät ist, wenn ich auf die Uhr sehe.

Trotzdem vielen Dank für Deinen Beitrag. ich freu mich, das Du Dir Gedanken gemacht hast. !

Liebe Grüße von Romara.

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22. August 2002 um 11:08
In Antwort auf alexus_12900916

Nein, ha ich nicht vergessen
Liebe Temptress,

Nein, nein, ich habe es nicht vergessen, wie es ist ein Kind zu sein.

Und Regeln sind auch dazu da, sie mal zu brechen, auch klar ! Wer macht das nicht gerne, egal wie alt wir sind ?!?

Gegen ein Eis am Morgen habe ich nichts, aber ### erst, wenn es davor eine halbe Scheibe Brot gab, und nicht auf den nüchternen Magen !

Ich liebe SChokolade und meine Hexe und ich teilen uns die nur zu genre, wobei die Tgeszeit keine Rolle spielt. Wir toben auf dem großen Bett, bis wir ganz aus der Puste sind und uns lachend in die Arme fallen. Wir kochen und backen zusammen, und es ist mir egal, wie die Küche dannach aussieht und ich den halben Rührteig an der Tapete habe und die andere Hälfte zu gleichen Teilen in Muffinformen und im Kindermund verschwindet !

Klar, es gibt Tage, oder Augenblicke, wo ich das übersehe, was der Hexe wichtig ist einfach ungehalten reagiere, wenn es nicht so reibungslos läuft, wie ich es gerne hätte, aber das gleiche Recht hat sie doch auch. Wenn ihr etwas nicht in den Kram passt, dann kann ich sicher sein, das sie mir das sehr deutlich zuz verstehen gibt.

Aber es muß nicht sein, das sie mir die zuge rausstreckt, wenn ich sie freundlich bitte, ihr Schuhe nicht mitten im Flur liegen zulassen, oder ? Oder wir gemeinsam essen kochen, und sie mir versichert, das sie alles gerne ißt, wenn es fertig ist, dann aber eben doch keinen Bissen herunter bekommt, weil sie wohl wieder kurz vorher am Kühlschrank gewesen war.

Oh, ich breche gerne Regeln, trinke die kalte Milch um Mitternacht immer noch aus der Tüte und nasche zu genre lakritze und Schoki, obwohl es längst zu spät ist, wenn ich auf die Uhr sehe.

Trotzdem vielen Dank für Deinen Beitrag. ich freu mich, das Du Dir Gedanken gemacht hast. !

Liebe Grüße von Romara.

Komisch, ich mach mal einen Test!!
###

warum wird das Wort Bitte zensiert?

Oder irre ich mich da???

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22. August 2002 um 11:16
In Antwort auf wanda_12923291

Liebe Temptress...
danke für deine liebe Antwort und deine Vorschläge. Genau was du geschrieben hast geht auch mir seit ein paar Tagen (Nächten)im Kopf herum. Wie ist es für ein Kind, das Angst hat, wenn es alleine in seinem Bett bleiben muss und wir Eltern zu zweit im Bett liegen. Da hast du völlig recht, irgendwie ist das paradox. Ich muss nochmal über mein Verhalten nachdenken und mir überlegen, was ich will, was mein Kind braucht und wie wir das am besten hinbekommen.
Mein Mann hat eigentlich auch ein sehrliebevolles und vertrautes Verhältnis zu Janik und übernimmt bereitwillig alle "Dienste". Leider ist es aber so, dass unser Sohn in "brenzligen" Situationen ausdrücklich und standhaft nach mir verlangt. Deshalb gehe ich eben nachts auch immer. Ansonsten würde er genauso gehn.
Wir (unser Sohn und ich) haben heute morgen einen wunderschönen Stadtbummel gemacht und er ist sehr gut gelaunt und scheint mir auch ausgeglichen zu sein. Das versöhnt mich wieder mit der letzten Nacht und ich habe wieder Hoffnung, dass sich das ganze bald wieder verändern wird und auch die Nächte wieder entspannter werden.
Ganz viele liebe Grüsse

Vala

Bei Angst nicht alleine lassen !!!
Hallo ihr beiden,

ich bzw wir machen es auch so, das wir unsere Tochter nicht alleine schlafen lassen, enn sie Angst hat. sie ruft auch speziell nach Mama, wenn sie schlecht träumt. Das macht mir nichts aus, im Gegenteil, es gibt mir das Gefühl, das sie mir doch sehr vertraut.

Da Julia in einem großen Bett schläft, kommt es auch schon mal vor, das sie mich ### neben ihr zu schlafen, das mache ich auch hin und wieder.

Ebenso weiß sie, das sie jeder Zeit zu uns ins bett darf, wenn es ihr nicht gut geht, auch wenn sie krank ist, dann schläft sie bei uns.

Ich wünsche Dir, Vala, das ihr das gemeinsam geregelt bekommt und Janik bald ruhigere Nächte hat, denn auch für ihn ist es stress denke ich.

Bis bald mal wieder und die besten Wünsche von
Romara

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