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Sauberkeitserziehung Krippe, bitte um Rat.

22. März 2013 um 22:25

Hallo.
Brauche Rat, was würdet ihr an meiner Stelle machen? Oder meint ihr, ich übertreibe?

Vorab: ich habe einen Riesenrespekt vor dem Job, den die Krippenerzieher jeden Tag machen. Und sie dürfen natürlich auch mal meckern und schimpfen, mache ich auch.
Habe aber mitgekriegt, dass eine Erzieherin (ich sag mal, alte Ost-Kader)zu einem anderthalbjährigen Mädchen, das ohne Windel gelassen wurde und dann doch eingenäßt hat, sagte: "O, hast eingepullert. Iiiih, bäh, pfui." Und das auch mehrmals während des Umziehens. So. Also: es wird hier auch Mütter geben, die auch der Meinung sind, so geht Sauberkeitserziehung, aber ich will auf keinen Fall, dass es bei meinem Kind, das gerade eingewöhnt wurde, das so durchgezogen wird, wenn es "dran"ist. Erstens bin ich der Meinung, dürfen sie mit anderthalb noch einnässen und zweitens wenn schon Sauberkeitserziehung dann bitte durchs Loben wenn sie trocken bleiben. Ich hasse die brachialen Methoden.

So. Es ist klar, irgendwas muß geschehen, ich kanns so nicht lassen. Andere Erzieherinen im Kindergarten, bei den größeren Kindern sind jünger und anders drauf, aber mein Kind wird erstmal ein Jahr lang von der Erzieherin betreut, und zwar Vollzeit. Bloß ich glaube nicht, dass sie das anders machen wird, wenn ich sie darum bitte und die Gründe erkläre. Sie hats immer so gemacht- und kontrollieren kann ichs nicht. Wahrscheinlich bleibts mir ja aber nichts anderes übrig, als es trotzdem zu versuchen. Oder soll ich mit der Leiterin reden? Beides?

Hoffe, es antwortet einer. Danke schön.

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2. April 2013 um 16:26

Huhu
Bin ebenfalls erzieherin. Kann mich nur anschließen. Es ist dein gutes recht da was zu sagen. Durch solche methoden wird es eher schlimmer. Z.b. trauen die kinder sich nicht mehr bescheid zu sagen wenn sie eingenässt haben. Rede auf jeden fall mit ihr. Aber guck das du ihr nicht auf den schlips trittst. Vllt ist das einfach so ihre art.

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8. April 2013 um 22:50

...
Ich habe auch festgestellt, dass man durch eine zu frühe Sauberkeitserziehung sich und das Kind einfach nur ungemein stresst. Sauberkeit bedeutet in den allermeisten Fällen in so einen frühen Alter meist nur jede Stunde aufs Töpfchen setzen. aktive Sauberkeit heißt aber, dass das Kind von sich aus sagt, dass es pullern muss und auch das Ganze kurze Zeit halten kann und dann auf der Toilette gezielt entleeren kann.

Ich habe auf Arbeit insgesamt immer zwischen 10 und 13 Zwei- und Dreijährige. Davon im Moment zwei Windelkinder, wobei das eine geistig sowieso zurück ist und in Richtung Sauberkeit kaum Anstalten macht. Inzwischen sage ich auch den Eltern, dass wir uns nicht stressen. Nur damit sie sagen können "mein Kind war schon mit 2 Jahren trocken", obwohl mehr "unfälle" passieren, als Pipi in der Toilette landet?!

Ich gewöhne die Kids an die Toilette und vor dem Draußen spielen und vor dem Schlafen schicke ich sie alle nochmal auf Toilette. Da machen die Kleinsten auch ohne Probleme mit - sie wollen es den großen ja nachmachen. Zwischendrin frage ich bei einigen nach, ob sie denn müssen - einfach weil sie es nicht merken, wenn sie im Spiel vertieft sind.

Ich schimpfe nicht, wenn ein Kind einpullert (es sei denn, es war Absicht, aber das kommt äußerst selten vor), ich freue mich aber mit dem Kind, wenn die Windel trocken ist oder ein Geschäft in der Toilette landet. Das hat sich bewährt, die Kinder sind im Schnitt zwischen 2,5 und 3,5 trocken. Unfälle passieren ab und an (z.B. beim Schlafen), aber das ist kein Weltuntergang.

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