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Rabenmutter zieht aus, was passiert mit mir?!

29. September 2014 um 11:06

Hallo ihr Lieben.

Dieser Artikel wird zwar lang aber ich brauch echt eure hilfe, also bitte lesen

Ich bin weiblich, 20 Jahre alt und weiß echt nicht mehr weiter.

Wir waren eine relativ glückliche Familie bis zu dem Tag als mein Vater am 28.02.2014 an Krebs verstarb.
Meine Mutter, mein Opa (der oben drüber wohnt) und ich pflegten ihn bis zum Tod.

Drei bis Vier Monate später begann meine Mutter an mit irgendwelchen Typen zu schreiben und zack da geschah es meine Mutter hatte nach 4 Monaten einen neuen Typen zuhause.
Sie setzte ihn als neuen Vater vor!

Meine Mutter 45, verwitwet, 2 Kinder und arbeitet als Putzfrau.
Der Typ 44, ledig, keine Kinder und arbeitslos ein leben lang.

Die ganze Situation ist schon schwer genug und dann kriegt man ein neuen Vater vorgesetzt.
Durch diese Situation kam es viel zum Streit und sogar der eigene Vater (mein Opa) will nichts mehr mit der eigenen Tochter (meine Mutter) zu tun haben.

Mittlerweile ist mein Vater grade mal 7 Monate tot und dieser Typ nistet sich ein wie eine Zecke.
Er schläft hier, er isst hier, er benutzt einfach alles von meinem Vater und das schlimmste ist, ich bin meiner Mutter egal, ich exestiere für sie nicht mehr, was man an den Worten merkte: "du bist für mich nur ein Objekt was geld kostet!"

Nun ist es so das sie die Wohnung gekündigt hat und zu ihm ziehen will, sprich ich hab keinen Vater mehr und eine Mutter die nichts mehr von mir wissen will.

Meines Wissens nach muss meine "Mutter" doch für mich aufkommen bis ich 25 bin, da ich keine abgeschlossene Berufsausbildung habe, oder nicht?

Nun ist es auch so, dass ihr ja mein Kindergeld zugewiesen wird.
Sie kocht nicht mehr für mich, dass macht nun alles mein super Opa der oben drüber wohnt.
Ich hatte bei der Familienkasse angerufen und gefragt ob nicht eher mein Opa das Kindergeld zusteht, weil er für mich sorgt aber da kam dann nur ein unfreundliches nein rüber.

Ende November zieht meine Mutter aus und ich zieh hoch zu meinem Opa was aber eigentlich nicht die Lösung sein dürfte.

Was kann ich tun und welche Rechte habe ich?
Bitte bitte hilft mir

lieben Gruß
Mimii

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29. September 2014 um 12:54

Du und deine Mutter, ihr trauert auf verschiedene Art.
Jeder Mensch geht mit der Trauer anders um. Viele Menschen halten sich noch am Vergangenen fest, andere stürzen sich in Arbeit, um den Schmerz nicht zu ertragen, oder andere hängen sich an eine neue Partnerschaft, um nicht alleine zu sein und den Schmerz nicht zu spüren. Manche geben einfach anderen Menschen die Schuld- auch wenn das nicht richtig ist.

Ein aufrichtiges Gespräch mit deiner Mutter führen, würde dir bestimmt gut tun.
Aber achte darauf, dass du nicht über den neuen Partner sprichst, sondern nur über die Trauer, die du wegen deinem Vater hast und die Beziehung, die du mit deiner Mutter hast und sie nicht verlieren willst.

Wenn du gegen den neuen Partner redest, greifst du sie indirekt an, und das Gespräch wird womöglich nicht gleich verlaufen, wie wenn du dieses Thema weg lässt. Es sieht dann aus, als würdest du deiner Mutter ihr neues Glück nicht gönnen. Ausserdem ist es ihre Entscheidung/ ihre Art, mit dem Schicksal fertig zu werden, die sie für richtig hält und vielleicht ist es ja richtig? Vielleicht tut dieser Mann ihr gut. Wenn du ihren Partner angreifst, wird sie sich dadurch nur fester an ihren neuen Partner binden und ihn verteidigen und dann wird sie ihn womöglich noch länger behalten, als wenn sie selber merkt, dass er nicht gut für sie ist.

Sieh vorwärts, wenn du zu deinem Opa ziehen kannst, wird bestimmt alles besser. Ihr wart jetzt halt auch zu nahe zusammen, für eine Mutter und Kind in dem Alter. Es ist bestimmt gut, wenn ihr erst etwas Abstand zu einander gewinnen könnte.

Sie wird dich bestimmt nicht vergessen. Sie hat nur ihren Mann gerade verloren und braucht Zeit, um darüber hinweg zu kommen. Ob nun der neue eine Affaire bleibt, oder tatsächlich etwas draus werden könnte, ist jetzt noch nicht wichtig. Wichtig ist, dass er ihr momentan offenbar hilft, dass sie den Boden nicht unter den Füssen verliert. Das klappt mit Leuten, die nicht ebenfalls am Trauern sind, meist besser, deshalb auch die Auseinandersetzung mit dem Opa. Das zeigt doch, dass sie Abstand braucht, um mit diesem schwierigen Schicksalsschlag umzugehen. Und dass ihr (so hart das tönt) momentan eben nicht die richtigen seid, um ihr zu helfen. Aber lasst deine Mutter nicht fallen.


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30. September 2014 um 13:10
In Antwort auf forzizienstrauch

Du und deine Mutter, ihr trauert auf verschiedene Art.
Jeder Mensch geht mit der Trauer anders um. Viele Menschen halten sich noch am Vergangenen fest, andere stürzen sich in Arbeit, um den Schmerz nicht zu ertragen, oder andere hängen sich an eine neue Partnerschaft, um nicht alleine zu sein und den Schmerz nicht zu spüren. Manche geben einfach anderen Menschen die Schuld- auch wenn das nicht richtig ist.

Ein aufrichtiges Gespräch mit deiner Mutter führen, würde dir bestimmt gut tun.
Aber achte darauf, dass du nicht über den neuen Partner sprichst, sondern nur über die Trauer, die du wegen deinem Vater hast und die Beziehung, die du mit deiner Mutter hast und sie nicht verlieren willst.

Wenn du gegen den neuen Partner redest, greifst du sie indirekt an, und das Gespräch wird womöglich nicht gleich verlaufen, wie wenn du dieses Thema weg lässt. Es sieht dann aus, als würdest du deiner Mutter ihr neues Glück nicht gönnen. Ausserdem ist es ihre Entscheidung/ ihre Art, mit dem Schicksal fertig zu werden, die sie für richtig hält und vielleicht ist es ja richtig? Vielleicht tut dieser Mann ihr gut. Wenn du ihren Partner angreifst, wird sie sich dadurch nur fester an ihren neuen Partner binden und ihn verteidigen und dann wird sie ihn womöglich noch länger behalten, als wenn sie selber merkt, dass er nicht gut für sie ist.

Sieh vorwärts, wenn du zu deinem Opa ziehen kannst, wird bestimmt alles besser. Ihr wart jetzt halt auch zu nahe zusammen, für eine Mutter und Kind in dem Alter. Es ist bestimmt gut, wenn ihr erst etwas Abstand zu einander gewinnen könnte.

Sie wird dich bestimmt nicht vergessen. Sie hat nur ihren Mann gerade verloren und braucht Zeit, um darüber hinweg zu kommen. Ob nun der neue eine Affaire bleibt, oder tatsächlich etwas draus werden könnte, ist jetzt noch nicht wichtig. Wichtig ist, dass er ihr momentan offenbar hilft, dass sie den Boden nicht unter den Füssen verliert. Das klappt mit Leuten, die nicht ebenfalls am Trauern sind, meist besser, deshalb auch die Auseinandersetzung mit dem Opa. Das zeigt doch, dass sie Abstand braucht, um mit diesem schwierigen Schicksalsschlag umzugehen. Und dass ihr (so hart das tönt) momentan eben nicht die richtigen seid, um ihr zu helfen. Aber lasst deine Mutter nicht fallen.


Aber?!
Ja aber theoretisch muss sie ja noch für mich aufkommen oder ?

Könnte ich sie auf Unterhalt verklagen ?

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30. September 2014 um 14:00
In Antwort auf jorunn_11920730

Aber?!
Ja aber theoretisch muss sie ja noch für mich aufkommen oder ?

Könnte ich sie auf Unterhalt verklagen ?

Deine Mutter muss nur finanziell
für dich aufkommen, sofern du dich auch um eine abgeschlossene Berufsausbildung bemühst und die Bemühungen (z.b. Studiengebühren) nachweisen kannst. Ansonsten kannst du deine Mutter nicht verklagen. Du bist per Gesetz volljährig.
Wenn du allerdings einen Studienplatz hast und auf einen Abschluss hinarbeitest, muss sie dich bis Ende Ausbildung unterstützen, sofern du die Kosten nicht selber tragen kannst. Ansonsten kann es auch sein, dass du zu Hause etwas von deinem Lohn für Kost und Logie abgeben musst. Das ist ja bei Euch nun bald sowieso nicht der Fall.

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30. September 2014 um 14:00
In Antwort auf forzizienstrauch

Deine Mutter muss nur finanziell
für dich aufkommen, sofern du dich auch um eine abgeschlossene Berufsausbildung bemühst und die Bemühungen (z.b. Studiengebühren) nachweisen kannst. Ansonsten kannst du deine Mutter nicht verklagen. Du bist per Gesetz volljährig.
Wenn du allerdings einen Studienplatz hast und auf einen Abschluss hinarbeitest, muss sie dich bis Ende Ausbildung unterstützen, sofern du die Kosten nicht selber tragen kannst. Ansonsten kann es auch sein, dass du zu Hause etwas von deinem Lohn für Kost und Logie abgeben musst. Das ist ja bei Euch nun bald sowieso nicht der Fall.

Weil sie ja
ausziehen...

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1. Oktober 2014 um 10:17

Hi du
Hallo Du,

es tut mir sehr leid für dich. Fühle dich gedrückt.

Deine Mutter muss für dich finanziell auskommen, auch wenn du schon 20 bist. Sie muss dich unterstützen bis du deine erste Berufsausbildung beendet hast.

Das mit der Familienkasse geht nicht. Lass dich nicht abwimmeln! Erkläre die Situation, die finanziellen Verhältnisse müssen offen gelegt werden. Das Kindergeld ist für das Kind da! Die Eltern decken damit Sachen wie Essen, Kleidung ectr...welche sie fürs kind kaufen.
Wenn sie auszieht und du nicht mehr bei ihr wohnst, dann hat sie keinen Anspruch mehr auf das Wohngeld! Dann muss es auf dein und das Konto deines Opas überwiesen werden!
Rede mit der Familienkasse nochmal.

Alles Gute für dich.

lg

stern

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1. Oktober 2014 um 10:19
In Antwort auf sonnenblauerstern

Hi du
Hallo Du,

es tut mir sehr leid für dich. Fühle dich gedrückt.

Deine Mutter muss für dich finanziell auskommen, auch wenn du schon 20 bist. Sie muss dich unterstützen bis du deine erste Berufsausbildung beendet hast.

Das mit der Familienkasse geht nicht. Lass dich nicht abwimmeln! Erkläre die Situation, die finanziellen Verhältnisse müssen offen gelegt werden. Das Kindergeld ist für das Kind da! Die Eltern decken damit Sachen wie Essen, Kleidung ectr...welche sie fürs kind kaufen.
Wenn sie auszieht und du nicht mehr bei ihr wohnst, dann hat sie keinen Anspruch mehr auf das Wohngeld! Dann muss es auf dein und das Konto deines Opas überwiesen werden!
Rede mit der Familienkasse nochmal.

Alles Gute für dich.

lg

stern

Ups
Ich meinte natürlich sie hat keinen Anspruch mehr auf das Kindergeld, wenn sie auszieht und da bei deinem Opa wohnst.

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1. Oktober 2014 um 12:54

Danke
Erstmal ein rechtherzliches Dank an alle die sich meinem Problem mit angenommen haben und mir helfen (:

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