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Psychische Störung bei Mutter

15. Oktober 2013 um 13:54

Hallo Forum,
ich hadere im Moment damit, ob ich eventuell in die persönlichen Verhältnisse einer Freundin, ihr Kind betreffend, eingreifen soll. Kenne sie seit 10 Jahren und sie ist eine großartige Mutter für ihr Kleinkind. Dem fehlt es an nichts, die Mutter geht voll in ihrer Mutterrolle auf und man kann fast von Überbemutterung sprechen. Ich kenne sie als liebenswerte Frau, die allerdings ein schlechtes Verhältnis zur Realität hat. Ihr Leben ist ein Riesendrama und ihr Verhalten gleicht im wesentlichen dem einer histrionischen Persönlichkeit, ohne weiter auf Details einzugehen. Sie ist sehr kommunikativ und immer das misshandelte, verlassene, betrogene Opfer und verheimlicht den eigenen Beitrag zu ihren Konflikten.
Das Problem ist, sie zieht den Vater ihres Kinds an der Nase herum. Getrennt noch während er Schwangerschaft, darf der sein Kind nicht sehen, da er die Mutter/das Kind verlassen hat. Da werden mit Erfolg bei Jugendamt etc. die wildesten Spekulationen und Geschichten erzählt, um das zu begründen. Wenn man diesen ein bisschen auf den Grund geht, merkt man schnell, dass der Vater ganz normal reagiert, was allerdings von ihr entbanalisiert und überdramatisiert wird. Klare Verwechslung von den Interessen ihres Kindes und der eigenen Rechthaberei. Die Geschichten klingen zwar wahr, sind sie im Kern auch, aber ich glaube sie ihr nicht.
Flunkern 3D.
Reden mit ihr darüber hilft nicht viel. Ist eher eine Gelegenheit die traurige Geschichte von der verlassenen Frau nochmals zum besten zu geben. Dabei erzählt sie auch dem kleinen Kind, wie schlecht und fies doch der Vater ist. Von ihr ist da keine Initiative zu erwarten, solange sie sich als mit einem Kind sitzengelassenes Opfer darstellen kann.
Ich habe den Eindruck, dass das Kind wenn es älter wird systematisch dem Vater entfremdet wird, wenn es dauernd diese "kreativen" Geschichten hört. So eine Art Elterliches Entfremdungssyndrom im Frühstadium. Angeblich bringt dieses Verhalten einem heranwachsenden Menschen spätestens im Erwachsenenalter schlimme Probleme.

Nun mein Problem: Ich könnte mir die Arbeit machen, und nach dem Vater recherchieren. Den Namen habe ich. Es wäre zwar ein gewaltiger Aufwand, diese Schnüffelei zu unternehmen, aber ich könnte versuchen diesen zu motivieren, den Kampf um Besuchsrechte beim Kind wiederaufzunehmen, den er offenbar aufgrund der kampfbereiten Gegenseite, aufgegeben hat.
Das wäre ein gewaltiger Vertrauensbruch gegenüber der Freundin. Zwickmühle. Was denken die Leser?

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21. Oktober 2013 um 8:08

Harter kampf!
ich hoffe das ist dir bewusst und auch das du den kampf ebenso verlieren kannst wie auch deine freundin. ich will mich ja nicht zu weit aus dem fenster lehnen aber das hört sich für mich nach einer borderline-störung an. sie benutzt das kind als verlängerung ihres selbst, erkennt nicht das das kind eigene bedürfnisse bzw. rechte hat die nicht sie betreffen. sie ist das opfer. aber deine gedanken dabei sind absolut richtig. ich würde es genauso machen. kennst du "weil du zu mir gehörst"-von manuela rössler? kann die autorin zu dem thema nur empfehlen, das buch hab ich noch nicht komplett durch aber ich habe von ihr "mit zerbrochenen flügeln" gelesen. kann ich nur empfehlen! viel glück!

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25. Oktober 2013 um 12:08

Kein Borderline
Danke wegen dem Borderline Hinweis. Allerdings kenne ich sie schon lange, und habe mir seit langer Zeit den Kopf zerbrochen, weshalb sie nur so eine seltsame Verhaltensweise hat. Meine Frau erträgt ihre Geschichten nie sehr lange.
Borderline kenne ich selber in verschiedenen Ausprägungen. Der Hauptunterschied bei ihr ist der, dass sie nie echt die Stimmung wechselt. Sie hat zwar affektive Ausdrücke (anhimmelnd, gönnerhaft oder beleidigt), diese wirken aber sehr gekünstelt.
Erst als ich erfuhr, dass es auch andere Persönlichkeitsstörungen, wie die histrionische PS gibt, wurde mir einiges klar.
Sie hat selber keinen Leidensdruck und profitiert sogar eher davon. Sie hat ein unglaubliches Talent sich dringend benötigte finanzielle Mittel oder kleinere Geschenke aus ihrem Umfeld herauszuholen. So effektiv, dass die Überflüsse dann in Konsumartikel investiert werden, die andere Leute mit geringem Einkommen schon mal schockieren können. Meine Frau ist regelmäßig entsetzt, wenn sie erfährt was mit ihren Not-Spenden gemacht wurde. Aber die Freundin kann halt nicht anders.
Wegen der Einmischung in ihre familiären Verhältnisse wird es mir im Moment doch ein wenig zu heikel. Vielleicht sollte ich es nochmals mit gutem zureden versuchen. Leider sehe ich sie nur einmal im Monat und da ist oft nicht soviel Zeit. Auch habe ich meine Verdachtsdiagnose noch nicht klar mitgeteilt. Habe immer nur angedeutet. Auch bei meiner Frau kommt die nicht so gut an. Sie unterstellt mir männliche Solidarität, wegen dem Vater (der leider selber einige abschreckende Charakterzüge hat). Noch ist das Kind klein, und wird kaum durch Entfremdung geschädigt werden. Auch der Vater hat nach einem Jahr Kampf viel zu schnell aufgegeben, was natürlich kein gutes Argument bei der Mutter ist. Schließlich versucht er es ja gar nicht mehr von selbst.
Also mal sehen.

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28. Oktober 2013 um 17:44

Was tun..............
Hallo Wessi / Forum

mit großem Interesse habe ich Deinen Beitrag gelesen........
Dabei habe ich sehr viele Parallelen zu meiner / (unserer?) Situation gesehen.

Seit nunmehr 2 Jahren habe ich eine "Beziehung" zu einer, damals in Trennung lebenden Frau. Im August sind wir gemeinsam Eltern geworden. Sind aber getrennt und ich finde keinen Zugang zu ihr. Der Ex Mann (Scheidung kurz vor Geburt) ist derzeit mehr bei ihr und unserem Kind als ich. Eine Ansprache, daß er sich doch mehr zurückhalten soll, wird von ihm abgelehnt. Sie bezieht auch nicht eindeutig Stellung, sondern läßt den heimlichen Kontakt zwischen beiden zu.

Zu ihrer Person: sie ist Kubanerin und Mitte 30. Ihr Äusseres ist ihr extrem wichtig und alle anderen Personen sind Opa / Oma oder Schlampen.
Sie ist nicht kritikfähig, alle anderen sind schuld. Sie lügt und verdreht die Aussagen. Stellt sich immer als unschuldig hin. Persone sind ihr nur wichtig, wenn sie einen Geldvorteil hat. In der Beziehung war ich immer gut, wenn ich alles bezahlt habe.
Sie ist extrem Eifersüchtig und schnüffelt im Handy oder unbeobachtet im Haus herum.

Sie läßt keine sozialen Kontake zu anderen zu. Ihr "Freunde" stehen da eher im Mittelpunkt. Aber auch diese lügt sie an und zu meinem Bedauern glaube diese ihr natürlich und ich bin das A------ch.

Diese sind nur wenige Eigenschaften, aber ich will jetzt nicht weiter ausführen.

Mir geht es um unser gemeinsames Kind. Bei zukünftigen Treffen wie z. B. Besuchsrecht gibt es immer wieder Schwierigkeiten. Häufig hat sie auch Depressionen.

Mir erscheint es so, als ob sie da doch ein Phychisches Problem hat. Kann ich irgendetwas tun um dieses zu beheben? Sehe da auch schon Problem beim Jugendamt und Gericht aufkommen, da ja dem Vater nach heutiger Gesetzgebung wenig Chancen offen stehen.

Würde mich über eine qualitative Antwort freuen.

P.S. Natürlich habe ich alles vor, während und nach der Schwangerschaft für sie getan. Nun ist das Kind da und sie will nur noch Geld (obwohl wir gemeinsames Sorgerecht haben, das hat aber wohl Ausländerrechtlichen Hintergrund) Auch bin ich kein verantwortungsloser Vater. Nur jetzt in einer hilflosen Situation.
Unserem Sohn geht es Gott sei Dank gut und er ist wohl geraten. Entwicklung zeitgemäß und ohne Auffälligkeiten

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28. Oktober 2013 um 18:15

Schwierig
Hi Tomcat,
leider triffst Du mich da auch auf dem verkehrten Fuß. Ich ich sehe mir eine ähnliche Situation auch schon seit Jahren an, und mich plagt das schlechte Gewissen, da ich ein gewisses Unrecht gegenüber dem Vater des Kindes sehe. Wie und ob ich interveniere weiß ich noch nicht, da ich keinen Kontakt zu diesem habe und eine Einbeziehung dessens in ihre Mutter-Kind Beziehung noch nicht schmackhaft machen konnte. Zumindest lügt meine Freundin nie. Sie übertreibt/dramatisiert/entbanalisiert halt und vergisst ihren Beitrag zu erwähnen. Leider geht sie zumindest vor Publikum genauso mit ihrem Kind um. Diesem wird der Vater bisher noch als böser Mensch vermittelt. Der Hintergrund ist aber wahrscheinlich eher der Faktor Macht, Rache und Rechthaberei.
Eine Antwort in diesem Thread hat bereits das Thema Borderline angesprochen. Das ist die problematischte seelische Störung bei Menschen, da diese vor allem in der Beziehung zu Lasten der Angehörigen ausgelebt wird (auch gegen Kinder. Da gibt es viel Literatur, die Du prüfen solltest. Stichwort Symbiose). Ferndiagnosen sind schwer. Auch mir, mit Erfahrung im persönlichen Umfeld, gelingt dies bei potentiell Erkrankten nie. Ich kann Dir aber raten, alles was Du mit ihr zu tun hast, zu dokumentieren. Tagebuch führen. Gesprächsnotizen etc. Jeder Verstoß gegen Deine Vaterrechte muss mindestens dokumentiert werden. Fange also an zu sammeln. Ob man es ihr mitteilen kann, dass man den Verdacht auf eine schwere psychische Störung hat, sollte man sich vorher überlegen und vielleicht mit anderen aus ihrem Umfeld absprechen. Wenn diese Frau tatsächlich eine solche Störung hat, kann sie alles, was sie belastet in Hass auf geeignete Personen kanalisieren und daraus ihren Lebensinhalt machen. Und der Hinweis auf unbequeme Wahrheiten wäre genau so ein gefährlicher Auslöser. Wünsche Dir alles Gute.

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29. Oktober 2013 um 12:11

Nachtrag
Hi Tomcat,
Dein Beitrag hat mich noch beschäftigt. Muss mich nochmals melden. Ich muss nochmals betonen, dass Du versuchen solltest, einige offensichtliche Fehler nicht zu begehen. Offenbar hat Deine Expartnerin begonnen, Euer Kind als Druckmittel zu verwenden. Leider ist es so, dass egal ob bei Vater oder Mutter, derjenige immer unter Beweisdruck steht, der keinen Zugriff auf das Kind hat. Das ist zwar ungerecht, aber man kann nichts dagegen tun und muss mitspielen. Also versuche nichts zu unternehmen, dass man Dir später als Versuch auslegen kann, der Mutter zu schaden. Auch wenn es sich eigentlich um passive Gewalt ihrerseits Dir und eurem Kind gegenüber handelt. Ferndiagnosen wegen psychischen Störungen sind im Streitfall schwer, wenn es nicht Zeugen gibt, die eine Diagnose beweisen können. Das hilft also selten.
Wenn sie ein psychisches Problem hat, dann musst Du mit Dir selber ausmachen, dass der Gestörte einfach nicht anders kann und von seiner Störung gesteuert wird. Falls es später doch zum offenen Streit kommt, solltest Du genau belegen können, dass bis dahin erfundene Vorwürfe nicht stimmen, indem Du ab jetzt Dein zukünftiges Leben exakt dokumentierst. Sei kreativ (in den Maßnahmen, nicht in den Inhalten) und vergiss nichts. Mach auch Videos von Dir mit dem Kind und beziehe Zeugen ein. Und sei hartnäckig. Niemals aufgeben, Dein Recht einzufordern. Nicht einfach nur zum Anwalt gehen, und auf das Recht vertrauen. Das legt man später gegen Dich aus. Wohnt sie weit weg von Dir? Vielleicht solltest Du Dir überlegen, in dieselbe Wohnanlage zu ziehen, oder in die direkte Nachbarschaft Deines Kindes. Falls die Mutter versucht das Kind zu entfremden, hast Du größere Chancen eine Beziehung aufzubauen, die im Streit nachweisbar sein muss. Ich denke, da an Begleitung im Kindergarten, guter Kontakt zu Nachbarn etc. Sonst bleibst Du der böse Mann.
Das ist alles hart, aber ich beobachte solch eine Situation aus dritter Perspektive, und der Vater macht einfach diese Fehler, die alles verkomplizieren. Es können sich nämlich Verbündete im Umfeld Deines Kindes ergeben. Niemals Vergessen: Es geht nur um das Kind, nicht um die Mutter. Nicht denselben Fehler machen, wie meine Freundin, die ihre private Perspektive mit der ihres Kindes gleichsetzt.

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30. Oktober 2013 um 13:29

Weitere Erlebnisse
Hallo Ihr,

vielen Dank für nette Antworten. Häufig erlebt man ja in Foren genau das Gegenteil.

Wie es weiter gehen soll weiß ich nicht.
Jetzige Situation; versuche mein Besuchrecht zu nutzen. Gestern wollten wir gemeinsam unser Kind baden. Hat natürlich nicht so toll geklappt und als unser Sohn dann wieder in "trockenen Tüchern" lag habe ich mich noch etwas mit ihm beschäftigen können und einfach nicht auf die Reaktionen der Mutter geachtet. Aber dann konnte ich nicht mehr und habe ihre Wohnung verlassen.

Auf meine wiederholte Frage wie sie sich das alles zukünftig vorstellt...... Keine Antwort oder Reaktion. Habe beim JA einen gemeinsamen Termin angestrebt, mal sehen ob sie auch kommt und dann will ich mal so die Zukunft versuchen mit ihr zu besprechen.

Natürlich bin ich gekrängt das jetzt ihr Ex Mann haufig da ist und er überhaupt kein Gespühr hat. Er will wohl die Frau zurück haben. Einer Freundin hat sie gesagt, sie wolle es mit dem Ex Mann wieder versuchen. Mir hatte sie noch kurz vir Geburt gesagt, dass sie eine kleine gemeinsam Familie mit mir haben wolle.... War wohl alles ein abgekartertes Spiel. Während der Ehe konnten keine Kinder gezeugt werden und der EX Mann hat die gleichen Problem nur als Vater schon am eigenen Leib erlebt. Sein Kind hat er wohl 10 Jahre nicht gesehen. Der Gipfel ist, er ist Erzieher und arbeitet bei einer öffentlichen Institution die gerade solche Problemfälle beraten und klären soll.

Natürlich kennt er dann auch alle Tricks wie man den leiblichen Vater ausrauben kann. Nicht falsch verstehen!!! Wenn es um mein Kind geht, dann reisse ich mir den Arsch auf und auch zukünftig.

Schreibe alles auf, damit ich für später natürlich noch Fakten nennen kann. Kaufbelege etc. Auch kontaktiere ich immer eine Familienhilfe die auch die Fam. Hebamme stellt. Bekomme natürlich keine Antworten weil sie sich auf Neutralität berufen.......

Im Moment bleibe ich ruhig und kann nichts machen......
Aber die Info über pychische Störung behalte ich mal im Auge und versuche dann die Auffälligkeiten mal anderen aufmerksam zu machen.......

Bis heute ersteinmal genug...........

Gruß Tom

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