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Prüfung des Kindesunterhalts

30. November 2005 um 21:13 Letzte Antwort: 4. Dezember 2005 um 20:27

Hallo,
ich brauche mal Eure Hilfe.
Habe mich vom Vater meines 1 1/2 jährigen Sohnes nach reiflicher Überlegung getrennt und dachte, dass man sich im guten wegen des Unterhaltes einigen kann.
Er hat sich dann auf Anraten des Jugendamtes dazu verpflichtet, 106,00 monatlich zu zahlen.Laut seinen Angaben verdiene er als Selbständiger unter 1000,00 .
Nach mehreren Versuchen ihm klar zu machen, dass die Lebenshaltungskosten und andere Preise gestiegen sind und er doch bitte mehr für seinen Sohn aufkommen möchte, erntete ich nur Hohn.
Ich muß dazu sagen, dass mir der Kontakt zu seinem Sohn sehr wichtig ist und ich den Umgang 2 x wöchtlich bzw. 3 x wöchentlich angeregt habe. Ich habe auch versucht ihm zu erklären, daß er dieses Geld nicht für mich, sondern für seinen Sohn zahlt und ich die selbe Summe bzw. mehr aufwende.
Ich dachte, man könne sich gütlich einigen.
Der momentane Regelsatz beträgt laut meinen Infos 188,00 und man kann wohl nur alle 2 Jahre eine Prüfung veranlassen.
Wie kann ich eine Vermögensprüfung bzw. Prüfung seiner Einkünfte etc. veranlassen? Und was mir noch wichtiger ist, wie kann ich verhindern, daß unser Streit auf dem Rücken meines Sohnes ausgetragen wird, da er nicht kapiert, daß es hier nicht um "uns", sondern um das Wohl unseres Sohnes geht, da wir ein Leben lang Mama und Papa bleiben, nur eben nicht als Paar.
Bin für jeden Rat und Hilfe dankbar!
LG nahimana70

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4. Dezember 2005 um 17:47

Hallo!
Das selbe Problem hatte ich auch. Der Kindesvater wollte auch nicht das bezahlen was der Regelsatz war und das Jugendamt hatte dann zu mir gesagt ich solle doch mich mit dem zufrieden geben was er zahlt. Da auch ich damals auf das Geld angewiesen war habe ich mir einen Anwalt gesucht und ihm alles überlassen. Da ich ja eh einen Titel hatte war das auch alles kein Problem mehr. Suche dir erst einmal einen Anwalt bespreche alles mit uihm und er wird dir sicherlich dabei weiterhelfen können.

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4. Dezember 2005 um 20:18

Das wirst
Du eher nicht verhindern können, das mit dem Anwalt würde ich mir auch überlegen, sonst meldet der Herr Gemahl womöglich noch sein Gewerbe ab und geht stempeln - dann wars das fürs erste mit dem Unterhalt. Außerdem beachte bitte, daß vom Regelunterhalt noch die Hälfte des Kindergeldes abgezogen wird, welches ihm aus mir unerfindlichen Gründen zusteht. Also - hört sich krass an, aber sei froh, daß er überhaupt zahlt. LG Jule

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4. Dezember 2005 um 20:27

Wünsche dir Kraft!
Das ist das, was man wiklich braucht im Trennunsfall...und jede Menge Geduld, übrigens. Ich bin seit 3 Jahren getrennt, habe einen fast vierjährigen Sohn.Einen Unterhaltstitel steht deinem Kind übrigens laut Gesetz zu.Wenn du noch keinen hast, ist das zum Beispiel ein Grund für eine Berechnung seiner finanziellen Situation. Wenn du mal einen Titel hast, kannst du wirklich nur alle zwei Jahre erneut überprüfen lassen, es sei denn, es ändert sich nachweislich etwas an der finanziellen Lage deines Ex.Dann kannst du ihn zwischenzeitlich überprüfen lassen.Sonst verstehe ich nicht, warum das Jugendamt gesagt hat, dass du dich aur diese 106Euro einlassen sollst.Beantrage doch mal Unterhaltsvorschuss beim Jugendamt. Das sind im geringsten Fall 122 Euro, mehr wie jetzt.Das Jugendamt kümmert sich dann schon weiter darum, wie die ihre Kohle von ihm wieder bekommen,glaub mir. Das ist dann aber nicht mehr dein Problem.Was den Umgang angeht,seit drei Jahren mache ich auf biegen und brechen alles möglich, damit mein EX seinen Sohn sehen kann, wann er will, damit er ihn überhaupt sieht.Er war "der Übervater" als wir noch zusammen waren (so meinte er jedenfalls), ich habe ihm versichert, er könne seinen Sohn sehen, so oft er will. Weißt du wie oft das ist?Einmal in der Woche über Nacht und einmal im Monat ein Wochenende. Wenn er nichts anderes zu tun hat, natürlich.Ich habe mir sagen lassen, das sei sogar oft. Es gibt wohl viele Väter, die sich mit alle vierzehn Tage das wochenende oder einmal im Monat angeben. Ich würde es nicht aushalten, meinen Sohn so wenig zu sehen,aber mein Gott, ich H A B ihn ja! Du kannst nur verhindern, dass sich euer Streit auf das Kind überträgt, indem du ganz klare Verhältnisse schaffst. Macht eine feste Besuchsregelung, zu zweit, wenn möglich, sonst über das Jugendamt oder per Anwalt.Euch steht eine Trennungsberatung beim Jugendamt oder der Erziehungsberatungsstelle zu, die ist kostenlos und kann weiterhelfen. Wenn dein Ex dazu nicht bereit ist, mach erst mal eine allein und schau, was sie dir dann raten.Lass dich auf keine Spielchen ein und einigt euch, dass euer Kind rausgelassen wird.Sprecht euren gemeinsamen Erziehungsstil ab, wenn möglich. Es kommt nämlich die Zeit, in der euer Kind euch gegen einander ausspielen wird. Oh man, ich hoffe, ich überflute dich nicht mit negativem Scheiß, aber auch ich habe gedacht, wir könnten uns im Guten einigen. Ich glaube micht, das viele Männer dazu in der Lage sind, wenn sie die Verlassenen sind. Erst recht nicht, wenn sie den Grund des Verlassen werdens nicht sehen oder sehen wollen. Wünsche Dir, dass es dir gelingt.

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