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Probleme mit Tochter

26. September 2019 um 13:13 Letzte Antwort: 26. September 2019 um 19:52

Hallo ihr lieben,

ich wende mich an euch weil ich einfach mal ein wenig zuspruch brauche oder jemand der ähnliches erlebt hat. Ich weiß einfach nicht mehr weiter.
Das Verhältnis zu meiner bereits 22 jährigen Tochter macht mich fertig. Ich fühle mich auf ganzer Linie als Komplettversagerin. Ich bin seit Jahren schon mit meinem Latein am Ende, bin unsicher und zweifel nur noch an mir selbst.
Ich weiß schon lange nicht mehr wie ich damit umgehen soll. Es zerreist mich einfach. Bricht mein Herz.

Zum Hintergrund. ich bin in schwierigen Verhältnssen aufgewachsen. Hatte soziale Schwierigkeiten und lernte mit 16 Ihren Vater kennen. Mit der Schwangerschaft änderte sich alles für mich. Ich will behaupten, das meine Tochter mich zu einem besseren Menschen gemacht hat.
Die Beziehung zu ihrem Vater war sehr schlimm. Er beging Suizid als sie 15 Monate war. Das hat mich in ein sehr tiefes Loch gerissen, wo ich leider behaupten muss, das ich nicht als Mutter geglänzt habe. Mir ging es so schlecht das ich fast meine Tochter zur Pflege gegeben hätte um sie vor mir zu schützen. Ich hatte all die Jahre kein Familiären Backround.
Heute kann ich sagen das die Erfahrung mit ihrem Vater und dessen Familie (ich war immer die böse) und meine eigene Familie, etwas in mir kaputt gemacht haben. Ich habe so sehr darunter gelitten das niemand für uns da war oder es interessierte wie es uns ging.
meine Tochter war für mich immer ein Halt und ein wichtiger Grund immer weiter zu machen. Bloß nicht aufgeben und liegen bleiben.
Kurz gesagt es war oft nicht leicht und ich konnte ihr auch nie viel bieten.

Meine Emotionen sind vielleicht auf der Strecke geblieben. Ich war oft überfordert und ungeduldig. genervt und gestresst.  Sie war ein Wildfang ja. Hatte vor nichts Angst. War nicht schüchtern und entwickelte sich gut.
Sie hatte schon früh eine besondere Willensstärke. Konnte Stundenlang bocken wenn sie etwas haben wollte. Das ist bis heute so geblieben. Nur die Art hat sich geändert. Ein Nein wurde noch nie akzeptiert.
Seit 10 Jahren ist es so das sich das Bocken in endlos Diskussionen umgewandelt haben. Je älter sie wird desto weniger komm ich damit klar.
In den Diskusionen geht es mittlerweile nur noch um meine Unzulänglichkeiten. Das ich ihr nicht zuhöre, nicht wertschätze, mich nicht interessiere, nicht auf sie eingehe. Meine Sätze werden auseinander genommen. Werden ihren Freunden gezeigt, um mir dann per Screenshot zu zeigen wie andere meine destruktive Kommunikation bewerten. Sie macht Fotos von meiner Frisur (Dutt) und lacht dabei und zieht diese ins lächerliche. Sie bekommt Wutanfälle weil ich grüne statt gelbe Bananen gekauft habe. Sie fing an über mein leben bestimmen zu wollen. Zog alles ins Lächerliche, was nicht in ihr Weltbild passte. Sie fing an mir Dinge zu verbieten. jeglicher Widerstand von mir wurde mit emotionaler Erpressung vergolten, was auch jahrelang bei mir zog.
ich ließ mich auch immer auf ihre Diskusionen ein, weil ich auch eine große Verzweiflung in ihr gespürt habe und natürlich auch wegen meiner totalen Hilflosigkeit. Diese Diskusionen gingen über mehrere Stunden, in denen es immer nur um ihre Unzufriedenheit mir gegenüber ging.

Trotzdem zeigt meine Tochter auch hin und wieder eine ganz andere Seite von sich. Voller Liebe und zugewandtheit. Sie wünscht sich für mich das beste und hat auch schon mal geweint weil sie gar nicht so böse sein will zu mir. Also das genaue Gegenteil.
Wir können zusammen kochen, lachen und reden und gut verstehen. Das ist aber leider sehr selten.

Ich habe damals gehofft und mir eingeredet das sich unser Verhältnis bestimmt bessert und stabilisiert wenn sie flügge wird und eigene Wege geht und wir etwas räumlichen Abstand haben. Ist es aber nicht. Seit 3 Jahren studiert sie weiter weg und ich sehe sie immer weniger. Teils sind ihre Besuche mit heftigen Ausbrüchen gesegnet die mich fix und fertig gemacht haben. Ansonsten erlebe ich ihre Ausbrüche nur noch über Whats app die es auch in sich haben.

Ich bin seit zwei Jahren bei einer Elternberatung, zu der meine Tochter später hinzu kam. Es ist meine letzte Hoffnung ein normales Verhältnis zu meiner Tochter zu entwickeln. Ich bin zu blöd diese tiefsitzenden Konflikte zu lösen.
Ich bin anscheinend für alles zu blöd.

Ich bin, so blöd wie es klingt, meiner Tochter nicht standesgemäß.

Ich weiß das ich keine perfekte Mutter gewesen bin. ich weiß das ich auch Fehler und Schwächen habe. Ich stehe mir selbst und anderen Menschen tolerant gegenüber. Aber das Verhalten meiner Tochter macht mich kaputt.
Ich bin zwar immer allein für alles verantwortlich gewesen, war aber nie gluckenhaft oder desinteressiert. Mir war es immer wichtig das sie lernt was Verantwortung bedeutet und Erfahrungen und Fehler macht zu denen sie stehen muss. (Nur bei mir anscheindend nicht)

Ihre letzten Worte an mich waren. ich bringe sie immer zum weinen. ich soll sie endlich in Frieden leben lassen. Ohne mich geht es ihr besser. Sie will keinen Kontakt mehr.
Auslöser war das sie sich nicht wahrgenommen fühlte. ich also nicht auf sie eingegangen bin was sie zu mir schrieb.

Das hört sich alles so an als hätte ich meiner Tochter geschadet. Mit allem was nur geht. Das ist doch alles nicht normal. Die Elternberaterin hört immer nur zwei völlig gegensätzliche Versionen. ich glaube sie ist auch ratlos. Meine Tochter stellt mich überall hin wie eine Rabenmutter. Selbst das Jugendamt damals, als ich um Hilfe bat, hat mich nicht für voll genommen. Sie fing mit 13 j. an die Wohnung zu demolieren. bei den dortigen gesprächen war sie schüchtern, lieb und weckte in keinster Weise den Eindruck was wirklich zu Hause abging.

Ich fürchte das ich meine Tochter bereits verloren habe. ich glaube ihr wenn sie sagt, ich tue ihr nicht gut. Ich glaube nicht das sie sich das mal so ausdenkt. Ich glaube auch das sie darunter leidet. Das macht ja keiner aus Spass.
Diese Distanz wird immer größer und ich verliere sie einfach immer mehr. Wenn wir Kontakt haben dann nur über Whats app. Telefonieren will sie nur wenn sie diskutieren will. Smalltalk haben wir schon Jahre nicht mehr. Versuche meinerseits mal zu quatschen setzt sie unter Druck das sie sich ja jetzt sofort zeit nehmen muss.
Ich mache einfach alles falsch bei ihr.

Hat jemand ine Idee was ich machen kann um die Situation zu akzeptieren? kennt jemand ähnliches? Wie schaffe ich es damit umzugehen? Weiß jemand was mit ihr los ist? Ist das normal?

 

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26. September 2019 um 13:39

könnte weinen....
ganz schlimm was deine tochter dir antut

ganz ehrlich... würde ich sie kennen würde ich diesen Text von dir an sie weiterleiten!
 

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26. September 2019 um 16:12

Danke für eure Worte. Ich frage mich nur immer wieder nach dem Grund. Ich kenne wirklich niemanden der wirklich alles toll findet an seiner Mutter. Es gibt auch viele Mütter die sich schämen sollten.
Ich selbst habe eine Mutter die mich im Stich gelassen hat, der immer alles wichtiger war als ich. Die mich nichtmal zu Weihnachten da haben wollte all die Jahre.
So sollte sich meine Tochter niemals fühlen. Niemals. Tut sie aber. Das ist das schlimmste für mich. Ich gerate Phasenweise, also je nach Vorwurf von meiner Tochter in Beklemmungen die nicht mehr vertretbar für mich sind. Ich geh echt kaputt daran. Seit ein paar Jahren habe ich auch Angst vor ihren Ausbrüchen. Vor ihr, vor dem was passieren könnte wenn sie kommt.

Meine kleine war mir immer das wichtigste, meine einzige Familie und sie lehnt mich so ab. Ich bin die reinste Enttäuschung für sie.

Es ist aber nicht so das ich ihr alles nachgetragen habe. Sie (16j) wollte auf einmal ihre Klamotten gebügelt haben. Das sollte sie selber machen. Habe ich zwar ab und an gemacht, aber nur wenn ich Zeit hatte. Sie mäckelte am Essen rum. Sollte sie auch mal selber kochen. Sie mäkelte am Duschgel rum. Sie kaufte sich dann selber Duschgel was sie haben wollte und ich bezahlte. Eigentlich haben wir oft Kompromisse gefunden. Mir war wichtig das sie den Wert des Geldes kennt. Nicht über ihre Verhältnisse lebt. Hatte früh Taschengeld bekommen, was immer gut funktioniert hat.
Sie kann wunderbar kochen und backen, hat als "arme"Studentin immer was auf der hohen Kante. Hat super viele (kultivierte) Freunde. Habe nie Probleme mit Drogen, Punks oder sonst was gehabt. Ich wusste immer wo sie war. Konnte mich immer auf sie verlassen. Ich hatte selten Grund zum Meckern. Selbst darüber hat sie gemeckert. Das ich nie mecker.
Sie hat Zensurengeld bekommen (hat mich arm gemacht ^^) sie war einser Schüler. Sie kritisierte das ich sie zu wenig loben würde. Als würde es mir egal sein das sie eine gute Schülerin ist.

Vielleicht hat sie deshalb soviel provoziert. Wenn Kinder sich nicht gesehen fühlen dann finden sie einen Weg. Aber ist es das? Zu wenig Aufmerksamkeit? Ich zermatere mir den Kopf was ich alles falsch gemacht habe.

Sie fühlt sich vernachlässigt. Als Mutter fühlt man sich immer verantwortlich. Ich jedenfalls. Besonders bei meiner Tochter. Ich weiß das ich mich einigel wenn ich runtergeputzt werde. Diese Diskusionen und inneren Vergleiche zu meiner Zeit machen mich einfach fertig. Zu anderen Menschen ist sie so nicht. Alle kennen sie als zurückhaltende, inteligente, vernünftige und zielstrebige junge Frau. Bei mir ist sie der Teufel und ich zerstöre ihr Leben. Sie hatte eine sehr schlimme Kindheit und beneidet andere Kinder um ihre Eltern.

Ja das stimmt, so ein Monster Kind habe ich mir bestimmt nicht gewünscht.
Ich habe Probleme ihr meine Gefühle zu erklären. Ich habe Angst das es falsch verstanden wird und sie sich noch schlechter fühlt oder mir das Wort im Mund verdreht. Ich möchte auf keinen Fall das sie sich schlecht fühlt. Ich glaube da ist mein problem. ich will sie immer vor allem beschützen und bewahren. Es kommt aber genau gegenteilig bei ihr an.

Wenn sie so abgeht dann sind ihr meine Gefühle sowieso sch.. egal. Es ist soviel Hass in ihr. Wegen mir
 

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26. September 2019 um 18:22
In Antwort auf mina79

Hallo ihr lieben,

ich wende mich an euch weil ich einfach mal ein wenig zuspruch brauche oder jemand der ähnliches erlebt hat. Ich weiß einfach nicht mehr weiter.
Das Verhältnis zu meiner bereits 22 jährigen Tochter macht mich fertig. Ich fühle mich auf ganzer Linie als Komplettversagerin. Ich bin seit Jahren schon mit meinem Latein am Ende, bin unsicher und zweifel nur noch an mir selbst.
Ich weiß schon lange nicht mehr wie ich damit umgehen soll. Es zerreist mich einfach. Bricht mein Herz.

Zum Hintergrund. ich bin in schwierigen Verhältnssen aufgewachsen. Hatte soziale Schwierigkeiten und lernte mit 16 Ihren Vater kennen. Mit der Schwangerschaft änderte sich alles für mich. Ich will behaupten, das meine Tochter mich zu einem besseren Menschen gemacht hat.
Die Beziehung zu ihrem Vater war sehr schlimm. Er beging Suizid als sie 15 Monate war. Das hat mich in ein sehr tiefes Loch gerissen, wo ich leider behaupten muss, das ich nicht als Mutter geglänzt habe. Mir ging es so schlecht das ich fast meine Tochter zur Pflege gegeben hätte um sie vor mir zu schützen. Ich hatte all die Jahre kein Familiären Backround.
Heute kann ich sagen das die Erfahrung mit ihrem Vater und dessen Familie (ich war immer die böse) und meine eigene Familie, etwas in mir kaputt gemacht haben. Ich habe so sehr darunter gelitten das niemand für uns da war oder es interessierte wie es uns ging.
meine Tochter war für mich immer ein Halt und ein wichtiger Grund immer weiter zu machen. Bloß nicht aufgeben und liegen bleiben.
Kurz gesagt es war oft nicht leicht und ich konnte ihr auch nie viel bieten.

Meine Emotionen sind vielleicht auf der Strecke geblieben. Ich war oft überfordert und ungeduldig. genervt und gestresst.  Sie war ein Wildfang ja. Hatte vor nichts Angst. War nicht schüchtern und entwickelte sich gut.
Sie hatte schon früh eine besondere Willensstärke. Konnte Stundenlang bocken wenn sie etwas haben wollte. Das ist bis heute so geblieben. Nur die Art hat sich geändert. Ein Nein wurde noch nie akzeptiert.
Seit 10 Jahren ist es so das sich das Bocken in endlos Diskussionen umgewandelt haben. Je älter sie wird desto weniger komm ich damit klar.
In den Diskusionen geht es mittlerweile nur noch um meine Unzulänglichkeiten. Das ich ihr nicht zuhöre, nicht wertschätze, mich nicht interessiere, nicht auf sie eingehe. Meine Sätze werden auseinander genommen. Werden ihren Freunden gezeigt, um mir dann per Screenshot zu zeigen wie andere meine destruktive Kommunikation bewerten. Sie macht Fotos von meiner Frisur (Dutt) und lacht dabei und zieht diese ins lächerliche. Sie bekommt Wutanfälle weil ich grüne statt gelbe Bananen gekauft habe. Sie fing an über mein leben bestimmen zu wollen. Zog alles ins Lächerliche, was nicht in ihr Weltbild passte. Sie fing an mir Dinge zu verbieten. jeglicher Widerstand von mir wurde mit emotionaler Erpressung vergolten, was auch jahrelang bei mir zog.
ich ließ mich auch immer auf ihre Diskusionen ein, weil ich auch eine große Verzweiflung in ihr gespürt habe und natürlich auch wegen meiner totalen Hilflosigkeit. Diese Diskusionen gingen über mehrere Stunden, in denen es immer nur um ihre Unzufriedenheit mir gegenüber ging.

Trotzdem zeigt meine Tochter auch hin und wieder eine ganz andere Seite von sich. Voller Liebe und zugewandtheit. Sie wünscht sich für mich das beste und hat auch schon mal geweint weil sie gar nicht so böse sein will zu mir. Also das genaue Gegenteil.
Wir können zusammen kochen, lachen und reden und gut verstehen. Das ist aber leider sehr selten.

Ich habe damals gehofft und mir eingeredet das sich unser Verhältnis bestimmt bessert und stabilisiert wenn sie flügge wird und eigene Wege geht und wir etwas räumlichen Abstand haben. Ist es aber nicht. Seit 3 Jahren studiert sie weiter weg und ich sehe sie immer weniger. Teils sind ihre Besuche mit heftigen Ausbrüchen gesegnet die mich fix und fertig gemacht haben. Ansonsten erlebe ich ihre Ausbrüche nur noch über Whats app die es auch in sich haben.

Ich bin seit zwei Jahren bei einer Elternberatung, zu der meine Tochter später hinzu kam. Es ist meine letzte Hoffnung ein normales Verhältnis zu meiner Tochter zu entwickeln. Ich bin zu blöd diese tiefsitzenden Konflikte zu lösen.
Ich bin anscheinend für alles zu blöd.

Ich bin, so blöd wie es klingt, meiner Tochter nicht standesgemäß.

Ich weiß das ich keine perfekte Mutter gewesen bin. ich weiß das ich auch Fehler und Schwächen habe. Ich stehe mir selbst und anderen Menschen tolerant gegenüber. Aber das Verhalten meiner Tochter macht mich kaputt.
Ich bin zwar immer allein für alles verantwortlich gewesen, war aber nie gluckenhaft oder desinteressiert. Mir war es immer wichtig das sie lernt was Verantwortung bedeutet und Erfahrungen und Fehler macht zu denen sie stehen muss. (Nur bei mir anscheindend nicht)

Ihre letzten Worte an mich waren. ich bringe sie immer zum weinen. ich soll sie endlich in Frieden leben lassen. Ohne mich geht es ihr besser. Sie will keinen Kontakt mehr.
Auslöser war das sie sich nicht wahrgenommen fühlte. ich also nicht auf sie eingegangen bin was sie zu mir schrieb.

Das hört sich alles so an als hätte ich meiner Tochter geschadet. Mit allem was nur geht. Das ist doch alles nicht normal. Die Elternberaterin hört immer nur zwei völlig gegensätzliche Versionen. ich glaube sie ist auch ratlos. Meine Tochter stellt mich überall hin wie eine Rabenmutter. Selbst das Jugendamt damals, als ich um Hilfe bat, hat mich nicht für voll genommen. Sie fing mit 13 j. an die Wohnung zu demolieren. bei den dortigen gesprächen war sie schüchtern, lieb und weckte in keinster Weise den Eindruck was wirklich zu Hause abging.

Ich fürchte das ich meine Tochter bereits verloren habe. ich glaube ihr wenn sie sagt, ich tue ihr nicht gut. Ich glaube nicht das sie sich das mal so ausdenkt. Ich glaube auch das sie darunter leidet. Das macht ja keiner aus Spass.
Diese Distanz wird immer größer und ich verliere sie einfach immer mehr. Wenn wir Kontakt haben dann nur über Whats app. Telefonieren will sie nur wenn sie diskutieren will. Smalltalk haben wir schon Jahre nicht mehr. Versuche meinerseits mal zu quatschen setzt sie unter Druck das sie sich ja jetzt sofort zeit nehmen muss.
Ich mache einfach alles falsch bei ihr.

Hat jemand ine Idee was ich machen kann um die Situation zu akzeptieren? kennt jemand ähnliches? Wie schaffe ich es damit umzugehen? Weiß jemand was mit ihr los ist? Ist das normal?

 

Wohnt ihr zusammen? 

Ich würde auch akzeptieren, dass sie im Moment keinen Kontakt will. Manchmal muss auch etwas Zeit vergehen und alles muss sich beruhigen. 

And einer Stelle würde ich mich unabhängig von der Tochter in Therapie begeben. Vielleicht könnt ihr dann irgendwann wieder zusammenkommen und auf einer anderen Ebene miteinander reden. 

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26. September 2019 um 19:27

Das mache ich. Ich werde mich nicht aufdrängen. Ich hab mir zwar immer ein gutes Verhältnis gewünscht aber erzwingen kann ich es nicht.

Ich werd auch immer ganz traurig wenn ich andere gute Mutter Tochter Verhältnisse (trotz Meinungsverschiedenheiten) erlebe. Auf beiden Seiten macht mich das traurig. ich bin Mutter und ein Kind einer Mutter. Bei beiden hab ich kein liebevolles Verhältnis. Ich war mir immer so sicher das das Band mit meiner Tochter nie reißt.

So blöd wie das klingt, aber wir eine Familie sind. Eine intakte Familie ohne Hass und böse Vorwürfe. Wenigstens wir zwei. Füreinander da sein, Austausch und am Leben teilhaben. Sie in die Welt ziehen lassen und einfach teilhaben.

 

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26. September 2019 um 19:52

@ ">evaeden  ich bin schon in Therapie, aufgrund der Belastungsreaktion damals. Hin und wieder ist meine Tochter auch Thema.
Im großen und ganzen gehts mir auch recht gut. Ich habe viel begriffen und strukturiere gerade komplett mein Leben neu. Dazu gehörte auch die Trennung meines langjährigen Lebenspartners.
Ich hinterfrage meine Gewohnheiten, meine Einstellungen und Muster.

ich sitze jetzt seit 4 Wochen in meiner neuen Wohnung, angagiere mich ehrenamtlich und frage mich täglich wozu ich jetzt Lust habe. Ich kümmere mich um mich selbst und genieße mein Leben. Ich hätte nur gerne meine Tochter dabei.

Die Elternberaterin ist wirklich toll. Sie versucht es auf zusammenführende strukturierte Gespräche mit uns beiden. Was auch wirklich gut gelaufen ist mit ihr als Coach dabei. Alles schien wirklich gut zu laufen, bis zu dem letzten Auslöser.

Ich kümmere mich seit ca 12 Monaten um meine inneren Kindanteile, mit denen ich wirklich gute Erfolge erzielt habe. Kann das nur empfehlen.
Nur meine Belastbarkeit will nicht wiederkehren. Mein Stresslvl ist gesunken und ich kann nicht mehr so viel ab wie früher. Brauche mehr Pausen und bloß keine Action.

Seit 3 Jahren studiert sie weiter weg


 

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