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Probleme mit pubertierender Tochter

23. Oktober 2002 um 11:00

Unsere 12jährige Tochter macht uns das Leben im Moment dadurch schwer, dass sie die Sexualität ihrer Eltern auf eine regelrecht agressive Art ablehnt, ja manchmal sogar verhindert.

Schon bei einem kleinen Kuss zwischen meiner Frau und mir oder kleinen, alltäglichen Zärtlichkeiten reagiert sie mit Eifersucht und Wut. Am Wochenende akzeptiert sie nicht, dass wir unsere Schlafzimmertür mal bei Tag schließen, um allein zu sein, sondern reißt sie wutentbrannt auf.

Der Gipfel ist im Moment, dass sie diverse Wäschestücke meiner Frau hat verschwinden lassen, es aber weder zugibt, noch sie wieder rausrückt.

Am liebsten wäre ihr, wenn Sex zwischen uns nicht mehr stattfände und meine Frau sich kleidete wie eine alte Oma.

Mit ihr über das Thema zu reden ist völlig zwecklos, sie sperrt sich durch Weglaufen oder Ohren zuhalten gegen jedes Gespräch.

Zum Hintergrund, wir sind eigentlich alle (auch ihre zwei älteren Brüder) modern und unverklemmt bezüglich Nacktheit, Intimität und Sexualität. Über das Thema reden wir offen (bisher wenigstens) und ohne Scham. Nur für unsere Tochter ist dies nicht akzeptabel. Eine typische Aussage von ihr ist, "Die Eltern meiner Freundinnen benehmen sich auch nicht so".

Kennt jemand so ein Verhalten? Hört das irgendwann von allein wieder auf oder sollten wir mit unsrer Tochter zu einer Beratung gehen?

Danke für einen Rat oder eigenen Erfahrungsbericht.

M.

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23. Oktober 2002 um 18:25

Ab einem gewissen Alter sind Eltern " peinlich "
Hallo Mars02,

zwar habe ich nicht die selben Schwierigkeiten mit meiner Tochter 12, aber es gibt ( vielleicht ) eine pausible Erklärung...

Deine Tochter lernt ihre Sexualität kennen und beginnt um Deine Gunst zu buhlen. Die Mutter wird zur Rivalin...

Zwar weiss ich nicht, was Du für ein Verhältnis zu Deiner Tochter hast, aber ich kann Dir sagen, dass meine Tochter sehr früh die Stellung als meine Rivalin angenommen hat.

Das Band zwischen ihr und ihrem Vater ist so eng, dass ich meine Schwierigkeiten hatte, neben ihr meine Position zu verteidigen. Selbst als Baby war sie die Nummer eins bei ihrem Vater.

Da wir uns trennen und sie bei ihrem Vater bleibt, verkündigte sie mir neulich in einem Gespräch, dass sie es zu verhindern weiss, wenn sich ihr Vater eine neue Partnerin sucht...

Ich denke, dass Deine Tochter alles was Eure Beziehung angeht, boykottieren möchte, weil sie neidisch ist auf Deine Frau.

Ich weiss nicht, ob Du da nicht mal mit einem Therapeuten darüber sprechen solltest, denn ich würde dieses Problem nicht bagattelisieren.

Pupertierende Kinder sind recht unberechenbar. Vielleicht würde sie Dinge tun, deren Ende nicht absehbar sind.

Ich erzähle Dir mal warum ich darauf komme...

Als mein Vater zum 3. mal heiratete, bekam er noch zwei Töchter dazu. Die eine akzeptierte ihn ohne wenn und aber, aber die jüngere fing in diesem alter an, ständig nackt vor ihm rum zu tänzeln... Sie erpresste ihn wenn sie etwas " Materielles " wollte, damit, dass wenn sie es nicht bekäme, sie überall rum erzählen würde, dass er sie sexuell belästigt hätte.

Mein Vater war völlig runter mit den Nerven und auch für seine Frau, war es nicht einfach...

Ich würde mir einfach mal einen Termin bei einer Familienberatung holen und alleine mit den Leuten reden... ohne Deine Tochter.

Die können Dir sicher helfen.

Viele Liebe Grüsse Esterhäschen

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24. Oktober 2002 um 10:24
In Antwort auf esterhaeschen

Ab einem gewissen Alter sind Eltern " peinlich "
Hallo Mars02,

zwar habe ich nicht die selben Schwierigkeiten mit meiner Tochter 12, aber es gibt ( vielleicht ) eine pausible Erklärung...

Deine Tochter lernt ihre Sexualität kennen und beginnt um Deine Gunst zu buhlen. Die Mutter wird zur Rivalin...

Zwar weiss ich nicht, was Du für ein Verhältnis zu Deiner Tochter hast, aber ich kann Dir sagen, dass meine Tochter sehr früh die Stellung als meine Rivalin angenommen hat.

Das Band zwischen ihr und ihrem Vater ist so eng, dass ich meine Schwierigkeiten hatte, neben ihr meine Position zu verteidigen. Selbst als Baby war sie die Nummer eins bei ihrem Vater.

Da wir uns trennen und sie bei ihrem Vater bleibt, verkündigte sie mir neulich in einem Gespräch, dass sie es zu verhindern weiss, wenn sich ihr Vater eine neue Partnerin sucht...

Ich denke, dass Deine Tochter alles was Eure Beziehung angeht, boykottieren möchte, weil sie neidisch ist auf Deine Frau.

Ich weiss nicht, ob Du da nicht mal mit einem Therapeuten darüber sprechen solltest, denn ich würde dieses Problem nicht bagattelisieren.

Pupertierende Kinder sind recht unberechenbar. Vielleicht würde sie Dinge tun, deren Ende nicht absehbar sind.

Ich erzähle Dir mal warum ich darauf komme...

Als mein Vater zum 3. mal heiratete, bekam er noch zwei Töchter dazu. Die eine akzeptierte ihn ohne wenn und aber, aber die jüngere fing in diesem alter an, ständig nackt vor ihm rum zu tänzeln... Sie erpresste ihn wenn sie etwas " Materielles " wollte, damit, dass wenn sie es nicht bekäme, sie überall rum erzählen würde, dass er sie sexuell belästigt hätte.

Mein Vater war völlig runter mit den Nerven und auch für seine Frau, war es nicht einfach...

Ich würde mir einfach mal einen Termin bei einer Familienberatung holen und alleine mit den Leuten reden... ohne Deine Tochter.

Die können Dir sicher helfen.

Viele Liebe Grüsse Esterhäschen

Liebes Esterhäschen
Danke für deine Hinweise, ich denke, dass du damit voll ins Schwarze getroffen haben kannst.

Meine Beziehung zu meiner Tochter kann ich nur als sehr innig bezeichnen. Aber für mich ist sie natürlich klar Nummer 2, ich würde sie nie in irgendeiner Weise über meine Frau stellen. Dass es für meine Tochter aber eine wichtige Frage zu sein scheint, wer Nummer 1 oder 2 ist, habe ich gerade gestern erlebt.

Ich hatte ein mehr oder weniger belangloses Gespräch mit meiner Frau und irgendwann mal bemerkte sie, dass unsre Tochter und ich ihr gleich wichtig seien. Ich erwiderte scherzhaft, dass das falsch wäre, ich sollte ihre Nummer 1 sein, weil sie mit mir den Rest ihres Lebens verbringen würde und die Tochter bald eigene Wege ginge.

Dann bemerkte ich zu meiner Frau, dass sie meine Nummer eins sei und unsre Tochter meine Nummer 2. Diese hatte unser Geplänkel aber verfolgt und begann nun zu weinen, als sie hörte sie sei nicht meine Nummer 1.

War natürlich falsch von mir, ich hätte daran denken sollen, dass unsere Tochter ja zuhört. Ich konnte sie aber beruhigen indem ich ihr erklärte, dass sie mir auf jeden Fall wichtiger sei, als ich selbst und ich jederzeit mein Leben für sie opfern würde.

Ich denke, um einen Termin bei einer Familienberatung werde ich mich auf jeden Fall kümmern.

Gruss,

M.

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24. Oktober 2002 um 13:08
In Antwort auf edom_12656713

Liebes Esterhäschen
Danke für deine Hinweise, ich denke, dass du damit voll ins Schwarze getroffen haben kannst.

Meine Beziehung zu meiner Tochter kann ich nur als sehr innig bezeichnen. Aber für mich ist sie natürlich klar Nummer 2, ich würde sie nie in irgendeiner Weise über meine Frau stellen. Dass es für meine Tochter aber eine wichtige Frage zu sein scheint, wer Nummer 1 oder 2 ist, habe ich gerade gestern erlebt.

Ich hatte ein mehr oder weniger belangloses Gespräch mit meiner Frau und irgendwann mal bemerkte sie, dass unsre Tochter und ich ihr gleich wichtig seien. Ich erwiderte scherzhaft, dass das falsch wäre, ich sollte ihre Nummer 1 sein, weil sie mit mir den Rest ihres Lebens verbringen würde und die Tochter bald eigene Wege ginge.

Dann bemerkte ich zu meiner Frau, dass sie meine Nummer eins sei und unsre Tochter meine Nummer 2. Diese hatte unser Geplänkel aber verfolgt und begann nun zu weinen, als sie hörte sie sei nicht meine Nummer 1.

War natürlich falsch von mir, ich hätte daran denken sollen, dass unsere Tochter ja zuhört. Ich konnte sie aber beruhigen indem ich ihr erklärte, dass sie mir auf jeden Fall wichtiger sei, als ich selbst und ich jederzeit mein Leben für sie opfern würde.

Ich denke, um einen Termin bei einer Familienberatung werde ich mich auf jeden Fall kümmern.

Gruss,

M.

Hallo Mars,
ich drücke Dir und Deiner Frau ganz fest die Daumen, dass es Euch gelingt, diese Herausforderung zu bestehen.

Viele Liebe Grüsse Esterhäschen

PS : der erste Mann im Leben einer Frau ist ihr Vater und je nachdem wie sie in ihrer Kindheit ihren Vater wahrgenommen hat, entwickelt sich das Sexualverhalten für das spätere Leben

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25. Oktober 2002 um 20:31

Antwort auf Ihren "Hilferuf"
Hallo!
Ich selber bin ein 14-jähriges Mädchen und war vor 2 Jahren fast genauso, und zwar konnte ich den Freund meiner Mutter nicht akzeptieren und habe die beiden auf eine ähnliche Weise gestört. Ich denke, dass Ihre Tochter im Moment eine relativ schwierige Phase ihres Lebens durchmacht. Ich hatte und habe auch immer noch Probleme damit, in meiner Familie offen über Sexualität und alles was dazu gehört zu reden. Vieleicht ist sie eifersüchtig auf Sie? Ich glaube nicht, dass sie sich wirklich wünscht, ihre Frau möge doch bitte wie eine alte Oma herumlaufen, sondern vielleicht vermisst sie die Nähe ihrer Mutter? Hat sie denn die Offenheit in der Familie schon immer abgewiesen? Oder ist das erst so, seit sie in der Pubertät ist? Dann ist das nämlich weitgehend normal, auch wenn es eindeutig zu weit geht die Wäsche ihrer Mutter zu verstecken. Könnte es sein, dass sie nicht mit der Situatin klar kommt, die einzige Tochter in der Familie zu sein? Ich denke mir, dass Sie und ihre Frau ihrer Tochter schon oft so etwas gesagt haben wie "Du kannst offen mit uns über alles reden, wir sind immer für dich da". Wenn das der Fall war, wird sie sich es gemerkt haben: Ihre Tochter weiß, dass sie zu Ihnen kommen kann, wenn sie mit Ihnen über etwas reden will. Das heißt aber auch: wenn sie nicht reden will, kommt sie auch nicht. Sie sollten Ihre Tochter nicht zum offenen Gespräch drängen, solche Situationen können leicht eskalieren. Ihre Tochter ist,wie gesagt, in einem schwierigen Alter. Vielleicht machen Sie sich zuviele Sorgen, weil Sie beide ja bisher nur mit zwei Jungs durch die Pubertät gegangen sind (ich weiß ja nicht genau wie alt die beiden sind). Sie vergleicht sich mit ihren Freundinnen (genauso deren Eltern mit ihren eigenen) und möchte vor denen nicht uncool aussehen. Ich schäme mich auch noch manchmal für meine Mutter, weil ich als pubertierender Teenie natürlich so manche Situation als "krass-peinlich" empfinde, aber ich habe es mir angewöhnt, darüber zu stehen. Ihre Tochter beginnt, sich von den Eltern "abzunabeln", und das fängt meistens(!!!)damit an,erstmal alles sch... zu finden, was die Eltern machen, und vielleicht fällt ihr auch gerade deswegen der offene Umgang in der Familie schwer. Sie selbst muss damit klar kommen dass sie erwachsen, also zur Frau wird und meistens kann man so einem Teenie nur schwer dabei helfen, denn zum Erwachsenwerden gehört auch, die Dinge selbst in die Hand zu nehmen. Ich denke einfach, dass Ihre Tochter im Moment nicht so ganz weiß, was sie ist - noch Kind, oder doch schon erwachsen? Wenn sich ihr Verhalten nicht verschlimmert, wird sich das hoffentlich bald wieder dem Guten zuwenden und die Krise ist überstanden. Sie sollten ihrer Tochter einen Brief schreiben, dann kann sie sich ja entscheiden, ob sie ihn lesen will oder nicht. Sie muss dann auch keine Angst vor Ärger (anschreien?) haben. Wenn sie auf gar nichts mehr reagiert, können Sie mit ihr eine Beratung aufsuchen. Natürlich wird hier die Schwierigkeit darin bestehen, dass sie das erst mal als Gehirnwäsche abstufen würde, das ist einfach typisch: man will sich erst nicht helfen lasen! Ich hoffe, Sie bekommen die beklemmende Situation in den Griff. Ich glaube daran! Die Pubertät ist einfach die schwierigste Zeit im Leben! ich wünsche Ihrer Familie viel Glück!
Viele Grüße, Nordstern

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29. Oktober 2002 um 9:27
In Antwort auf misha_12959207

Antwort auf Ihren "Hilferuf"
Hallo!
Ich selber bin ein 14-jähriges Mädchen und war vor 2 Jahren fast genauso, und zwar konnte ich den Freund meiner Mutter nicht akzeptieren und habe die beiden auf eine ähnliche Weise gestört. Ich denke, dass Ihre Tochter im Moment eine relativ schwierige Phase ihres Lebens durchmacht. Ich hatte und habe auch immer noch Probleme damit, in meiner Familie offen über Sexualität und alles was dazu gehört zu reden. Vieleicht ist sie eifersüchtig auf Sie? Ich glaube nicht, dass sie sich wirklich wünscht, ihre Frau möge doch bitte wie eine alte Oma herumlaufen, sondern vielleicht vermisst sie die Nähe ihrer Mutter? Hat sie denn die Offenheit in der Familie schon immer abgewiesen? Oder ist das erst so, seit sie in der Pubertät ist? Dann ist das nämlich weitgehend normal, auch wenn es eindeutig zu weit geht die Wäsche ihrer Mutter zu verstecken. Könnte es sein, dass sie nicht mit der Situatin klar kommt, die einzige Tochter in der Familie zu sein? Ich denke mir, dass Sie und ihre Frau ihrer Tochter schon oft so etwas gesagt haben wie "Du kannst offen mit uns über alles reden, wir sind immer für dich da". Wenn das der Fall war, wird sie sich es gemerkt haben: Ihre Tochter weiß, dass sie zu Ihnen kommen kann, wenn sie mit Ihnen über etwas reden will. Das heißt aber auch: wenn sie nicht reden will, kommt sie auch nicht. Sie sollten Ihre Tochter nicht zum offenen Gespräch drängen, solche Situationen können leicht eskalieren. Ihre Tochter ist,wie gesagt, in einem schwierigen Alter. Vielleicht machen Sie sich zuviele Sorgen, weil Sie beide ja bisher nur mit zwei Jungs durch die Pubertät gegangen sind (ich weiß ja nicht genau wie alt die beiden sind). Sie vergleicht sich mit ihren Freundinnen (genauso deren Eltern mit ihren eigenen) und möchte vor denen nicht uncool aussehen. Ich schäme mich auch noch manchmal für meine Mutter, weil ich als pubertierender Teenie natürlich so manche Situation als "krass-peinlich" empfinde, aber ich habe es mir angewöhnt, darüber zu stehen. Ihre Tochter beginnt, sich von den Eltern "abzunabeln", und das fängt meistens(!!!)damit an,erstmal alles sch... zu finden, was die Eltern machen, und vielleicht fällt ihr auch gerade deswegen der offene Umgang in der Familie schwer. Sie selbst muss damit klar kommen dass sie erwachsen, also zur Frau wird und meistens kann man so einem Teenie nur schwer dabei helfen, denn zum Erwachsenwerden gehört auch, die Dinge selbst in die Hand zu nehmen. Ich denke einfach, dass Ihre Tochter im Moment nicht so ganz weiß, was sie ist - noch Kind, oder doch schon erwachsen? Wenn sich ihr Verhalten nicht verschlimmert, wird sich das hoffentlich bald wieder dem Guten zuwenden und die Krise ist überstanden. Sie sollten ihrer Tochter einen Brief schreiben, dann kann sie sich ja entscheiden, ob sie ihn lesen will oder nicht. Sie muss dann auch keine Angst vor Ärger (anschreien?) haben. Wenn sie auf gar nichts mehr reagiert, können Sie mit ihr eine Beratung aufsuchen. Natürlich wird hier die Schwierigkeit darin bestehen, dass sie das erst mal als Gehirnwäsche abstufen würde, das ist einfach typisch: man will sich erst nicht helfen lasen! Ich hoffe, Sie bekommen die beklemmende Situation in den Griff. Ich glaube daran! Die Pubertät ist einfach die schwierigste Zeit im Leben! ich wünsche Ihrer Familie viel Glück!
Viele Grüße, Nordstern

Liebe Nordstern
vielen Dank!

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