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Probleme mit Mutter. Schon ausziehen?

14. Mai 2007 um 21:30

Hallo.
Ich schreibe hier, weil ich in meinem Leben nicht mehr weiterkomme. Ich brauche einen Rat von Fremden, neutralen Personen.
Ich bin nun 18 Jahre. Gehe 11 Klasse Gymnasium. Habe auch noch vor Abitur zu schreiben, daher auch nicht schlecht in der Schule.

Leider kommt es mir so vor, als würde ich gegen eine Wand rennen und einfach nicht vorankommen, was die familiäre Situation anbetrifft.
Ich wohne noch bei meiner Mutter. Meine Eltern sind seit 11 Jahren geschieden und mein Vater wohnt im Ausland. Das heißt, ich habe keinen Kontakt zu ihm. Bei uns im Haushalt wohnt noch meine kleine Halbschwester (4 Jahre). Zur Zeit hat meine Mutter einen Freund, der nicht der Vater der Kleinen ist. Aber das ist ja auch nicht das Problem.

Sondern, dass ich mich von meiner Mutter total "abgestoßen" fühle. Sie macht mir immer deutlich, dass sie mich für eine Verrückte mit totalem Realitätsverlust hält. Das kommt daher, dass ich vor etwas länger als einem Jahr in Depressionen verfallen bin. Die Gründe dafür waren/sind:
-Druck von Oma/Mutter wegen der Schule,
-Vorwürfe von meiner Mutter, dass ich mich im Haushalt nicht betätige und dass ich nie da bin und dann immer ihr Lieblingsspruch: "Was fragst du mich? Unser Haushalt ist eine Republik. Hier macht doch eh jeder was er will!"
-Probleme mit Freundinen, die ich verloren hab und jetzt bis auf meinen Verlobten ganz alleine dastehe,
-Stress wegen meiner Schwester.

Nun dachte ich, endlich geht es mir besser (Depressionen). Meine Mutter wollte zu ihrem Freund umziehen, so dass ich hier bleiben würde.
Ich würde BaFög kriegen und meine "eigenes Leben" führen.
Aber, einmal mehr, hat sich meine Mutter dann doch umentschieden und möchte hier bleiben. Die Gründe will sie mir nicht sagen, ganz nach dem Motto "Du würdest es eh nicht verstehen"

Ich bin nun total verzweifelt. Ich kann meine Mutter nicht mehr anschauen. Ich habe ständig das Gefühl, dass sie mich verabscheut, weil ich so kompliziert bin. Dabei muss man beachten, dass ich mit 9 Jahren hierher gekommen bin mit meiner mutter, die deutsche Sprache lernen musste, von Schule zu Schule gezogen bin, weil wir den Wohnort gewechselt haben, mein Vater ein Alkoholiker war und mich umbringen wollte, dass meine Mutter selber Probleme mit ihrer Mutter hat und an mir alles indirekt auslässt... usw.
Wegen all dem habe ich mir schon fast das Leben genommen. Ich konnte es nicht ertragen nur von einem einzigen Menschen als Mensch angesehen zu werden. Und zwar von meinem Verlobten.

Ein anderes Großen Problem ist meine Schwester. Sie kann sich nicht kontollieren. Ich vermute, sie ist hyperaktiv. Aber das will meine Mutter nicht hören. Sie schiebt die Probleme immer weiter hinaus.
Mit ihr reden kann ich langsam auch nicht mehr, weil ich immer auf sie zugehen muss. Sie bleibt für mich verschlossen.

Ich würde so gerne ausziehen und mein eigenes Leben führen, in dem ich nicht ständig allen hinterherräumen muss (bin Perfektionistin, was Ordung und Sauberkeit angeht) und so weiter. Ich halte es hier einfach nicht mehr aus.

Was kann ich machen??? Ich will nicht wieder in Depressionen verfallen. Das ist ungerecht! Aber alleine schaffe ich das nicht.

Lg RatCat

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22. Juni 2007 um 12:48

Du schaffst das allein
Hy
Hatte ungefähr das selbe Problem mit meinen Eltern, sie haben sich auch scheiden lassen wo ich 9 war, mein Vater war/ ist auch Alkohliker, hab mit ihm auch nix mehr zutun. Und ich habe auch eine Halbschwester, mit der ich aber ganz gut klar komme, weil ich mich von Anfang an um sie kümmern mußte.
Meine Mum hatt mir auch mein ganzes Leben lang erzählt wie blöd und ungewollt ich doch bin, und sowieso zu nix zu gebrauchen bin. Obwohl ich mich mit 13 schon um meine Schwester kümmern mußte, den kompletten Haushalt machen mußte usw. Natürlich auch der Druck in der Schule, auch von meiner oma. mit 14 sind wir dann auch 300 km von zuhause weggezogen was das faß eigentlich zum überkochen gebracht hat, ich hab nix mehr in der Schule gemacht ( was ich heute bereue) , und auch so hab ich ihr immer mehr wieder sprochen, was ihr natürlich gar nicht gefiehl, und was, wo ich 16 war, endgültig der Höhepunkt war, da ich dann zu meinem freund gezogen bin, und wir uns dann eine gemeinsame Wohnung gesucht haben. Leider hatte ich mir auch den falschen Freund ausgesucht, aber das sieht man in solchen Situationen nicht, da man ja froh ist überhaupt jemanden zu haben. Jedenfals hat er mich auch weiter fertig gemacht, das sich mir dann mit 18 nix mehr als ein Kind gewünscht hatte, was ich die liebe geben kann was es brauch und ich nie bekommen habe, und was mich auch bedingungslos liebt. Ich bin sehr stolz auf meine Kleine und ich bereue nix, aber dadurch das ich ja damals nix mehr in der Schule gemacht hatte, hatte ich halt nur noch nen Hauptschulabschluß, was mich natürlich voll ankotzt, aber naja was soll ich sagen? Meinen Real werd ich noch tun, aber es is halt zeit was unnötig genutzt wird, wenn du weißt was ich mein.
Meine Schwester geht schon mit 8 Jahren zu nem Kinderphsycholgen weil sie panische Angst vor dem allein sein hat, und da geb ich meiner Mutter die größte Schuld daran. Weil sie bei mir auch schon so versagt hat. Aber wie könnte ich ihr auch helfen (also meiner Schwester?)
Jedenfalls hab ich auch psychischeprobleme bekommen, und hab da immer noch dran zu knabbern. Gerade weil meine Mutter sich immer noch einmischt in mein Leben, und ich ihr immer noch nix recht machen kann, aber wenigstens bin ich jetzt soweit das ich sie rausschmeisen könnte wenn ich es wollte. Von daher denk ich mal schon das du dir eine eigene Whg suchen solltest, weil es einfach das beste ist was du machen kannst. Leb DEIN Leben. Viel Glück!


Lg Boehsenichte

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22. Juli 2007 um 19:42

...
Mutter-Tochter Therapie.
Vielleicht ist da noch was rauszuholen, aber Deiner Mutter muss bewusst werden, dass es Dir nicht gut geht und anscheinend ihr auch nicht! Anknüpfen wo es noch Anknüpfungspunkte gibt, gibt euch nicht auf!

War schwierig für mich durchzulesen, da ich meine Geschichte in Punkten wiedererkenne (Woher kommst Du denn ? Ich bin auch als Kind aus einem anderen Land hierhergekommen)

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