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Probleme mit meinem Vater

13. Oktober 2014 um 20:30

Hallo ihr Lieben,
ich würde gerne eure Meinung zu meinem Problem hören und würde mich darüber hinaus auch sehr über Ratschläge freuen.

Ich bin 24 Jahre alt und studiere. Ich wohne immernoch mit meinen Eltern zusammen, weil ich mir eine eigene Wohnung erstens nicht leisten kann und zweitens ich eigentlich recht gerne Zuhause wohne.

Seitdem ich klein bin ist mein Vater Alkoholiker.
Er trinkt seit seiner Jugend und hat seitdem glaube ich niemals aufgehört. Irgendwie war er schon immer eine Art gespaltene Persönlichkeit, er konnte unglaublich lieb und freundlich sein und auf der anderen Seite ist er durch den Alkohol ein unausstehlicher Arsch geworden. Mein Vater ist seit ein paar Jahren Frührentner und hat in der Zeit bereits vormittags mit dem Trinken angefangen, folglich war er den ganzen Tag betrunken. Er hat mich und meine Mutter noch nie bedroht oder irgendwie körperlich angegangen, dennoch könnt ihr euch vorstellen, dass es unglaublich belastend und anstrengend ist, wenn man Tag für Tag einen betrunkenen Vater zuhause hat, der sich überhaupt nicht am Haushalt beteiligt sondern stattdessen immer nur die ganze Wohnung massiv verdreckt.

Mein Vater war verbal schon immer sehr grob zu mir.
Jeder weiß, dass kleine Kinder immer gerne erzählen, aber mein Vater wollte sich nie anhören was ich zu sagen habe. Wenn ich erzählt habe war er genervt und hat mir nur gesagt ich solle meine Klappe halten. .. Toll oder?
Auch heute ist er oftmals völlig grundlos schlecht auf mich zu sprechen und beleidigt mich. Er führt seit Jahren Selbstgespräche und beleidigt mich wenn er mit sich selbst spricht. Beispielsweise kommen dann so Begriffe wie ... oder Dreckschwein.

Er ist einfach so ein wütender und böser Mensch geworden, der sich über alles aufregt und derartig ungeduldig ist, dass er sogar eine Fernbedienung aggressiv durchs Zimmer wirft wenn sie mal einmal nicht funktioniert.

Meine Mutter sagt, ich solle diesen alten kranken Mann doch endlich in Ruhe lassen und es nicht zu ernst nehmen. Außerdem wäre er ja mein Vater und ich solle mich mal zusammenreißen.

Wenn er irgendein Problem mit mir hat, dann kommt er nicht zu mir und sagt es mir, sondern "petzt" aufs übelste bei meiner Mutter und beleidigt mich auch vor ihr.
Meine Mutter hat ihm mehrfach gesagt er solle aufhören mich zu beleidigen, aber denkt ja nicht dass er je damit aufgehört hat. Meine Mutter glaubt dass er irgendwie eifersüchtig auf mich ist, was ich mich auch vorstellen kann, weil meine Mutter mich mehr liebt als ihn. Meine Eltern führen keine gute Ehe mehr. Ihr müsst euch vorstellen, wir leben mehr so als Wohngemeinschaft zusammen.

Immer wenn er Hilfe braucht kommt er lieb und nett angekrochen und da ich natürlich nicht lange böse sein kann helfe ich ihm ständig bei allem. Letztendlich muss ich mir aber meist nur Stunden später wieder übelste Beleidigungen anhören, wegen irgendwelcher Dinge die ihn stören.

Heute ist sein Geburtstag und meine Eltern sind verreist .... ich habe meine Mutter geschrieben, sie solle ihm von mir gratulieren, weil ich keine Lust habe mit ihm zu reden.
Wir reden nämlich auch wenn er hier ist nie miteinander.. wir grüßen und auch nichtmal wenn wir nach hause kommen oder sonst was. Sie war stinksauer und hat mich angerufen, dass ich ja hätte anrufen sollen um ihm persönlich zu gratulieren, daraufhin hat sie den Hörer patzig zu ihm rübergereicht, sodass ich ihm zwangsweise gratulieren musste.

Ich glaube es wäre zu krass, wenn ich sage, dass ich ihn hasse, aber eigentlich ist es so. Ich habe keinen liebevollen verständnisvollen Vater, obwohl ich in meiner Kindheit in jedem Fall das Recht dazu gehabt hätte! Stattdessen hatte ich einen Alkoholiker Vater ... und habe ihn immernoch, der sogar besoffen zu meinem Abiball kam. Mittlerweile ist es mir egal geworden, weil ich meiner Mutter sehr nah stehe und einen liebevollen Partner und gute Freunde habe.

Findet ihr man muss seinem Vater unendlich viele Chancen geben? Darf man ihn hassen für das was er ist? Wäre es ok ihn einfach zu ignorieren und sein Leben weiter zu leben?

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17. Oktober 2014 um 18:14

...
Hallo mokusz,

erst einmal Danke für deine Antwort.
Leider beantwortet sie meine Frage überhaupt nicht.

Schade, dass du meinen Beitrag nicht richtig gelesen hast, sonst hättest du gesehen, dass ich studiere, ich stehe kurz vor meinem ersten juristischen Staatsexamen, ich führe eine wunderbare Beziehung und habe Freunde, die mich unterstützen.... Alleine bin und werde ich so schnell wohl nicht sein...

Davon abgesehen wohne ich gerne zuhause und bin nicht so unselbstständig wie du vllt denkst... Es soll auch Leute geben die noch zuhause wohnen und ganz "normal" sind ... In der Großstadt in der ich wohne kann ich mir sogar mit meinem Partner keine Wohnung leisten... Davon abgesehen dass hier Wohnungsmangel herrscht ... Mit Lethargie hat das leider absolut nichts zu tun.

Dennoch danke ich dir für deine Antwort!

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17. Oktober 2014 um 19:28

Hallo
Das hört sich stark nach einer Persönlichkeitsstörung an, ist dein Vater denn in Therapie?

Meine Mutter ist leider Levelalkoholigerin und legt genau das selbe Verhalten an den Tag, ich kann dich von daher verstehen.

Ich habe den Kontakt zu ihr seit der Geburt meines kindes abgebrochen, ich denke das war die beste Entscheidung.

Das was du als hass bezeichnest ist kein Hass sondern Wut, So ist es zumindest bei mir.

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19. Oktober 2014 um 10:38
In Antwort auf san_12316478

Hallo
Das hört sich stark nach einer Persönlichkeitsstörung an, ist dein Vater denn in Therapie?

Meine Mutter ist leider Levelalkoholigerin und legt genau das selbe Verhalten an den Tag, ich kann dich von daher verstehen.

Ich habe den Kontakt zu ihr seit der Geburt meines kindes abgebrochen, ich denke das war die beste Entscheidung.

Das was du als hass bezeichnest ist kein Hass sondern Wut, So ist es zumindest bei mir.

Danke für deine Antwort!
Hallo glow85,
Danke für deine Antwort!

Ja ich habe auch schon an sowas gedacht wie Persönlichkeitsstörungen. Manchmal hat er auch sehr klare und normale Phasen ... Aber dann hat er teilweise auch unglaublich oft noch heulkrämpfe und jammert die ganze Zeit.

Er versucht es momentan mit einem Medikament, dass er vom Hausarzt verschrieben bekommen hat, es soll die Ängste die er wohl hat hemmen.
Bisher habe ich keine große Veränderung festgestellt ... Er ist weiterhin unausstehlich ...

Eine Therapie will er leider nicht machen ..

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