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Probleme mit der Klassenlehrerin

6. Februar 2013 um 2:45

ich brauch wirklich Rat, wie ich auf die Klassenlehrerin meines Sohnes zugehen kann.
Die Situation ist folgende:
Mein Sohn hat seit Anfang des Schuljahres eine neue Klassenlehrerin, die ist sehr jung und es ist die erste Klasse die sie übernommen hat, sie hat letztes Jahr erst die Ausbildung beendet.
Am Anfang schien auch alles in Ordnung zu sein, doch mittlerweile hab ich das Gefühl, das sie meinen Sohn nicht mag und er das auch merkt.
Vor 2 Monaten hat sie sich das erste Mal beschwert, das mein Sohn ein schlechtes Sozialverhalten hätte, andere Kinder beschimpfen würde und sie anlügt. (was mich SEHR verwundert hat, denn solche Sachen habe ich von der alten KL NIE gehört, er ist zwar ein Lausbub, meinte sie, aber er hätte ein sehr gut Sozialverhalten, würde anderen immer helfen etc.)
Ich habe mit ihm darüber gesprochen und er hat mir versprochen, das er es nicht mehr macht.
Als er sein Matheheft nicht mit hatte, meinte sie zu ihm, dass er nur zu faul wäre die Aufgaben zu machen und sie das nicht tolerieren würde. Der Witz daran ist...mein Sohn macht absolut gerne Mathe, und er hat dieses Halbjahr in dem Fach nur Einser nach Hause gebracht, seine schlechteste Note insgesamt von allen Fächern war eine 2-...
Heute kam er wieder mit einen Brief nach Hause, in dem stand das er andere Kinder beschimpft, wieder schlechtes Sozialverhalten und das er ein Absperrband zerrissen hätte.
Ich habe daraufhin wieder mit ihm geredet und er erklärte mir das er "nur" den Lukas als ... beschimpft hat und das auch nur weil der gemein zu ihm war (die beiden waren bis letzte Woche noch "beste Freunde" aber der Junge und ein anderer haben ihm die Freundschaft gekündigt und drangsalieren meinen Sohn seitdem)...das ich das nicht gut finde, das er ihn beschimpft, das ist klar und das hab ich ihm auch gesagt. Das mit dem Absperrband gehört da auch dazu, denn sein ehemaliger Freund und der andere haben daran rumgezerrt, mein Kleiner wollte das verhindern und dann ist es kaputt gegangen. Die beiden haben natürlich gesagt, das es mein Sohn alleine war. Die neue KL glaubt mein Sohn diese Darstellung aber überhaupt nicht, ich habe echt das Gefühl das egal wie es ist mein Sohn IMMER die Schuld bekommt. Sie sagt das er sie dauernd anlügt...wenn ich meinen Sohn frage, sagt er das er nur lügt aus Angst Ärger zu bekommen (ich muss dazu sagen, das mein Sohn, das auch erst gesagt hat als ich ihn direkt darauf angesprochen habe, ob er Angst hat...seine Antwort war: Ja Mama und dann hat er geweint) und dann ist es regelrecht aus ihm herausgebrochen...sie würde ihn nicht drannehmen, wenn er sich meldet, er würde immer Ärger kriegen, wenn er schwätzt, sie hat ihn schon vor die Tür gestellt, etc. Der eine Junge hätte ihn auch schon bedroht (nach der Schule krieg ich dich...morgen bringe ich ein Messer mit in die Schule, dann stech ich dich ab), er hätte es ihr gesagt und sie hätte kurz mit dem Jungen geredet (der hat es abgestritten) und das wars.

Ich weiß echt nicht weiter, bei seiner alten KL gab es diese Probleme nicht und ich habe wirklich Angst, das er iwann die Schule hasst und das obwohl er von der reinen Leistung ein hervorragender Schüler ist. Mittlerweile überlege ich schon, ob er nicht in einer Parallelklasse besser aufgehoben wäre und wenn das nicht geht, das er die Schule wechselt.
Ich habe jetzt um ein Gespräch mit der Lehrerin gebeten, ich weiß halt nur nicht was ich sagen soll, ohne das sie sich so angegriffen fühlt, das es noch schlimmer wird für ihn.

Vielleicht weiß ja eine von Euch einen Rat

LG
Chaosbella

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13. Februar 2013 um 15:37

Problem mit Lehrern
Bleib ganz ruhig. Lehrer sind eine besondere Spezies Mensch, aber man kann trotzdem gut mit ihnen umgehen, wenn man weiss wie: schau hier: http://www.derfaulestreber.de/schulprobleme.html

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20. November 2013 um 19:31

Lob an die KL!
Ich würde mich bei der neuen KL bedanken, dass sie dich über das Fehlverhalten DEINES Kindes regelmäßig informiert. Ich frage mich immer wieder was einige Eltern glauben... Meinst du wirklich, die Frau gibt sich den Stress freiwillig und hat bei 20 Kindern nichts Besseres zu tun als sich um DEIN Kind zu kümmern? Das ist ein Luxus an Zeit das dir und deinem Sprössling entgegengebracht wird. Ungerecht ist das höchstens anderen Kindern gegenüber. Und: In der Schule ist kein Kind freiwillig und keines kann sich die Mitschüler aussuchen. Klar verhält es sich dort anders obwohl es ja sonst immer ganz artig ist.. Ich rede da mit meiner Tochter gar nicht lange rum 1. Sie hat Mist gebaut und wird bestraft. Richtig so! 2. Sie ist zu klein um das zu unterscheiden. Da brauche ich keine Diskussion mit meinem Kind sondern klare Regeln! 3. Fühlt sich JEDES Kind ungerecht behandelt, das Ärger bekommt.
Die KL tut dir und deinem Kind was Gutes! Ich bin dankbar um jede Lehrkraft die den Kindern noch Werte mitgibt. Oder glaubst du wirklich, dass sie scharf drauf ist über ihre Maßnahmen ständig rum zu diskutieren??? Im wahren Leben wird es das Kind später einmal danken. Und du auch!

LG

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24. November 2013 um 23:54

Unbewusster Hilferuf
Meine junge Kollegin verhält nach deinem Bericht sich wie ein kleines Kind, das drangsaliert wird, sich nicht zu helfen weiß und ihre eigenen Probleme dann in andere projiziert.
Wie würde sie sich fühlen, wenn ich zu ihrem Chef sage, dass sie lügt - selbst wenn sie das getan hätte???
Gerade wenn sie neu anfangen, wollen es viele LehrerInnen besonders gut machen. Besonders gut so wie sie es von Papiervorgaben in der Ausbildung gelernt haben und wie man sie es auch zu machen gedrängt hat. Dieser anfängliche Drang zum Perfektionismus verliert sich zwar meist später, aber er zeigt doch auch die großen Nöte, in die man auf der Spur geraten kann, auf die man in der Ausbildung geschoben wird.
Wenn meine erwachsene Kollegin Kinder unter DRUCK setzt, würde ich das als Notschrei sehen, wie sehr sie selber unter DRUCK steht. DRUCK ist das mit Abstand Dümmste, was man als Pädagoge machen kann.
Guten Erfolg hast du als Lehrer erst, wenn Du SOG-Wirkung hast, und SOG ist das Gegenteil von Druck.
In der neuen Ich-kann-Schule könnte meine Kollegin viele Ich-kann-Geschichten nachlesen, wie es für LehrerInnen und SchülerInnen gut werden kann.
Ich möchte Dir meinen Respekt bekunden dafür, dass Du Deinem Kind und seinen Talenten und deren guter Entwicklung treu bleibst. Wir Lehrer könnten und sollten oft viel von Müttern lernen.
Du kannst meiner Kollegin gerne sagen, wie ich es sehe, und wenn sie das möchte, würde ich ihr auch gerne helfen, so dass es für alle Beteiligten gut werden kann.
Talente hättet Ihr nämlich alle dafür.
Ich grüße freundlich.
Franz Josef Neffe

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27. November 2013 um 22:23
In Antwort auf tivoli_12935372

Lob an die KL!
Ich würde mich bei der neuen KL bedanken, dass sie dich über das Fehlverhalten DEINES Kindes regelmäßig informiert. Ich frage mich immer wieder was einige Eltern glauben... Meinst du wirklich, die Frau gibt sich den Stress freiwillig und hat bei 20 Kindern nichts Besseres zu tun als sich um DEIN Kind zu kümmern? Das ist ein Luxus an Zeit das dir und deinem Sprössling entgegengebracht wird. Ungerecht ist das höchstens anderen Kindern gegenüber. Und: In der Schule ist kein Kind freiwillig und keines kann sich die Mitschüler aussuchen. Klar verhält es sich dort anders obwohl es ja sonst immer ganz artig ist.. Ich rede da mit meiner Tochter gar nicht lange rum 1. Sie hat Mist gebaut und wird bestraft. Richtig so! 2. Sie ist zu klein um das zu unterscheiden. Da brauche ich keine Diskussion mit meinem Kind sondern klare Regeln! 3. Fühlt sich JEDES Kind ungerecht behandelt, das Ärger bekommt.
Die KL tut dir und deinem Kind was Gutes! Ich bin dankbar um jede Lehrkraft die den Kindern noch Werte mitgibt. Oder glaubst du wirklich, dass sie scharf drauf ist über ihre Maßnahmen ständig rum zu diskutieren??? Im wahren Leben wird es das Kind später einmal danken. Und du auch!

LG

Moment mal...
1. ich habe hier niemals dargestellt, daß mein Kind ein Engel sondergleichen ist. Er ist ein Lausbub und das weiß ich auch. Es ging darum das immer NUR er der Schuldige sein soll, bzw. sie ihm das Gefühl dazu gibt.
2. wenn mein Sohn wirklich Mist baut, dann muß er auch mit Konsequenzen rechnen, daß steht vollkommen außer Frage. Allerdings ist sie (und mit der Meinung stehe ich bei den Eltern nicht alleine da) eine Frau, die sehr extrem Lieblingskinder hat und diese auch bevorzugt behandelt. Mittlerweile hat da sogar die Schulleitung einen entsprechenden Kommentar zu abgegeben. Und das weil sich schon 6 Elternpaare beschwert haben, auffällig ist dabei, daß es sich immer um Jungen handelt. Und natürlich stelle ich mich schützend vor mein Kind, wenn es wirklich so ungerecht abläuft, wie bei dieser Lehrkraft.
3. mein Sohn hat klare Regeln und auch eine konsequente Erziehung, er ist kein verhätscheltes Jüngelchen, daß immer alles darf, damit er sich "frei" entwickeln kann...genau darüber hatte ich erst vor 2 Monaten eine Diskussion hier im Forum.

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27. November 2013 um 22:38
In Antwort auf jed_12046580

Unbewusster Hilferuf
Meine junge Kollegin verhält nach deinem Bericht sich wie ein kleines Kind, das drangsaliert wird, sich nicht zu helfen weiß und ihre eigenen Probleme dann in andere projiziert.
Wie würde sie sich fühlen, wenn ich zu ihrem Chef sage, dass sie lügt - selbst wenn sie das getan hätte???
Gerade wenn sie neu anfangen, wollen es viele LehrerInnen besonders gut machen. Besonders gut so wie sie es von Papiervorgaben in der Ausbildung gelernt haben und wie man sie es auch zu machen gedrängt hat. Dieser anfängliche Drang zum Perfektionismus verliert sich zwar meist später, aber er zeigt doch auch die großen Nöte, in die man auf der Spur geraten kann, auf die man in der Ausbildung geschoben wird.
Wenn meine erwachsene Kollegin Kinder unter DRUCK setzt, würde ich das als Notschrei sehen, wie sehr sie selber unter DRUCK steht. DRUCK ist das mit Abstand Dümmste, was man als Pädagoge machen kann.
Guten Erfolg hast du als Lehrer erst, wenn Du SOG-Wirkung hast, und SOG ist das Gegenteil von Druck.
In der neuen Ich-kann-Schule könnte meine Kollegin viele Ich-kann-Geschichten nachlesen, wie es für LehrerInnen und SchülerInnen gut werden kann.
Ich möchte Dir meinen Respekt bekunden dafür, dass Du Deinem Kind und seinen Talenten und deren guter Entwicklung treu bleibst. Wir Lehrer könnten und sollten oft viel von Müttern lernen.
Du kannst meiner Kollegin gerne sagen, wie ich es sehe, und wenn sie das möchte, würde ich ihr auch gerne helfen, so dass es für alle Beteiligten gut werden kann.
Talente hättet Ihr nämlich alle dafür.
Ich grüße freundlich.
Franz Josef Neffe

Danke für die netten Worte
mittlerweile läuft es besser. Allerdings erst nachdem sich noch weitere Eltern beschwert hatten...alles Eltern von Jungen. Wir haben sogar einen Schulpsychologen eingeschaltet.
Wir (als Eltern) haben ihr dann in dem Gespräch mitgeteilt, daß wir keinen Druck auf sie machen wollen, daß wir an sich sehen, daß sie die Kompetenz besitzt eine gute Lehrerin zu sein und daß wir auch nicht gegen sie arbeiten wollen, aber daß wir auch wollen, daß die Kinder in der Schule sich wohlfühlen.
Naja rausgekommen ist dabei, daß sie sich selbst extrem unter Druck setzt und sich in Konkurrenz mit der alten KL sieht, was vollkommen unnötig ist. Und das sie wirklich ihre Probleme auf die Jungs projiziert hat...ihr Lebensgefährte hatte sich von ihr getrennt, nachdem sie im 5.Monat ihr Baby verloren hat. Von der menschlichen Seite wirklich verständlich, meiner Meinung nach, professionell eine andere Kiste.
Das Buch hab ich mir übrigens letzte Woche bestellt und will es in den Weihnachtsferien lesen...schöner Zufall

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