Forum / Meine Familie

Probleme mit dem "Stiefkind"

7. Dezember 2020 um 9:18 Letzte Antwort: 15:18

Hallo zusammen,

Ich habe ein Problem bei dem mir vielelicht die ein oder andere von euch helfen kann..

Ich habe einen Partner der eine 4jährige Tochter hat die bei ihm bzw. seit einigen Monaten bei uns lebt. Zudem hat er die zwei kinder die seine ex hatte als er sie kennenlernte quasi als seine angenommen da deren väter beide im Gefängnis sitzen.

Die beiden älteren kommen jedes zweite wochenende von freitag bis sonntag zu uns, ich habe alles versucht um gut mit ihnen klarzukommen aber wirklich gerne habe ich sie nicht um mich weil sie alles andere als erzogen sind und sie eine unglaubliche unruhe und stress reinbringen. Aber damit kann ich mich arrangieren ist ja nur alle zwei wochen..

Mein eigentliches problem hängt mit der 4 jährigen zusammen.. ich habe sie wirklich sehr lieb und mein partner erzählt mir auch immer wieder was für süsse sachen sie sagt wen ich nicht da bin z.b das sie es schade findet das ich wegen der arbeit nicht mit ihnen einen film schauen kann oder ähnliches auch sagt sie oft das sie mich lieb hat.. ebenso haben wir auch viel Spaß und sind uns nah wenn wir unsere "mädels-zeit" haben was oft vorkommt denn ihre Mutter sieht sie nur unregelmäßig da die sich nicht wirklich für die kleine interessiert.
Doch obwohl eigentlich alles gut sein könnte ist es das leider nicht. 

Immer wieder kam es zu unerklärlicher Abwehrhaltung mir gegenüber wenn sie bei ihrer Mutter war (diese haben wir darauf angesprochen aber sie kann es sich angeblich nicht erklären weil sie nichts negatives über mich sagt ob das stimmt sei mal dahingestellt)

Mittlerweile ist es fast täglich so das ich garnicht mehr an sie rankomme.. dinge wie das fertigmachen für den kindergarten oder das baden,was beides nie ein problem war, funktioniert kaum noch sie gibt dann Sachen von sich wie "ich muss nicht machen was du sagst" oder " lass mich papa soll das machen" ," ich habe nur meine Mama lieb" " du bist nur mein Bediener" usw. 

ich weiß nicht was ich noch tun soll wenn ich mit meinem Partner darüber spreche sagt er immer nur es sei doch alles gut und die kleine würde mich lieben, dass ist zwar nett gemeint von ihm hilft mir aber leider nicht..

Mittlerweile bin ich soweit das ich ernsthaft überlege mich von der kleinen zurückzuziehen nicht um ihr was böses zu wollen sondern einfach weil ich nicht mehr kann, ich komme emotional damit nicht mehr zurecht. Jedesmal wenn sie mich "wegstößt" habe ich einen klumpen im hals und könnte weinen.

Ich will meinen partner und die kleine nicht verlieren aber so kann es nicht weitergehen sonst gehe ich kaputt daran.

Vielleicht hat eine von euch ja ähnliches erlebt oder kann mir irendeinen rat geben ich bin für alles dankbar.

 

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9. Dezember 2020 um 10:04

Es ist unwahrscheinlich, dass da nicht die Mutter dahinter steckt. Ich würde da durchaus mal mit der Kleinen reden, Du oder Dein Partner oder ihr beide zusammen. Sie ist 4 Jahre alt, da kann sie verstehen, dass bestimmte Verhaltensweisen sehr verletzend sind. Und Du kannst sie direkt in der Situation auch fragen, warum sie so etwas sagt. Oder sie richtig stellen, dass Du eben nicht ihr 'Bediener' bist und Du auch aufhören kannst, Dich um sie zu sorgen und zu kümmern, aber dass Du es bisher sehr gerne gemacht hast, weil Du sie sehr lieb hast. Deinen Partner musst Du da aber ins Boot holen, Du musst ihm klarmachen, wie weh Dir das tut und wie sehr Dich das verletzt und dass er es nicht einfach ignorieren kann. Oder - wein' doch wirklich mal, wenn sie so etwas fieses zu Dir sagt. Du bist auch ein Mensch, Du hast auch Grenzen, klar bist Du ein Erwachsener, aber das heißt nicht, dass Du Deine Gefühle immer verstecken oder zurückstellen musst. Kinder müssen lernen, dass sie sich nicht wie die Axt im Walde verhalten können. Ich hoffe sehr, dass Ihr das hinkriegt, denn das, was Du leistest, das kann nicht jede Frau und nicht jeder Mann!

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9. Dezember 2020 um 14:47

Zum Teil liest es sich nach Trotzphase. Es ist leider normal dass Kinder Grenzen austesten, rebellieren und sich querstellen. Das wird dann auch wieder besser. Du solltest nicht alles auf die Goldwaage legen, was sie alles sagt
Dein Partner sollte Dich aber unterstützen und es nicht verharmlosen. Wenn es zu schlimm ist kannst Du ruhig mal authentisch sein, das schadet Kinder nicht, wenn sie auch mal erleben, dass sie eine Grenze überschritten haben

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11. Dezember 2020 um 14:58

Vielleicht ein Loyalitätskonflikt der kleinen? Wenn's nicht besser wird das gemeinsame Gespräch mit der Mutter suchen...

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14. Dezember 2020 um 14:19

Hast du den irgendeinen Sorgerechtsanteil ?

Das Ding ist-du bist wirklich nicht ihre Mutter. Und die Kleine zeigt dir das jetzt auch. Natürlich wird die Mutter darauf Einfluss nehmen, welche Mutter würde das nicht? Sie erträgt, das sie ihr Kind an eine andere Frau verliert.

Falls du nicht irgendeinen Sorgerechtsanteil hast, ist es auch gar nicht deine Aufgabe, die Rolle der Mutter zu ersetzen, nicht mal so zu tun als ob, auch nicht um der Kleinen zu helfen. Du kannst das aus freien Stücken machen, dir muss aber IMMER bewusst sein, das es nicht dein Auftrag ist. Die Kleine hat eine Mutter! Du musst damit rechnen, das dir die Aussenwelt auch immer zeigen wird, das du nicht ihre Mutter bist.
Immer wenn eine ausstehende Person versucht die Mutterolle zu ersetzen, programmieren sich diese Probleme vor.Auch innerhalb der Partnerschaft !

Es sollte also nicht dein Thema sein-es sei denn es ist ausdrücklich von der Mutter erwünscht! Dieses ausdrücklichen Wunsch würde ich vor der zuständigen Behörde beglaubigen lassen. Ansonsten kann sie heute "Ja" sagen und morgen "nein".

Solange du nicht selbst irgendeinen Sorgerechtsanteil hast, sondern nur dein Partner, dann hast du da auch keine Aktie dran!
Du kannst der Kleinen eine Freundin sein, aber keine "Stief"Mutter. ( es sei denn er wäre dein Ehemann).

 

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Hallo zusammen,

Ich habe ein Problem bei dem mir vielelicht die ein oder andere von euch helfen kann..

Ich habe einen Partner der eine 4jährige Tochter hat die bei ihm bzw. seit einigen Monaten bei uns lebt. Zudem hat er die zwei kinder die seine ex hatte als er sie kennenlernte quasi als seine angenommen da deren väter beide im Gefängnis sitzen.

Die beiden älteren kommen jedes zweite wochenende von freitag bis sonntag zu uns, ich habe alles versucht um gut mit ihnen klarzukommen aber wirklich gerne habe ich sie nicht um mich weil sie alles andere als erzogen sind und sie eine unglaubliche unruhe und stress reinbringen. Aber damit kann ich mich arrangieren ist ja nur alle zwei wochen..

Mein eigentliches problem hängt mit der 4 jährigen zusammen.. ich habe sie wirklich sehr lieb und mein partner erzählt mir auch immer wieder was für süsse sachen sie sagt wen ich nicht da bin z.b das sie es schade findet das ich wegen der arbeit nicht mit ihnen einen film schauen kann oder ähnliches auch sagt sie oft das sie mich lieb hat.. ebenso haben wir auch viel Spaß und sind uns nah wenn wir unsere "mädels-zeit" haben was oft vorkommt denn ihre Mutter sieht sie nur unregelmäßig da die sich nicht wirklich für die kleine interessiert.
Doch obwohl eigentlich alles gut sein könnte ist es das leider nicht. 

Immer wieder kam es zu unerklärlicher Abwehrhaltung mir gegenüber wenn sie bei ihrer Mutter war (diese haben wir darauf angesprochen aber sie kann es sich angeblich nicht erklären weil sie nichts negatives über mich sagt ob das stimmt sei mal dahingestellt)

Mittlerweile ist es fast täglich so das ich garnicht mehr an sie rankomme.. dinge wie das fertigmachen für den kindergarten oder das baden,was beides nie ein problem war, funktioniert kaum noch sie gibt dann Sachen von sich wie "ich muss nicht machen was du sagst" oder " lass mich papa soll das machen" ," ich habe nur meine Mama lieb" " du bist nur mein Bediener" usw. 

ich weiß nicht was ich noch tun soll wenn ich mit meinem Partner darüber spreche sagt er immer nur es sei doch alles gut und die kleine würde mich lieben, dass ist zwar nett gemeint von ihm hilft mir aber leider nicht..

Mittlerweile bin ich soweit das ich ernsthaft überlege mich von der kleinen zurückzuziehen nicht um ihr was böses zu wollen sondern einfach weil ich nicht mehr kann, ich komme emotional damit nicht mehr zurecht. Jedesmal wenn sie mich "wegstößt" habe ich einen klumpen im hals und könnte weinen.

Ich will meinen partner und die kleine nicht verlieren aber so kann es nicht weitergehen sonst gehe ich kaputt daran.

Vielleicht hat eine von euch ja ähnliches erlebt oder kann mir irendeinen rat geben ich bin für alles dankbar.

 

Hallo Amelle30!

Ich kenne solche Situtationen zu genüge. Nicht direkt nur auf mich bezogen sondern auch auf meinen Freund. Er hat mit seiner Ex-Frau 2 Kinder im alter von 8 und 10 Jahren die alle 2 Wochenenden bei uns verbringen. Man merkt den beiden leider immer sofort an wenn die Mutter mal wieder versucht hat uns schlecht zu reden bzw. versucht hat den Kindern etwas einzureden und bei Satz "Du bist nur mein Bediener" kann ich mir nur schwer vorstellen, dass das die Worte eines kleinen Kindes sind. Ich wage sogar zu bezweifeln, dass es normal ist, dass ein 4 jähriges Kind das Wort "Bediener" in seinem Wortschatz hat, kann mich aber auch täuschen.

Da wir den Kids sofort anmerken, wenn etwas nicht stimmt hilft es uns, wenn wir uns mit den Kids eine ruhige Minute suchen und dann darüber reden, was passiert ist. Sie hadern zwar damit ehrlich zu uns zu sein aber uns ist es wichtig den Kids deutlich zu machen, dass sie keine Schuld an dem trift, was zu Hause bei Mama erzählt wird. Und dass wir auch nicht böse auf sie sein werden. Denn die Kids können wirklich am wenigsten etwas für die Hinterlistigkeit der Mutter. Sie sollen aber dennoch wissen, dass es einige Sachen gibt die verletzend und nicht in Ordnung sind (ob sie was dafür können oder nicht).

Wir haben auf diesem Wege schon so einige Probleme lösen können und die Kids wissen mittlerweile, dass sie uns immer vertrauen können. Ein gutes Beispiel: Die Mutter besteht darauf dass die Kids zu Ihrem neuen Mann Papa sagen müssen obwohl sie es nicht wollen. Uns ist das mal durch Zufall zu Ohren gekommen als wir alle zusammen bei einem Fußballturnier vom Großen waren und er ausversehen ohne nachzudenken seinen Stiefpapa nicht bei Namen sondern mit Papa angesprochen hat. Das war für meinen Freund natürlich ein Stich ins Herz. Als die beiden das nächste mal bei uns waren haben wir sie darauf angesprochen und dann kam eben diese tatsache ans Licht dass sie es müssen, weil sie sonst ärger bekommen. 

Mich haben sie einige Wochen später nach diesem Vorfall und nachdem ich schon 2 Jahre mit meinem Freund zusammen war von alleine mal gefragt wie ich denn gennant werden möchte. Ob sie mich Mama nennen sollen oder weiterhin meinen Spitznamen nutzen sollen. Ich war in dem Moment zu tränen gerührt, habe aber die Fassung bewahrt und wie folgt geantwortet: Wenn ihr mich Mama nennen möchtet, dann könnt ihr das gerne machen und würde mich auch riesig freuen. Aber ihr müsst es nicht, denn ich bin es nicht. Ich würde mir nie das Recht rausnehmen und darauf bestehen Mama genannt zu werden. Das ist eure Entscheidung.

Sie haben sich dazu entschieden mich weiter bei meinem Spitznamen zu nennen und das ist auch okay für mich.

Ich würde dir einfach raten mit viel Geduld auf die kleine zuzugehen und vielleicht etwas spielerisch vorsichtig nachzufragen, wie sie denn auf sowas kommt. Es gibt Mütter (so wie die unserer Kids) die spielen ein hinterlistiges Spiel um einen dicken fetten Keil in die Beziehung zu treiben. Um jeden Preis und dabei ist es egal wie sich die Kinder fühlen.

Zeige ihr dass du trotzdem für sie da bist, auch wenn es in dem Moment sehr verletzend für dich war. Sie ist ein kleines Kind und sehr beeinflussbar.

Liebe Grüße und bleib stark!

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