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Plötzlich Stiefmama

3. Juni 2009 um 19:50 Letzte Antwort: 3. Juni 2009 um 20:48

Hallo Ihr Lieben,

ich bin nun seit 8 Monaten mit meinem Freund zusammen...

Nachdem ich eine Scheidung hinter mir habe und danach eine andere Geschichte, die mich fast zerstört hat, hatte ich den Glauben an die Liebe verloren...

Bis ich letztes Jahr im September meinen jetzigen Freund kennenlernte...
Ich liebe ihn inzwischen über alles und kann mir ein Leben ohne ihn nicht mehr vorstellen...

Zu ihm gehört eine kleine Tochter.

Er war von Anfang an ehrlich zu mir, hat kein Geheimnis um sie gemacht und ich wusste also schon vor unserem ersten Date, dass aus seiner Vergangenheit ein kleiner Wurm hervorgegangen ist...

Was ich erst nicht sortiert bekam, war das Alter.

Als ich ihn kennenlernte, war die Kleine grade 6 Monate.
Er hat mir dann seine Geschichte erzählt und wie das alles so kam, aber das ist ein anderes Thema.

Inzwischen ist die Maus fast 15 Monate.
Wir haben sie fast jedes Wochenende, in der Regel Donnerstags Abends bis Sonntags Abends. Klar, wenn irgendwas ist, variiert das schonmal...

Wir leben noch nicht zusammen, aber sehen uns so sehr oft.

Mit der Kurzen könnte es nicht besser laufen - und ich denke, ihr Alter ist auch irgendwo ein Vorteil für uns...

Sie ist nie aus etwas vertrautem herausgerissen worden, sondern wächst von klein auf mit 2 "Elternpaaren" auf, also auch mit mir - seit ihrem 6. Monat auf diesem Planeten...
Und ich muss zugeben, ich liebe die Kleine inzwischen sehr...

In den letzten Wochen sind allerdings zwei Situationen gewesen, die mir immer wieder zeigen (oder besser gesagt das Gefühl geben), dass ich - als nicht leibliche Mutter - NICHT wirklich dazu gehöre...

Ich fühle mich oft als Außenseiter und überflüssig.

Solange der normale Alltag ist, ist alles okay. Aber wenn etwas zu regeln ist bzw. die Kleine krank, bin ich automatisch "abgeschoben".

Natürlich kümmern sich die Eltern dann in erster Linie um ihr Kind, das ist ja klar...

Aber ich komme grade mit dem Gefühl nicht klar, immer nur in der zweiten Reihe zu stehen...
Und dann wird die Verbindung zwischen meinem Freund und seiner Ex immer wieder so gegenwärtig.

Ich müsste jetzt wahrscheinlich ganz genau schildern, was die letzten Tage gewesen ist und wie manche Dingen abliefen, aber das würde jetzt den Rahmen sprengen...

Mein Freund tut jedenfalls alles dafür, mir klarzumachen, dass mittlerweile WIR 3 eine Familie sind...

Ich allerdings sehe das noch nicht so, ich sehe immer nur die Verbindungen zwischen ihm und seiner Noch-Frau, obwohl ich weiß, dass er mich sehr liebt...

Wir sind auch dabei, uns nach einer gemeinsamen Wohnung umzuschauen und reden auch oft über unseren gemeinsamen Kinderwunsch...

Ich war mir noch nie so sicher wie bei ihm...


Naja, jetzt hab ich viel geschrieben und schaff es doch nicht wirklich, auf den Punkt zu kommen, da das alles getippt jetzt viel zu umfangreich wäre...


Meine Fragen lauten daher einfach mal:

- Wie kommt ihr damit klar bzw. geht ihr damit um, dass der Ex-Partner von Eurem Partner aufgrund der Kinder FÜR IMMER gegenwärtig sein wird??

- wie geht ihr mit Eifersucht um oder der Angst, dass die Familie, die eigentlich kaputt ist, vielleicht doch irgendwann - seis aufgrund der Kinder oder sonstwas - irgendwann wieder zusammenkommt??

- Wie fühlt ihr für Eure "Stiefkinder"?
(Stiefkind und Stiefmutter sind so blöde Wörter... ;o( )


Ich wäre einfach nur froh, wenn ich mich mal mit Jemandem austauschen könnte, der in einer ähnlichen Situation ist...

Ich hab zwar die ein oder andere Freundin, mit der ich wirklich über alles reden kann und dies auch meist tue, aber dennoch fühl ich mich mit diesem Thema hier ziemlich allein - eben weil ich niemanden habe, der ähnliches erlebt und dies daher vielleicht auch besser nachfühlen oder mit evtl. Tips geben kann...

Danke schonmal für Eure Antworten....

LG Kiki



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3. Juni 2009 um 20:25

Kenn ich alles ganz gut
Hört sich ja an wie bei mir. Ich hatte auch nach meiner Scheidung eine schlimme Geschichte hinter mir und bin jetzt mit meinem Mann zusammen, der einen 4jährigen Sohn hat.
Ich hab alle meine Gedanken zu dem Thema in meinem Thread niedergeschrieben:

http://www.gofeminin.de/world/communaute/forum/forumreply1__forum=f157&r=1398 &w=1.html

Da sind viele Antworten auf Deine Fragen.

Und die schlimme Geschichte die ich nach meiner Scheidung hatte, war deshalb so schlimm, weil dieser Trottel dann auch noch zu der Ex, mit der er eine 11jährige Tochter hatte zurück ging, weil seine Mutter ihn dazu drängte. Das ging natürlich sofort in die Hose und er konnte mich auch nicht wieder zurück gewinnen.

Mein Mann und seine Ex hingegen sind so verkracht, dass es nie eine Wiederbelebung des ganzen geben könnte.

Bei Deiner Story ist mir aufgefallen dass er das Kind ganz schön lange hat, obwohl es noch so klein ist. Muss er nicht die ganze Woche arbeiten? Wie macht er es am Freitag mit dem Baby.
Schön dass Du so gut damit klar kommst. Mir wäre es einfach zuviel. Ich halte nichts davon wenn Kinder sozusagen keinen festen Wohnsitz haben und in zwei Haushalten mit verschiedenen Menschen leben.
Ich halte mich an diesen Satz: Wenn die Kinder klein sind, gib ihnen Wurzeln, wenn sie groß sind, gib ihnen Flügel. Kinder brauchen feste Strukturen und ein Heim. Daher finde ich das ganze nicht gut.
Ich habe selbst ein 9 Monate altes Baby und könnte mir niemals vorstellen, dass ich mein Kind nur an 3-4 Tagen die Woche habe und dann ist es woanders. Das geht gar nicht.

Ich an Eurer Stelle würde mich dafür einsetzen dann das Kind lieber ganz zu Euch zu holen. Dann kannst Du auch richtig ihre Mama sein. Sonst ist das nichts halbes und nichts ganzes und das führt auch zu Deinem Unmut. Du weiß ja selbst nicht woran Du bist. Und genauso wenig wird es das Kind mal wissen. Denn Du bist so lange Zeit der Woche Mutter für sie und wenn es Probleme gibt, ist auf einmal eine andere zuständig, nur weil sie angeblich die Mutter ist. Da fangen ja schon die Probleme an. Das geht nicht. Da muss eine klare Lösung gefunden werden, meiner Ansicht nach.
Damit tut ihr auch dem Kind keinen gefallen und auch Dir nicht.

Sorry für meine ehrlichen und vielleicht harten Worte. Aber das ist mir halt gleich so aufgefallen. Es wird ja immer soviel davon gesprochen dass sich Vater und Mutter die Erziehungsarbeit teilen sollten etc. Aber mal ehrlich. Ich finde es schon hart wenn eine Mutter ein so kleines Baby weggibt, auch wenn es an den Vater ist.

Du hast oft geschrieben dass es zu umfangreich wäre wenn Du alles detailliert schilderst. Wenn Du Lust drauf hast, dann schreib einfach alles nieder was Dich beschäftigt hat oder wie alles im einzelnen ablief was Dich aktuell bedrückt hat. Ich würd es gerne lesen, da ich mich in vielem ja auch wiederfinde. Aber wenn es Dir zuviel ist kann ich es auch verstehen

LG

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3. Juni 2009 um 20:38
In Antwort auf an0N_1296141299z

Kenn ich alles ganz gut
Hört sich ja an wie bei mir. Ich hatte auch nach meiner Scheidung eine schlimme Geschichte hinter mir und bin jetzt mit meinem Mann zusammen, der einen 4jährigen Sohn hat.
Ich hab alle meine Gedanken zu dem Thema in meinem Thread niedergeschrieben:

http://www.gofeminin.de/world/communaute/forum/forumreply1__forum=f157&r=1398 &w=1.html

Da sind viele Antworten auf Deine Fragen.

Und die schlimme Geschichte die ich nach meiner Scheidung hatte, war deshalb so schlimm, weil dieser Trottel dann auch noch zu der Ex, mit der er eine 11jährige Tochter hatte zurück ging, weil seine Mutter ihn dazu drängte. Das ging natürlich sofort in die Hose und er konnte mich auch nicht wieder zurück gewinnen.

Mein Mann und seine Ex hingegen sind so verkracht, dass es nie eine Wiederbelebung des ganzen geben könnte.

Bei Deiner Story ist mir aufgefallen dass er das Kind ganz schön lange hat, obwohl es noch so klein ist. Muss er nicht die ganze Woche arbeiten? Wie macht er es am Freitag mit dem Baby.
Schön dass Du so gut damit klar kommst. Mir wäre es einfach zuviel. Ich halte nichts davon wenn Kinder sozusagen keinen festen Wohnsitz haben und in zwei Haushalten mit verschiedenen Menschen leben.
Ich halte mich an diesen Satz: Wenn die Kinder klein sind, gib ihnen Wurzeln, wenn sie groß sind, gib ihnen Flügel. Kinder brauchen feste Strukturen und ein Heim. Daher finde ich das ganze nicht gut.
Ich habe selbst ein 9 Monate altes Baby und könnte mir niemals vorstellen, dass ich mein Kind nur an 3-4 Tagen die Woche habe und dann ist es woanders. Das geht gar nicht.

Ich an Eurer Stelle würde mich dafür einsetzen dann das Kind lieber ganz zu Euch zu holen. Dann kannst Du auch richtig ihre Mama sein. Sonst ist das nichts halbes und nichts ganzes und das führt auch zu Deinem Unmut. Du weiß ja selbst nicht woran Du bist. Und genauso wenig wird es das Kind mal wissen. Denn Du bist so lange Zeit der Woche Mutter für sie und wenn es Probleme gibt, ist auf einmal eine andere zuständig, nur weil sie angeblich die Mutter ist. Da fangen ja schon die Probleme an. Das geht nicht. Da muss eine klare Lösung gefunden werden, meiner Ansicht nach.
Damit tut ihr auch dem Kind keinen gefallen und auch Dir nicht.

Sorry für meine ehrlichen und vielleicht harten Worte. Aber das ist mir halt gleich so aufgefallen. Es wird ja immer soviel davon gesprochen dass sich Vater und Mutter die Erziehungsarbeit teilen sollten etc. Aber mal ehrlich. Ich finde es schon hart wenn eine Mutter ein so kleines Baby weggibt, auch wenn es an den Vater ist.

Du hast oft geschrieben dass es zu umfangreich wäre wenn Du alles detailliert schilderst. Wenn Du Lust drauf hast, dann schreib einfach alles nieder was Dich beschäftigt hat oder wie alles im einzelnen ablief was Dich aktuell bedrückt hat. Ich würd es gerne lesen, da ich mich in vielem ja auch wiederfinde. Aber wenn es Dir zuviel ist kann ich es auch verstehen

LG

Hi Du,
ich dank Dir erstmal für Deine Antwort...

Auf Deine Fragen kann ich Dir vieles sagen, aber manches von dem, was Du wissen möchtest, versteh ich selbst nicht so ganz...

Aber das ist eine Regelung, die eben die Eltern der Kleinen getroffen haben mit der Zeit, wann sie wo ist...
Ich selbst hab da auch das ein oder andere Fragezeichen...

Weißt Du was, ich habe mir überlegt, dass ich wieder anfangen werde zu bloggen - also dieses Online - Tagebuch hier führen...

Das hat mir damals, in meiner alten Sch... - Geschichte SEHR SEHR gut getan...
Alles niederzuschreiben tat gut und dann auch mal der ein oder andere Kommentar von Menschen, die meine Geschichte gelesen oder schlichtweg beim lesen "mitgefühlt" haben...

Heute schaff ichs wohl nicht mehr, damit anzufangen, aber ganz bestimmt die nächsten Tage!

Dann setz ich Dir hier kurz den Titel rein... ;o)

LG

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3. Juni 2009 um 20:48
In Antwort auf marva_12741952

Hi Du,
ich dank Dir erstmal für Deine Antwort...

Auf Deine Fragen kann ich Dir vieles sagen, aber manches von dem, was Du wissen möchtest, versteh ich selbst nicht so ganz...

Aber das ist eine Regelung, die eben die Eltern der Kleinen getroffen haben mit der Zeit, wann sie wo ist...
Ich selbst hab da auch das ein oder andere Fragezeichen...

Weißt Du was, ich habe mir überlegt, dass ich wieder anfangen werde zu bloggen - also dieses Online - Tagebuch hier führen...

Das hat mir damals, in meiner alten Sch... - Geschichte SEHR SEHR gut getan...
Alles niederzuschreiben tat gut und dann auch mal der ein oder andere Kommentar von Menschen, die meine Geschichte gelesen oder schlichtweg beim lesen "mitgefühlt" haben...

Heute schaff ichs wohl nicht mehr, damit anzufangen, aber ganz bestimmt die nächsten Tage!

Dann setz ich Dir hier kurz den Titel rein... ;o)

LG

Ja, darüber würde ich mich freuen und auch mit Interesse darin lesen
Ich habe in einer schweren Zeit auch Tagebuch geschrieben. Allerdings ganz klassisch mit schönen Kladden und in Schönschrift mit Füllfederhalter. Da kam einiges zusammen mit der Zeit.

Würd mich interessieren wie es so weitergeht bei Euch

LG

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