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Patchworkfamily - Erziehungsunterschiede

2. November 2003 um 15:53 Letzte Antwort: 3. Oktober 2007 um 11:56

Hallo, Ihr Lieben!!!

Dieser Beitrag richtet sich an alle, die Erfahrung in Sachen "Patchworkfamily" haben, oder wirklich mitreden können.

Kleiner Vorspann:
Ich bin 27, seit zwei Jahren alleinerziehende Mutter von zwei Mädels (3 und 8).
Nun habe ich einen Mann kennengelernt (33), der seinen Sohn (3) nur eine ganze Woche im Monat bei sich hat. Wir verstehen uns super gut, aber diese besagte Woche wird immer recht schwierig und anstrengend.
Meine Kinder sind sehr selbständig und schon ziemlich weit für ihr Alter. Besonders die Kleine. Anstrengend, weil ziemlich fordernd.

Der Sohn von meinem Freund ist das krasse Gegenteil von meiner Kleinen.
Er verfolgt seinen Vater auf Schritt und Tritt. Auch in seiner gewohnten Umgebung. Er geht nichtmal allein ins Kinderzimmer um mit den Mädels zu spielen. Papa muß überall mit. Selbst wenn Papa beim k..... auf dem Klo sitzt - der Kleine ist dabei.
Er ißt sein Essen nur auf Papas Schoß, und wenn ich drauf bestehe, daß er wie die andern Kinder auch auf seinem Stuhl sitzen soll, ißt er garnicht mehr.
Wenn mein Freund aufsteht, steht er mit auf.
Er ist wie ein Schatten. Immer und überall.
Meine Große liebt kleine Kinder über alles, aber selbst sie ist schon ziemlich genervt.
Und meine Kleine gibt ihm saures.
Sie merkt natürlich, daß der Junge ihr vollkommen unterlegen ist und ärgert ihn wo sie nur kann. ( Spielzeug wegnehmen...).
Und irgendwo dazwischen stehe ich.
Muß ständig ausgleichen, hab in dieser Woche keine Sekunde mit meinem Freund alleine.
Mein Freund ärgert sich, weil die Kleine so gemein zu seinem Sohn ist und greift bei Streitereien ein.
Ich dagegen bin der Meinung, daß die Kinder das unter sich ausmachen müssen, weil der Junge sonst nie lernt, sich zu wehren und durchzusetzen.
Es wurde ihm drei Jahre lang immer alles abgenommen.
Er kennt nur seine Eltern und seine Großeltern. Keine anderen Kinder, keinen elterlichen Freundeskreis.
Man kann sagen, daß er ziemlich unter der Glasglocke steht.
Für mich ist die Situation extrem anstrengend.
Ich glaube, daß der Kleine alle ziemlich im Griff hat. Außer uns.
Die Frage ist nur, wie geht man auf Dauer damit um?
Soll ich mich eine Woche lang ausklinken und mich nicht einmischen?
Rentiert es sich überhaupt in einer Woche das "erziehen" anzufangen?
Da wir nicht in einem gemeinsamen Haushalt leben, könnte ich dem Problem schon aus dem Weg gehen. Aber damit ist niemand geholfen. Ganz bestimmt nicht dem Jungen, der in meinen Augen zum totalen Weichei erzogen wird.
Was also tun???????
Bin Euch für jeden ernstgemeinten Tip dankbar!!!!
Liebe Grüße
Sandra

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2. November 2003 um 16:29

Hallo !
Ich selbst komme auch aus einer solchen bunten Familie, meine Mutter ist zum zweiten Mal verheiratet, ich habe zwei Brüder und zwei Stiefgeschwister, zusammen sind wir 3 Jungs und zwei Mädchen. wir sind Jahrgänge 70, 72, 75 und 80...

Die Stiefgeschwister kamen in den Ferien für ein oder zwei Wochen zu uns.

Die Regeln bei uns waren einfach... egal, wie es sonst lief, wenn wir alle zusammen waren, dann hatte jeder seine Aufgabe, egal, ob sie von meiner Mutter oder von unserem Stiefvater kamen. Niemand wurde bevorzugt oder verhätschelt.

Dir kann ich eigentlich nur raten, mal ein Wort mit Deinem Freund zu reden, wenn ihr Ruhe habt. Sprich ihn auf die Probleme an und frag ihn, ob ihr für die WOche, wo sein SOhn bei Euch ist, Regeln verinbart werden können.

Es spielt für die Kinder nämlich keine Rolle, ob sie verschiedene Regeln beachten müssen, sie kennen den Unterschied, ob sie zu Hause, bei den Großeltern oder bei Freunden sind, denn überall werden andere Dinge als wichtig erachtet. Der Kleine wird sich schon daran gewöhnen, wenn sein Vater mitmacht und ihr beide das gleiche wollt.

Ganz sicher wird sich das ändern, wenn der Kindergarten auch noch eine Rolle spielt.

Natürlich darf man nicht vergessen, das der Junge an seinem Vater hängt und die neue Frau an seiner Seite verunsichert ihn.

Für eine Woche "erziehen" rentiert sich immer, schließlich geht es darum, das ein Kind lernt, mit den verschiedenen Situationen des Lebens klarzukommen und das jeder Mensch auch Rechte hat, auf die es gilt Rücksicht zu nehmen.

So, genug gelabert, ich wollte Dich nicht vollquatschen, sorry... wichtig ist auf jedenfall, das Du und Dein Freund Euch einig seit, und die Regeln dürfen ruhig andere sein, als er sie von zu Hause her kennt !!!

LG von Romara

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2. November 2003 um 17:13
In Antwort auf alexus_12900916

Hallo !
Ich selbst komme auch aus einer solchen bunten Familie, meine Mutter ist zum zweiten Mal verheiratet, ich habe zwei Brüder und zwei Stiefgeschwister, zusammen sind wir 3 Jungs und zwei Mädchen. wir sind Jahrgänge 70, 72, 75 und 80...

Die Stiefgeschwister kamen in den Ferien für ein oder zwei Wochen zu uns.

Die Regeln bei uns waren einfach... egal, wie es sonst lief, wenn wir alle zusammen waren, dann hatte jeder seine Aufgabe, egal, ob sie von meiner Mutter oder von unserem Stiefvater kamen. Niemand wurde bevorzugt oder verhätschelt.

Dir kann ich eigentlich nur raten, mal ein Wort mit Deinem Freund zu reden, wenn ihr Ruhe habt. Sprich ihn auf die Probleme an und frag ihn, ob ihr für die WOche, wo sein SOhn bei Euch ist, Regeln verinbart werden können.

Es spielt für die Kinder nämlich keine Rolle, ob sie verschiedene Regeln beachten müssen, sie kennen den Unterschied, ob sie zu Hause, bei den Großeltern oder bei Freunden sind, denn überall werden andere Dinge als wichtig erachtet. Der Kleine wird sich schon daran gewöhnen, wenn sein Vater mitmacht und ihr beide das gleiche wollt.

Ganz sicher wird sich das ändern, wenn der Kindergarten auch noch eine Rolle spielt.

Natürlich darf man nicht vergessen, das der Junge an seinem Vater hängt und die neue Frau an seiner Seite verunsichert ihn.

Für eine Woche "erziehen" rentiert sich immer, schließlich geht es darum, das ein Kind lernt, mit den verschiedenen Situationen des Lebens klarzukommen und das jeder Mensch auch Rechte hat, auf die es gilt Rücksicht zu nehmen.

So, genug gelabert, ich wollte Dich nicht vollquatschen, sorry... wichtig ist auf jedenfall, das Du und Dein Freund Euch einig seit, und die Regeln dürfen ruhig andere sein, als er sie von zu Hause her kennt !!!

LG von Romara

Aussprache...
Hallo Romara,

ich hab mich natürlich schon mit meinem Freund unterhalten und er weiß auch, daß ich im Prinzip recht habe.
Aber was tut man mit einem SO EXTREM anhänglichen Kind, das immer nur am Vater hängt, mit den Worten "papa, liebhaben..."????
Auf der einen Seite kann ich verstehen, daß er körperkontakt sucht, weil er ihn ja so selten sieht. Andererseits finde ich es einfach zu heftig. Lästig, anstrengend.
Der Kleine geht seit August in den Kindergarten bei seiner Mama 450km von uns entfernt. Ob er bei ihr auch so seltsam ist, kann ich nicht sagen, weil beide Elternteile nicht unbedingt viel miteinander reden.
Wie gesagt, es ist für mich ziemlich anstrengend, weil ich ein solches Verhalten von Kindern im Allgemeinen nicht gewohnt bin.
Ich muß mich manchmal richtig beherrschen, den Kleinen nicht "dick" zu bekommen.
Die Eltern meines Freunds spielen auch noch eine große Rolle. Die packen ihn nur in Watte und spielen den ganzen Tag "Animateur" für den Zwerg. Auf meine Kinder wird dann ständig geachtet, daß dem Kleinen ja keiner ein Haar krümmt. Sowas setzt mich total unter Druck. Und wenn ich was sag, bin ich die Böse.
Außerdem steht es mir wahrscheinlich nichtmal zu, etwas zu sagen. Wir leben nicht zusammen, kennen und erst ein paar Monate...
Und solange der Kleine tagsüber bei den Großeltern betreut wird, kann ich nicht viel ändern. Die werden sich von mir kaum was sagen lassen. Jeder meint halt, daß er es richtig macht. Aber wie gesagt, man kann es mit der "Kinderliebe" auch übertreiben....

Liebe Grüße
Sandra

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3. November 2003 um 14:56

Hallo Sandra!
Spontan tut mir der kleine Zwerg einfach nur leid. Er lebt 450 km von seinem Papa ("liebhaben") entfernt und hat ihn nur 1 Woche im Monat - ist dann aber tagsüber auch noch bei den Großeltern. Ich denke, er ist in seinem Alter mit all dem einfach überfordert, verunsichert und sucht die Nähe/den Körperkontakt mit seinem Papa.
Hinzu kommen dann noch 3 "fremde", gestandene Weibsbilder (bitte nicht falsch verstehen )!

Der Kleene ist erst DREI! und ganz alleine in dieser Situation (oder fühlt sich vermutlich so). Dass deine gleichaltrige Tochter sich ganz anders fühlen und verhalten kann, ist klar, denn sie hat ja die Mama und die große Schwester "im Rücken".
Der Kleine braucht vermutlich einfach nur Zeit, um Sicherheit zu gewinnen. Sicher wird deine jüngere Tochter das auch verstehen, wenn du es ihr altersgerecht rüberbringst .
Ich denke, das die beiden Männer das schon gemeinsam regeln werden im Laufe der Zeit!

Also: tief durchatmen, im Gespräch bleiben und beobachten und die Zeit "arbeiten" lassen - auch wenns manchmal schwer fällt.

LG, Gonagall

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5. November 2003 um 20:56

Eifersüchtig???
Hallo Nenja,

nimms mir nicht übel, aber wenn ich Deinen Brief so lese, frage ich mich ob Du nicht vielleicht eifersüchtig auf die neue Partnerin Deines Ex-Mannes bist!?
Ist nicht böse gemeint. Ich bin selbst vom Vater meiner Kinder getrennt und kann es zum Teil schon nachvollziehen, daß Du genervt bist oder warst.
Aber eines kann ich mit Sicherheit behaupten:
NICHT die "Neue" verunsichert ein Kind.
Sondern die Tatsache, daß Mama sich verletzt oder einfach nur genervt fühlt.
Kinder haben für sowas sensible Antennen.

Mein Freund ist durchaus auch mal alleine mit seinem Sohn. Wie gesagt, wir wohnen nicht zusammen. Aber wenn wir ALLE Zeit miteinander verbringen, ist die Erziehung automatisch nicht mehr allein die Sache des Vaters.

Es liegt mir absolut fern, mich in irgendetwas einzumischen. Aber allein der Kinder wegen (und damit meine ich alle drei) möchte ich da keine Unterschiede machen. Denn damit würde ich letztendlich doch nur provozieren, daß die Kinder sich irgendwann hassen.
Für mich sind alle gleich. Zumindest solange, wie alle beisammen sind.

Eines würde mich dann aber doch interessieren:
wie redet man einem 3-jährigen Mädel (das ebenfalls eifersüchtig ist) ins Gewissen?
Sicher erkläre ich und beschwichtige. Aber letztendlich ist das "Ärgern" doch nur ihre Art, Eifersucht zu zeigen.
Hab das Gefühl, je mehr ich mich einmische, desto störrischer wird sie.
Schwierig, schwierig....

Gruß,
Sandy

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5. November 2003 um 21:02
In Antwort auf alexus_12900916

Hallo !
Ich selbst komme auch aus einer solchen bunten Familie, meine Mutter ist zum zweiten Mal verheiratet, ich habe zwei Brüder und zwei Stiefgeschwister, zusammen sind wir 3 Jungs und zwei Mädchen. wir sind Jahrgänge 70, 72, 75 und 80...

Die Stiefgeschwister kamen in den Ferien für ein oder zwei Wochen zu uns.

Die Regeln bei uns waren einfach... egal, wie es sonst lief, wenn wir alle zusammen waren, dann hatte jeder seine Aufgabe, egal, ob sie von meiner Mutter oder von unserem Stiefvater kamen. Niemand wurde bevorzugt oder verhätschelt.

Dir kann ich eigentlich nur raten, mal ein Wort mit Deinem Freund zu reden, wenn ihr Ruhe habt. Sprich ihn auf die Probleme an und frag ihn, ob ihr für die WOche, wo sein SOhn bei Euch ist, Regeln verinbart werden können.

Es spielt für die Kinder nämlich keine Rolle, ob sie verschiedene Regeln beachten müssen, sie kennen den Unterschied, ob sie zu Hause, bei den Großeltern oder bei Freunden sind, denn überall werden andere Dinge als wichtig erachtet. Der Kleine wird sich schon daran gewöhnen, wenn sein Vater mitmacht und ihr beide das gleiche wollt.

Ganz sicher wird sich das ändern, wenn der Kindergarten auch noch eine Rolle spielt.

Natürlich darf man nicht vergessen, das der Junge an seinem Vater hängt und die neue Frau an seiner Seite verunsichert ihn.

Für eine Woche "erziehen" rentiert sich immer, schließlich geht es darum, das ein Kind lernt, mit den verschiedenen Situationen des Lebens klarzukommen und das jeder Mensch auch Rechte hat, auf die es gilt Rücksicht zu nehmen.

So, genug gelabert, ich wollte Dich nicht vollquatschen, sorry... wichtig ist auf jedenfall, das Du und Dein Freund Euch einig seit, und die Regeln dürfen ruhig andere sein, als er sie von zu Hause her kennt !!!

LG von Romara

Danke!!!
Hallo Romara,

ich kann mich eigentlich nur bei Dir bedanken und feststellen, daß Du mir aus der Seele sprichst.
Es tut gut, zu lesen daß ein Mitglied einer Patchworkfamily genauso denkt.
Hab mit meinem Freund übrigens nochmal gesprochen. Wir sind uns einig.

Nochmal vielen Dank! Hast mich in meinen Ansichten und meiner Einstellung sehr bestärkt!

LG Sandy!!!

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15. Januar 2004 um 16:25

Angebot
Liebe Sandra,

ich habe mit Interesse Ihren Beitrag über Ihre Patchworkfamily gelesen. Ich recherchiere gerade für eine TV Reportage. Thema:Patchworkfamilies - Problemeatik und die positiven Momente. Ein kunterbuntes Leben miteinander. Hätten Sie Lust mitzuwirken?

MfG

I.B.

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28. März 2007 um 21:48
In Antwort auf teagan_12490587

Aussprache...
Hallo Romara,

ich hab mich natürlich schon mit meinem Freund unterhalten und er weiß auch, daß ich im Prinzip recht habe.
Aber was tut man mit einem SO EXTREM anhänglichen Kind, das immer nur am Vater hängt, mit den Worten "papa, liebhaben..."????
Auf der einen Seite kann ich verstehen, daß er körperkontakt sucht, weil er ihn ja so selten sieht. Andererseits finde ich es einfach zu heftig. Lästig, anstrengend.
Der Kleine geht seit August in den Kindergarten bei seiner Mama 450km von uns entfernt. Ob er bei ihr auch so seltsam ist, kann ich nicht sagen, weil beide Elternteile nicht unbedingt viel miteinander reden.
Wie gesagt, es ist für mich ziemlich anstrengend, weil ich ein solches Verhalten von Kindern im Allgemeinen nicht gewohnt bin.
Ich muß mich manchmal richtig beherrschen, den Kleinen nicht "dick" zu bekommen.
Die Eltern meines Freunds spielen auch noch eine große Rolle. Die packen ihn nur in Watte und spielen den ganzen Tag "Animateur" für den Zwerg. Auf meine Kinder wird dann ständig geachtet, daß dem Kleinen ja keiner ein Haar krümmt. Sowas setzt mich total unter Druck. Und wenn ich was sag, bin ich die Böse.
Außerdem steht es mir wahrscheinlich nichtmal zu, etwas zu sagen. Wir leben nicht zusammen, kennen und erst ein paar Monate...
Und solange der Kleine tagsüber bei den Großeltern betreut wird, kann ich nicht viel ändern. Die werden sich von mir kaum was sagen lassen. Jeder meint halt, daß er es richtig macht. Aber wie gesagt, man kann es mit der "Kinderliebe" auch übertreiben....

Liebe Grüße
Sandra

Aussprache
Hallo Sandra, ich war auf der Suche nach hilfreichen Erfahrungsberichten über Kinder in Trennungssituationen, bzw. mit neuen Bezugspersonen. Auf deinen Beitrag muss ich reagieren, weil ich es fahrlässig finden würde, einfach so stehen zu lassen. Es könnten sich andere Elternteile vielleicht ein Vorbild nehmen. Ich denke, es wäre hilfreich für dich, dir pädagogisch wertvolles Material zu besorgen, um dir die Sicht eines Kindes in der beschriebenen Situation näher zu bringen. Der Bub reagiert meiner Meinung nach der Situation entsprechend völlig normal, auch mein Sohn hatte dramatische Verlustängste nach der Trennung und war sehr verunsichert über die Rolle meines neuen Lebensgefährten. Er ist 6 Jahre alt und hatte in der belastenden Zeit bereits erlerntes selbstständiges Verhalten wieder verlernt. Erst langsam bekommt er wieder Boden unter den Füssen. Claudia

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29. März 2007 um 9:14

Hallo Sandra,
wir haben jede Menge Erfahrung in Sachen "Patchworkfmily" )
Wir haben 3 Kiddis :
Isa 13J.(meins) , Marcel 11J. (seins) und Debbi 4J.(unser)
Es ist sicher nicht immer einfach alle unter einen Hut zu bringen.
Dass Euer Knopf am Papa hängt ist selbstverständlich !
Sieh es mal aus seinen Augen :
-Der Papa ist weg - ich sehe ihn nur noch alle 3 Wochen
-Der Papa hat eine neue Familie !!!!
da sind noch 2 andere Kinder - wollen die mir den Papa wegnehmen ??
- da ist eine andere Frau - das ist doch eigentlich der Platz meiner Mami !!
Was die Erziehung anbelangt - ich würde mich an Deiner Stelle etwas zurückhalten.
Sei dem Kleinen eine gute Freundin, unterstütze ihn beim selbstständig werden - mehr aber nicht.
Übe Verständnis für den Kleinen und lebe das auch Deinen Töchtern vor.
Was die "Weichei-Erziehung" der Mutter anbelangt, hier besteht evtl. Gesprächsbedarf mit der Mutter.
Die Kinder brauchen soziale Kontakte wie z.B. Spielplatz, Krabbelgruppe,Spielgruppe etc.
Dort lernt der Knopf auch sich zu wehren und sich mit anderen Kindern zu arrangieren.
Halte durch !
Mit der Zeit wird er sich an die Verhältnisse gewöhnen.
Ein kleiner Trost (?) für Dich :
Unser Sohn ( für mich ist er meiner ! ) lebt seit 7 Jahren bei uns und klebt noch heute am Papi !
Liebe Grüße
chiarajoelle

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3. Oktober 2007 um 11:56

Gegenteilige Betrachtungsweise
Hallo Sandra, ich weiß nicht, ob Du den Stress so lange ausgehalten hast, aber ich habe den Beitrag erst heute gelesen, da ich ein ähnliches Problem habe. Ich habe meine Frau vor knapp 6 Jahren kennen gelernt und sie hat in unsere Beziehung 2 Töchter (heute 15 und 20) mitgebracht. Selbst habe ich eine Tochter (heute 9). Meine Tochter kommt jedes 2. Wochenende von Freitag Abend bis Sonntag Abend zu uns. In dieser Zeit gibt es bei uns auch immer wieder Streit bezüglich der Kinder, da wir grundsätzlich unterschiedlich über Kindererziehung denken. Ein erschwerender Faktor kommt hinzu, weil mich die jüngere Tochter meiner Frau von Beginn an immer als Störfaktor gesehen hat und wir in der Zwischenzeit nur mehr das nötigste miteinander sprechen. Gestern habe ich diesbezüglich eine Familienberatungsstelle aufgesucht, die aufgrund meiner Ansicht (meine Frau wollte leider nicht mit) zu folgender Erkenntnis gekommen sind: Ich bin lediglich der Mann meiner Frau und nicht der Vaterersatz oder Stiefvater ihrer Töchter, sie ist nicht die Stiefmutter meiner Tochter. Wir sollen nicht Patchworkfamilie spielen, sondern eher im Gegenteil, die Grenzen klar trennen und uns klar definierte Zeit für uns selbst nehmen. Für das Verhalten im Hause sollen wir Regeln aufstellen (z. B. Wünsche äußern, was der Partner will und damit Störfaktoren ausschalten). Wenn ich meine Tochter auf Besuch habe, soll meine Frau die Zeit mit ihren Kindern nutzen, wenn es keine gemeinsamen Interessen gibt. Umgekehrt klinke ich mich bei Desinteresse aus, wenn meine Frau Zeit mit Ihren Töchtern verbringen will. Meiner Meinung hat diese Stresssituation unter anderem etwas mit Eifersucht ggü. der Kinder zu tun (beidseitig), da man sich einbildet, gemeinsame Zeit geht verloren.
Vielleicht konnte ich etwas Nützliches vermitteln. Sollte jemand für mich dienliche Infos haben, jederzeit gerne.
Liebe Grüße
Gerhard

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