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Patchworkfamilie ADHS Kind

10. Oktober 2012 um 9:22

Hallo,

ich bin Anfang des Jahres mit meinen beiden Kindern zu meinem Lebensgefährten und seinem Kind gezogen.
Mir war von ANfang an klar, dass es nicht einfach wird, da seine Tochter ADHS hat und bedingt durch die Trennung zur leiblichen Mutter noch immer leidet. Leider kümmert sich die Mutter nicht ausreichend um die Kleine.
Wir versuchen alles, um es abzufangen, gehen zur Familienberatung, zum Kinderpsychologen, zur Ergo, die Kinder machen Sport und wir unternehmen viel.
Dennoch bin ich langsam mit meiner Kraft am Ende.
Mein Freund geht in Wechselschicht arbeiten und ist oft nicht zuhause. Dadurch bin ich mit der ganzen Problematik auf mich gestellt. Hausaufgaben, Freunde besuchen, Sport und die ganze Spannbreite der Alltagsproblemchen bleiben bei mir.
Ich habe sehr wenig Zeit für meine eigenen Kinder, da seine Tochter sehr zeitintensiv betreut werden muß.
Ich habe das auch schon oft angesprochen und er bedauert es auch, aber ändern tut sich nichts.
Wir haben auch schon überlegt, dass die Schulform nicht die geeignete für seine Tochter ist, da sie nicht mitkommt.

Und auch da werden uns Steine in den Weg gelegt, da ein Wechsel frühstens zum Sommer möglich sei.
Ich kann nicht mehr. Von der Familienberatung kommen eindeutige Sätze wie; es gab ja damals nicht nur schlechte Zeiten, sondern auch gute und an denen gilt anzuknüpfen. Jetzt ist es soweit dass mein Freund sich einmal pro Woche mit seiner Ex zusammen setzen soll und sie zweimal die Woche telefonieren müssen, UM ZU REDEN !!!
Die Mutter hat kein Interesse an der ganzen Angelegenheit und mein Freund hat wenig Lust sich mit ihr sinnlos auseinanderzusetzen.
Mir scheint die Familienberatung ist auf eine Familienzusammenführung aus, denn Hilfe wird verwehrt oder auf die lange Bahn geschoben, dafür treffen die beiden sich jetzt öfter als wir uns sehen...
Klasse, wer kann mir nen Rat geben.

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10. Oktober 2012 um 17:23

Ist seine Tochter
denn gar nicht mehr bei ihrer Mutter?
Gehst du auch arbeiten oder bist du jetzt ganz Zuhause?
Ich finde es immer schwierig, sich um nicht eigene Kinder anstelle des eigentlichen Elternteils zu kümmern.
Es sollte Aufgabe der Mutter und des Vaters sein, nicht deine, zumindest nicht vorrangig.
Ich könnte das so nicht. Wenn der Vater keine Zeit hat und die Mutter auch nicht oder keine Lust, dann würde ich micht nicht zuständig fühlen auch wenn sich das jetzt hart anhört.
Man bzw Frau kann es den Eltern ja auch leicht machen, sich nicht kümmern zu müssen.

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11. Oktober 2012 um 9:55
In Antwort auf kerrie_12511016

Ist seine Tochter
denn gar nicht mehr bei ihrer Mutter?
Gehst du auch arbeiten oder bist du jetzt ganz Zuhause?
Ich finde es immer schwierig, sich um nicht eigene Kinder anstelle des eigentlichen Elternteils zu kümmern.
Es sollte Aufgabe der Mutter und des Vaters sein, nicht deine, zumindest nicht vorrangig.
Ich könnte das so nicht. Wenn der Vater keine Zeit hat und die Mutter auch nicht oder keine Lust, dann würde ich micht nicht zuständig fühlen auch wenn sich das jetzt hart anhört.
Man bzw Frau kann es den Eltern ja auch leicht machen, sich nicht kümmern zu müssen.

Es ist kompliziert....
Hey, ich bin zuhause, meine jüngste Tochter ist erst zwei. Aber wenn es die Zeit hergibt übe ich meinen Beruf aus (selbstständig).
Und Die Mutter seines Kindes hat wenig bis kein Interesse. Deshalb ist er ja bei der Familienberatung etc.
Mein Partner ist berufstätig und ich kümmere mich um alle häuslichen Belange und um die Kinder!!!
Mir fällt es von Tag zu Tag schwerer sein Kind zu aktzeptiern und dessen Bedürfnissen nachzukommen.

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11. Oktober 2012 um 10:33
In Antwort auf namika_12458926

Es ist kompliziert....
Hey, ich bin zuhause, meine jüngste Tochter ist erst zwei. Aber wenn es die Zeit hergibt übe ich meinen Beruf aus (selbstständig).
Und Die Mutter seines Kindes hat wenig bis kein Interesse. Deshalb ist er ja bei der Familienberatung etc.
Mein Partner ist berufstätig und ich kümmere mich um alle häuslichen Belange und um die Kinder!!!
Mir fällt es von Tag zu Tag schwerer sein Kind zu aktzeptiern und dessen Bedürfnissen nachzukommen.

Schwierig!
So bist du natürlich zuständig. Dein Mann verdient das Geld, dafür musst du Kinder und Haushalt versorgen. Selbstverständlich finde ich es trotzdem nicht, sich auch die Verantwortung für ein schwieriges "fremdes" Kind aufs Auge drücken zu lassen. Man geht da naiv otimistisch ran, aber was wenn es dann nicht funktioniert?
Ich bin direkt nach dem Elternjahr meiner Kinder wieder arbeiten gegangen, ich hätte mich wohl nicht um seine Kinder kümmern wollen, wenn dann hätte er zuhause bleiben müssen.

Habt ihr denn schon alle Beratungen/Hilfen durch?
Was würde mit dem Kind, wenn ihr euch trennt?

LG

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11. Oktober 2012 um 15:54
In Antwort auf kerrie_12511016

Schwierig!
So bist du natürlich zuständig. Dein Mann verdient das Geld, dafür musst du Kinder und Haushalt versorgen. Selbstverständlich finde ich es trotzdem nicht, sich auch die Verantwortung für ein schwieriges "fremdes" Kind aufs Auge drücken zu lassen. Man geht da naiv otimistisch ran, aber was wenn es dann nicht funktioniert?
Ich bin direkt nach dem Elternjahr meiner Kinder wieder arbeiten gegangen, ich hätte mich wohl nicht um seine Kinder kümmern wollen, wenn dann hätte er zuhause bleiben müssen.

Habt ihr denn schon alle Beratungen/Hilfen durch?
Was würde mit dem Kind, wenn ihr euch trennt?

LG

Ja es ist schwierig...
...wir sind da so in die Rolle reingerutscht. Da ich eh zuhause bin, passe ich selbstverständlich auch auf seine Tochter auf.
Wir haben Hilfe von der Familienberatung, Jugendamt, Selbsthilfegruppe, Schule und Psychologen.
Aber ich bin dennoch größtenteils alleine mit den Hausaufgaben und sie tut sich schwer dabei. Sie hat bedingt durch die Störung Lernschwierigkeiten und regelrechte Ausbrüche.
Es ist absolut zermürbend und was passiert wenn wir uns trennen?
Tja er sagt er würde seinen Job für die Kleine aufgeben. Einerseits sehr aufopfernd aber auch unüberlegt !!!
Ich weiß einfach nicht wielange ich noch die Kraft habe und woher ich neue Kraft bekomme (((

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12. Oktober 2012 um 10:21

Anfrage
Liebe Pandora,

ich bin Journalistin und recherchiere gerade für eine Frauenzeitschrift das Thema Patchworkfamilie: wie leben sie, welche Probleme tauchen auf, wie kann man sie bewältigen?

Hättest du Lust, mal mit mir zu sprechen oder zu mailen?

Herzliche Grüße,
Verena

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19. Oktober 2012 um 14:53

Ausnahmesituation
Hallo,
deine Situation kenne ich gut, da ich seit über 7 Jahren in einer ähnlichen Lage bin. Ich habe 3 eigene Kinder, mein Partner hat einen Sohn (jetzt 14), der sehr stark unter ADHS leidet, mit in die Beziehung gebracht.Die Mutter ist leider verstorben, sie hat allerdings bis zuletzt die Krankheit ihres Sohnes geleugnet und nicht akzeptiert. Die einzige Hilfe, die wir in den Jahren erfahren haben, war die vom Kinderpsychiater, wenn auch nur in Form einer Medikation, mit der es dem Kind möglich ist, überhaupt in die Schule zu gehen. Von Seiten der Schule und des Jugendamtes hat uns bisher keiner geholfen.
Wie alt sind den bei euch die einzelnen Kinder, wie lange sind die Eltern schon getrennt und wie lange bist du und dein Freund schon zusammen? Können deine Kinder überhaupt mit der Situation umgehen? Für sie ist es ja auch extrem schwierig, vor allem weil ja alle Regeln, die bisher in eurer Familie galten, sicher durch das ADHS-Kind außer Kraft gesetzt werden.
Ich glaube auch nicht, dass dein Partner dir nicht helfen möchte, oder alles auf dich abwälzen will, Männer gehen einfach mit dieser Sache total anders um, als Frauen - wahrscheinlich können sie nicht anders. Viele Probleme, die bei uns auftauchen - jetzt z.B. rauchen, Alkohol, Gewaltspiele, die ich finde, wo ich keine Ahnung habe, wo sie herkommen, kleine Diebstähle bei den Sachen meiner Kinder usw. erzähle ich meinem Partner nicht mehr, weil die einzige Folge ist, dass er sich Vorwürfe macht und glaubt, es sei alles seine Schuld. Dann geht der Blutdruck immer weiter rauf usw....
Wie wird denn das Mädchen behandelt? Geht sie in irgendeinen Verein/Sportgruppe? Das Eingliedern in so eine Gemeinschaft (bei uns Freiwillige Feuerwehr) finde ich sehr hilfreich, da dort Regeln gelten und sich einer auf den anderen verlassen können muss.
Auf jede Menge Erfahrungen kann ich im Laufe der Zeit zwar zurückblicken, aber reagieren kann ich auch heute nur auf die jeweilige Situation bezogen.
LG

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18. November 2012 um 18:05

..
Hallo liebe pandora!
Ich selbst leide (nur) an ADS, und ich kann dir sagen es ist nicht immer einfach damit zu leben und klarzukommen.
Ich hätte erst einmal die Frage wie alt die Tochter von deinem Freund den ist?
Auf welche Schule sie geht, ob sie Tabletten deswegen nimmt und wie sich das ADHS bei ihr bemerkbar macht? Wie lange sind dein Freund und die leibliche Mutter schon getrennt, und wie oft sieht den die Tochter von deinem Freund ihre Mutter? Wie ist das Verhältnis zwischen deinem Freund und seiner Ex bzw. dem Mädchen und ihrer Mutter? (Das sind sehr persönliche Fragen, und wenn du nicht willst musst du sie natürlich nicht beantworten, aber es würde sehr helfen um sich ein besseres Bild von der Situation zu machen)

Liebe Grüße Nemi

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