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Patchwork

9. September um 13:43

Liebe Mitmenschen,

im moment bin ich mir so garnicht sicher, ob ich überreagiere oder meine Reaktion berechtigt ist.

Zu meiner Situation:

Wir sind eine Patchworkfamilie mit 3 Kindern. 1 Kind nahm er mit in die Beziehung und 2 Kinder habe ich mitgebracht. Alles schön und gut. Jeder versteht sich mit jeden. Die Kinder lieben und hassen sich wie Geschwister. Sie selbst sehen sich auch als Geschwister. 

Ich behandle alle Kinder gleich. Nur das ich bei meinem Partner immer wieder merke, dass er seine Tochter ziemlich hochlobt und meinen Kindern das doch zu spüren bekommen. Klar, ist sein Fleisch und Blut aber ich versuche ihn jedesmal auf den Boden der Tatsachen zurückzubringen. 

Bsp.: meckert er ständig, dass mein sohn (3) alles mögliche in den Mund steckt, aber seine Tochter (6) letztens fast an einem minischwamm erstickt ist. Aber nein, sie macht ja sowas nicht.


Zu der Mutter des Kindes besteht nur sehr unregelmäßig Kontakt. Es halt folgende Gründe:

1. Sie wohnt am anderen Ende vom Bundesland
2. Sie hat einen neuen Partner und da empfindet sie die eigene Tochter als "störend" (aussage von meinem partner)
3. Konnte scheinbar keine emotionale Bindung zwischen ihnen aufgebaut werden (unbehandelte wochenbettdepression?) 

Aufjedenfall war mein Partner von Anfang an auf sich alleine gestellt mit seiner Tochter. 

Ich selbst kann mich zur Person nicht äußern, da ich sie noch nicht kennenlernen durfte.

1-2 mal finden Unternehmungen mit dem Kind statt, da sie entweder zu Besuch kommt oder er die kleine von Großeltern (mütterlicherseits) abgeholt werden, wo sie auch mal 1 Woche übernachtet. Indemfall besucht scheinbar die mutter sie auch regelmäßig. Was mich natürlich freut. 

Nur kann ich meinen Partner nicht verstehen. Er muss immer mit dabei sein.

Als die Kleine 1 Woche bei Ihren Großeltern gewesen ist, wollte er unbedingt dabei sein. Ich ließ ihn gehen.

Als die Kleine ihre Einschulung hatte, kam die Mutter samt Großeltern zu Besuch. Eigentlich mal ne Gelegenheit diese Leute doch mal kennenzulernen. Sie machten gemeinsam einen Ausflug,.natürlich war mein Partner dabei. Aber meine kinder und ich waren nicht erwünscht. 

Die Begründung:
Er will mir diese bucklige Verwandtschaft nicht antun und er tut es ja für seine Tochter. Deswegen der gemeinsame Ausflug samt exfrau und exschwiegereltern. 

Naja, für das befüllen der Schultüte und für die Auswahl der Kleidung war ich gut genug. Er weiss ja angeblich nicht, was in so etwas reingehört und was man für sowas anzieht.


Die exfrau kam schon am Vortag und ließ sich in einem Hotel nieder. Sein Vorschlag war, sie könnte ja bei uns auf der couch nächtigen. Natürlich verneinte ich seinem Vorschlag, da ich diese Person überhaupt nicht kenne.
Er hat die Kleine am vortag zu Ihre mama gebracht und er ist dann dort bis spät abends.mit ihr geblieben.

Ich frage mich, ob seine Anwesenheit wirklich notwendig war, wenn ja das Verhältnis zur kindesmutter angeblich eher schwierig ist.

Es geht mir doch irgendwie auf die Nüsse, dass er ständig dabei sein muss. 

Das mit dem ersten Schultag war für mich schon fast ein supergau.

Als seine exfrau anrief, verließ er auch den raum, da scheinbar meine Anwesenheit ein problem war.

Ich frage mich warum, da ich ihm noch keine szene gemacht habe. 


Sehe ich das alles so eng??

Ich zweifel schon an mir selbst.



Danke fürs lesen.

Grüße
Mima







 

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