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Patchwork-Familie - brauche dringend Rat!!!

17. April 2002 um 9:15

Hallo!

Ich stehe im Moment vor einem Problem und weiß einfach nicht wie ich reagieren soll.
Ich versuche meine Situation kurz zu schildern (falls das möglich ist, weil sehr kompliziert).
Ich lebe seit ungefähr einem Jahr bei meinem neuen Lebenspartner (er hat ein eigenes Haus und ich bin deshalb bei ihm eingezogen). Wir haben jeder 2 Kinder aus unseren nun geschiedenen Ehen. Meine Töchter (11 und 8) sind eine Woche (von Sonntag bis Sonntag) bei mir, die andere Woche bei ihrem Daddy. Seine Kinder (Sohn 12, Tochter 3) sind in der Woche immer bei uns und 1 WE auf zwei bei seiner Ex. Weil die Ex nun aber noch halbtags arbeitet, holt sie die Kinder nachmittags von der Schule ab und mein Freund holt sie dann nach Feierabend bei ihr ab.
Ich arbeite ganztags und habe nur Mittwochs nachmittags frei. Das sind für mich die einzigen paar Stunden (alle 2 Wochen) die ich alleine mit meinen Töchtern verbringen kann. Ich fand das bisher sehr wichtig, weil es mit den vieren nicht immer einfach ist. Der Sohn meines Partners (12) ist nämlich seeehr anstregend und ärgert die Mädchen ständig - das nervt enorm. Daher genieße ich die paar Stunden mit den Mädchen noch mehr.

Nun zum Problem. Gestern hat mich Tom gefragt, ob er nicht am Mittwoch nachmittag auch zu mir kommen kann, weil er einfach nicht gerne bei seiner Mutter ist (hat nur eine winzige Wohnung, keinen Garten). Ich habe gesagt, dass ich es mir überlegen würde. Mein Freund findet nun, dass es sein gutes Recht ist und dass es ja schließlich auch sein Zuhause ist. Mir gefällt diese Idee aber überhaupt nicht. Ich habe nur einen freien Nachmittag und soll mich dann auch noch mit seinem Sohn rumärgern (er gehorscht mir sowieso nicht). Was soll ich nun machen. Mein Partner findet mich zu gradlinig, weil ich finde, dass Tom sich an die Abmachungen halten sollte, genau wie meine Töchter. Die können doch auch nicht einfach entscheiden, ob sie jetzt mal eben einen Tag zum Papa möchten. Außerdem finde ich es nicht ok, das seine Ex von ihm sogar noch das Kindergeld für die beiden bekommt (weil sie ja mit dem Halbtagsjob nicht über die Runden kommt) und ich soll mir ständig den Stress reinziehen. Ich bin doch ich keinster Weise abgesichert. Wenn das mit uns beiden nicht klappt, stehe ich vor dem Nichts (meine Wohnung aufgegeben, Möbel verkauft usw...).
Ich weiß wirklich nicht wie ich mich jetzt verhalten soll. Konsequent beim NEIN bleiben und deswegen Streit mit meinem Freund haben, oder nachgegen und gefrustet sein.

Kann mir bitte jemand einen Rat geben?

Vielen Dank

Carmen

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17. April 2002 um 11:45

Nachgeben
Liebe Carmen,

wie Du vielleicht schon gemerkt hast, gehen bei mir immer die Kinder vor

Aber sieh doch mal: der Sohn hat DICH gefragt. Das zeigt doch, dass ihm Dein Okay wichtig ist. Komm ihm doch entgegen! Wenn es Deine Tochter wäre, die unglücklich bei Deinem Ex wäre und Deinen Freund bitten würde, wärst Du nicht auch enttäuscht, wenn er die kleine Bitte ablehnen würde?

Es ist zwar nicht leicht alle 4 unter "einen Hut" zu kriegen, aber die Verantwortung liegt doch bei uns Eltern.

Wenn Du nachgibst, brauchst Du doch nicht gefrustet zu sein! Du kannst stolz sein, denn dann hast Du wahre Größe und Kompromissbereitschaft gezeigt.

Was das Thema mit dem Finanziellen angeht, solltest Du lieber so früh wie möglich klären, dann belastet es auch Eure Beziehung nicht mehr.
Macht einfach einen Vertrag, in dem alles geregelt ist.

Lächle und die Welt lächelt zurück
Nimm es doch nicht so schwer. Du kannst Deine Töchter trotzdem für Dich haben. Überleg Dir eine Beschäftigung für Tom.

Liebe Grüße

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17. April 2002 um 12:03
In Antwort auf Seefee

Nachgeben
Liebe Carmen,

wie Du vielleicht schon gemerkt hast, gehen bei mir immer die Kinder vor

Aber sieh doch mal: der Sohn hat DICH gefragt. Das zeigt doch, dass ihm Dein Okay wichtig ist. Komm ihm doch entgegen! Wenn es Deine Tochter wäre, die unglücklich bei Deinem Ex wäre und Deinen Freund bitten würde, wärst Du nicht auch enttäuscht, wenn er die kleine Bitte ablehnen würde?

Es ist zwar nicht leicht alle 4 unter "einen Hut" zu kriegen, aber die Verantwortung liegt doch bei uns Eltern.

Wenn Du nachgibst, brauchst Du doch nicht gefrustet zu sein! Du kannst stolz sein, denn dann hast Du wahre Größe und Kompromissbereitschaft gezeigt.

Was das Thema mit dem Finanziellen angeht, solltest Du lieber so früh wie möglich klären, dann belastet es auch Eure Beziehung nicht mehr.
Macht einfach einen Vertrag, in dem alles geregelt ist.

Lächle und die Welt lächelt zurück
Nimm es doch nicht so schwer. Du kannst Deine Töchter trotzdem für Dich haben. Überleg Dir eine Beschäftigung für Tom.

Liebe Grüße

Hallo liebe Seefee
Glaube mir, bei mir gehen die Kinder auch immer vor!
Das ist genau der Grund warum ich mir Sorgen mache. Meine 2 haben es nicht ganz einfach in dieser Situation (eingentlich haben es alle 4 nicht leicht, ich weiß). Es belastet sie, dass sie mich nie für sich alleine haben. Noch dazu wissen sie, dass ich, wenn sie beim Papa sind, trozdem für die beiden anderen sorge. Ich weiß genau, dass sie das teilweise belastet.
Aber in einem hast du vollkommen recht : ich darf es nicht so schwer nehmen. Leider ist es nicht immer einfach das umzusetzen. Mein Mutterinstinkt bringt mich immer wieder dazu, meine Kinder schützen zu wollen. Ich wollte ihnen diese paar Stunden in denen etwas mehr Ruhe herrscht, nicht nehmen.
Ich habe auch immer alles getan, damit die Kinder meines Partners sich bei uns wohl fühlen und ich glaube, dass wir das auch geschafft haben. Und in der Woche wo meine zwei beim Vater sind, kann ich mich auch ganz intensiv mit Tom und Lara beschäftigen. Aber es ist verdammt anstrengend, für alle 4 gleichermaßen viel Aufmerksamkeit aufzubringen, leider....

Vielen Dank erstmal für deine Meinung.

Grüße

Carmen

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17. April 2002 um 14:15

Hallo
Hallo Carmen
es ist nie leicht eine Patchwork-Familie unter einen Hut zu bringen.
Ich kenne die Situation.Ich versuche halt immer meine Kinder genauso zu behandeln,wie die von meinem Freund.Ich will ihnen nicht die Mutter ersetzen,denn sie haben ja eine.Ich versuche nur eine Freundin zu sein.Und du kannst es nie allen Recht machen,würde auch nciht gehen,wenn es alle deine wären.
Was die Sache mit Tom angeht,versuch doch einen Kompromiss zu finden.Probier es doch einfach mal ein paar Wochen aus und wenn sich alle drei gut verstehen und nicht miteinander zanken und streiten,lass ihn dabei sein.Man kann doch auch zudritt was machen ohne das deine beiden darunter leiden müssen.Ich finde es schön von Tom,dass er auf dich zugegangen ist,denn das beweißt doch,dass er dich mag und das ist doch viel wert.
Wenn du mehr Zeit mit deinen Töchtern verbringen willst,macht doch einen "Damenabend" wo kein anderer dabei sein darf.So mit in einem Bett schlafen und über Dinge reden die ihnen wichtig sind.Kommen oder sind ja bald in der Pubertät und da gibt es bestimmt eine Menge zu bequatschen.Da fällt euch bestimmt einiges dazu ein.
Ich weiß,dass man als Mutter manchmal,dass Gefühl hat die eigenen kommen zu kurz,doch das stimmt nicht.Die holen sich schon die Aufmerksamkeit und die Liebe die sie brauchen.
Ich hatte am Anfang auch immer das Gefühl,meinen weniger Aufmerksamkeit zu schenken als die von meinem Freund,aber es hält sich in der Waage.
Was das Geld anbelangt,da würd ich mit deinem Freund darüber reden.Aber wenn ihr auf das Kindergeld nicht unbedingt angewiesen seid,dann lass es doch der Ex-Frau.So wie ich dich verstanden habe,leben die kinder überwiegend bei Euch im Haushalt und dann muss er nicht mal Unterhalt zahlen.Sicher fehlt einem das Geld irgendwo,aber wie gesagt,wenn ihr nicht drauf angewiesen seid.........
Wenn du willst kannst mir ja auch auf meine E-Mail Adresse schreiben strandkrabbe@gofeminin.de dann könnne wir mal schreiben und uns austauschen.
Bis dahin alles Liebe und Gute

Gruß Strandkrabbe

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17. April 2002 um 16:10
In Antwort auf strandkrabbe

Hallo
Hallo Carmen
es ist nie leicht eine Patchwork-Familie unter einen Hut zu bringen.
Ich kenne die Situation.Ich versuche halt immer meine Kinder genauso zu behandeln,wie die von meinem Freund.Ich will ihnen nicht die Mutter ersetzen,denn sie haben ja eine.Ich versuche nur eine Freundin zu sein.Und du kannst es nie allen Recht machen,würde auch nciht gehen,wenn es alle deine wären.
Was die Sache mit Tom angeht,versuch doch einen Kompromiss zu finden.Probier es doch einfach mal ein paar Wochen aus und wenn sich alle drei gut verstehen und nicht miteinander zanken und streiten,lass ihn dabei sein.Man kann doch auch zudritt was machen ohne das deine beiden darunter leiden müssen.Ich finde es schön von Tom,dass er auf dich zugegangen ist,denn das beweißt doch,dass er dich mag und das ist doch viel wert.
Wenn du mehr Zeit mit deinen Töchtern verbringen willst,macht doch einen "Damenabend" wo kein anderer dabei sein darf.So mit in einem Bett schlafen und über Dinge reden die ihnen wichtig sind.Kommen oder sind ja bald in der Pubertät und da gibt es bestimmt eine Menge zu bequatschen.Da fällt euch bestimmt einiges dazu ein.
Ich weiß,dass man als Mutter manchmal,dass Gefühl hat die eigenen kommen zu kurz,doch das stimmt nicht.Die holen sich schon die Aufmerksamkeit und die Liebe die sie brauchen.
Ich hatte am Anfang auch immer das Gefühl,meinen weniger Aufmerksamkeit zu schenken als die von meinem Freund,aber es hält sich in der Waage.
Was das Geld anbelangt,da würd ich mit deinem Freund darüber reden.Aber wenn ihr auf das Kindergeld nicht unbedingt angewiesen seid,dann lass es doch der Ex-Frau.So wie ich dich verstanden habe,leben die kinder überwiegend bei Euch im Haushalt und dann muss er nicht mal Unterhalt zahlen.Sicher fehlt einem das Geld irgendwo,aber wie gesagt,wenn ihr nicht drauf angewiesen seid.........
Wenn du willst kannst mir ja auch auf meine E-Mail Adresse schreiben strandkrabbe@gofeminin.de dann könnne wir mal schreiben und uns austauschen.
Bis dahin alles Liebe und Gute

Gruß Strandkrabbe

Danke!!!
Hallo liebe Strandkrabbe!

Vielen Dank für deine Antwort.

Habe dir sofort eine Mail geschickt.

Bis dann

liebe Grüße

Carmen

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24. September 2006 um 14:14
In Antwort auf Carmen4

Hallo liebe Seefee
Glaube mir, bei mir gehen die Kinder auch immer vor!
Das ist genau der Grund warum ich mir Sorgen mache. Meine 2 haben es nicht ganz einfach in dieser Situation (eingentlich haben es alle 4 nicht leicht, ich weiß). Es belastet sie, dass sie mich nie für sich alleine haben. Noch dazu wissen sie, dass ich, wenn sie beim Papa sind, trozdem für die beiden anderen sorge. Ich weiß genau, dass sie das teilweise belastet.
Aber in einem hast du vollkommen recht : ich darf es nicht so schwer nehmen. Leider ist es nicht immer einfach das umzusetzen. Mein Mutterinstinkt bringt mich immer wieder dazu, meine Kinder schützen zu wollen. Ich wollte ihnen diese paar Stunden in denen etwas mehr Ruhe herrscht, nicht nehmen.
Ich habe auch immer alles getan, damit die Kinder meines Partners sich bei uns wohl fühlen und ich glaube, dass wir das auch geschafft haben. Und in der Woche wo meine zwei beim Vater sind, kann ich mich auch ganz intensiv mit Tom und Lara beschäftigen. Aber es ist verdammt anstrengend, für alle 4 gleichermaßen viel Aufmerksamkeit aufzubringen, leider....

Vielen Dank erstmal für deine Meinung.

Grüße

Carmen

Anderer Rat
Hallo Carmen,


ich würde mir meine Weiberabende nicht so einfach

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24. September 2006 um 14:18
In Antwort auf Carmen4

Hallo liebe Seefee
Glaube mir, bei mir gehen die Kinder auch immer vor!
Das ist genau der Grund warum ich mir Sorgen mache. Meine 2 haben es nicht ganz einfach in dieser Situation (eingentlich haben es alle 4 nicht leicht, ich weiß). Es belastet sie, dass sie mich nie für sich alleine haben. Noch dazu wissen sie, dass ich, wenn sie beim Papa sind, trozdem für die beiden anderen sorge. Ich weiß genau, dass sie das teilweise belastet.
Aber in einem hast du vollkommen recht : ich darf es nicht so schwer nehmen. Leider ist es nicht immer einfach das umzusetzen. Mein Mutterinstinkt bringt mich immer wieder dazu, meine Kinder schützen zu wollen. Ich wollte ihnen diese paar Stunden in denen etwas mehr Ruhe herrscht, nicht nehmen.
Ich habe auch immer alles getan, damit die Kinder meines Partners sich bei uns wohl fühlen und ich glaube, dass wir das auch geschafft haben. Und in der Woche wo meine zwei beim Vater sind, kann ich mich auch ganz intensiv mit Tom und Lara beschäftigen. Aber es ist verdammt anstrengend, für alle 4 gleichermaßen viel Aufmerksamkeit aufzubringen, leider....

Vielen Dank erstmal für deine Meinung.

Grüße

Carmen

Anderer Rat 2
Hallo Carmen,


mist, nun ist mein Beitrag gelöscht. *grmpf*.

Also kurz zusammengefaßt habe ich geschrieben, daß du dir deine Abende mit deinen Töchtern nicht nehmen lassen solltest.
Wenn dein Stiefsohn nicht zu seiner Mutter will, muß dein LG sehen, wie er ihn betreuen läßt.
DU bist nämlich mit deinen Töchtern beschäftigt und nicht zuständig!!!

Diese Abende sind euch überaus wichtig und niemand hat das Recht dazu das moralisch in Frage zu stellen.

usw......

Gruß, Schildi

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30. Oktober 2007 um 19:07

Zwei Anregungen!
1.) In einer Patchworkfamilie sind gemeinsame Zeiten in allen möglichen Kombinationen notwendig. D.h. einmal du mit deinen Töchtern, einmal du mit deinem Freund, einmal du mit seinem Sohn, etc. Und irgendwann auch du allein! Kannst du nicht eine Art "Tauschhandel" finden? Tom kann Mittwoch nachmittag zu dir, dafür macht dein Freund einmal etwas mit allen Kids, sodass du ganz frei hast. Oder: Toms Mutter spielt euch einmal die Woche frei (wenn deine Töchter beim Vater sind), damit ihr Pärchenabend habt.

2.) Redet über Bedürfnisse, nicht Lösungen. Was steckt dahinter, dass Tom Mittwoch nicht zu seiner Mutter will? (Ist das nicht eigentlich ein Kompliment an dich?) Er gibt schon Gründe dafür an, aber das muss ja nicht seine wirkliche Motivation sein. Vielleicht hat er den Eindruck, dass ihr es viel lustiger habt in derselben Zeit. Oder... Genauso deine Motivation: Was ist dir wichtig an der Zeit mit deinen Töchtern? Muss sie Mittwoch nachmittag sein, oder lässt sich da irgendwas an der bestehenden Regelung ändern, sodass letztlich alle glücklich sind?

Aus eigener Erfahrung kann ich sagen: Regelungen - auch wenn sie sich bewährt haben - kann man durchaus dann und wann gemeinsam hinterfragen. Vielleicht sind sie schon lange überholt und es hat sich bloß keiner was sagen getraut...

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21. Dezember 2007 um 16:51

Patchwork Familie klappt das?!
Hallo Carmen,

zu Deinem speziellen Problem ist der Rat eines/r professionellen Eheberaters/in am sinnvollsten, wenngleich ich weiss,dass der Schritt dort hin einige Überwindung für alle Beteiligten darstellt. Die Einbeziehung der Eltern ist aber unabdingbar!
Für Dich und alle anderen Leser möchte ich in aller Kürze meine Erfahrung aus einer ähnlichen Konstellation schildern. Nach langjähriger Ehe (auch Patchwork-Family mit 3 Kindern)kam "Knall auf Fall" die schmerzhafte Trennung. Nach einiger Zeit die neue Partnerin als sog. Traumfrau.. auch getrennt lebend mit 2 Kindern beim Ex. Die Beziehung ist ca. 16 Monate traumhaft. Der Anfang vom Ende beginnt mit dem Einzug Ihrer Tochter (17)in unseren gemeinsamen Haushalt, ...mein Sohn (12) lebt bei seiner Mutter u. kommt 14tägig zu Besuch. Das Trauerspiel sind die klassischen Eifersüchteleien, eine schleichende Vereinnahmung des gemeinsamen Haushalts, Pupertätsprobleme und..und..und! Für so manche alles schon bekannt. Jede Mutter und jeder Vater wird seinem Kind gegenüber loyal agieren! Jede noch so gut geführte, liebevolle Partnerschaft gerät hier auf den Prüfstand ...ist und bleibt ein Eiertanz, bei dem am Ende nur Verlierer übrig bleiben,- vorausgesetzt es werden keine absolut klaren Regeln vereinbart. Finanzielle Notwendigkeiten bzw. Probleme führen meist zum "Aus", weil dann letztlich von den letzten Reserven der Beziehung gezehrt wird.
Fazit: Lasst Geld aus dem Spiel und versucht zunächst mit unabhängiger Hilfe..also Familien-u.Eheberatung ein tragfähiges Gerüst für eine Patchwork-Familie zu finden. Und das wird viel Arbeit! Ich wünsche Dir/Euch mehr Glück!

Liebe Grüße

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29. Mai 2008 um 13:51

Eigene Erfahrung mit einer Patchworkfamilie
Liebe Carmen,

ich habe deinen Beitrag gelesen und habe vielfach meine Situation darin wiedererkannt. Ich bin schon länger auf der Suche nach Personen oder Patchworkfamilien, wo man seine Erfahrungen oder aber seine Ängste, seinen Ärger oder aber seine guten Erfahrungen austauschen kann. Leider habe ich bisher nichts Geeignetes finden können. Ich an Ihrer Stelle würde jedenfalls nicht gefrustet die ganze neue Situation hinnehmen, sondern mit ihrem Freund mal ernsthaft und in Ruhe reden. Notfalls würde ich noch einen neutralen Familienberater hinzuziehen, der dann evtl. Vorschläge machen kann, so dass alle zufrieden sind und jeder dem anderen ein Stück entgegen kommen musst. Ich habe selbst die Erfahrung gehabt, dass mein Sohn (ich habe nur ein Kind) gerne auch mal die Zeit mit mir alleine verbringt und ich sie ihm auch gerne gebe. Es ist schließlich so, dass man das eigene Kind doch mehr liebt, als das Kind des Partners (Blut ist dicker als Wasser). Ich finde jedenfalls, dass jeder in der Familie seine Wünsche äußern soll, ohne dass die anderen zuviel nachgeben müssen. Vielleicht setzen Sie sich doch mal mit allen Kindern und Ihrem Partner an einem Tisch und sprechen einfach über Ihre Wünsche?!.

Jedenfalls hoffe ich, Ihnen ein bisschen geholfen zu haben. Tatsache ist, dass eine Patchworkfamilie anstrengend ist und oftmals auch ein paar Tränchen vergossen werden.

Ich wünsche Ihnen jedenfalls alles alles Gute.

Liebe Grüße

Sabine (zottelhexe70)

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12. Dezember 2008 um 23:44
In Antwort auf suppenschildi

Anderer Rat 2
Hallo Carmen,


mist, nun ist mein Beitrag gelöscht. *grmpf*.

Also kurz zusammengefaßt habe ich geschrieben, daß du dir deine Abende mit deinen Töchtern nicht nehmen lassen solltest.
Wenn dein Stiefsohn nicht zu seiner Mutter will, muß dein LG sehen, wie er ihn betreuen läßt.
DU bist nämlich mit deinen Töchtern beschäftigt und nicht zuständig!!!

Diese Abende sind euch überaus wichtig und niemand hat das Recht dazu das moralisch in Frage zu stellen.

usw......

Gruß, Schildi

Aus der Sicht eines Mannes...
Ich habe mich von meiner Frau, mit der ich drei Töchter habe, vor über zwei Jahren getrennt. Sie hat die Trennung gut verkraftet, war sie doch bereits zwei Monate später von ihrem jetzigen Lebensgefährten schwanger. Der Sohn, den sie bekam, ist mittlerweile mein Patenkind... Alles war okay, ich lebte im eigenen Haus in meiner eigenen Wohnung, meine Frau mit ihrer neuen Familie eine Wohnung drüber und unsere drei Töchter ganz oben.

Das Drama begann, als ich mich entgegen meiner Vorsätze vor ca. 8 Monaten in meine Traumfrau verliebt habe.
Sie ist seit sechs Jahren verwitwet und hat zwei Kinder im Alter meiner Töchter. Die Ränkespiele seitens meiner Frau begannen. Es ging so weit, dass ich nach sechs Wochen zu meiner Freundin zwei Orte weiter zog.
Die Situation war sehr schwer für mich, da ich meine Kinder plötzlich nicht mehr ständig um mich hatte. Zudem musste ich mich nun mit zwei Kindern auseinandersetzen, die ich noch gar nicht wirklich kannte. Ich hatte ständig ein schlechtes Gewissen meinen Mäusen gegenüber und gefehlt haben sie mir auch sehr.

Meine jetzige Freundin hat ebenfalls durchwachsene Gefühle meine Kinder betreffend. Manchmal mag sie sie, dann die eine oder andere wiederum nicht, weil sie sich daneben benommen hat. Sie lehnte es bisher ab, dass eines meiner Kinder zu uns zieht. Auch mag sie es nicht, wenn ständig eines meiner Kinder bei uns ist, weil das ihre Familienidylle stört. Sie ist sauer, wenn sich eine meiner Töchter mal auf meinen Schoß setzt oder sonst irgendwie mal meine Nähe sucht. Sie lehnte es ab, wurde regelrecht sauer, als ich ihr erzählte, dass meine älteste Tochter, sie wird 14, den Wunsch äußerte, mal ein paar Stunden mit ihrem Vater allein zu verbringen.

Ich spiele mit dem Gedanken, wieder in meine alte Wohnung zu ziehen, um wieder für meine Kinder da zu sein... Habe ich übrigens erwähnt, dass ich meine Freundin sehr liebe? Das hält mich davon ab, weil ich auf eine Änderung ihrer Einstellung gegenüber meinen Kindern hoffe.

Wäre schön, wenn man mir da weiterhelfen könnte.

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19. Januar 2012 um 14:39

Die Dinge beim Namen nennen....
Hallo,

habe grade einen langen Beitrag geschrieben, jetzt ist er weg! Vielleicht das wichtigste nochmal: Du solltest deinem Freund klarmachen, daß es nicht um Abmachungen geht, sondern darum, Zeit ALLEINE mit deinen Kindern zu verbringen. Dann DARUM geht es dir doch und deinen Kindern und das ist euer gutes Recht. Es klingt so, als wolltest du ausweichen, dich auf Abmachungen und Regeln berufen. Sei ehrlich, auch wenn du meinst, es schlägt ihm bitter auf. Er wird es verstehen. Dein Freund kann nicht erwarten, daß du seinen Sohn immer dabei haben willst. Tom ist (deiner Schilderung nach) schwierig und das hat Gründe, die ihr auch in Angriff nehmen solltet (Hilferuf nach Aufmerksamkeit....?) - vor allem dein Partner, denn du verbrennst dir vielleicht nur die Finger dabei. Aber sein Vater verzeiht ihm viel mehr als du es jemals tun wirst. Das ist nun mal so, denn Blut ist dicker als Wasser. Ich lebe auch in einer Patchworkfamilie mit "zusammengewürfelten" Kindern und jeder muß dort erstmal seine Lücke und seinen Platz finden. Dennoch ist die Zeit mit den leiblichen Kindern gaaaanz wichtig, denn IHR Erwachsene seid aus Liebe zusammengezogen, die Kinder hat keiner gefragt und sie müssen nun eure Liebe noch teilen. Das wird auch dein Partner verstehen. Wichtig, denke ich, daß ihr an einem Strang zieht, sonst läuft es langfristig nicht. Viel Erfolg dir

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19. Januar 2012 um 14:48

Ohoh
Habe grade gesehen, daß der Beitrag ja schon steinalt ist....(seid ihr noch zusammen?) Das kommt davon, wenn man sich grade erst anmeldet und nicht aufs Datum achtet....

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26. Januar 2012 um 8:42
In Antwort auf nofeminin1

Aus der Sicht eines Mannes...
Ich habe mich von meiner Frau, mit der ich drei Töchter habe, vor über zwei Jahren getrennt. Sie hat die Trennung gut verkraftet, war sie doch bereits zwei Monate später von ihrem jetzigen Lebensgefährten schwanger. Der Sohn, den sie bekam, ist mittlerweile mein Patenkind... Alles war okay, ich lebte im eigenen Haus in meiner eigenen Wohnung, meine Frau mit ihrer neuen Familie eine Wohnung drüber und unsere drei Töchter ganz oben.

Das Drama begann, als ich mich entgegen meiner Vorsätze vor ca. 8 Monaten in meine Traumfrau verliebt habe.
Sie ist seit sechs Jahren verwitwet und hat zwei Kinder im Alter meiner Töchter. Die Ränkespiele seitens meiner Frau begannen. Es ging so weit, dass ich nach sechs Wochen zu meiner Freundin zwei Orte weiter zog.
Die Situation war sehr schwer für mich, da ich meine Kinder plötzlich nicht mehr ständig um mich hatte. Zudem musste ich mich nun mit zwei Kindern auseinandersetzen, die ich noch gar nicht wirklich kannte. Ich hatte ständig ein schlechtes Gewissen meinen Mäusen gegenüber und gefehlt haben sie mir auch sehr.

Meine jetzige Freundin hat ebenfalls durchwachsene Gefühle meine Kinder betreffend. Manchmal mag sie sie, dann die eine oder andere wiederum nicht, weil sie sich daneben benommen hat. Sie lehnte es bisher ab, dass eines meiner Kinder zu uns zieht. Auch mag sie es nicht, wenn ständig eines meiner Kinder bei uns ist, weil das ihre Familienidylle stört. Sie ist sauer, wenn sich eine meiner Töchter mal auf meinen Schoß setzt oder sonst irgendwie mal meine Nähe sucht. Sie lehnte es ab, wurde regelrecht sauer, als ich ihr erzählte, dass meine älteste Tochter, sie wird 14, den Wunsch äußerte, mal ein paar Stunden mit ihrem Vater allein zu verbringen.

Ich spiele mit dem Gedanken, wieder in meine alte Wohnung zu ziehen, um wieder für meine Kinder da zu sein... Habe ich übrigens erwähnt, dass ich meine Freundin sehr liebe? Das hält mich davon ab, weil ich auf eine Änderung ihrer Einstellung gegenüber meinen Kindern hoffe.

Wäre schön, wenn man mir da weiterhelfen könnte.

Na endlich mal die Sicht des Mannes
Hallo nofeminin1,

dein Beitrag ist schon sehr alt.. ich wollte mal nachfragen wie es nun bei dir weitergegangen ist? Hat deine Freundin sich beruhigt? Das sie sauer ist wenn deine Töchter sich auf deinen Schoß setzten finde ich total übertrieben.. das geht gar nicht! Schliesslich bist du ihr Vater!
Wenn der Sohn meines Freundes da ist (und er ist oft da) würde ich nie dazwischen gehen wenn die beiden kuscheln. Warum auch?

LG

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