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Patchwork bedroht unsere Ehe

2. März 2010 um 15:26

Liebe Patchworker,

mein Mann und ich sind ein absolutes Traumpaar! Ich habe noch nie einen so tollen Mann gekannt und liebe ihn mit jedem Tag mehr! Wir streiten nie, außer seine Kinder, 7 & 13, kommen zu uns...

Es ist so, als sei er dann mit einem Schlag ein vollkommen anderer: permanent gestresst, nervös, der absolute Spaß-keine-Regeln-Papa und Rund-um-die-Uhr-Unterhalter der Kinder sowie Krieger gegen alle, die irgendwie Kritik an dem Modell äußern könnten, vor allem mit mir. Das kleinste Wort kann in dieser hoch angespannten Situation schon einen Streit auslösen, denn, klar, Stiefmütter sind ja einfach nur böse.

Leider habe ich seit Beginn der Schwangerschaft kein sonderlich gutes Immunsystem und so gerade im Februar z.B. den ersten Lippenherpes meines Lebens gehabt, etc. Aber dafür kann ich doch nichts, ich habe mir das nicht ausgesucht... Mein Mann hat mich übrigens angesteckt.

Anfang des Jahres hatte ich mich auch schon bei seiner Tochter angesteckt, die 5 Tage lang hustete, als sie bei uns war. Ich habe 2 Wochen im Bett gelegen und hatte wahnsinnige Sorgen um unser Kind, vor allem als die Erkältung oder Grippe in Richtung Lungen wanderte.

Nun kam sie wieder mit Husten bei uns an und ich bat meinen Mann, dass sie diesmal wieder zu ihrer Mutter geht und dann einfach sein Sohn bei uns bleibt, was ja auch mal schön ist, wenn man so als "Einzelkind" verwöhnt wird. Und dann die Kleine mal zu uns alleine kommt, wenn sie wieder gesund ist, eine kleine Änderung der Besuchsregelung also, damit ich nicht schon wieder krank werde. Im Januar hatte ich übrigens die Grippe, im Februar den Herpes, jedes Mal Sorgen, und im März wollte ich einfach gesund sein.

Mein Mann sprang, noch ehe ich ausgeredet hatte, wütend aus dem Bett und ist am nächsten Tag mit den Kindern für das Wochenende ausgezogen, so dass ich ganz alleine war. Er meinte auch, dass ich sie wie "Penner" raus geworfen hätte, dabei habe ich nur erklärt, dass ich gesund bleiben wollte, für unser Kind. Ich hatte das ja schon mal erlebt, nur einen Monat zuvor. Es ging mir einzig und alleine um unser Kind, noch nicht einmal um mich...

Vor lauter Aufregung habe ich wahnsinnige Schmerzen bekommen und war sogar bei der Frauenärztin, weil ich befürchtete, dass meine Wehen eingesetzt hätten. Mein Mann war jedoch noch immer so wütend, er hat noch nicht mal angerufen, geschweige denn mir geholfen.

Was soll ich nur tun? Wieso lässt er mich jedes Mal so alleine, wenn die Kinder da sind und ist so liebevoll, wenn sie wieder weg sind. Wie soll ich ihm verzeihen, dass er mich und das Kind in meinem Bauch so behandelt? Ich fühle mich unendlich verraten und alleine und anstelle, dass er uns beschützt, erlebe ich eine so ungeheure Wut, sobald es um seine Kinder geht, aber wir haben doch auch bald ein Kind...

Jetzt haben wir uns wieder angenähert, aber ich fühle einen so grenzenlosen Verrat darüber, dass es ihm anscheinend total egal ist, ob unser Baby und ich gesund sind. So einen Schmerz, so eine Wertlosigkeit, habe ich noch nie gefühlt.

Wir können über alles reden, nur nie über seine Kinder. Auch in der Schwangerschaft sind ihm seine festen Besuchszeiten, 10 Tage im Monat, anscheinend wichtiger, als unsere Gesundheit und ich höre nur "im Kino oder in der Bahn kannst Du Dich auch anstecken". Ich wechsele allerdings schon immer die Bahn, wenn jemand hustet, denn spätestens mit dem Lippenherpes war klar, dass mein Immunsystem einfach im Keller ist und ich versuche möglichst viel, um unser Baby zu schützen.

Was soll ich nur tun???

Lea

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2. März 2010 um 18:05

Loyalitätskonflikte einerseits und Eifersucht anderseits?
Hallo Lea,

... ich hab Deinen Betrag gelesen und hoffe Dich etwas beruhigen zu können. Ich hatte selber vier
Schwangerschaften und lebe mit einem Stiefsohn und habe noch eine Stieftochter, die bei der Mutter wohnt ...

Spätestens beim 2.Kind wirst Du merken, dass Du Dein 1. Kind nicht wegorganisierst, wenn du krank bist, weil Du ja schwanger bist ... Beim 3. erst recht nicht ... Du kannst Deinen Körper ruhig etwas mehr vertrauen ...

Dein Mann hat schon 2 Schwangerschaften mitbekommen und ist da sicher nicht unsensibel sondern hat vielleicht schon etwas mehr Vertrauen in den Verlauf.

Bist du evt. eifersüchtig darauf ... Für dich ist schließlich alles neu und einzigartig ...

Wenn dasder Grund ist, dann hilft es nur, realistisch zu sein und beides!! zu leben. Diese Ausschließlichkeit bekommt frau nicht bei einem "gebrauchten" Mann,zumindest nicht an 30 Tagen im Monat.

Wie kommst du auf die Idee, dass ihn die 10 Tage im Monat wichtiger sind, vermutlich sind sie im wichtig, vermutlich nicht mehr und nicht weniger. Und das ist ja auch richtig, sowohl seinen Kindern gegenüber als auch eurem Kind gegenüber, er ist gleichwertig Papa für alle 3. (Sachlich gesehen, ist doch diese zeitliche Begrenzung eher die unnatürliche Variante, die den meisten Vätern abverlangt wird)

Vielleicht genießt du die Zeiten die du mit Deinem Partner alleine hast und versuchst alle Zeiten in die Kinder Deines Partners da sind, als Familie zu leben. Sie gehören auch zu dir, egal ob krank, gesund, traurig oder gut gelaunt ...und dazu gehört auch mehr Leben im Haus ...,wenn nicht, stupst du da vielleicht einen Selbstläufer an, den du gar nicht willst. Vermutlich entspannt sich auch Dein Mann, wenn er merkt, dass Du eure Familie lebst...

und Du Dich auch ...

Dieses viel gelesenen "Deine-Meine-Unsere"-Kinder-Di fferenzierung ist meiner Meinung nach Gift für eine Partnerschaft, alle Familienmitglieder auch innerhalb ihrer Rollen als solche zu sehen, als eigenständige kleine oder große Persönlichkeiten und nicht als das Kind von der/dem Ex hat für mich mehr Klarheit in den Beziehungen ohne Loyalitätskonfikte.

Vielleicht schaffst du dir eine gemütliche Ruhezone in Eurer Wohnung, damit du dich etwas zurückziehen kannst, wenns mal zur turbulent wird und die hat dann auch jeder zu akzeptieren.
Die Kinder sind ja nicht mehr klein - vielleicht können sie auch mehr in die Schwangeschaft mit eingebunden werden,z.b mit gut bebilderten Büchern, mit Ultraschallbild, mit Baby-strampelt-fühlen etc.

.. ich hoffe Du bist mir jetzt nicht bös, dass ich dich nicht so sehr bestätigt habe, hoffe aber Du findest in meinen anderen Blickwinkel den ein oder anderen brauchbaren Ansatz für Dich.

Ich wünsche Dir alles Gute für Euch 5

Lg Lisa

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3. März 2010 um 11:18

Hi Lea,
ich finde, du hast das Recht, eine besondere Aufmerksamkeit einzufordern oder auch mal über zu reagieren - du bist schwanger. Es ist das erste Mal und alles ist neu für dich.

Dass er das schon mal erlebt hat und damit "abgeklärter" ist, ist für mich kein Argument, das von dir ebenfalls zu verlangen. Du hast diese Erfahrung nicht. Er ist dein Mann und muss doch auf dich eingehen, auch, wenn du mal in seinen Augen übertreibst.

So wie du auf ihn und seine spezielle Situation eingeht, Du unterstützt ihn mit seinen Kindern, hast dich auf diese für dich neue Situation eingelassen. Du kannst also auch von ihm erwarten, dass er sich auch auf dich und die für dich neue Situation mit der Schwangerschaft einlässt. Eine Beziehung ist ein Geben und Nehmen.

Es ist richtig, dass er seine Kinder nicht von dir fernhalten kann und soll, weil du schwanger bist und Angst vor Viren etc. hast. Doch wie du seine Reaktion hier beschreibst, das finde ich total übertrieben. Hat er noch nie etwas von Rücksicht nehmen gehört? Will er das seinen Kindern nicht vorleben?

Was spricht dagegen, einen Kompromiss zu finden, etwa das, was du vorgeschlagen hast oder z.B. dass er den Kindern erklärt, dass sie, wenn sie krank sind, nicht zu viel in deine Nähe gehen sollen, weil das dir und dem Baby - ihrem Geschwister! - schaden könnte. Eben zeigen, dass er dich auch versteht und das auch von seinen Kindern verlangt. Er könnte mit ihnen z.B. den Tag draußen verbringen, seine Eltern besuchen etc., dann ist die Ansteckungsgefahr für dich auch kleiner.

Die Kinder müssen doch lernen, auf ihr kleines Geschwister Rücksicht zu nehmen, das ist die Rolle der Großen, auch in einer "intakten" Familie. Wie soll denn das werden, wenn das Baby erst da ist.

Aber einfach beleidigt abhauen - das zeugt für mich nicht von Reife, von einer erwachsenen Diskussionskultur und schon gar nicht von einer gleichwertigen Behandlung der Mitglieder seiner Familie, also dir und den Kindern.

Ich kann dir leider auch nicht raten, was du tun sollst, außer nochmal in Ruhe und ohne Vorwüfe, wenn die Kinder nicht da sind und wenn ihr entspannt seid, mit ihm zu reden. Nicht nur über das aktuelle Thema, sonder darüber, welchen Stellenwert du in dem Ganzen hast und warum er keine Kritik von dir an seinem Lebensmodell mit den Kindern zulassen kann und dich damit ausschließt.

Lieben Gruß

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4. März 2010 um 12:37
In Antwort auf apfelzimt

Hi Lea,
ich finde, du hast das Recht, eine besondere Aufmerksamkeit einzufordern oder auch mal über zu reagieren - du bist schwanger. Es ist das erste Mal und alles ist neu für dich.

Dass er das schon mal erlebt hat und damit "abgeklärter" ist, ist für mich kein Argument, das von dir ebenfalls zu verlangen. Du hast diese Erfahrung nicht. Er ist dein Mann und muss doch auf dich eingehen, auch, wenn du mal in seinen Augen übertreibst.

So wie du auf ihn und seine spezielle Situation eingeht, Du unterstützt ihn mit seinen Kindern, hast dich auf diese für dich neue Situation eingelassen. Du kannst also auch von ihm erwarten, dass er sich auch auf dich und die für dich neue Situation mit der Schwangerschaft einlässt. Eine Beziehung ist ein Geben und Nehmen.

Es ist richtig, dass er seine Kinder nicht von dir fernhalten kann und soll, weil du schwanger bist und Angst vor Viren etc. hast. Doch wie du seine Reaktion hier beschreibst, das finde ich total übertrieben. Hat er noch nie etwas von Rücksicht nehmen gehört? Will er das seinen Kindern nicht vorleben?

Was spricht dagegen, einen Kompromiss zu finden, etwa das, was du vorgeschlagen hast oder z.B. dass er den Kindern erklärt, dass sie, wenn sie krank sind, nicht zu viel in deine Nähe gehen sollen, weil das dir und dem Baby - ihrem Geschwister! - schaden könnte. Eben zeigen, dass er dich auch versteht und das auch von seinen Kindern verlangt. Er könnte mit ihnen z.B. den Tag draußen verbringen, seine Eltern besuchen etc., dann ist die Ansteckungsgefahr für dich auch kleiner.

Die Kinder müssen doch lernen, auf ihr kleines Geschwister Rücksicht zu nehmen, das ist die Rolle der Großen, auch in einer "intakten" Familie. Wie soll denn das werden, wenn das Baby erst da ist.

Aber einfach beleidigt abhauen - das zeugt für mich nicht von Reife, von einer erwachsenen Diskussionskultur und schon gar nicht von einer gleichwertigen Behandlung der Mitglieder seiner Familie, also dir und den Kindern.

Ich kann dir leider auch nicht raten, was du tun sollst, außer nochmal in Ruhe und ohne Vorwüfe, wenn die Kinder nicht da sind und wenn ihr entspannt seid, mit ihm zu reden. Nicht nur über das aktuelle Thema, sonder darüber, welchen Stellenwert du in dem Ganzen hast und warum er keine Kritik von dir an seinem Lebensmodell mit den Kindern zulassen kann und dich damit ausschließt.

Lieben Gruß

Danke
für Deine unterstützenden Worte. Bisher haben wir es noch nicht geschafft, miteinander vernünftig zu reden. Da hat auch damit zu tun, dass ich wir einfach ein wenig "Ruhe und Gelassenheit" für den Bauch wollen. Aber wir überlegen eine Therapie nach der Geburt.

Ich finde Dein Argument mit dem "Vorleben" ganz gut. Das werde ich im Kopf behalten.

Nächsten Mittwoch kommen die Kinder wieder und ich hoffe, wir können alle eine schöne Zeit miteinander verleben. Irgendwie fürchte ich aber schon den nächsten Streit und ich verstehe einfach nicht, weshalb das jedes Mal so sein muss.

Patchwork ist soo schwer...

Liebe Grüße

Signe

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4. März 2010 um 12:46
In Antwort auf nelle_12316143

Loyalitätskonflikte einerseits und Eifersucht anderseits?
Hallo Lea,

... ich hab Deinen Betrag gelesen und hoffe Dich etwas beruhigen zu können. Ich hatte selber vier
Schwangerschaften und lebe mit einem Stiefsohn und habe noch eine Stieftochter, die bei der Mutter wohnt ...

Spätestens beim 2.Kind wirst Du merken, dass Du Dein 1. Kind nicht wegorganisierst, wenn du krank bist, weil Du ja schwanger bist ... Beim 3. erst recht nicht ... Du kannst Deinen Körper ruhig etwas mehr vertrauen ...

Dein Mann hat schon 2 Schwangerschaften mitbekommen und ist da sicher nicht unsensibel sondern hat vielleicht schon etwas mehr Vertrauen in den Verlauf.

Bist du evt. eifersüchtig darauf ... Für dich ist schließlich alles neu und einzigartig ...

Wenn dasder Grund ist, dann hilft es nur, realistisch zu sein und beides!! zu leben. Diese Ausschließlichkeit bekommt frau nicht bei einem "gebrauchten" Mann,zumindest nicht an 30 Tagen im Monat.

Wie kommst du auf die Idee, dass ihn die 10 Tage im Monat wichtiger sind, vermutlich sind sie im wichtig, vermutlich nicht mehr und nicht weniger. Und das ist ja auch richtig, sowohl seinen Kindern gegenüber als auch eurem Kind gegenüber, er ist gleichwertig Papa für alle 3. (Sachlich gesehen, ist doch diese zeitliche Begrenzung eher die unnatürliche Variante, die den meisten Vätern abverlangt wird)

Vielleicht genießt du die Zeiten die du mit Deinem Partner alleine hast und versuchst alle Zeiten in die Kinder Deines Partners da sind, als Familie zu leben. Sie gehören auch zu dir, egal ob krank, gesund, traurig oder gut gelaunt ...und dazu gehört auch mehr Leben im Haus ...,wenn nicht, stupst du da vielleicht einen Selbstläufer an, den du gar nicht willst. Vermutlich entspannt sich auch Dein Mann, wenn er merkt, dass Du eure Familie lebst...

und Du Dich auch ...

Dieses viel gelesenen "Deine-Meine-Unsere"-Kinder-Di fferenzierung ist meiner Meinung nach Gift für eine Partnerschaft, alle Familienmitglieder auch innerhalb ihrer Rollen als solche zu sehen, als eigenständige kleine oder große Persönlichkeiten und nicht als das Kind von der/dem Ex hat für mich mehr Klarheit in den Beziehungen ohne Loyalitätskonfikte.

Vielleicht schaffst du dir eine gemütliche Ruhezone in Eurer Wohnung, damit du dich etwas zurückziehen kannst, wenns mal zur turbulent wird und die hat dann auch jeder zu akzeptieren.
Die Kinder sind ja nicht mehr klein - vielleicht können sie auch mehr in die Schwangeschaft mit eingebunden werden,z.b mit gut bebilderten Büchern, mit Ultraschallbild, mit Baby-strampelt-fühlen etc.

.. ich hoffe Du bist mir jetzt nicht bös, dass ich dich nicht so sehr bestätigt habe, hoffe aber Du findest in meinen anderen Blickwinkel den ein oder anderen brauchbaren Ansatz für Dich.

Ich wünsche Dir alles Gute für Euch 5

Lg Lisa

Hallo Lisa,
ich finde das Argument mit der Eifersucht immer ein wenig schnell hervor gegriffen. Wir beziehen die Kinder übrigens in alles mit ein, Bücher, Strampler, Spielzeug, alles für alle, für die Kinder haben wir "Peter, Ida und Minimum" gekauft, etc.

Ich stelle auch meine Bedürfnisse seit Anbeginn der Partnerschaft unter die der Kinder, d.h. z.B. dass mein Mann mit Ihnen die letzten Weihnachten (und dann bei der Ex) ohne mich verbracht hat oder dass ich das erste Jahr Beziehung nie bei ihm schlief, wenn die Kinder da waren.

Ich will einfach gesund bleiben und da verstehe ich nicht, dass nicht einmal die Besuchsregelung verändert werden kann. Ich weiß nicht, wo das die Gleichwertigkeit aller Kinder sein soll, wenn ich die Grippe bekomme, während die anderen ihrem normalen Leben nachgehen können und ich tagelang im Bett liege?

Liebe Grüße

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4. März 2010 um 16:54
In Antwort auf cass_12776459

Hallo Lisa,
ich finde das Argument mit der Eifersucht immer ein wenig schnell hervor gegriffen. Wir beziehen die Kinder übrigens in alles mit ein, Bücher, Strampler, Spielzeug, alles für alle, für die Kinder haben wir "Peter, Ida und Minimum" gekauft, etc.

Ich stelle auch meine Bedürfnisse seit Anbeginn der Partnerschaft unter die der Kinder, d.h. z.B. dass mein Mann mit Ihnen die letzten Weihnachten (und dann bei der Ex) ohne mich verbracht hat oder dass ich das erste Jahr Beziehung nie bei ihm schlief, wenn die Kinder da waren.

Ich will einfach gesund bleiben und da verstehe ich nicht, dass nicht einmal die Besuchsregelung verändert werden kann. Ich weiß nicht, wo das die Gleichwertigkeit aller Kinder sein soll, wenn ich die Grippe bekomme, während die anderen ihrem normalen Leben nachgehen können und ich tagelang im Bett liege?

Liebe Grüße

Löwen
Hallo Lea, das Buch kenne ich war mal mein Liebingsbuch mit unser inzwischen Großen.
Ja das ist ein sehr großes Opfer das du gebracht hast.
Es klingt für mich auch danach, dass noch zuviel Trennung da ist, wenn ihr die Weihnachten nicht zusammenverbracht habt(war sich in bester Absicht passiert! wie lange seit ihr eigendlich zusammen?) Für mich heißt Patchwork eben auch, dass die Vater-Familie genauso zusammen ist wie die Mutter-Familie, die Ursprungsfamilie gibt es ja nicht mehr.

Das nicht mit einander schlafen ist für mich dann schon eher natürlich als Kennlernsituation für eine kurze Zeit. Ist ja auch fremd wenn plötzlich Kinder da sind, die hereinplatzen könnten. Aber das hatte sich ja gefunden wie ich herauslese.

Mag sein, dass ich bei grippalen Infekten eine andere Einstellung habe wie Du, mir ist die familäre Kettenraktion vielleicht schon selbstverständlicher weil unvermeidbar.

Und natürlich ist deine Schwangerschaft was besonderes und du verdienst viel Aufmerksamkeit. Für mich klingt es aber so, dass du die ja auch bekommst, warum sonst seit ihr ein Traumpaar. Deshalb finde ich es von den Mitschreiberinnen genauso schnell hervorgergriffen Deinen Mann als rücksichtslos darzustellen.

Du reagierst mal über, Dein Mann reagiert mal über - Du reagierst auf das Thema empfindlich, er auch ... Ihr müßt da beide!!!! schnell wieder raus, damit es wieder schön wird ... und Ihr habt ja eure Erwartungen formuliert, vielleicht kannst du nur für Dich handeln oder neue Lösungen zur Diskussion stellen. Vielleicht könnt ihr die medizinische Seite mal gemeinsam beim Gynokologen sachlich klären.

Du hast recht, Patchwork ist schwer, aber Eure Diskussion ist wichtig für Euer weiteres Familienleben, sonst wiederholen sich diese Themen immer wieder...

(Stell dir mal vor, dass getrennte Väter zum Löwen werden, wenn es um ihre Kinder geht - eigentlich wurde das immer Müttern nachgesagt. Ich habe auch einen Löwen zu hause, eigentlich ehrt ihn aber diese Zuverlässigkeit und Kämpfergeist für seine Kinder. Und du bist vielleicht bald selbst so eine Löwin .... )

Ich drücke euch die Daumen auf ein schönes Wochenende ....

LG

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18. März 2010 um 14:22

Hallo Lea
Die Gefühle kenne ich gut. Mein Mann hat einen 4jährigen Sohn und wir haben 2008 ein gemeinsames Kind bekommen, vor ca.3 Wochen das zweite.
Meine Gefühle hab ich hier nieder geschrieben:

http://forum.gofeminin.de/forum/f157/__f328_f157-Mein-Mann-und-sein -Sohn-ich-und-mein-Sohn-die-Ex -und-ihre-Tochter-FOU.html

Klar kann man sich auch woanders anstecken und auch beim leiblichen Geschwisterkind später.
Aber man hat selbst halt noch kein Kind und dennoch nicht die Gelegenheit eine unbelastete Schwangerschaft erleben zu können.
Man muss mit den Nachteilen einer Mehrfachmutter schon als Erstmutter leben.

Das Verhalten Deines Mannes kenne ich zu gut. Das ganze wird zum Tabuthema gemacht. bei uns war es auch so dass alles super ist, bis dahin wo der sohn ins spiel kommt.

Das er so aufgesprungen und gegangen ist hat wohl damit zu tun dass bei ihm wie bei einem tier ein instinkt angesprungen ist, nämlich dass durch neuen nachwuchs der ältere nachwuchs verdrängt werden soll.
Naja, noch ist euer kind auch nicht auf der welt und so lange spielen seine kinder die aller aller erste geige und der bauchbewohner hat nix zu melden.
Du als frau die das kind im bauch trägt und erlebt nimmst es natürlich schon vor der geburt wahr, männer meist erst wenn es draußen ist.
Selbst dann kann es zum komplikationen kommen, wie man aus meinem thread erlesen kann.

Ich denke dass es auch eine rolle spielt dass er dadurch dass er wieder nachwuschs erwartet und das auch noch mit einer anderen frau, ein schlechtes gewissen hat, das er nicht ausspricht, aber an seinem verhalten ablesbar ist.
Da wird er erst recht den älteren nachwuchs versuchen zu schützen und hoch zu halten, um zu kompensieren.
Tja, wenn das eine hochgehalten wird, wird das andere natürlich wie wertlos behandelt und das ist hart in für eine schwangere die gerade schutz und wertschätzung benötigt.
Leider müssen wir als frauen von männern mit rattenschwanz lernen damit zu leben dass wir mit nachteilen leben müssen und stark sein müssen um sie ausgleichen zu können. Es erfordert leider viel Verzicht und vieles was für andere frauen normal ist, ist für uns Luxus.
Traurig aber wahr.

lg

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18. März 2010 um 16:42
In Antwort auf kleinermaulwurff

Hallo Lea
Die Gefühle kenne ich gut. Mein Mann hat einen 4jährigen Sohn und wir haben 2008 ein gemeinsames Kind bekommen, vor ca.3 Wochen das zweite.
Meine Gefühle hab ich hier nieder geschrieben:

http://forum.gofeminin.de/forum/f157/__f328_f157-Mein-Mann-und-sein -Sohn-ich-und-mein-Sohn-die-Ex -und-ihre-Tochter-FOU.html

Klar kann man sich auch woanders anstecken und auch beim leiblichen Geschwisterkind später.
Aber man hat selbst halt noch kein Kind und dennoch nicht die Gelegenheit eine unbelastete Schwangerschaft erleben zu können.
Man muss mit den Nachteilen einer Mehrfachmutter schon als Erstmutter leben.

Das Verhalten Deines Mannes kenne ich zu gut. Das ganze wird zum Tabuthema gemacht. bei uns war es auch so dass alles super ist, bis dahin wo der sohn ins spiel kommt.

Das er so aufgesprungen und gegangen ist hat wohl damit zu tun dass bei ihm wie bei einem tier ein instinkt angesprungen ist, nämlich dass durch neuen nachwuchs der ältere nachwuchs verdrängt werden soll.
Naja, noch ist euer kind auch nicht auf der welt und so lange spielen seine kinder die aller aller erste geige und der bauchbewohner hat nix zu melden.
Du als frau die das kind im bauch trägt und erlebt nimmst es natürlich schon vor der geburt wahr, männer meist erst wenn es draußen ist.
Selbst dann kann es zum komplikationen kommen, wie man aus meinem thread erlesen kann.

Ich denke dass es auch eine rolle spielt dass er dadurch dass er wieder nachwuschs erwartet und das auch noch mit einer anderen frau, ein schlechtes gewissen hat, das er nicht ausspricht, aber an seinem verhalten ablesbar ist.
Da wird er erst recht den älteren nachwuchs versuchen zu schützen und hoch zu halten, um zu kompensieren.
Tja, wenn das eine hochgehalten wird, wird das andere natürlich wie wertlos behandelt und das ist hart in für eine schwangere die gerade schutz und wertschätzung benötigt.
Leider müssen wir als frauen von männern mit rattenschwanz lernen damit zu leben dass wir mit nachteilen leben müssen und stark sein müssen um sie ausgleichen zu können. Es erfordert leider viel Verzicht und vieles was für andere frauen normal ist, ist für uns Luxus.
Traurig aber wahr.

lg

Hallo kleinermmaulwurff
Muss mal kurz nachfragen: Geht es dir und minimaulwurff gut?

Liebe Grüße

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