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Partner geht mit Baby falsch um

4. Mai 2014 um 20:37

Hallo alle,

so ich musste mich jetzt auch mal anmelden und um Hilfe rufen!

Folgendes. Seit unsere kleine Isabel auf der Welt ist, letztes Jahr im September (Momentan im 9. Monat) habe ich das Gefühl, dass mein Partner mit der kleinen alles falsch macht und sie einfach nicht altersgerecht behandelt. Langsam weiß ich nicht mehr, ob ich Recht habe oder einfach nur eine "Übermutter" bin.

Beispiele:

- als Säugling hat er sie in den Zug gestellt mit der Softtasche (auf den Fußboden vor die Balkontür) - als ich ihn drauf ansprach, dass dies nicht gehe sagte er nur, er weiß überhaupt nicht was ein Zug wäre und es ist doch dasselbe wie der Wind draußen und rausgehen tun wir ja auch mit ihr - dasselbe Thema wurde dann auch beim Baden im Badezimmer mit der offenstehenden Tür diskutiert

- hat ihr ständig dreckige und scharfe Alltagsgegenstände zum spielen gegeben (wie z.B. Schlüssel)

- er wollte sie schon seit dem 4. Monat hinstellen, hinsetzen etc. - obwohl überall zu lesen ist, dass dadurch Schäden entstehen könnnen, Babys machen das doch irgendwann von alleine

- er gibt ihr Sachen zu essen, die einfach nicht für sie bestimmt sind - gestern: 3 Tage altes Essen, welches aufgewärmt wurde (mit Ketchup und Senf überschüttet) und noch Blumenkohl enthielt wo sie böse Bauchkrämpfe von bekommt - ständig will er ihr unser gewürztes Essen geben

- gestern ist sie nachts wach geworden und konnte sich schlecht beruhigen...ich habe es mit tragen und beruhigen im Zimmer versucht, wieder ins bett legen mit Hand beruhigen....was macht er, er geht mit ihr ins hell beleuchtete wohnzimmer, gibt ihr essen und zu spielen....nix mit wieder einschlafen....das ging jetzt schon die zweite nacht so, und ich habe angst, dass das jetzt immer so geht...und sie sich daran gewöhnt

- er informiert sich überhaupt nicht über Babys Entwicklung - jedes mal wenn ich was sage ist es erstmal schlecht und ich werde ausgelacht....bringt mich natürlich noch mehr auf die Palme - er sagt, er macht alles so wie er es für richtig hält

Natürlich habe ich alle Themen schon mehrfach angesprochen und immer ist es in einer riesen Diskussion ausgeartet worauf ich überhaupt keine Lust mehr habe. Bald kann ich nicht mehr und es tut mir in der Seele weh, wenn ich daran denke mich von ihm zu trennen, auch um der Kleinen wegen. Aber diese ständigen Diskussionen, das nichtvorhande Vertrauen, wenn er mit ihr alleine ist machen mich mürbe. Ich bin schon drauf und dran zur Familienberatung zu gehen.

Ich muss noch dazu sagen, dass ich das Gefühl habe, dass er wie ein rebellierender kleiner Junge ist. Er will ständig Fernsehen (ich finde das nicht so gut, wenn die kleine da ist), er will ständig laute Musik hören auch abends wenn sie schon schläft. Er ist ständig weg .... bestimmt 4-6 mal die Woche abends was trinken und mein Bett ist links leer (das fing erst an, als ich schwanger war). Am nächsten Morgen vegetiert er vor sich hin bis er um 12 Uhr auf Arbeit muss und erst spät abends wieder nach Hause kommt. Vorher war das alles nicht. Ich frage mich immer was er sich vorstellt, wenn er sein junges Leben weiterleben will, dann hätte er sich kein Kind wünschen sollen. Mein Partner ist übrigens 36 Jahr alt.

Ich könnte jetzt so weiter machen.....aber ich glaube das ist schon mal ein grober Einblick. Es gibt natürlich noch viele andere Sachen. Dann mal los...ich bin auch Kritikfähig und nehme gerne Vorschläge an.

Liebe Grüße
Hanna

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5. Mai 2014 um 10:21

Hallo!
Ich würde an Deiner Stelle wirklich mit ihm eine Beratungsstelle aufsuchen und ihm das als letzte Chance bieten. Scheinbar hat er noch nicht begriffen, was es heißt ein verantwortungsvoller Papa zu sein und ebenso auch ein Partner. Mir kommt es vor, als ob er noch garnicht in seiner Vaterrolle angekommen ist. Auf Dauer gehst du sonst kaputt daran. Ebenso möchtest du ja auch net, dass durch sein Fehlverhalten was schlimmeres passiert...

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5. Mai 2014 um 15:05

Hallo Hanna!
Dein Freund verhält sich nachlässig. Ich denke, dass er sich wegen des Babys nicht so vielen Umstände machen will und kapiert nicht, dass mühevolle Fürsorge und Aufmerksamkeit zu den Pflichten eines Vaters gehören. Er ist jedoch überhaupt nicht pflicht- oder verantwortungsbewusst und ziemlich Ich-bezogen. Das kannst Du in kurzer Zeit auch nicht hinbiegen. Wenn Du schon jetzt das Gefühl hast, ihm nicht vertrauen zu können und Du regelrecht Angst um Dein Baby hast, wenn er mit ihr allein ist, ist die Trennung wohl unumgänglich. Es muss ja auch keine Trennung auf Dauer sein, sondern vorläufig auf Zeit, damit er seine Fehler einsehen und gegensteuern kann. Alles Gute!

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5. Mai 2014 um 16:14

Nachtrag
Ich wollte auch noch sagen, dass er sonst ein liebevoller Papa ist. Isabel ist ganz vernarrt in ihn. Es ist schön mit anzusehen, wenn die beiden Zeit miteinander verbringen.

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6. Mai 2014 um 14:09

Ich kann verstehen,
dass Dich all das nervt. Würde mir auch so gehen. Schließlich geht es um das Wohl Deines Kindes, dass er manchmal gefährdet. Wenn er die Kleine im Zug sitzen lässt, kann das gesundheitliche Folgen haben! In solchen Fällen würde ich gar nicht groß diskutieren, sondern mir einfach das Kind schnappen und die Türe schließen.

Ich hab den Eindruck, dass es ein bißchen sogar Absicht und Trotz ist, dass er solche Sachen macht, die so ganz dem widersprechen, was Du für richtig hältst. Möglicherweise übertreibst Du ein bißchen in der ein oder anderen Situation, doch Du handelst aus Sorge um das Wohlergehen Deines Kindes, während er eher der Meinung zu sein scheint, dass man ein Kind früh abhärten muss.

Vielleicht ist es wirklich sinnvoll, wenn Ihr mal zu einer Familienberatung geht. Vielleicht nimmt er eher von einer fremden Person Ratschläge an, als von Dir.
Sprich mal mit ihm darüber, aber ohne ihm Vorwürfe zu machen, denn möglicherweise blockt er dann gleich ab.

Was sein sonstiges Verhalten betrifft (bis Mittags schlafen, abend oft was trinken gehen): offensichtlich ist er entweder noch ziemlich unreif (für eine Familie), oder sehr egoistisch - oder beides.
Auch da könnte eine Familienberatung vielleicht eine Besserung bringen.

Ich würde es jedenfalls nicht so hinnehmen, wie es zur Zeit läuft. Und Du scheinst das auch nicht zu wollen. Wenn Du denkst, dass es Dir und Deinem Kind besser ohne ihn geht, dann zieh Deine Konsequenzen draus. Das sollte aber wirklich die letzte Lösung sein....

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7. Mai 2014 um 10:35

ABER!!!
Blumenkohl mit Senf und Ketschup im 9. Monat??? Da darf schon mal kritisiert werden, denn das ist keine Kleinigkeit!

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7. Mai 2014 um 11:07

Schwachsinn
genau, trenn dich und oder geh zu einer beratungsstelle nur weil es hier geschrieben wird.
meine güte, kläre das doch privat.
hier im forum hat keiner ahnung wie es wirklich bei euch laufen tut, nur durch lesen. und so willst du ratschläge einholen?
frag doch lieber dich selber,ihn oder familie etc, aber kein forum.
auf diese "schlauen ratschläge" von hier kannst du auch gerne hier verzichten.
ich bin selber papa und kann nur aus eigener erfahrung sagen das ich mich vernachlässigt gefühlt hab. das hat sich aber wieder gegeben.
ich wünsch dir viel kraft.....

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7. Mai 2014 um 18:36

Hast du mal weitergedacht....
...was nach der Trennung passiert? Dann hat er die kleine an den WOchenenden OHNE dich.,. Wird sie weiter falsch erziehen und ernähren.... Dem kind ist also nicht geholfen, besten falls dir...

Ich denke also du solltest eher versuchen dass ihr dad gemeinsam hinbekommt!!!! Mit daneben stehen und kritisieren wirds allerdings - wahrscheinlich - nichts...

Viel Glück und LG

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7. Mai 2014 um 20:13

Es geht hier nicht um
Trennung. Es geht auch nicht um eine Therapie für Ihn.

Es geht darum die Situation zu entschärfen, in die wir geraten sind und auch um das Wohl von Isabel. Ich nehme von jedem Kommentar etwas nützliches mit, und wenn es das ist, dass ich etwas entspannter werden soll. Ja es hilft bis jetzt die Dinge in einem anderen Licht zu betrachten. Manchmal ist die Meinung Dritter hilfreicher als von emotional involvierten Personen (egal ob in einem Forum oder einer Beratungsstelle). Ich danke euch schon mal für so viele unterschiedliche Meinungen und auch für eure Ehrlichkeit.

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8. Mai 2014 um 9:28

Na super,
das Kind hat überlebt!! Da können wir uns mal schön wieder zurücklehnen und entspannen!
Aber offensichtlich kommen viele Dinge zusammen: er schläft bis mittags und zeigt zuweilen null Verantwortungsgefühl! Da besteht meiner Meinung nach Handlungsbedarf, durchaus auch mit Therapie oder Trennung auf Zeit. Dass dieser Handlungsbedarf Deiner Meinung nach nicht besteht, ist nachvollziehbar, denn Du hast es beruflich mit schwer Gestörten zu tun, also wiegelst Du Dinge, die eben nicht das Ausmaß erreichen, welches Du gewöhnt bist, einfach ab. Kann es sein, dass Du durch Deinen Beruf die Bodenhaftung oder Deine Sensibilität verloren hast? Fraglich ist hier aber, wie Du PRIVAT reagieren würdest, wenn es DICH und DEIN Kind beträfe. Ich bin mir ziemlich sicher, dass Du die Sache dann anders sehen würdest, wenn Dein Baby mit Bauchkrämpfen im Bett liegt, nur weil Dein Partner ihm Blumenkohl mit Senf und Ketschup gegeben hat oder das Kind vernachlässigt und bis mittags schläft. Aber zum Glück kommt das bei DIR nicht vor, denn DU hast ja den richtigen Partner und andere sollen sich bitteschön in Toleranz und Nachsicht üben!!!

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8. Mai 2014 um 13:01

Ich habe den Thread sehr wohl gelesen...
Du offenbar nicht: dort steht wortwörtlich:
"Bald kann ich nicht mehr und es tut mir in der Seele weh, wenn ich daran denke mich von ihm zu trennen."
Habe ich Halluzinationen oder ist dort tatsächlich von "Trennung" die Rede?
Außerdem biegst Du Dir gerne den Kontext zurecht, wenn Du meinst, dass der Partner der TE bis spät hinein arbeitet. Das ist eine absolut falsche Schlussfolgerung, die nur auf subjektivem Wunschdenken basiert, denn wenn er bis spät arbeiten würde, hätte er ja wohl kaum die Zeit, Zitat: "4-6 mal die Woche abends was trinken" zu gehen. Das kann man logisch ableiten!
Um der Meinung zu sein, dass ein Vater nicht den vollen Einsatz zeigt, der dem Kind zusteht und deshalb so etwas wie Familienberatung, Therapie oder Trennung angezeigt sein kann, muss man keine Übermutter sein, sondern man muss sich nur die oben geschilderte Situation vorstellen und auch die Aussagen der TE ernst nehmen, die selbst von einer unhaltbaren Situation sprich, s.o.
Alles klar soweit?

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8. Mai 2014 um 18:18

TE ...
widerspricht sich, das kommt vor! Ambivalente Gefühle, weil man sich im Grunde nicht trennen will, aber ernsthaft darüber nachdenkt. Aber das muss ich doch einer Fachfrau wie Dir nicht erklären, oder

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12. Mai 2014 um 8:57

Mag sein,
aber das "Kümmern" darf auch nicht dazu führen, dass das kleine dann mit Bauchkrämpfen im Bett liegt, weil es im zarten Alter von 9 Monaten Blumenkohl mit Senf und Ketschup bekommt.

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