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Papaphase extrem???

9. September 2010 um 11:21 Letzte Antwort: 10. September 2010 um 10:57

Hallo,

hat jemand auch Erfahrung mit einer extremen Papaphase bei seinem Kind? Mein Sohn ist drei Jahre und seit ein paar Tagen weint er ständig, weil sein Papa nicht da ist (er ist Arbeiten und geht morgens aus dem Haus, verabschiedet sich von unserem Sohn, kommt dann allerdings erst nach Hause, wenn unser Sohn schon schläft).

Bisher gabs hier kaum Probleme, er hat sich eigentlich immer beruhigen oder ablenken lassen, wenn er nach ihm gefragt hat. Das funktioniert seit ein paar Tagen nun nicht mehr. Heute morgen war es so schlimm, dass er sich absolut nicht beruhigen ließ und nur geweint hat. So langsam habe ich keine Idee mehr, was ich machen soll. Es ist nichts vorgefallen, zumindest weiß ich nichts, was dieses Verhalten ausgelöst haben könnte. Deshalb meine Frage, kennt das hier jemand? Wie geht man am besten damit um, ist es nur eine Phase?

Ach ja und er geht seit einem Jahr in den Kindergarten, immer ohne Probleme, heute morgen und gestern hat er auch da geweint, als ich nach Hause ging. Im Kindergarten gabs auch keinen Vorfall oder so. Ich kenne meinen Sohn so gar nicht, er war bisher immer leicht zu leiten und in der Erziehung klappt es eigentlich auch alles super.

Es wäre nett, wenn mir jemand einen Tipp geben könnte, was ich am besten hier machen kann. Danke schonmal im voraus.

LG

Chiara

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9. September 2010 um 12:54

Hallo chiara,
ich denke, es fehlt ihm einfach die zeit zusammen mit dem papa. ich hab einen sohn im gleichen alter und auch bei ihm ist es so, dass er morgens, wenn papa schon weg ist nach ihm fragt und traurig ist, dass er schon weg ist. aber abends sieht er ihn noch und wir wechseln uns abends ab mit dem zubettgeh-ritual, am WE kümmert sich papa dann auch viel mit um ihn um die fehlende zeit auszugleichen. der papa ist halt sehr wichtig für ihn. deinem sohn wird einfach die nähe zu seinem papa fehlen. wir machen - wenn es zeitlich passt - morgens auch ein kleines abschiedsritual - wenn papa los muss, dann winken wir ihm am fenster zu und dann weiß er, der papa ist jetzt an der arbeit. damit klappt es auch ganz gut. vielleicht könnt ihr euch auch so was überlegen. und vor allem viel zeit dem kind geben, wenn papa dann mal da ist. viel glück..
luka

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9. September 2010 um 14:04
In Antwort auf edwina_12045711

Hallo chiara,
ich denke, es fehlt ihm einfach die zeit zusammen mit dem papa. ich hab einen sohn im gleichen alter und auch bei ihm ist es so, dass er morgens, wenn papa schon weg ist nach ihm fragt und traurig ist, dass er schon weg ist. aber abends sieht er ihn noch und wir wechseln uns abends ab mit dem zubettgeh-ritual, am WE kümmert sich papa dann auch viel mit um ihn um die fehlende zeit auszugleichen. der papa ist halt sehr wichtig für ihn. deinem sohn wird einfach die nähe zu seinem papa fehlen. wir machen - wenn es zeitlich passt - morgens auch ein kleines abschiedsritual - wenn papa los muss, dann winken wir ihm am fenster zu und dann weiß er, der papa ist jetzt an der arbeit. damit klappt es auch ganz gut. vielleicht könnt ihr euch auch so was überlegen. und vor allem viel zeit dem kind geben, wenn papa dann mal da ist. viel glück..
luka

Hallo Luka
Danke für Deine Antwort. Das denke ich auch, dass ihm die Zeit fehlt, aber er kennt es eigentlich nicht anders, deshalb kommt mir das ganze so komisch vor. Warum fängt er gerade jetzt damit an? Vielleicht ein Entwicklungsschub??? Er sieht ihn ja auch morgens, allerdings ist die Zeit da auch sehr kurz. Mein Mann ist selbstständig und auch an den Wochenenden kaum zu Hause, eigentlich nur am Sonntag, wenn überhaupt. Ist gerade eine schwierige Phase und er muss täglich arbeiten, daran können wir leider nichts ändern.

ich denke, dass ich da irgendwie eine Lösung finden muss, vielleicht muss ich mich intensiver mit ihm beschäftigen, obwohl ich eigentlich sehr viel schon mit ihm mache. Aber er tut mir ja auch leid, habe versucht ihm die Sache auch zu erklären, ganz ausführlich, aber er ist auch noch klein und kann das alles nicht verstehen, oder versteht es nur teilweise.

Ich überlege mir was, er tut mir ja auch sehr leid, wenn er so jämmerlich weint....

Danke Dir nochmals fürs Antworten.

LG

Chiara

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10. September 2010 um 10:57

Danke
Hallo,

Danke für Eure Antworten. So, erst einmal tut es gut zu lesen, dass es anscheinend eine "normale" Entwicklung ist, weil ich mir echt schon Gedanken gemacht habe, ob irgend etwas vorgefallen ist, weil er im Moment so sensibel ist. Aber ich denke auch, dass es an der Entwicklung liegt. Heute war es im Kindergarten nicht ganz so dramatisch, zumindest hat er nicht geweint, aber eine Schüppe hat er schon gezogen, als ich ging.

Gestern habe ich mich intensiver als sonst mit ihm beschäftigt und ich habe festgestellt, dass im dies gut getan hat. Bis auf ein paarmal Nachfragen nach seinem Papa, ging es, er hat nicht nach ihm geweint. Heute hat mein Mann ihm versprochen ihn vom Kindergarten abzuholen (das wollte unser Sohn so gern mal haben, da im Kindergarten viele Väter sind, die ihre Kinder abholen, bekommt er dies jetzt natürlich erst Recht mit, dass sein Papa das eben nicht macht). Da mein Mann jedoch selbständig ist und immer sehr viel Stress hat und oft Zeiten nicht einhalten kann, hoffe ich dass, er ihn abholt. Ansonsten gibt es hier ein Donnerwetter, denn unser Sohn vertraut heute darauf und ich möchte mir nicht vorstellen, wie enttäuscht er ist, wenn mein Mann es nicht schaffen sollte (ich halte meine Versprechen immer, aber wie gesagt, bei ihm vertraue ich nicht so auf seine Aussagen).

Auf jeden Fall ging es heute schon besser und ich werd mich weiterhin intensiv mit ihm beschäftigen, vielleicht bringt dies weiterhin Erfolge.

Feste Zeiten mit seinem Papa kann ich leider nicht erzwingen, wie gesagt die berufliche Situation ist ziemlich belastend und es geht einfach nicht, nur, ein dreijähriges Kind kann das nicht verstanden, ist doch klar....

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