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Okklusionsbehandlung - HILFE!

12. Oktober 2009 um 19:12

Hallo,

ich hatte letztens bereits gefragt, wer Erfahrung mit dem Schielen von Kleinkindern hat ...

... heute waren wir beim Augenarzt - mein Kleiner (3,5 Jahre) schielt tatsächlich. Zwar nicht immer auffallend, aber es ist nunmal Fakt Dadurch bedingt hat er eine Sehschwäche auf dem schielenden Auge, die nun mittels einer Brille sowie einer Okklusionsbehandlung behandelt werden soll.

Wir werden also morgen zum Optiker gehen, um eine Brille auszusuchen und anfertigen zu lassen.
Am Wochenende geben wir eine "Piratenparty" - bis dahin sind die bestellten Pflaster aus der Apotheke da, und ich werde mir einfach auch ein Auge zukleben, in der Hoffnung, dass das Geschrei dann nicht ganz so groß wird
Das Pflaster soll 6 Stunden pro Tag getragen werden, die Brille den ganzen Tag.

Nun meine eigentliche Frage :

hat jemand Erfahrung mit Okklusionsbehandlung ??
Die Orthopistin meinte, dass es sinnvoller sei, das Pflaster morgens zu kleben, wenn mein Sohn im Kindergarten sei, da die Ablenkung dort besser sei, er also weniger das Pflaster abziehen würde.
Ich mache mir Gedanken, ob er deswegen aber vielleicht gehänselt oder ausgelacht wird - und ich dementsprechend besser Mittag bis Abend das gesunde Auge ebkleben soll ?
Wie habt Ihr es gehandhabt ??
Wie lange hat es gedauert, bis sich Eure Kleinen damit "abgefunden" haben und das Pflaster nicht mehr abgezogen haben ?
Wie lange hat es gedauert, bis Eure Kleinen die Brille akzeptiert haben ?
Wo habt ihr nette Kinderbrillen gefunden ?
Was sind Eure Erfahrungen allgemein ?? Auf was sollte ich achten ?

Vielen Dank für Eure Antworten!

Liebe Grüße,
Friederike

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13. Oktober 2009 um 11:40

...keine hier ...
... die damit Erfahrungen hatt ????


Lieben Dank & schöne Grüße,
Friederike

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18. Oktober 2009 um 21:40
In Antwort auf tanja_12548683

...keine hier ...
... die damit Erfahrungen hatt ????


Lieben Dank & schöne Grüße,
Friederike

Habe zwei Brillenkinder
Hallo Friederike,

ich habe zwei Schiel- und Fehlsichtige Kinder. Meine Tochter hat mit 2,5 ihre Brille bekommen und mein Sohn mit 6 Monaten.

Yessica hat +5,25 / +5,75 und schielt mit dem linken Auge und
Jan liegt bei +2,75 /+ 2,75 und schielt ebenfalls links.

Bei beiden gleitet nach geraumer Zeit das Auge nach innen ab.

Yessi hat die Brille sofort akzeptiert weil eindeutig besser sehen konnte und Jan ebenfalls, weil sie kein Theater gemacht hat.
Ihr Kommentar war als wir bei Fielmann raus waren."Mama die Bäume sind ja gar nicht verschwommen, sondern klar".

Mit dem Abkleben ging es auch einfacher als gedacht, das sie kein Pflaster verträgt, haben wir das Brillenglas abgeklebt mit einer undurchsichtigen Folie (gibt es auch beim Optiker, ist aber verschreibungspflichtig).
Die letzten 2 Jahr haben wir mit einer Folie abkleben müssen die durchsichtig war.(Das kind nimmt zwar verschwommen alles war, sieht aber nicht richtig.)

Im Kindergarten gab es keine Probleme, sie wurde nicht gehänselt oder ähnliches. Die anderen Kids fanden es sogar lustig mit bärchen oder Punkten auf dem Brillenglas von ihr.

Aber eine Schwierigkeit blieb, gerade Schneiden oder eine Linie nachfahren war mit der Abklebung nicht möglich bzw. unter erschwerten bedingungen.

Jetzt in der Schule ist ein Abkleben nicht mehr möglich, das es nicht mehr geht und sie dadurch mehr anstrengen muß. Das will ich ihr nicht antun.

Bei Fielmann gibt es viele Kindergestelle und teilweise auch zum Nullpreis. Wenn Dein Kind nicht so Starke Glaser braucht, kostet dich eine Brille mit Kunstoffgläsern bestenfalls nur das Gestell.

Ich kann Dir nur empfehlen, Dich nach dem Kind zurichten (bei uns ging es), überlasse es Deinem Kind wann es abkleben möchte, aber achte darauf das die Zeit eingehalten über die Zeit. Wenn es mal ein TAg nicht möchte lass es, aber sag dann gleichzeitig, dass es die Zeit wieder nachholen muß.

Ich wünsche Dir viel Erfolg und Du kannst mich jederzeit anmailen wenn Du magst.
Liebe Grüße
Dreamy72

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18. Oktober 2009 um 23:41

Hallo danke
Find ich super mit der Piratenparty, super Tips!! auch mit dem Selbsttragen vom Pflaster.
Unser Sunnyboy ist vielleicht noch zu jung dafür, aber wir werden es probieren. Es geht zur Zeit uns so auf die Nerven, er hat eben mein Temprament geerbt, eben mein italienisches Blut.
Als der Kinderarzt zum Augenarzt geschickt hat,hab ich mir ja nichts schlimmes dabei gedacht, bin selbst ein kurzsichtiges blindes Huhn Aber als er dann die Werte für die Brille gesagt hat, war ich erschrocken. Bei den Tropfen hat er so ein Theater schon gemacht. Aber wer möchte nicht das Beste für seinen Schatz?
Wenn ich schon die Packung mit den Pflastern anfasse, geht das Theater los. Ich hab schon mit dem Arzt telefoniert, aber ich kann ihm ja nicht die Brille festbinden (war sein Vorschlag).
LG Milena

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19. Oktober 2009 um 1:36

Keine sorge
in den meißten fällen, nehmen die Kinder brillen gut an. eben weil sie damit besser sehen können. wenn sie vorher schon kontakt mit personen haben, die brillen tragen (großeltern, eltern, tanten?) ist das noch weniger ein problem...

großes lob an die piratenparty!!!
das ist ein guter anfang, für das pflaster.
ich selbst kenne diese pflaster nur von meiner arbeit im Kindergarten. Da ist es normalerweise nicht der fall, dass kinder gehänselt werden oder sonst etwas. Die pädagogin, muss es den anderen kindern, nur richtig nahe bringen, wenn es zum thema wird, meißtens jedoch wird es gar nicht zum thema. und wenn, wird normalerweise erklärt, warum sie das pflaster bis zu mittag trägt... weil sie damit ihre augen trainieren kann, und dann besser sehen kann. aus ende... ich war noch nie in einer Gruppe, wo das nicht akzeptiert wurde. ist heutzutage auch schon eher häufig.
also ich fände es schon gut, wenn es während der kita zeit geschieht. da werden die Kinder eben abgelengt, auserdem kann man sich z.b. mit dem Kind ausmachen, immer nach dem mittagessen kannst du das plaster abziehen. dann weis das kind auch dass das begrenzt ist. hat einfach eine struktur... darauf würde ich achten. sonst denke ich wird das eher problemlos klappen... jedenfalls schildere deine erfahrungen dann!

Luna

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19. Oktober 2009 um 13:08

... vielen Dank ...
... für Eure Antworten !!!

Nach langem Hin und Her haben wir nun ein Brillengestell gefunden - und Gott sei Dank nimmt er die Brille auch an und lässt sie auf !! Jucheee
Liegt vielleicht auch daran, dass ich selbst Brille trage, Oma & Opa auch und auch sonst einige Brillenträger(innen) in unserem Verwandten- und Freundeskreis sind.

Mit dem Pflaster gabs schon eher Probleme. Ich hatte es ihm gestern morgen aufgeklebt und mir solidarisch ebenfalls ein Auge abgeklebt. Nach 15 Minuten hat er versucht, sich das Pflaster abzuziehen - ich habe ihm versucht zu erklären, weshalb er es tragen soll - Sohnemann fing das Brüllen an - ich hab das Pflaster abgemacht. Eine gute Stunde später ein neuer Versuch, diesmal habe ich ihn "bestochen" > er durfte fernsehen für eine halbe Stunde. Danach war das Pflaster ok, er hat zwar ein paar Mal probiert es abzuziehen, hat mein Ermahnen "Nein, lass es besser" jedoch akzeptiert.

Am Nachmittag waren wir dann noch auf dem Waldspielplatz und natürlich ist er etwas unsicher. Ist aber auch nicht verwunderlich, ich hatte es ja selbst am Morgen erfahren, als ich auch "einäugig" war: räumliches Sehen ist mit nur einem fast unmöglich, der Sehbereich sehr eingeschränkt. Zudem hatte ich den Eindruck, dass es sehr ermüdend für ihn ist.

Wieder zuhause angekommen passierte dann das, was ich befürchtet hatte: durch das eingeschränkte Sehen ist er mit vollem Karacho gegen das Geländer unserer Treppe gerannt. Glück im Unglück - dank schneller Kühlung und Arnika sieht man nur eine leichte Beule .... diese Erfahrung hat mich jedoch dazu veranlasst, zunächst erst mal am Nachmittag abzukleben. Denn im KiGa kann ja nicht eine Erzieherin ständig um ihn sein, damit er keinen Unfall hat. Er ist ein quirliges Kind und tobt gerne und ausgiebig herum, daher befürchte ich eben, dass er stürzt oder sich anschlägt, wenn er das Pflaster -jetzt zu Beginn- im KiGa trägt.
Ich hoffe mal, dass sich Kinder recht schnell an die neue Situation gewöhnen und dann eben auch umsichtiger werden, dann ist die KiGa Zeit bestimmt optimaler.

Ach ja, seine Werte sind je Auge +2,5, ich selbst bin kurzsichtig mit -1,75, ich denke das sind keine allzu hohen, aber auch keine niedrigen Werte ??!!
Allerdings meinte die Orthopistin, dass seine Sehschärfe auf dem schielenden Auge (links) nur zwischen 15 und 20% liegt.
Ich hab dummerweise nicht gleich nachgefragt - aber was bedeutet das ?? Wären 0% Blindheit ? Oder bedeutet Sehschärfe wieder was anderes ????

Ja - es geht etwas holprig los, aber nicht ganz so schlimm, wie ich mir ausgemalt hatte.
Nur tut es mir halt im Herzen weh, ihn so "abgeklebt" und als "Harry Potter" zu sehen - mein frecher Racker sieht plötzlich so verletzt und brav aus .... wisst Ihr, was ich meine ?
Aber vermutlich gewöhne ich mich auch recht schnell daran - was mutt, dat mutt !!!


Lieben dank für Eure Erfahrungen !!

Schöne Grüße,
Friederike

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