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Oh Mann... Achtung, lang!

14. Januar 2013 um 13:58

Hey Ihr Lieben,

ich mal wieder, da ich einfach nicht mehr weiter weiß und mit meinem Latein echt am Ende bin...

Wie einige von Euch wissen, macht der Kleine meines Mannes (8,5 Jahre) ja mal öfter, mal weniger oft in die Hose bzw. ins Bett (große und kleine Geschäfte). Nachdem nun sehr lange Zeit relativ Ruhe herrschte, hat er in den Weihnachtsferien gleich in der ersten Nacht dermaßen ins Bett gemacht (ein großes Geschäft), dass er wirklich bis zum Rücken voll war. Die Antwort wie immer: "Ich hab nicht gemerkt, dass ich musste!" Die Situation ist auch deshalb so belastend, weil er sich nicht alleine waschen kann (seine Mama setzt ihn zu Hause in einem solchen Fall aufs Bidet (das wir nicht haben) oder in die Badewanne (wo er dann in seiner eigenen Sch... sitzt - widerlich), sie wäscht ihn immer). Davon abgesehen, dass ich den Gestank erst nach einer ganzen Flasche Febreze aus seinem Zimmer bekommen habe... Es war ein schöner Tag nach den Feiertagen, ich war echt bedient...
Na ja, an dem Tag hat er versprochen, dass er das nicht mehr macht und jetzt auch ohne zu motzen auf Toilette geht, wenn wir ihn schicken. Am gleichen Abend (!) sitzen wir alle zusammen auf der Couch, schauen einen Film und er macht Pipi in die Hose... Auf die Frage, warum er nicht sagt "Bitte drückt mal Pause, ich muss mal!" keine Antwort, er weiß nicht, warum sowas passiert.

Am nächsten Tag war er auf einen Geburtstag eingeladen, bis dahin alles super, auf dem Geburtstag hat er dann wieder "groß" in die Hose gemacht und ist anschließend (angeblich) kollabiert. Als sein Papa ihn abgeholt hat, sagte er, es gehe ihm ganz schlecht, er wolle geduscht werden und dann sofort ins Bett. Während des Duschens wurde alles wieder besser, er wolle doch noch aufbleiben und spielen...

Und nun gibt es eine neue Marotte:
Er geht aufs Klo, wenn mein Mann ihn schickt (ich schicke ihn nicht mehr, denn er geht nun von alleine gar nicht mehr), dann setzt er sich zum Pipi machen, springt dann von der Toilette und alle abfallenden Pipi-Tropfen verteilt er im Bad. Mein Mann war dann mal wieder öfter mit ihm aufs Klo und hat ihm gezeigt, was er wie machen muss - ja, ja, er hats kapiert - und beim nächsten Mall ist wieder die ganze Toilette voller Pipi.
Davon abgesehen, dass das Klo vesch... ist, wenn er ein großes Geschäft macht, denn er kann sich den Popo nicht abwischen (er setzt sich auf die ganze Brille, logisch, was dann passiert und beim Abwischen verteilt er mehr an seinem Popo als er abwischt).

Ich kann echt nicht mehr, wir haben alles versucht, ruhig mit ihm zu reden, Belohnungen, schimpfen (dann klappt es eine Zeit lang), putzen und seine Wäsche waschen lassen... Nichts wirkt dauerhaft. Mein Mann ekelt sich bis zum Brechreiz, mir macht das weniger. Aber inzwischen bin ich schwanger und kann verschiedene Gerüche auch nicht mehr ab (zB verschiedene Putzmittel). Und dauernd denke ich, wie das erst wird, wenn unser Baby auf der Welt ist... Der Kleine weiß noch nichts von der Schwangerschaft, ich wills auch gar nicht sagen...

Mit der Mama können wir leider nicht sprechen, sie interessiert sich ja relativ wenig für ihre Kinder. Angeblich kann der Kleine bei ihr auch alles (auf Toilette gehen, sich waschen, selbst duschen etc.) und macht auch nicht ins Bett - seine Schwester berichtet allerdings von bis zu 5 Attacken pro Tag (Bett und Hose) zu Hause.

Ich weiß, dass der Kleine nichts dafür kann, aber ich kann auch nicht mehr. Ich will den Kleinen schon gar nicht mehr da haben, ekle mich vor ihm und vor den Toiletten, die er benutzt (ich habe letztes Mal sogar die Sch... von der Badezimmertür abgewischt.... noch Fragen?), bekomme Panik-Attacken, wenn er sich komisch bewegt, weil ich schon wieder in Alarmbereitschaft bin und glaube ihm gar nichts mehr (weil er in 9 von 10 Fällen erstmal steif und fest behauptet, er habe nicht in die Hose gemacht).

Er war beim Arzt, beim Psychiater, hat alle möglichen (und in meinen Augen unmöglichen) Hilfestellungen bekommen, aber momentan ist wieder eine schlechte Phase.

Weiß irgendjemand einen Rat? Was sollen wir tun?
Mein Mann und ich sind sowohl nervlich als auch mit allem anderen am Ende...

Vielen Dank und viele Grüße, der Kaktus

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14. Januar 2013 um 17:37


Also normal ist das nicht.
Ich würde noch mal zum Arzt gehen und um Rat fragen.
Psychologen gibt es viele eher bescheidene ....
Vielleicht einfach noch mal einen anderen Therapeuten aufsuchen.

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14. Januar 2013 um 19:01

Erstmal
Gratuliere..... (nehme an, du weißt zu was

Ich würde auch noch einmal mit einem arzt besprechen und mich vergewissern, ob es wirklich sein kann dass er das nicht merkt?

Für mein verständniss ist es so, dass kinder so im alter um die 3 jahre lernen die anzeichen zu registrieren und dann entsprechend zu reagieren...

Ich kann mir vorstellen, dass pippi mal "auskommt", aber kacken (sorry) erfordert eine gewisse mitarbeit, das fällt ja nicht einfach raus....

Ich denke ihr müsst das als wirkliches erziehungsziel sehn und auch klar so kommunizieren! Habt ihr windeln besorgt? Ich denke nicht, dass ihr darauf hoffen könnt, dass der junge das einsieht....

Wäre es denkbar, dass er erstmal seltener kommt? Was sagt denn dein mann?

Liebe grüsse

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14. Januar 2013 um 22:48

Kaktus!!
Schön von dir zu lesen und Gratulation zur Schwangerschaft!!!

Es gibt wohl nur 3 Möglichkeiten:

A) Es ist psychisch bedingt. Was hat denn der Psychologe gesagt?

B) Gesundheitlich bzw körperlich. Merkt er es vllt tatsächlich nicht?

C) Er macht das um Aufmerksamkeit zu bekommen.

Ohne eine der drei Optionen zu kennen gebe ich ungern einen Rat... Denn gerade wenn zB das Erste zutrifft ist schimpfen die denkbar schlimmste Lösung...

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15. Januar 2013 um 9:30

Wieder sehr lang
... Ihr Lieben,

erstmal vielen Dank für Eure Kommentare und Eure Wünsche Wir freuen uns auch riesig, machen uns natürlich aber auch einige Gedanken. Aber mal sehen, ich lass mal alles auf mich zukommen, verrückt mache ich mich nicht mehr.

Zu Euren Anmerkungen:

Die Geschichte geht ja schon mittlerweile fast 2 Jahre (wobei der Kleine scheinbar nie richtig sauber war, wenn ich meinen Mann richtig verstanden habe; er hat früher schon immer mal wieder Pipi ins Bett gemacht, was bei Jungs aber relativ normal ist und mit der Zeit (oder mit Hilfe) vergeht).

Also:
1. Letztes Jahr war mein Mann deswegen mit ihm beim Kinderarzt. Blase, Darm etc. alles i.O., kein Diabetes, keine sonstigen körperlichen Erkrankungen. Der Kleine bekam die Aufgabe, ein Tagebuch zu führen (morgens, mittags, abends eine Sonne, wenn alles gut war, eine Regenwolke, wenn ein "Unfall" passiert). Der Arzt erklärte, dass das gemacht werden muss, bevor er weitere Maßnahmen (z.B. Klingelhöschen oder Überweisung zum Psychologen) ergreifen kann, da sonst die KK keine Kosten übernimmt. Der Kleine war auch sehr motiviert, fand das witzig und es wurde schlagartig besser.

2. Nach 14 Tagen war das Tagebuch verschwunden, Mama hatte beschlossen, dass das Schwachsinn sei und eine Termin mit einem Kinderpsychologen vereinbart. Also ging mein Mann mit hin. Seine Ex bestand darauf, dass diese Vorfälle entweder Spätfolgen der Trennung oder eine Reaktion auf unsere damals bevorstehende Hochzeit seien. Nachdem der Psychologe sich ein Bild von den Vorfällen gemacht hatte, kam er zu dem Ergebnis, dass es nicht an der Trennung liegen könnte (zu lange her) und auch nicht an der bevorstehenden Hochzeit (Anfang 2011, als es besonders schlimm war, wussten wir ja selbst noch nicht, dass wir heiraten Der Junge wurde als normales, aufgewecktes und ausgesprochen fröhliches Kind mit einer sehr großen Portion Selbstvertrauen eingestuft. Wieder bekam der Kleine ein Tagebuch und zusätzlich ein Abführmittel, da der Darm stark vergrößert war. Dieses Mittel hätte der Kleine sofort nehmen müssen, Mama beschloss aber, damit noch zu warten. Auch das Tagebuch verschwand nach kurzer Zeit wieder wie beim ersten Mal. Meinem Mann wurde vom Psychologen gesagt, wir sollten aufhören, den Kleinen mit Belohnungen nach "so und so viel Tagen Durchhalten" zu ködern (z.B. hatten wir ein Poster für ihn gekauft), immerhin sei auf Toilette gehen eine normale Sache und er müsse das können. Dass er nicht merkt, wenn er ein großes Geschäft machen muss, kann nach Ansicht des Arztes nicht sein, denn der Schließmuskel des Kleinen ist auch i.O.
Den nächsten Termin beim Psychologen hat Mama schon nicht mehr wahr genommen, ich nehme an, weil der Arzt nicht zu dem Ergebnis kam, zu dem sie kommen wollte (mein Mann ist Schuld).

3. Es wurde besser, dann wieder schlechter, dann wieder besser, dann wieder... Und keine Ansprache, ob freundlich, ob verständnisvoll, ob schimpfen, ob in sein Zimmer schicken zum Nachdenken hat richtig gefruchtet. Am meisten hilft immer noch schimpfen, wenigstens für einen halben Tag hat man dann relative Ruhe.
Windeln werde ich bei der nächsten Attacke besorgen, das habe ich ihm schon angekündigt. Aber ich habe Angst, dass er dann alles laufen lässt wie es kommt, denn dann ist er ja "sicher". Er weint, wenn man mit Windeln droht, aber besser wird es dadurch nicht. Und eine Antwort außer "Ich merke das nicht!" bekommen wir nicht.

4. Mein Mann war schon ein paar Mal so sauer, dass er dem Kleinen gesagt hat, dass er nicht mehr kommen darf, wenn er sich so benimmt. Dann weint er natürlich auch und mir tut das furchtbar Leid. Denn was vermitteln wir dem Kind damit? "Du funktionierst nicht, wie Du sollst, also wollen wir Dich nicht!" Das ist ja so nicht richtig. Vielmehr gehört eigentlich die Mutter "gestraft", die bei jedem Unfall nur sagt "Ist nicht schlimm!", was dem Kind natürlich auch nicht hilft.

Ich hab gestern auch nochmal lange nachgedacht und werde nun mal Acht haben, ob es vielleicht in Zeiten auftritt, da Mama eine neuen Partner nach Hause bringt. Das könnte eventuell eine Verbindung sein. Denn seit kurz vor Weihnachten hat sie den 4. Partner in den 3,5 Jahren, die ich nun mit meinem Mann zusammen bin und bis dahin war mit dem Kleinen eigentlich alles wieder besser. Vielleicht liegt es daran? Sie will ja immer relativ schnell, dass die Männer zu ihr ziehen (was zwei Männer so erschreckt hat, dass sie sich getrennt haben). Und vielleicht macht das dem Kleinen Angst und er äußert sich so. Meint Ihr, das könnte sein?

Meine Güte, tut mir Leid, dass es schon wieder so viel ist. Ich bin echt froh, dass das nächste We unser kinderfreies We ist und sie danach nur von Sa auf So kommen - ich muss echt mal Abstand gewinnen.

Danke fürs "Zulesen" und für Eure Meinungen und Ratschläge

Liebe Grüße, der Kaktus

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15. Januar 2013 um 19:28

Ach gottchen,
mir persönlich erklärt sich hier einiges...

Und auch wenn ich deine Wut, Enttäuschung und Ekel verstehe (ich glaub ich würde kot..n...), tut mir der Kleine sehr leid was das Thema betrifft.

Daheim wird ihm vermittelt, dass das alles nicht so schlimm ist plus die Kommentare der Partner der Mutter. Eventuelle Gespräche, die er dazu angehört hat.
Bei euch hat er auch keine klare Struktur. Von schimpfen, bestrafen und drohen ist alles dabei.

Mmn ist das Kind dermassen verunsichert und zwischen allen hin- und hergerissen, dass das sein persönlicher Hilfeschrei ist.
Meine Meinung.

Wenn dein Mann bei seiner Ex nicht auf den Tisch haut und ihr alle an einem Strang zieht, sehe ich sehr schwarz für die Zukunft.
Denn mit einem direkten Konkurrenten im Haus wird es für das Kind nicht leichter.

Verzeih meine harten Worte, doch du hast ja nach Meinungen gefragt...
Und "bestrafen" und dieses anscheinend psychisch labile Kind damit noch mehr unter Druck setzen ist meiner Meinung und meines Wissensstandes nach das Schlimmste...

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16. Januar 2013 um 8:32

Danke Krake...
... für Deine Meinung. Kein Problem, dass Du ehrlich warst, das will ich ja hier, ehrliche Meinungen und Tipps.

Aber ich gehe da nicht mit Dir konform, da ich nicht der Meinung bin, dass der Kleine psychisch labil ist (was ja auch der Psychologe bestätigt hat, siehe meine Nachricht von gestern).
Auch weiß ich nicht, ob der Kleine jemals Gespräche mit den Partnern der Mutter mitbekommen hat (da hab ich mich wohl missverstädnlich ausgedrückt; sie hat ziemlich kurz aufeinander folgende Partner und WIR wissen, dass sie immer gleich mit den Männern zusammen ziehen will, weil sie das immer erzählt), ob der Kleine so etwas mitbekommt, wissen wir nicht (von uns erfährt er das auch nicht).

Womit Du allerdings Recht hast, ist, dass bei uns alles an Erziehungsversuchen dabei war. Immerhin mussten wir ja rausfinden, was wirken könnte Und wie Du selbst sagst: Du müsstest kot..., so haben mein Mann und ich beschlossen, dass der Kleine in Zukunft die Toilette putzen muss, wenn er sie versch... oder verpi... hat und anschließend in seinem Zimmer über sich nachdenken darf.
Du musst es mal so sehen: Er weiß alles, er kann alles, er hat zu allem etwas zu sagen (auch wenn er keine Ahnung hat) und ja, auch in meinen Augen ist dieses Kind auf seine Art gestört, aber wir müssen uns nicht terrorisieren lassen. Er weiß bei vielen anderen Dingen, welche Regeln bei Mama und welche bei uns gelten; auch das musste er lernen, manchmal auf die harte Tour. Und es funktioniert mittleriwele. Warum soll er nicht auch das, was zu den grundlegenden Dingen einer Gesellschaft gehört, lernen? Er konnte ja schon mal auf die Toilette gehen, nicht perfekt, aber immerhin. Und wie soll dieses Kind im Leben bestehen?

Und ganz ehrlich: Ich bin es Leid, Verständnis zu haben und jeden Tag die Toilette 10 Mal zu putzen, denn meiner Meinung nach ermutigt Verständnis ihn, weiterhin in die Hosen zu machen (siehe bei Mama: "Das ist nicht schlimm!" - Ja, deshalb ändert sich auch nichts!).

Ich bin vielleicht zu hart, aber damit kann ich leben. Für dieses Kind bin icht nicht verantwortlich, wohl aber für mein Zuhause und dafür, dass ich mich dort selbst wohl fühle. Und wenn ich das nur kann, indem er putzt, dann muss es eben so sein... Oder er lernt, was alle normalen Menschen gelernt haben...

Sorry, musste jetzt mal raus...

Viele Grüße, der Kaktus

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16. Januar 2013 um 23:29

Huhu!
Ich bin froh um deine ehrlichen Worte, ich war es ja auch
Ich kenne den Jungen nicht, das wirst du besser einschätzen können. Ich weiss einiges von der Sauberkeitserziehung von jüngeren Kindern, die man da nicht unter Druck setzen soll. doch wie das bei einem Kind in dem Alter ist...schwierig.

was ihr auch immer dagegen tun wollt, bleibt konsequent. besprecht was ihr bereit seit durchzuhalten und zieht das auch durch.
denn nur so wird er merken dass es euch ernst ist, sofern tatsächlich mutwilligkeit dahinter steckt.

ein Beispiel von meiner stieftochter:
bei uns wird beim essen nicht aufgestanden. also musste sie gaaaanz dringend bis zu 2x wahrend eines Essens auf Toilette.
Nachdem ich das lange mitgemacht habe, hab ich ihr gesagt dass sie vorher gehen muss. Musste sie nicht. Dann wollte sie wieder während des Essens. Doch ich liess sie sitzen - ganz egal was passiert. natürlich passierte nichts und nachdem sich dies 3x wiederholt hatte, musste sie nie wieder während des Essens.

Sie hat ua damit ihre Grenzen getestet. vielleicht ist das bei deinem stiefsohn ja auch so?

in welcher ssw bist du denn? meine Kleine ist schon kein baby mehr...

lg die Krake
(die vom handy schreibt )

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17. Januar 2013 um 8:27
In Antwort auf ceres_12369844

Huhu!
Ich bin froh um deine ehrlichen Worte, ich war es ja auch
Ich kenne den Jungen nicht, das wirst du besser einschätzen können. Ich weiss einiges von der Sauberkeitserziehung von jüngeren Kindern, die man da nicht unter Druck setzen soll. doch wie das bei einem Kind in dem Alter ist...schwierig.

was ihr auch immer dagegen tun wollt, bleibt konsequent. besprecht was ihr bereit seit durchzuhalten und zieht das auch durch.
denn nur so wird er merken dass es euch ernst ist, sofern tatsächlich mutwilligkeit dahinter steckt.

ein Beispiel von meiner stieftochter:
bei uns wird beim essen nicht aufgestanden. also musste sie gaaaanz dringend bis zu 2x wahrend eines Essens auf Toilette.
Nachdem ich das lange mitgemacht habe, hab ich ihr gesagt dass sie vorher gehen muss. Musste sie nicht. Dann wollte sie wieder während des Essens. Doch ich liess sie sitzen - ganz egal was passiert. natürlich passierte nichts und nachdem sich dies 3x wiederholt hatte, musste sie nie wieder während des Essens.

Sie hat ua damit ihre Grenzen getestet. vielleicht ist das bei deinem stiefsohn ja auch so?

in welcher ssw bist du denn? meine Kleine ist schon kein baby mehr...

lg die Krake
(die vom handy schreibt )

Ja, ja...
... das mit dem Aufstehen während des Essens kennen wir auch - und weißte was? Das geht eine Zeit lang und dann fängt der Kleine den gleichen Blödsinn wieder an - er muss sich was zu trinken holen, er muss auf Toilette oder noch besser: Er steht einfach auf und stellt sich neben seinen Stuhl. So frei nach dem Motto: "Seid Ihr jetzt endlich alle fertig? Ich will aufstehen!"
Problem: Zu Hause wird gegessen und dann dürfen die Kids gehen. Mein Mann hat mir erzählt, dass sie früher die Kinder immer aufstehen ließen, damit sie in Ruhe zu Ende essen konnten. Ich war und bin entsetzt und konnte ihm glücklicherweise auch einige Beispiele aufzeigen, was sie damit erreicht haben (wir in der Pizzeria, der Kleine ist fertig mit Essen, bekommt sofort Bauchweh und wir müssen sofort alle nach Hause - das ging so lang, bis ich gesagt habe, wir können nicht mehr essen gehen, da der Kleine das nicht verträgt, wir wollen ihn ja nicht krank machen

Ich bin jetzt in der SSW 7+5 und habe gestern das erste Mal von missed abortion gelesen - kannst Dir vorstellen, was jetzt in mir los ist... Kommenden Dienstag haben wir einen Termin bei der FÄ, ich hoffe wirklich, dass alles gut ist... Wie alt ist Deine Kleine?

Liebe Grüße, der Kaktus

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17. Januar 2013 um 10:04
In Antwort auf marja_11846089

Ja, ja...
... das mit dem Aufstehen während des Essens kennen wir auch - und weißte was? Das geht eine Zeit lang und dann fängt der Kleine den gleichen Blödsinn wieder an - er muss sich was zu trinken holen, er muss auf Toilette oder noch besser: Er steht einfach auf und stellt sich neben seinen Stuhl. So frei nach dem Motto: "Seid Ihr jetzt endlich alle fertig? Ich will aufstehen!"
Problem: Zu Hause wird gegessen und dann dürfen die Kids gehen. Mein Mann hat mir erzählt, dass sie früher die Kinder immer aufstehen ließen, damit sie in Ruhe zu Ende essen konnten. Ich war und bin entsetzt und konnte ihm glücklicherweise auch einige Beispiele aufzeigen, was sie damit erreicht haben (wir in der Pizzeria, der Kleine ist fertig mit Essen, bekommt sofort Bauchweh und wir müssen sofort alle nach Hause - das ging so lang, bis ich gesagt habe, wir können nicht mehr essen gehen, da der Kleine das nicht verträgt, wir wollen ihn ja nicht krank machen

Ich bin jetzt in der SSW 7+5 und habe gestern das erste Mal von missed abortion gelesen - kannst Dir vorstellen, was jetzt in mir los ist... Kommenden Dienstag haben wir einen Termin bei der FÄ, ich hoffe wirklich, dass alles gut ist... Wie alt ist Deine Kleine?

Liebe Grüße, der Kaktus

Wir hatten einige solcher Beispiele,
doch irgendwann ist einfach genug.

meine kleine ist schon fast 14 Monate alt... dabei war ich doch gerade eben erst schwanger?
les nicht zu viel über fehlgeburten, sonst machst du dir selbst alles Schöne deiner ss kaputt. sorgen musst du dir erst machen, wenn frisches blut kommt, dir schwummerig wird/du doppelt siehst etc. bis dahin: Nimm es an wie es ist, verhindern kannst du es in dem Stadium eh nicht. Hier gilt noch das Alles oder Nichts Prinzip.

wabn wollt ihr es den kids sagen? Wird dafür ein Stiefkind ein Zimmer aufgeben müssen?

LG

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17. Januar 2013 um 13:43
In Antwort auf ceres_12369844

Wir hatten einige solcher Beispiele,
doch irgendwann ist einfach genug.

meine kleine ist schon fast 14 Monate alt... dabei war ich doch gerade eben erst schwanger?
les nicht zu viel über fehlgeburten, sonst machst du dir selbst alles Schöne deiner ss kaputt. sorgen musst du dir erst machen, wenn frisches blut kommt, dir schwummerig wird/du doppelt siehst etc. bis dahin: Nimm es an wie es ist, verhindern kannst du es in dem Stadium eh nicht. Hier gilt noch das Alles oder Nichts Prinzip.

wabn wollt ihr es den kids sagen? Wird dafür ein Stiefkind ein Zimmer aufgeben müssen?

LG

Das hab ich jetzt auch beschlossen!
Ja, ich höre nun auf zu lesen, das ist wirklich das Beste. Mir gehts eigentlich sehr gut, ich habe kaum Beschwerden (deshalb frage ich mich auch immer, ob da drinnen alles i.O. ist). Vorgestern hatte ich nur eine sehr schlimme Attacke von Schwangerschafts-Blähungen mit extremen Bauchschmerzen, ich hatte plötzlich einen so dicken Bauch, dass ich aussah wie im 9. Monat (wegen der vielen Vollkorn-Produkte, wie sich herausstellte; die lass ich jetzt mal weg bzw. reduziere). Aber ansonsten... manchmal hab ich halt plötzlich so Hunger, dass mir kurzzeitig schlecht wird und die Brüste tun halt weh... Nee, mir gehts echt gut, meiner Schwägerin war die ersten 3 Monate durchgehend schlecht, da bin ich echt gut dran.

Den Kindern sagen wir es so spät wie möglich, denke ich. Wann habt Ihr es gesagt?

Wegen dem Zimmer wissen wir noch nicht genau. Der Kleine (leider) hat das größere der beiden Kinderzimmer (die Große hat im Erdgeschoss ein riesiges Zimmer); also, unser Haus war und ist auf drei Kinder ausgelegt. Allerdings sind wir nun am überlegen, wie wir das regeln. In dem momentan nicht genutzten Kinderzimmer steht mein Kleiderschrank, das Bügelbrett etc. Das Zimmer ist halt ein wenig kleiner.
Das Zimmer des Kleinen ist komplett eingerichtet, mit Bett, Schrank (noch nie genutzt, da habe ich Bettwäsche drin), Schreibtisch und Kommode (auch nicht genutzt, da stehen meine alten kinderbücher). Das einzige, was er in seinem Zimmer macht, sind ab und zu Hausaufgaben und schlafen. Wir überlegen halt, ob wir sein Zimmer umziehen (natürlich mit dem Angebot, dass das neue Zimmer dann renoviert wird Man muss es ja schmackhaft machen). Aber das muss ja nicht gleich sein, denn wahrscheinlich schläft das Baby die erste Zeit sowieso bei uns.

Ganz ehrlich: Vor allem für unser Kind will ich es so bequem wie möglich und da der Kleine nur alle 14 Tage und in den Ferien max. 1 Woche da ist, muss er diese Pille wahrscheinlich schlucken. Natürlich werden wir ihm das so lieb wie möglich beibringen, aber eigentlich ist diese Entscheidung schon gefallen.
Und wahrscheinlich gibts dann Krach und die nächste Attacke... Ich weiß, daher mache ich mir ja so viele Gedanken...

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17. Januar 2013 um 20:52
In Antwort auf marja_11846089

Das hab ich jetzt auch beschlossen!
Ja, ich höre nun auf zu lesen, das ist wirklich das Beste. Mir gehts eigentlich sehr gut, ich habe kaum Beschwerden (deshalb frage ich mich auch immer, ob da drinnen alles i.O. ist). Vorgestern hatte ich nur eine sehr schlimme Attacke von Schwangerschafts-Blähungen mit extremen Bauchschmerzen, ich hatte plötzlich einen so dicken Bauch, dass ich aussah wie im 9. Monat (wegen der vielen Vollkorn-Produkte, wie sich herausstellte; die lass ich jetzt mal weg bzw. reduziere). Aber ansonsten... manchmal hab ich halt plötzlich so Hunger, dass mir kurzzeitig schlecht wird und die Brüste tun halt weh... Nee, mir gehts echt gut, meiner Schwägerin war die ersten 3 Monate durchgehend schlecht, da bin ich echt gut dran.

Den Kindern sagen wir es so spät wie möglich, denke ich. Wann habt Ihr es gesagt?

Wegen dem Zimmer wissen wir noch nicht genau. Der Kleine (leider) hat das größere der beiden Kinderzimmer (die Große hat im Erdgeschoss ein riesiges Zimmer); also, unser Haus war und ist auf drei Kinder ausgelegt. Allerdings sind wir nun am überlegen, wie wir das regeln. In dem momentan nicht genutzten Kinderzimmer steht mein Kleiderschrank, das Bügelbrett etc. Das Zimmer ist halt ein wenig kleiner.
Das Zimmer des Kleinen ist komplett eingerichtet, mit Bett, Schrank (noch nie genutzt, da habe ich Bettwäsche drin), Schreibtisch und Kommode (auch nicht genutzt, da stehen meine alten kinderbücher). Das einzige, was er in seinem Zimmer macht, sind ab und zu Hausaufgaben und schlafen. Wir überlegen halt, ob wir sein Zimmer umziehen (natürlich mit dem Angebot, dass das neue Zimmer dann renoviert wird Man muss es ja schmackhaft machen). Aber das muss ja nicht gleich sein, denn wahrscheinlich schläft das Baby die erste Zeit sowieso bei uns.

Ganz ehrlich: Vor allem für unser Kind will ich es so bequem wie möglich und da der Kleine nur alle 14 Tage und in den Ferien max. 1 Woche da ist, muss er diese Pille wahrscheinlich schlucken. Natürlich werden wir ihm das so lieb wie möglich beibringen, aber eigentlich ist diese Entscheidung schon gefallen.
Und wahrscheinlich gibts dann Krach und die nächste Attacke... Ich weiß, daher mache ich mir ja so viele Gedanken...

Nehmt das Zimmer für euer Kind,
das am nächsten zu eurem Schlafzimmer ist. Denn auch ausquartierte Durchschlafbabys kommen immer mal wieder nachts. Wobei ich das nur vom Hörensagen kenne, unsere hat noch nie durchgeschlafen

Wir haben es allen schon lange vor der 12. Woche gesagt, allerdings stand kurz nachdem wir erfahren haben dass ich schwanger bin die Junggesellenabschiede und in der 12. Woche die Hochzeit an. Somit blieb uns nichts anderes übrig.
grundsätzlich finde ich es aber besser je früher die anderen Kinder es erfahren, damit sie genug zeit haben sich drauf einzustellen. schliesslich wirst du dich verändern (glaub mir, für dein Kind wirst du zur Löwin, das is nicht mit den Gefühlen für die Stiefkinder vergleichbar), Eifersucht wird eine Rolle spielen und Neid auf das Kleine, das nun permanent den Papa sehen darf. Wichtig finde ich auch den Kindern klar zu machen, dass das nicht nur dein Kind ist. Unsere hat lang gebraucht das zu verstehen...
Und: Sprich mit deinem Mann, dass die Kids die ersten 2-3 Wochen nach der Entbindung nicht kommem. Glaub mir, ihr werdet die Zeit für euch brauchen, vom Hormonchaos im Wochenbett ganz zu schweigen...

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18. Januar 2013 um 16:15

Hab ähnliche Erfahrung
Hallo,
hab ähnliche Erfahrungen mit meinem Sohn gemacht, der weder die Trennung seiner Eltern noch sonstwas in seiner Kindheit "durchmachen" musste. War auch weder verwöhnt, noch vernachlässigt, war ein intelligenter Junge ohne Probleme, bis auf eines. Er hat von ca. 5 - 12 Jahren es nicht geschafft sauber zu werden. Wir haben es mit Strafen, Belohnungen, Psychiater, mehrere Urologen, Kinderarzt und Aufenthalt mit Komplettcheck im Krankenhaus versucht. Resultat immer das gleiche. Es ist alles ok.
SEine Aussage war immer, dass er es nicht merken würde.
Wir sind dann in eine Klinik für Urologie gegangen, in der eigentlich nur Prostatakranke ältere Männer gehen.
Die haben das Problem gefunden. Er hatte eine Stewardessenblase und hat es auf ein Blasenvolumen von 1,4 Liter geschafft. Dadurch wurde der Schließmuskel der Blase enorm vergrößert und durchtrainiert wie ein Bizeps.
Sie haben ihm dann für 6 Wochen einen künstlichen Ausgang gelegt, damit der Muskel sich abbauen kann.
Jetzt ist er 23 und hat seitdem keine Probleme mehr.
Die Ärzte haben uns gesagt, diese Krankheit kann kein Kind in dem Alter haben, lach - meiner schon. Er hat auch immer behauptet, er hätte nicht in die HOse gemacht und doch war es. Solch eine Untersuchung ist nur mit Vollnarkose möglich, da eine kleine Kamera in den P... eingeführt wird.
Kann dir nur den Rat geben, es genau abklären zu lassen, bevor du dir später Vorwürfe machst.
Viele Grüße

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