Forum / Meine Familie / Familie - Beziehungen zu Schwiegereltern und Schwiegerfamilie

Nur Probleme

31. Oktober 2010 um 23:53 Letzte Antwort: 2. November 2010 um 11:38

Hallo,
habe gesehen das es viele gibt die in ähnlichen Situationen wie ich bin und hoffe das es jemanden gibt der mir einen Ratschlag geben kann.
Also ich bin mit meinem Mann seit 3 Jahren zusammen. Wir haben vor einem halben Jahr geheiratet und ich bekomme im Dezember ein Kind.
Leider habe ich ziemliche Probleme mit seiner Familie und weiß nicht wie ich damit umgehen soll.
Mein Mann ist sehr auf seine Familie fixiert und möchte sie am liebsten 24 Stunden am Tag sehen. Sie haben alle eine enge Bindung zueinander. Ich komme jedoch aus einer Familie die nicht so viel wert auf Zusammenhalt gelegt hat.
Als ich mit meinem Mann ein halbes Jahr zusammen war bin ich zu ihm und seiner Familie gezogen. Am Anfang war auch noch alles schön und neu, doch mit der Zeit wurde mir das ganze Familienleben zu eng. Wir hatten kaum Zeit für uns, was aber nur mich gestört hat und nicht meinen Mann. Ich hatte viel Stress mit seiner Familie wegen großen und kleinen Sachen. Auf jedenfall ging das zwei Jahre lang so. Ich hatte mit seiner Familie Ärger und dann hatten wir uns wieder vertragen und so weiter.
Nach unserer Hochzeit vor einem halben Jahr ist dann jedoch alles eskaliert. Ich fande nämlich das sich seine Mutter viel zu sehr in unsere Angelegenheiten eingemischt hat und er ist wegen jeder Kleinigkeit zu seiner Mutter gerannt. (wenn er zum Beispiel Kopfschmerzen hatte)
Mich hat das irgendwann so genervt das ich dann zu seinen Eltern auch nicht mehr "Hallo" gesagt habe. Dadurch wurde alles noch schlimmer, doch ich war so genervt das ich keinen mehr sehen wollte.
Naja. Wir hatten dann beschlossen trotz meiner Schwangerschaft uns zu trennen, da er sich nicht von seiner Familie trennen wollte.
Also bin ich bei ihm ausgezoge, jedoch haben wir es nicht durchgehalten und ich bin nach 3 Wochen wieder zurück.
Dann hat er sich dazu überwinden können mit mir von dort auszuziehen und nun wohnen wir seit 2 Monaten in einer Wohnung ca. 15 Minuten von seiner Familie weg.
Da er Fernfahrer ist kommt er nur am Wochenende nach Hause. Nun will er alles auf einmal machen. Also mit mir Zeit verbringen und mit seiner Familie.
Da ich seit unserem Auszug bei seiner Familie Hausverbot habe kann ich ihn auch nicht mehr begleiten, was ich auch gar nicht mehr möchte.
Er hat jedoch vor kurzem mir gesagt das ich zu einer Lösung kommen soll weil er nicht so weitermachen möchte. Er will das ich mich mit seiner Familie verstehe. Nur ich weiß nicht wie ich das machen soll. ICh möchte nicht mehr diese "Enge", doch ich möchte auch nicht immer allein zu Hause herumsitzen wenn er zu seiner Familie geht. Ich finde einfach auch das er nicht zu mir steht, weil ich ja Hausverbot bei seinen Eltern habe und er geht trotzdem hin und tut so als wäre nichts. Laut seiner Meinung bin ich ja auch schuld an der ganzen Situation weil ich mich nicht anpassen kann und mir nichts sagen lasse.
Jetzt haben wir natürlich auch noch das Problem das ich im Dezember unser Kind erwarte und er möchte, das ich dann seine Mutter um Rat frage wenn ich mit dem Kind nicht weiterkomme. Leider habe ich selbst keine Mutter mehr die ich um Rat fragen kann. Nur habe ich keine Lust das seine Mutter sich in die Erziehung und die Pflege meines Kindes einmischt. Mein Mann sagt immer das er so eine tolle Kindheit hatte und er auch will das sein Kind so wie er aufwächst. Das Problem ist das seine Mutter laut ihm alles kann, weiß und sowieso so toll ist.
ICh bitte um Rat!

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1. November 2010 um 14:27

Hallo Leonie,

erst einmal: herzlichste glückwünsche du deinem baldigen glück.

es ist natürlich schwierig dir fernmündlich einen rat zu geben und ich kann nur vorweg sagen, dass sich keiner in deiner situation befindet und nur du sie letztendlich einschätzen und beurteilen kannst.
zunächst denke ich, dass du dir deinen freund ausgesucht hast, gerade weil er einen solchen familiären hintergrund hat und du dir dasselbe für dich gewünscht hättest und es dir ebenfalls für dein kind wünschst.
du wusstest genau worauf du dich eingelassen hast, als du ihn geheiratet hast, dass gleiche gilt allerdings auch für ihn. er wusste über dich dass du deine freiräume brauchst.
die familie deines freundes und dein freund selbst versuchen dich unter druck zu setzten, damit du nach ihren regeln spielst. fakt ist, zusammenleben bedeutet immer das man kompromisse suchen sollte. der kompromiss bedeutet aber nicht dass nur du den kompromiss eingehst.
einen vorschlag: rede mit deinem freund über deine ängste. bezüglich eurer zukünftigen rolle und deiner rolle als mutter. sag ihm, dass du seine mutter bewunderst, dafür dass sie so eine tolle mutter ist. sag ihm dass er dir schon jetzt das gefühl gibt als mutter zu versagen, weil du nicht an diese frau heran kommst. sag ihm, dass du nicht zuletzt auch deshalb abstand gesucht hast. du bist die mutter eures kindes, nicht seine mutter und dir muss das recht eingeräumt werden, deinen eigenen weg, als mutter, zu finden.
sag ihm, du wirst einen weg finden mit seiner mutter zurecht zu kommen

das zweite ist die mutter: bitte um die unterstützung von ihm bei dem gespräch, indem er dir die hand hält und nichts sagt. er soll einfach neben dir sitzten bei dem gespräch.
bitte auch die familie am anfang des gespräches dich erst einmal ausreden zu lassen. im anschluss können sie dir sagen, was ihnen nicht gefällt und du wirst es dir anhören.
sag der mutter, dass es dir leid tut, dass du sie unhöflich behandelt hast und die familie ignoriert hat. bitte sie um verständnis und versuch es auf die verwirrung in der schwangerschaft zu schieben.
sag aber auch ganz deutlich, was du auch in deinem artikel geschrieben hast. du hasttest keine familie wie sie, die zu dir hält. du fühlst dich allein. sag auch ihr, dass du sie bewunderst, aber sage ebenso, dass du nun mal ein mensch bist, der auch seine freiräume braucht und dich vermutlich auch nicht mehr ändern wirst. nenne keine beispiele, keine vorwürfe.
sag allen, dass du versuchen wirst dich anzupassen, dass du aber dasselbe von ihnen erwartest.
macht wöchentliche termine fest, wo ihr euch trefft, auch wenn das kind geboren wurde.
bitte um verständnis, dass du deinen eigenen weg als mutter finden musst, aber auch die unterstützung von ihr als großmutter brauchst. mach aber auch gleich klar, dass du nicht hören willst was du zu machen hast. macht feste termine aus für die zeit nach der geburt. im krankenhaus können sie dich am letzten tag besuchen. bitte dann erst einmal um zwei wochen ruhe nach dem krankenhaus. appeliere an ihre erinnerung, dass man emotional erst einmal sehr aufgelöst ist und du ruhe und viel schlaf brauchst. ab der zweiten wochen kann sie zwei oder dreimal kommen jeweils für eine halbe stunde. nicht mehr nicht weniger, denn du brauchst immer noch ruhe. sag, dass sie sich daran halten sollen, denn du möchtest nicht unhöflich werden und sie rausschmeißen müssen, weil es dich zu sehr belastet. nach dieser zeit siehst du erst einmal weiter

versuch es mit solchen gesprächen, falls du das schaffen solltest. ich sage dir aber auch gleich, dass du nicht zuviel auf die unterstützung deines freundes hoffen darfst.

ich denke grundsätzlich dass du dich selbst wieder in den vordergrund deines lebens stellen solltest. du musst glücklich sein, denn dann wird es auch dein kind werden.
dein kind kann auch ohne vater aufwachsen, auch wenn das für mich selbst auch nicht das ideal ist.
du hast angst ihn zu verlieren, aber das hast du schon, wenn die angst in dir ist. du brauchst niemanden in der welt, du brauchst nur dich selbst um glücklich zu werden. (und wenn dein kind geboren ist, dein kind)
alles was du im leben erlebt hast, hat dich auf deine mutterschaft vorbereitet und du wirst eine hervorragende mutter sein. sag dir das immer selbst.
wenn deine versuche nicht fruchten bist du fähig genug, den weg allein zu gehen und du brauchst dir keine vorwürfe du machen, du hättest etwas unversucht gelassen.
wenn dein versuch, dich mit der mutter zu einigen schief geht, dann lag es von anfang an in ihrer absicht krieg zu führen, aber du wirst nicht mehr die schuldige sein, auch für dich selbst nicht.

viel glück

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1. November 2010 um 14:35
In Antwort auf an0N_1255193499z

Hallo Leonie,

erst einmal: herzlichste glückwünsche du deinem baldigen glück.

es ist natürlich schwierig dir fernmündlich einen rat zu geben und ich kann nur vorweg sagen, dass sich keiner in deiner situation befindet und nur du sie letztendlich einschätzen und beurteilen kannst.
zunächst denke ich, dass du dir deinen freund ausgesucht hast, gerade weil er einen solchen familiären hintergrund hat und du dir dasselbe für dich gewünscht hättest und es dir ebenfalls für dein kind wünschst.
du wusstest genau worauf du dich eingelassen hast, als du ihn geheiratet hast, dass gleiche gilt allerdings auch für ihn. er wusste über dich dass du deine freiräume brauchst.
die familie deines freundes und dein freund selbst versuchen dich unter druck zu setzten, damit du nach ihren regeln spielst. fakt ist, zusammenleben bedeutet immer das man kompromisse suchen sollte. der kompromiss bedeutet aber nicht dass nur du den kompromiss eingehst.
einen vorschlag: rede mit deinem freund über deine ängste. bezüglich eurer zukünftigen rolle und deiner rolle als mutter. sag ihm, dass du seine mutter bewunderst, dafür dass sie so eine tolle mutter ist. sag ihm dass er dir schon jetzt das gefühl gibt als mutter zu versagen, weil du nicht an diese frau heran kommst. sag ihm, dass du nicht zuletzt auch deshalb abstand gesucht hast. du bist die mutter eures kindes, nicht seine mutter und dir muss das recht eingeräumt werden, deinen eigenen weg, als mutter, zu finden.
sag ihm, du wirst einen weg finden mit seiner mutter zurecht zu kommen

das zweite ist die mutter: bitte um die unterstützung von ihm bei dem gespräch, indem er dir die hand hält und nichts sagt. er soll einfach neben dir sitzten bei dem gespräch.
bitte auch die familie am anfang des gespräches dich erst einmal ausreden zu lassen. im anschluss können sie dir sagen, was ihnen nicht gefällt und du wirst es dir anhören.
sag der mutter, dass es dir leid tut, dass du sie unhöflich behandelt hast und die familie ignoriert hat. bitte sie um verständnis und versuch es auf die verwirrung in der schwangerschaft zu schieben.
sag aber auch ganz deutlich, was du auch in deinem artikel geschrieben hast. du hasttest keine familie wie sie, die zu dir hält. du fühlst dich allein. sag auch ihr, dass du sie bewunderst, aber sage ebenso, dass du nun mal ein mensch bist, der auch seine freiräume braucht und dich vermutlich auch nicht mehr ändern wirst. nenne keine beispiele, keine vorwürfe.
sag allen, dass du versuchen wirst dich anzupassen, dass du aber dasselbe von ihnen erwartest.
macht wöchentliche termine fest, wo ihr euch trefft, auch wenn das kind geboren wurde.
bitte um verständnis, dass du deinen eigenen weg als mutter finden musst, aber auch die unterstützung von ihr als großmutter brauchst. mach aber auch gleich klar, dass du nicht hören willst was du zu machen hast. macht feste termine aus für die zeit nach der geburt. im krankenhaus können sie dich am letzten tag besuchen. bitte dann erst einmal um zwei wochen ruhe nach dem krankenhaus. appeliere an ihre erinnerung, dass man emotional erst einmal sehr aufgelöst ist und du ruhe und viel schlaf brauchst. ab der zweiten wochen kann sie zwei oder dreimal kommen jeweils für eine halbe stunde. nicht mehr nicht weniger, denn du brauchst immer noch ruhe. sag, dass sie sich daran halten sollen, denn du möchtest nicht unhöflich werden und sie rausschmeißen müssen, weil es dich zu sehr belastet. nach dieser zeit siehst du erst einmal weiter

versuch es mit solchen gesprächen, falls du das schaffen solltest. ich sage dir aber auch gleich, dass du nicht zuviel auf die unterstützung deines freundes hoffen darfst.

ich denke grundsätzlich dass du dich selbst wieder in den vordergrund deines lebens stellen solltest. du musst glücklich sein, denn dann wird es auch dein kind werden.
dein kind kann auch ohne vater aufwachsen, auch wenn das für mich selbst auch nicht das ideal ist.
du hast angst ihn zu verlieren, aber das hast du schon, wenn die angst in dir ist. du brauchst niemanden in der welt, du brauchst nur dich selbst um glücklich zu werden. (und wenn dein kind geboren ist, dein kind)
alles was du im leben erlebt hast, hat dich auf deine mutterschaft vorbereitet und du wirst eine hervorragende mutter sein. sag dir das immer selbst.
wenn deine versuche nicht fruchten bist du fähig genug, den weg allein zu gehen und du brauchst dir keine vorwürfe du machen, du hättest etwas unversucht gelassen.
wenn dein versuch, dich mit der mutter zu einigen schief geht, dann lag es von anfang an in ihrer absicht krieg zu führen, aber du wirst nicht mehr die schuldige sein, auch für dich selbst nicht.

viel glück

Ach so
was du vielleicht auch noch bedenken kannst bei allem. die situation ist für die mutter deines freundes vermutlich auch nicht einfach. sie hat angst ihr kind zu verlieren an dich. du wirst in der zukunft an seiner seite stehen.
versuch ihr auf irgend eine weise diese angst zu nehmen und ihr zu versichern, dass sie immer die wichtigste person in seinem leben sein wird.
hab jetzt aber keine angst. tatsächlich ist sie das zwar noch die wichtigste person, aber in zehn jahren nicht mehr.
du bist sein lebenspartner, doch er kennt dich noch nicht so lange wie seine mutter. das vertrauen musst du erst einmal schaffen in der zukunft und dir natürlich auch verdienen.

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1. November 2010 um 15:11
In Antwort auf an0N_1255193499z

Ach so
was du vielleicht auch noch bedenken kannst bei allem. die situation ist für die mutter deines freundes vermutlich auch nicht einfach. sie hat angst ihr kind zu verlieren an dich. du wirst in der zukunft an seiner seite stehen.
versuch ihr auf irgend eine weise diese angst zu nehmen und ihr zu versichern, dass sie immer die wichtigste person in seinem leben sein wird.
hab jetzt aber keine angst. tatsächlich ist sie das zwar noch die wichtigste person, aber in zehn jahren nicht mehr.
du bist sein lebenspartner, doch er kennt dich noch nicht so lange wie seine mutter. das vertrauen musst du erst einmal schaffen in der zukunft und dir natürlich auch verdienen.

...
im großen und ganzen hast du großes glück und dein freund steht zu dir, auch wenn du das nicht so empfindest. er hat dich geheiratet und er bekommt in naher zukunft ein kind mit dir, was willst du mehr?
das er sich wünscht das alle für ihn wichtigen personen einen guten kontakt zueinander haben ist doch eigentlich ligitim, oder?

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2. November 2010 um 11:38
In Antwort auf an0N_1255193499z

...
im großen und ganzen hast du großes glück und dein freund steht zu dir, auch wenn du das nicht so empfindest. er hat dich geheiratet und er bekommt in naher zukunft ein kind mit dir, was willst du mehr?
das er sich wünscht das alle für ihn wichtigen personen einen guten kontakt zueinander haben ist doch eigentlich ligitim, oder?

Danke
Hallo mmmpro,
vielen Dank für deine schnelle Antwort.
Ich hoffe das ich den Mut habe seiner Familie/Schwiegereltern gegenüber zu treten und ihnen meine Gefühle richtig rüberzubringen. Ich habe irgendwie Angst davor.
Es ist total schwer sich in so eine Familienkonstellation einzufinden, vor allem wenn man selbst so etwas nicht kennt.
Ich liebe meinen Mann und freue mich auf unser gemeinsames Kind doch habe ich auch Angst davor meine Sache richtig zu machen und seine Mutter zu schnell die Oberhand in der Erziehung und Pflege hat und ich nur noch die bin die alles falsch machen kann.
Ich versuche es mit deinen Ratschlägen. Du hast mir wirklich weitergeholfen.
Vielen Dank noch einmal.

leonie

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