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Neuer netter Nachbar

18. Juni 2012 um 22:03


Guten Abend miteinander,

folgendes: Mein Mann, Ich und meine beiden Söhn (2) (7) wohnen seit 3 Jahren in einem Mehrfamilienhaus, mit 9 Parteien. In der obersten Etage ist vor 3 Monaten ist ein junger Mann (25) eingezogen. Er machte von Anfang an einen guten Eindruck - nett, gepflegt, hilfsbereit. Nennen wir ihn Sascha.

Mein Mann und ich sind tagsüber arbeiten. Die Kinder werden in der Zeit von meinem Vater, der auch in demselben Haus wohnt, betreut.

Vor zwei Monaten stand der neue Nachbar urplötzlich vor unserer Tür, neben ihn mein Sohn. Zur Info: Mein Sohn hielt sich vor dem Haus auf, wo sie ins Gespräch kamen. Mein Sohn fragte mich dann ganz aufgeregt, ob der Sascha hinter dem Haus mit ihm Fußball spielen darf. Der Mann fügte noch hinzu, dass er sich gerne das Einverständnis holen wollte, ganz einfach, um Missverständnissen vorzubeugen. Ich war einverstanden. Beim Fußball sind die Männer sich ja anscheinend einig. Ich ging danach zu meinem Mann, der gerade unter der Dusche stand und erzählte ihm das eben geschehene. Er zeigte sich auch einverstanden. Wie gesagt - der Mann machte einen wirklich guten Eindruck.

So kam es, dass der junge Mann sich immer mehr mit unserem Ältesten beschäftigte. Mein Sohn war auch immer sehr begeistert von ihm und geriet teilweise ins Schwärmen. Wir lernten den Mann auch immer weiter kennen. Es ist ihm - und er betonte es immer wieder - sehr wichtig, uns bei jedem Vorhaben zu informieren. Mein Sohn hat außerdem einige Freunde hier im Haus. Einige Ältere (bis max. 10). Auch mit ihnen versteht sich der Mann scheinbar blendend.

Am vergangenen Freitag allerdings, kam mein Sohn mit der Bitte, bei Sascha zu übernachten. Wie er darauf kommt fragte ich. Er hatte zuerst Sascha gefragt, aber er entgegnete, er solle zuerst die Eltern fragen. Er würde sich freuen und einen netten Abend organisieren. Mein Mann und ich hatten allerdings unsere Bedenken. Wir kennen ihn erst seit wenigen Monaten und es ist schon ein bisschen seltsam, das ein junger Mann (lebt alleine, kaum andere sozial Kontakte außer Arbeitskollegen) sich so intensiv mit Kindern beschäftigt. Wir wollen zwar nicht voreingenommen sein und einen scheinbar Kinderlieben jungen Mann verurteilen, jedoch Vorsicht ist bekanntlich besser als Nachsicht. Ergo: Wir redeten mit Sascha und sagten ihm, dass es uns dieses Wochenende nicht passt. Unser Kleiner war sichtlich enttäuscht Aber wir möchten ihn noch besser Kennenlernen, bevor wir das gestatten, wenn überhaupt...

Meine Frage Habt ihr selbst schon so was erlebt? Wie findet ihr unser Vorgehen? Sind wir zu locker, oder hätten wir den Beiden doch die Übernachtung gönnen sollen?

Mein Mann und ich machen uns schon Gedanken, aber bisher ist nichts geschehen, was bedenklich wäre. Mein Sohn berichtet nur gutes. Er mag ihn sehr.

MfG Beate

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18. Juni 2012 um 23:09

Hm -
Das scheint mir dann doch ein wenig zu heftig zu sein und wirkt auf mich traurig, wenn man nicht in der Lage ist, den Menschen vertrauen zu schenken, die um einen bemüht sind.

Damit möchte ich nicht sagen, dass ich fahrlässig jedem meine Kinder anvertrauen würde, aber insbesondere im Kindergarten gebe ich meinen Kleinsten schon guten Gewissens ab. Die männlichen Erzieher leisten dort gute Arbeit. Dein Beitrag klingt (fast) schon männerfeindlich!

Wenn ich deinem Prinzip folge leisten würde, müsste ich auch kontinuierlich Sorgen haben, das meine Kindern im Straßenverkehr verunglücken. Wo kommen wir dann hin, wenn die Paranoia derart unvernünftig um sich schlägt?

Übrigens ist der prozentuale Anteil der Verkehrsunfälle bekanntlich um einiges Höher, als die des Kindesmissbrauchs. Für den Straßenverkehr kann man Kinder trainieren, genauso im Umgang mit Menschen.

MfG Beate

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19. Juni 2012 um 7:49

sehr schwierig
au da wäre ich aber hin- und hergerissen. Einerseits wäre es ja mal wirklich schön, wenn es Menschen gäbe, die positiv Kindern gegenübertreten. Andererseits hört man ja auch das ein oder andere....
Puh ich würde -glaube ich- dem neuen Nachbarn wirlich die Wahrheit sagen. Das es schön ist, wenn er DRAUSSEN(!!!!) mit dem Kind Fußball spielt, ihr es aber nicht so gern sehen würdet, wenn Euer Kind mit ihm (allein) in der Wohnung ist. Dafür würdet Ihr Euch zu wenig kennen. Ich denke, damit habt ihr zwei Vorteile:
1.) ist es ein wirklich guter Nachbar, dann akzeptiert es das, ist ja auch nicht von der Hand zu weisen.
2.) wäre es einer mit Hintergedanken, dann weiss er zumindest, dass ihr hellhörig seid.

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19. Juni 2012 um 16:35



Guten Tag zusammen,

vielen Danke erst mal für die nützlichen Beiträge. Beruflich hat Sascha nichts mit Kinder oder Jugendlichen zu tun. Er arbeitet im Bereich der Informatik. Allerdings erzählte er mir, dass er über ein Jahr als Betreuer in einer KiTa arbeitete. Es machte ihm Spaß weil er grundsätzlich gerne mit Kindern zusammen ist -, aber er hatte Probleme mit der Distanzierung, sprich er ist lieber der Freund der Kinder, eine Art Mentor, als der strenge Erzieher. Deshalb hat er den Berufswunsch verworfen.

Klingt für mich erst mal ziemlich plausibel.

Mein Mann ist momentan beruflich unterwegs, sonst hätte ich mich schon früher mit ihm deswegen noch mal kurz geschlossen. Wir werden uns aber am Wochenende zusammen hinsetzen und noch mal darüber reden. Meine Idee wäre, Sascha einfach mal zum Grillen einzuladen und ihm unsere Bedenken erklären und neue Regelungen aufstellen. Auch nochmal Gründlich seine Intentionen hinterfragen.

1.Vorerst nicht mehr in seiner Wohnung mit unserem Sohn alleine.
2.Wenn die Beiden Kontakt haben, dann Bitte in Anwesenheit von meinem Mann und mir, oder anderen Personen, denen wir vertrauen.

Den Kontakt ganz abbrechen möchte ich nicht. Das fände ich ziemlich unhöflich und unfair, im Falle, dass er tatsächlich gute Absichten hat. Für meinen Sohn würde auch eine kleine Welt zusammenbrechen.

Ich werde euch gerne am Wochenende das Ergebnis unserer Bemühungen schildern. Ich denke, dass ist einfach der vernünftigste Weg.

Und selbstverständlich - auch wenn mein Sohn bettelt - wird es zukünftig keine Übernachtungen geben. Dazu müssen wir ihn schon besser kennen. Eine Alternative wäre, die ich mir auch gut vorstellen könnte, dass mein Mann mit Sascha und meinem Sohn Zelten gehen. Es sind bald Ferien und die Beiden hatten das sowieso geplant. Wieso dann nicht mit dem Freund meines Sohnes? Das steht aber noch in den Sternen - dazu brauch es auch das Einverständnis von meinem Mann.

MfG Beate

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