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Neuer Freund der Mutter

27. Dezember 2016 um 17:21

Hallo zusammen, ich brauche mal einen Ort an dem ich meine Gedanken und Gefühle loswerden kann.
Ich bin grade 20 geworden und wohne aufgrund meines Studiums noch bei meiner Mutter. Mein Vater ist gestorben als ich grade 3 war, ein paar Jahre später kam ein neuer Mann samt Sohn in unsere Familie. Beide schwer depressiv, der Sohn litt unter Schizophrenie und so kam es, dass ich Jahre regelrecht tyrannisiert wurde. Ich selber wurde depressiv, verlor die Lust am Leben, hatte Suizidgedanken und war ständig krank. Vor knapp 7 Jahren schaffte es meine Mutter dann endlich sich von den beiden los zu lösen, sie zogen aus und ich fühlte mich das erste mal tatsächlich wohl Zuhause. Ich war schon immer ein eher liebes Kind, habe nie viel rebelliert und war froh, dass ab diesem Zeitpunkt meine Mutter mich immer unterstützt hat. Ich habe früh begonnen die Dinge sachlich und reflektiert zu betrachten, meist deutlich erwachsener als gleichaltrige.
So langsam beginne ich nach mehreren Therapien mich zu erholen, mein Selbstbewusstsein war durch Mobbing Zuhause und in der schule quasi nicht mehr vorhanden.

Soviel zur Vorgeschichte. Seitdem hatte meine Mutter keinen Freund mehr. Es hatte sich einfach nie was ergeben. Seit einem Monat trifft sie doch nun jemanden der bereits letzte Woche bei uns geschlafen hat, er hat eine eigene Zahnbürste, Handtuch, Rasierer und alles direkt bei uns stehen gelassen. Ich fühle mich ziemlich unwohl, ich gönne es meiner Mutter sehr, wirklich. Ich weiß ich bin erwachsen und es sollte mich nicht mehr stören, aber er wurde zum Familienessen an Weihnachten eingeladen und vorhin fragte sie ob er an Silvester hier her kommen darf, ich muss dazu sagen dass es bei uns sozusagen eine Tradition ist den Abend gemeinsam gemütlich zu verbringen. Nun ist mir bei dem Gedanken so übel, dass ich überlege ob ich ihr sage dass sie ihn einladen soll, ich aber zu einer Freundin fahre, oder sie bitte ihm abzusagen.. Mir geht das einfach so schnell und ich habe das Gefühl sie ist so blind vor liebe, dass sie sich gar nicht Zeit lassen will. Es sind nicht mal zwei Monate seit dem sie sich treffen, reagiere ich einfach nur über aufgrund der Vergangenheit oder sollte ich sie mal darauf ansprechen, dass es vielleicht generell besser wäre alles etwas langsamer anzugehen, er wird ja nicht weglaufen wenn er sie liebt?
Liebe Grüße

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27. Dezember 2016 um 22:02
In Antwort auf unicornfluff

Hallo zusammen, ich brauche mal einen Ort an dem ich meine Gedanken und Gefühle loswerden kann.
Ich bin grade 20 geworden und wohne aufgrund meines Studiums noch bei meiner Mutter. Mein Vater ist gestorben als ich grade 3 war, ein paar Jahre später kam ein neuer Mann samt Sohn in unsere Familie. Beide schwer depressiv, der Sohn litt unter Schizophrenie und so kam es, dass ich Jahre regelrecht tyrannisiert wurde. Ich selber wurde depressiv, verlor die Lust am Leben, hatte Suizidgedanken und war ständig krank. Vor knapp 7 Jahren schaffte es meine Mutter dann endlich sich von den beiden los zu lösen, sie zogen aus und ich fühlte mich das erste mal tatsächlich wohl Zuhause. Ich war schon immer ein eher liebes Kind, habe nie viel rebelliert und war froh, dass ab diesem Zeitpunkt meine Mutter mich immer unterstützt hat. Ich habe früh begonnen die Dinge sachlich und reflektiert zu betrachten, meist deutlich erwachsener als gleichaltrige.
So langsam beginne ich nach mehreren Therapien mich zu erholen, mein Selbstbewusstsein war durch Mobbing Zuhause und in der schule quasi nicht mehr vorhanden.

Soviel zur Vorgeschichte. Seitdem hatte meine Mutter keinen Freund mehr. Es hatte sich einfach nie was ergeben. Seit einem Monat trifft sie doch nun jemanden der bereits letzte Woche bei uns geschlafen hat, er hat eine eigene Zahnbürste, Handtuch, Rasierer und alles direkt bei uns stehen gelassen. Ich fühle mich ziemlich unwohl, ich gönne es meiner Mutter sehr, wirklich. Ich weiß ich bin erwachsen und es sollte mich nicht mehr stören, aber er wurde zum Familienessen an Weihnachten eingeladen und vorhin fragte sie ob er an Silvester hier her kommen darf, ich muss dazu sagen dass es bei uns sozusagen eine Tradition ist den Abend gemeinsam gemütlich zu verbringen. Nun ist mir bei dem Gedanken so übel, dass ich überlege ob ich ihr sage dass sie ihn einladen soll, ich aber zu einer Freundin fahre, oder sie bitte ihm abzusagen.. Mir geht das einfach so schnell und ich habe das Gefühl sie ist so blind vor liebe, dass sie sich gar nicht Zeit lassen will. Es sind nicht mal zwei Monate seit dem sie sich treffen, reagiere ich einfach nur über aufgrund der Vergangenheit oder sollte ich sie mal darauf ansprechen, dass es vielleicht generell besser wäre alles etwas langsamer anzugehen, er wird ja nicht weglaufen wenn er sie liebt?
Liebe Grüße

Rede mit ihr. Es gibt zwar keine Garantie dafür, dass sie es versteht, aber für eine gesunde Beziehung ist reden sehr wichtig. Vorallem bei eurer Vorgeschichte. Es ist egal wie alt du bist, du bist ihr Kind und lebst bei ihr. Natürlich darf sie sich verlieben etc, aber in diesem Moment hat sie dir gegenüber eine Verantwortung, da es euer gemeinsames Zuhause ist. 
Das mit den Sachen von ihm hätte sie bspw. Kurz mit dir klären sollen. 
JEder von euch hat seine Geschichte und wahrscheinlich denkt sie gar nicht wie schwierig das für dich ist.  Deswegen solltest du mit ihr reden. Dann weiss sie wenigstens Bescheid und du kannst dich immernoch entscheiden.

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