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Neid innerhalb der Familie

20. Juni 2009 um 11:33

Hallo zusammen!

Es beschäftigt mich schon seit einer halben Ewigkeit, ich wollte es mir nur nicht wirklich eingestehen, aber leider gibt es sehr viel Neid in meiner Familie, meine Ma einbezogen.

Meine Familiengeschichte ist nicht ganz einfach. Ich habe eine große Schwester und eine kleine Schwester (beide jeweils nur 1,9 Jahre Unterschied). Mein Pa ist 2001 an Krebs gestorben und meine Ma ist seit 1994 EU-Rentner. Sie hat bis zu ihrem 25 LJ gearbeitet und seitdem war sie krank. Keine schöne Geschichte. Ich bin 26 Jahre und wohne in einer anderen Stadt (80 km von Familie entfernt). Ich bin im Jahr 2007 aus beruflichen Gründen weggezogen, aber dennoch so nah dran, dass ich in einer Stunde bei meiner Familie sein kann, wenn mal irgendwas sein sollte. Meine beiden Geschwister haben keinen Abschluss und auch noch nicht gearbeitet und geben sich auch nicht soooo viel Mühe. Das ist keine Behauptung - das ist so! Nach meiner Ausbildung war ich selbst 4 Monate arbeitsuchend und ich habe mir den Ar..... aufgerissen, um in Arbeit zu kommen. Man möchte ja unabhängig sein. Grundsätzlich haben wir uns gut verstanden, wenn es um Party machen ging war alles paletti. Das ist ja auch gut und schön und ich mache immernoch sehr gern einen drauf. Doch bei dem Thema Arbeit, pers. Entwicklung, Unabhängigkeit liegt ein riesengroßer Schwefelgeruch in der Luft. Daher wird versucht das Thema zu meiden, was mir allerdings weh tut, denn gerne würde ich von meiner Ma mal hören, das sie stolz auf mich ist. Ich bin aber die Böse die weggezogen ist, die Karriere- und Geldgeil ist - die Madame (wie meine Ma mich pflegt zu nennen). Da kommen Sprüche wie "gehörst du jetzt auch zu den Prolls", meine Geschwister begrüßen diese Sprüche von meiner Ma und ich sitze da wie ein Schulkind. Dabei ist auch mein Verdienst gerade ausreichend zum leben. Ich kann selbst keine großen Sprünge machen, kann mich aber zum Glück selbst versorgen. Meine Freunde geben mir wenigstens den Zuspruch und sagen mir auch mal, dass ich den richtigen Weg gehe. Klar, ich weiß das auch selbst. Aber bei meiner Familie ist kein rankommen. Wenn ich gerade meinen zwei Geschwistern mal meine Meinung sagen würde, was ihre Arbeitsmoral und Lebenseinstellung betrifft, dann wären wir geschiedene Leute. Meine Ma vertritt leider auch noch eher die Meinung meiner Geschwister. Den Frieden willen sag ich nichts. Wenn mir mal irgendwas nicht gelingt, dann ist alles ok. Habe ich aber ein Erfolgserlebnis lenken sie das Thema sofort woanders hin oder es kommen nur blöde Sprüche. "Na hoffentlich vergisst du nicht woher du kommst oder wer du bist" Häää???? Ich war vor paar Tagen wieder meine Familie besuchen, ich hatte Geb. Da hängt eine Stimmung in der Luft, mich grault es bereits, wenn ich an den nächsten Besuch denke. Mich ist in den zwei Jahren noch niemand besuchen gekommen. Wäre aus finanz. Sicht nicht möglich, obwohl ich schon gesagt habe, dass ich sie abhole und wieder heim fahre oder die Zugfahrt bezahlen würde (1 Strecke 15 ). Es interessiert wahrscheinlich niemanden, wie ich als Schwester und Tochter lebe. Vielleicht empfinde ich das auch als zu tragisch, aber mich verletzt es halt ungemein. Selbst meine Oma sagt schon zu mir, du brauchst nicht wieder zurück kommen, du hast es richtig gemacht und hier bei deiner Familie würdest du nicht glücklich werden (zum Glück habe ich sie wenigstens). Am Liebsten würde ich meine Familie damit mal konfrontieren, doch das würde ausarten - ich kenne sie ja. Also gebe ich wieder klein bei und Augen zu und durch.

Wer kennt sowas auch und hat einen Weg gefunden damit zurecht zu kommen? Mir bricht es das Herz und ich kann, gerade nach einen Besuch bei meiner Familie, Tagelang an nichts anderes denken. Es macht mich sehr sehr traurig.

Ich würde mich über Tipps freuen.

LG Blume19831

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15. Juli 2009 um 20:10

Hallo Blume 19831
du kämpfst gegen windmühlen . den kampf wirst du nie gewinnen. ich weiß wovon ich rede. bin 28 und hab den scheiß jahrelang genauso wie du mitgemacht. reib dich nicht weiter an deiner sippe auf. die liebe die du forderst wirst du nie bekommen. ich weiß, dass es harte worte sind. aber ich wäre auch daran beinahe zerbrochen, weil ich immer wieder um die liebe meiner familie gekämpft habe.
um kurz etwas auszuholen, meine schwester 19 jahre, der totale versager. ich 28 erfolgreich in den meisten dingen. und jetzt darfst du raten, wer der liebling ist??

Was deine schwestern angeht. halt dich fern von diesen weibern, sie werden dir nur wehtun. (glaubs mir) je weniger sie von dir wissen, desto besser. um so weniger angriffsfläche haben sie. stecke lieber deine energie in die leute, die es verdienen und dich aufrichtig lieben. und vergeute sie nicht sinnlos an solchen oberflächigen menschen. versuche abstand zu deiner familie zu gewinnen, spring nicht gleich wenn sie pfeiffen. verschaff dir den nötigen respekt. lass dir von deinen schwestern keine einzige dumme bemerkung gefallen. warum nimmst du rücksicht??????schlimmer kanns doch eh nicht mehr werden, oder?
und wenn, dann hast du erstens deine ruhe, und zweitens nicht klein bei gegeben.

was ich damit sagen will ist. sie werden dich früher oder später kaputt spielen, lass es nicht zu!!!!!!

LG Susannne

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15. Mai 2011 um 21:47

Wenn Familie krank macht
Ich bin 39 Jahre und bin zu Zeit in einer Einbahnstraße.
Ich bin die mittlere von drei Schwestern. Meine zwei Brüder sind äler wie ich.
Seit 18 Jahren bin ich verheirater und habe drei Kinder. Ein
hormisches Familienleben.
Beruflich sehr erfolgreich. Anerkennung von meinen Eltern
oder Geschwistern gleich Null.
Da ich immer sehr viel Wert auf Harmonie in der Familie
lege, bin ich, wenn ich im Nachhinein zurückdenke, immer
diejenige gewesen, die es allen Recht gemacht hat.
Sei es finanziell oder andere negative Situationen. Mein
Ehemann stand immer voll hinter mir.
Meine Erziehung seitens von meinen Eltern, war mehr als
furchtbar. Wenn meine jüngere Schwester etwas angestellt
hatte, war ich die Leidtragende. Ich hatte mich daran gewöhnt und muß sagen, dass ich das bis zum heutigen Tag durchgezogen habe.
Ich bin die ganze Zeit immer nur Mittel zum Zweck gewesen.
Insgeheim war ich dessen bewusst. Aber wie es mal so ist, dem lieben Frieden zuliebe, nimmt man alles so hin was an
unverschämten Beschuldigungen etc. kommt. Versucht man sich zu verteidigen, wird man als "Krank dargestellt." Mitterweile bin ich es, depressiv . Na ja , man sucht die Fehler bei sich, und versucht trotz alledem, den Kontakt nicht abzubrechen. Ich suche immer noch nach Anerkennung und Liebe. Liebe von meinen Eltern, die ich als Kind nie bekommen habe. Ich habe mir dann immer eingeredet, dass sie selbst keine schöne Kindheit hatten etc. Trotz alledem, war ich immer der Brennpunkt. Ich kam nie gegen Sie an. Meinen Geschwistern ebenfalls. Trotz Heirat, hat sich die Einmischerei und klugen Ratschlägen in meiner Ehe und Erziehung der Kinder nie aufgehört. Warum habe ich dies über so lange Zeit mir gefallen lassen. Liebesentzug und trotzdem sind sie immer noch präsent in meinem Leben.
Seit ca. 1 Monat habe ich dem einen Schlußstrich gezogen und den Kontakt komplett wegen meiner Gesundheit abgebrochen. Dies wurde natürlich nicht einfach so hingenommen. Es wurden die tolltsen Verschörungstheorien bekanntgegeben unter der Familie. Es wäre mein Ehemann, der mich zu diesem Schritt bewegt hat und und....
Anstatt nach dem wahren Grund zu suchen, warum ich dies getan habe, werden Verleumdungen untereinander breit gemacht.
Obwohl es mir nicht leicht fällt, bin ich mir ganz sicher, den richtigen Schritt gemacht zu haben.
Wenn die Familie nicht zur Tochter steht, in guten, wie auch in schlechten Tagen, mein Gott, man kann doch sein eigenes Kind nicht ohne einen Grund veruteilen! Oder doch.
Erfolgreich im Beruf. Eheglück und drei bezaubernde Kinder, die ich über alles liebe. Ja ich habe dazugelernt. Auf diese Einsicht mußte ich lange lange hinarbeiten: NEID von den eigenen Eltern und Geschwistern. Kein Lob, nicht stolz sein auf die Tochter. etc.
Leider muß ich damit leben. Meine Therorie das Gespräch zu suchen, scheiterten immer wieder. Muß ich mich für mein Leben rechtfertigen? Mit 39 JAhren. NEIN.
Ich habe jahrelang nach der verloren Elernliebe gesucht, und
muß sagen, es war vergeudete ZEIT. Zeit, die ich in andere
Bereiche hätte investieren können. Das hätte mir viel Kopfzerbrechen erspart. Da ich meinen eigen Kindern von meiner bedauernswerten Erziehung meiner Eltern nichts weitergeben, konnte, habe ich mir dies alles selbst beigebracht. Viele viele Bücher gelesen und Einblicke in andere Famileinalltage geworfen. Das war mir sehr wichtig.
Keinen Kontakt mehr zu der eigenen Familie zu haben, ist sehr schwierig und nicht akzepabel normalerweise.Man hat, ein schlechtes Gewissen, trotz dass man für die Situation überhaupt nichts kann. Ja, das ist auch ein Vermächtnis meiner Familie. Unschuldig verurteilt. Trotz alledem, das Leben ist viel zu kostbar. Positives Denken hilft hoffentlich darüber hinweg.

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