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Neid...

25. August 2014 um 13:30

Ich versteh einfach nicht warum selbst innerhalb der Familie niemand dem anderen etwas gönnen kann...

Mein Beispiel:
Mein Cousin, er ist ca. 5 Jahre älter (30) als ich , verheiratet und hat 2 Kinder, er geht arbeiten, wenn auch nur sporadisch, seine Frau hat keine Arbeit.

Ständig ist er neidisch auf mich. Bei meiner Hochzeit war er neidisch auf die Gastgeschenke (seine Worte... Naja, ihr könnt euch das auch leisten, geht ja beide Arbeiten... Blick mit rollenden Augen).

Mein "neues Auto" immerhin 18 Jahre alter Passat (seine Worte... Ich weiß ja nicht wozu du so ein großes, teures Auto brauchst?!) Also wirklich, als wenn ein so altes Auto sooo teuer wäre.

Wenn ich sag ich habe am Wochenende gefeiert oder mal ausgeschlagen (er: Du hast ja auch noch keine Kinder.....)

Und der Hammer: Ich helf gerne, wenn jemand aus meiner Familie Probleme hat, sind mein Mann und ich immer zur Stelle. Auch für seine Eltern. Beim letzten Geburtstag meines Onkels also, haben mein Onkel und meine Tante uns dafür gelobt, das ist immer etwas unangenehm, wir haben dann versucht auf ein anderes Thema zu lenken, weil ich weiß das ihre eigenen Kinder schon weglaufen, wenn sie das Wort Problem hören. Aber leider hat mein Cousin es dann doch auch mitgehört, und schon war er verschwunden, wortlos, ohne Verabschiedung ist er einfach vom Geburtstag seines Vaters nach Haus gegangen.

Mein eigentliches Problem: Jeder ist seines Glückes Schmied. Ich kann nichts dafür das sie sehr für Kinder bekommen haben und wir noch keine geplant haben, ich kann auch nichts dafür, das seine Frau ohne wirklichen Grund, einfach nicht arbeiten will und schon gar nichts kann ich dafür, dass er sich einen Scheiß um seine Familie kümmert und deshalb keiner Lobeshymnen über ihn singt.
ABER am Ende fühl ich mich deshalb doch immer ein wenig schuldig...

Geht es noch jemandem so???
Oder ist vielleicht jemand eher in der Situation meines Cousins und kann mir das Verhalten erklären????

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26. August 2014 um 15:03

Ja, da bin ich wahrscheinlich etwas empfindlich...
Ich muss sagen, ich bin ein Einzelkind, mein Cousin war wie mein großer Bruder, seit ich denken kann. Als er das erste Mal Vater wurde habe ich mich um den Kleinen sehr oft gekümmert (nicht aufgedrängt, sie kamen halt nicht mit einem Kind klar) auch nach beim 2. Kind war ich immer da. Mein "Dankeschön" ist dann das Kinderlächeln, das ist mir viel wichtiger...

Aber wenn man mal so eng verbunden war, wieso kann man sich dann für den Anderen nicht auch mal freuen, oder sich wenigstens so dumme Sprüche verkneifen....

Ich hab schon oft gedacht, jetzt reichts... Und im Kopf hab ich schon damit abgeschlossen, also mit ihm (da sind noch andere Sachen bei denen wir aneinander geraten würden, Umgang mit seinen Eltern, seinen Kindern und die Einstellung was Familie bedeutet) aber ich weiß, die Kinder dürften entweder mich oder andere Familienmitglieder dann wieder wochenlang nicht sehen. Und für Kinder zwischen 5 und 10 sind ein paar Wochen eine Ewigkeit.

Wir sind doch gemeinsam aufgewachsen, wie kann man sich da so in verschiedene Richtungen entwickeln?

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