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Negative Gefühle gegenüber meinen Stiefkindern...

24. September 2009 um 17:46

Hallo,

ich brauche dringend Rat

Mein Mann und ich kennen uns seit 3,5 Jahren, im letzten Monat haben wir geheiratet. Nun möchten wir zusammen ziehen. Mit in die Ehe bringt mein Mann auch zwei Kinder im Alter von 7 und 12 Jahren. Diese werden 11 tage im Monat bei uns wohnen. Bisher lebten wir noch in getrennten Wohnungen, vielleicht auch, weil ich mir noch nicht vorstellen konnte, mit zwei Kindern zusammen zu leben. Nun sind wir aber bereits in der eigenen Familienplanung und möchten endlich eine gemeinsame Wohnung. Mein Mann und ich sind ein Traumpaar, nie hätte ich gedacht, dass es solch Liebe überhaupt gibt, das Problem sind die Kinder bzw. ich.

Nun möchte ich zuerst die guten Seiten an mir als Stiefmutter aufzeigen. Ich beschäftige mich mit beiden Kindern, spiele und höre zu, ich lese vor oder liege im Bett nebenan, wenn mein Mann vorliest, wir essen gemeinsam, malen, lachen, machen Hausaufgaben, sehen mal ne Teeny-Sendung und auf meinen Rat hin, treffen sich nun mein Mann und der 12-jährige Sohn auch mal ohne die kleine Schwester, um eine richtige Vater-Sohn-Beziehung zu pflegen. Ich bin nicht eifersüchtig, das war meine Idee.

Jetzt zu meinen Gefühlen, tief vergraben in mir: Ich fühle mich hilflos den Erziehungs-Macken der Beiden gegenüber, weil ich nicht dafür verantwortlich bin und die auch nicht ändern kann. (Der Sohn kann mit 12 noch keinen Apfel schneiden, von anderen Unselbständigkeiten ganz abgesehen.)

Ich habe in mir negative Gefühle ihnen gegenüber.
Nun richten wir ihnen ein Zimmer ein in unserer ersten gemeinsamen Wohnung und sie haben uns noch nicht einmal zur Hochzeit gratuliert. Wir tun und machen und zumindest zu mir kommt nichts zurück Als mein Mann und ich uns kennen lernten, habe ich 1 Jahr nicht bei ihm geschlafen, wenn die Kinder da waren, um sie nicht zu verstören. Die einzigen Streitpunkte, die wir hatten, waren die Kinder. Es ist sicherlich so, dass dieses Gefühl viele Eltern kennen, wenig Anerkennung für viel Leistung, nur habe ich sie nicht geboren, es überwiegt kein Gefühl der Liebe in mir, dass das alles ausgleichen würde.

Könnte ich zaubern, so wären sie nie geboren worden und innerlich wünsche ich, dass sie nicht so oft im Monat bei uns sind. Ich tue das alles für meinen Mann, auch für die Kinder, weil sie ja nichts dafür können wie sie erzogen sind und in welche Konstellation wir sie gebracht haben (mein Mann war jedoch schon drei Jahre ausgezogen, bevor ich ihn traf). Ich weiß, dass sich das schrecklich anhört, aber ich glaube, ich bin nicht alleine...

Der Prozess ist übrigens ein langsamer; zuerst glaubte ich noch, dass alles gut wird, besser, dass es Zeit braucht, dann liebte ich zu sehr, um mich von meinem Mann zu lösen Und nun habe ich Angst vor der Zukunft.

Was kann ich tun, außer die nächsten 15 Jahre zu leiden, bis sie ein eigenes Leben führen?

DANKE FÜR EUREN MEINUNGEN!! (Das ist das erste Mal für mich in einem Forum...)

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24. September 2009 um 19:01

Deine Gefühle sind wie ich finde ganz normal
und auch typisch für eine Frau in solch einer Lage.
Wenn Du hier rumliest wirst Du viele solcher Geschichten finden.

Ich finde jedoch dass es besser gewesen wäre erst mit ihm zusammenzuziehen und dann zu heiraten. Denn jetzt weißt Du gar nicht ob Du mit der veränderten Lage überhaupt klar kommst.

Ihr seid in der Familienplanung. Aus eigener Erfahrung weiß ich dass ein eigenes Kind vieles heilen kann, aber natürlich auch zusätzliche Probleme bringen kann.

Es ist schwierig für uns Frauen, wenn wir Kinder so nah in unserem privaten Umfeld haben, die nicht unsere sind und auf die wir nur mäßig Einfluss haben können.
Kinder können nerven. Als Eltern versucht man durch Erziehung gegen zu steuern. Wenn man jedoch kein Elternteil ist wird es schwierig.
Da stellt sich die Frage inwieweit man sich überhaupt einbringen sollte in die Erziehung und inwieweit man überhaupt als nichtmutter respektiert wird. Gleichzeitig sollte man sich auch schützen, nicht allzu viel Lebensmüh in eine Sache zu geben, die im Grund nicht die eigene ist, da man ja auch noch ein eigenes Leben hat.
Das muss jeder individuell für sichentscheiden.
Sie werden 1/3 des Monats bei Euch leben. Das ist nicht wenig. Also solltest Du abwägen ob Du mit den Unzulänglichkeiten der Kinder leben kannst oder ob Du eingreifen und aktiv werden willst und kannst.

Es ging mir auch so dass ich in was reinrutschte und zu spät bemerkte dass ich damit nicht kann, nämlich zu einem Zeitpunkt wo ich nicht mehr gehen konnte und dann genau wie Du Angst vor der Zukunft bekam.
Es ist auch evntl. in 15 Jahren nicht ausgestanden da Kinder immer die Kinder ihrer Eltern bleiben und dann eben auch größere Sorgen kommen können.

Kannst auch meine Gefühle in meinem eigenen Thread hier nachlesen:
http://forum.gofeminin.de/forum/f157/__f328_f157-Mein-Mann-und-sein -Sohn-ich-und-mein-Sohn-die-Ex -und-ihre-Tochter-FOU.html

Ich schrieb weiter oben auch dass es besser gewesen wäre früher zusammen zu ziehen (oder öfter da zu sein wenn die Kinder da waren) bevor man sich so eng bindet, weil es vorkommen kann, dass man dann da sitzt und die Kinder einfach nicht mehr um sich erträgt und Aggressionen bekommt. Und wenn man zusammenlebt kann man ja nicht einfach mal weg und fühlt sich dann vielleicht ausgeliefert.

Ich wünsche Dir daher das sich alles gut einspielt und Du mit allem klar kommst.

LG

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25. September 2009 um 11:59
In Antwort auf kleinermaulwurff

Deine Gefühle sind wie ich finde ganz normal
und auch typisch für eine Frau in solch einer Lage.
Wenn Du hier rumliest wirst Du viele solcher Geschichten finden.

Ich finde jedoch dass es besser gewesen wäre erst mit ihm zusammenzuziehen und dann zu heiraten. Denn jetzt weißt Du gar nicht ob Du mit der veränderten Lage überhaupt klar kommst.

Ihr seid in der Familienplanung. Aus eigener Erfahrung weiß ich dass ein eigenes Kind vieles heilen kann, aber natürlich auch zusätzliche Probleme bringen kann.

Es ist schwierig für uns Frauen, wenn wir Kinder so nah in unserem privaten Umfeld haben, die nicht unsere sind und auf die wir nur mäßig Einfluss haben können.
Kinder können nerven. Als Eltern versucht man durch Erziehung gegen zu steuern. Wenn man jedoch kein Elternteil ist wird es schwierig.
Da stellt sich die Frage inwieweit man sich überhaupt einbringen sollte in die Erziehung und inwieweit man überhaupt als nichtmutter respektiert wird. Gleichzeitig sollte man sich auch schützen, nicht allzu viel Lebensmüh in eine Sache zu geben, die im Grund nicht die eigene ist, da man ja auch noch ein eigenes Leben hat.
Das muss jeder individuell für sichentscheiden.
Sie werden 1/3 des Monats bei Euch leben. Das ist nicht wenig. Also solltest Du abwägen ob Du mit den Unzulänglichkeiten der Kinder leben kannst oder ob Du eingreifen und aktiv werden willst und kannst.

Es ging mir auch so dass ich in was reinrutschte und zu spät bemerkte dass ich damit nicht kann, nämlich zu einem Zeitpunkt wo ich nicht mehr gehen konnte und dann genau wie Du Angst vor der Zukunft bekam.
Es ist auch evntl. in 15 Jahren nicht ausgestanden da Kinder immer die Kinder ihrer Eltern bleiben und dann eben auch größere Sorgen kommen können.

Kannst auch meine Gefühle in meinem eigenen Thread hier nachlesen:
http://forum.gofeminin.de/forum/f157/__f328_f157-Mein-Mann-und-sein -Sohn-ich-und-mein-Sohn-die-Ex -und-ihre-Tochter-FOU.html

Ich schrieb weiter oben auch dass es besser gewesen wäre früher zusammen zu ziehen (oder öfter da zu sein wenn die Kinder da waren) bevor man sich so eng bindet, weil es vorkommen kann, dass man dann da sitzt und die Kinder einfach nicht mehr um sich erträgt und Aggressionen bekommt. Und wenn man zusammenlebt kann man ja nicht einfach mal weg und fühlt sich dann vielleicht ausgeliefert.

Ich wünsche Dir daher das sich alles gut einspielt und Du mit allem klar kommst.

LG

Danke für die unterstützenden Worte
Vielen Dank, dass Du gleich geschrieben hast. Du hast sicherlich recht, dass wir hätten zuerst zusammen ziehen und uns erproben sollen. Dazu muss ich auch sagen, dass wir ziemlich lange nach einer passenden Wohnung gesucht haben, die uns den nötigen Freiraum gibt, aber bei 4 Personen, irgendwann vielleicht 5 war uns das nicht so leicht.

Sie sollte außerdem auch in der Nähe von seinen Kindern sein, damit die uns selbständig besuchen können und natürlich irgendwie auch noch bezahlbar. In einer Single-Hauptstadt wie Berlin sind 4-5 Zimmer-Whg. nicht ganz so gut zu finden. Nun denn, irgendwie habe ich die Zeit aber ohne Kinder auch genossen und als wir jetzt unsere Traumwohnung gefunden haben, ging alles ganz schnell, vor allem kam meine Angst ganz schnell.

Ich bin einfach erschrocken darüber, dass meine Gefühle manchmal so schrecklich sind, auch wenn ich das den Kindern natürlich nicht zeige...

Ich habe gestern eine Selbsthilfe-Gruppe für Patchwork-Familien ergoogelt, das hört sich interessant an.

Unsere "Probleme" fangen am 1.12. wahrscheinlich erst richtig an, dann kann ich bestimmt auch noch mehr berichten.

Ich glaube, dass dieses Familien-Konstrukt wahrscheinlich immer schwierig ist und angstbeladen von allen Seiten. So gehe ich da jedenfalls rein und hoffe, ich werde positiv überrascht. Gestern habe ich schon meinem Mann erzählt, dass ich von meinen Ängsten geschrieben habe. Schon das Schreiben hat mir sehr geholfen und auch, dass ich nicht alleine bin.

In meinem Bekanntenkreis leben alle noch in der klassischen Variante - noch.

Vielen Dank, kleiner Maulwurff.

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25. September 2009 um 15:29

Hallo Lea,
ich kenne diese Gefühle und auch, dass sie einen manchmal über sich selbst erschrecken lassen. Da steckt oft noch viel mehr drin, als man sich eingestehen möchte - auch, dass sie einen in gewisser Weise daran hindern, das Leben so selbstbestimmt zu führen, wie man sich das vorgestellt hatte. Eine eigene Familie ohne das Vorleben des Partners zum Beispiel. Die Kinder sind da mit all den Dingen, die sie von "außen", von einer anderen Lebensweise mitbringen und das, ohne, dass man selbst etwas dazu beigetragen hätte. Sie sind einem - natürlich! - oft fremd, weil sie eben nur zum Teil vom geliebten Partner sind. Und auch wenn sie einen mögen, sie werden nie ganz damit zufrieden sein, dass es ihre, für sie ja tatsächliche, Familie nicht mehr gibt. Da steckt zwangsläufig eine latente Zurückweisung drin.

Diese ganzen Empfindungen alles finde ich nicht schlimm, sondern ganz normal. Da muss man durch und irgendwann damit abfinden. Ich weiß nicht, ob jeder dafür geschaffen ist.

Was den Alltag betrifft: Sie werden ja auch größer und du wirst sehen, der Junge wird bald viel weniger Aufmerksamkeit wollen, die Freunde werden wichtiger und er oft unterwegs. So ist es ja meist in der Pubertät. Du bist ja nicht die nächsten 15 Jahre mit kleinen Kindern konfrontiert, sondern bald mit Jugendlichen, die ihr eigenes Leben zu leben beginnen.

Sie sind viel bei euch, das stimmt. Es ist ein harter Wechsel zwischen ganz viel Familie und wieder Zweisamkeit. Das stelle ich mir anstrengend vor. Du steckst zwangsläufig viel Energie in Kinder, die die restlichen Tage des Monats dann bei der Mutter sind. Die bleibt auch die Mutter in den Tagen, in denen sie bei euch sind und du hast manchmal das Gefühl, es kommt zu wenig zurück.

Aber es gibt die Möglichkeit, sich in gewissen Dingen abzukapseln. Ich weiß nicht, in welcher Rolle du dich siehst. Aber man muss keine wirkliche Mutterrolle übernehmen. Die Verantwortung trägt dein Mann, auch für die Erziehung. Es gibt also die Möglichkeit, sich einfach nicht zu ärgern, dass er keinen Apfel schälen kann und über diverse Erziehungsmacken einfach nur den Kopf zu schütteln. Wenn sie viel bei euch sind, werden sie ja zwangsläufig merken, dass bei euch andere Regeln gibt. Diesen Prozess sollte aber dein Mann anführen, er ist der Vater. Du solltest nicht alle Energie dafür aufwenden oder ständig leiden, aber da musst du auch selbst wieder raus finden.

Wenn du das Gefühl hast, zu wenig zurückzubekommen, dann zeig ihnen das. Da kann man ruhig offen reden, du musst nicht immer nur Rücksicht nehmen. Sie erwarten ja offensichtlich, dass du vieles selbstverständlich für sie tust. Es ist wichtig, dass sie lernen, dass das nicht immer nur einseitig sein kann.

Wenn du mit der 11-Tage-Regel gar nicht klar kommst, dann müsst ihr nochmal reden, ob und wie man das Ganze anders lösen könnte. Aber besser, bevor ihr ein Kind bekommt.

LG,
apfelzimt

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25. September 2009 um 16:21

Danke, Reenemäuschen
Da ich noch nie in einem Forum war, fällt es mir etwas schwer, immer einen Titel zu finden..., dachte also, dass ich mich dann einfach bei dem "Pseydonym" bedanke

Erst einmal: Wahnsinn, wie viel Du geschrieben hast und wie nett und wie traurig und alles auf einmal. Es gibt so viele Schicksale, die wirklich schwierig zu kommentieren sind, mir fällt das sehr schwer, aber ich las etwas zwischen den Zeilen, eine Klarheit, eine klare Frau und klare Richtung. Ich glaube, das ist mit das Wichtigste für eine intensive und stabile Bindung zwischen Kind und Erwachsenem.

Vielleicht sollte ich wirklich auch mal mit den Kindern reden. Ich musste schon vor ihnen weinen, weil einige Dinge einfach weh tun und habe das als Anlass für eine kurze Einführung in meine Bedürfnisse genommen. Ach, da will man immer, das alles perfekt ist und ist selbst keine Mutter und ist so doof, nicht offen und sofort zu sagen, "Du, das hat mir gerade weh getan", bevor die Tränen kommen.

Toll, das hilft mir alles total!

Ich wünsche Dir mit Deiner Familie eine wunderschöne Zukunft und dass Euer aller Wunden schnell verheilen. Deine Worte machen mir wirklich Mut und ich dachte schon, dass ich hier verurteilt würde...

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25. September 2009 um 16:37
In Antwort auf apfelzimt

Hallo Lea,
ich kenne diese Gefühle und auch, dass sie einen manchmal über sich selbst erschrecken lassen. Da steckt oft noch viel mehr drin, als man sich eingestehen möchte - auch, dass sie einen in gewisser Weise daran hindern, das Leben so selbstbestimmt zu führen, wie man sich das vorgestellt hatte. Eine eigene Familie ohne das Vorleben des Partners zum Beispiel. Die Kinder sind da mit all den Dingen, die sie von "außen", von einer anderen Lebensweise mitbringen und das, ohne, dass man selbst etwas dazu beigetragen hätte. Sie sind einem - natürlich! - oft fremd, weil sie eben nur zum Teil vom geliebten Partner sind. Und auch wenn sie einen mögen, sie werden nie ganz damit zufrieden sein, dass es ihre, für sie ja tatsächliche, Familie nicht mehr gibt. Da steckt zwangsläufig eine latente Zurückweisung drin.

Diese ganzen Empfindungen alles finde ich nicht schlimm, sondern ganz normal. Da muss man durch und irgendwann damit abfinden. Ich weiß nicht, ob jeder dafür geschaffen ist.

Was den Alltag betrifft: Sie werden ja auch größer und du wirst sehen, der Junge wird bald viel weniger Aufmerksamkeit wollen, die Freunde werden wichtiger und er oft unterwegs. So ist es ja meist in der Pubertät. Du bist ja nicht die nächsten 15 Jahre mit kleinen Kindern konfrontiert, sondern bald mit Jugendlichen, die ihr eigenes Leben zu leben beginnen.

Sie sind viel bei euch, das stimmt. Es ist ein harter Wechsel zwischen ganz viel Familie und wieder Zweisamkeit. Das stelle ich mir anstrengend vor. Du steckst zwangsläufig viel Energie in Kinder, die die restlichen Tage des Monats dann bei der Mutter sind. Die bleibt auch die Mutter in den Tagen, in denen sie bei euch sind und du hast manchmal das Gefühl, es kommt zu wenig zurück.

Aber es gibt die Möglichkeit, sich in gewissen Dingen abzukapseln. Ich weiß nicht, in welcher Rolle du dich siehst. Aber man muss keine wirkliche Mutterrolle übernehmen. Die Verantwortung trägt dein Mann, auch für die Erziehung. Es gibt also die Möglichkeit, sich einfach nicht zu ärgern, dass er keinen Apfel schälen kann und über diverse Erziehungsmacken einfach nur den Kopf zu schütteln. Wenn sie viel bei euch sind, werden sie ja zwangsläufig merken, dass bei euch andere Regeln gibt. Diesen Prozess sollte aber dein Mann anführen, er ist der Vater. Du solltest nicht alle Energie dafür aufwenden oder ständig leiden, aber da musst du auch selbst wieder raus finden.

Wenn du das Gefühl hast, zu wenig zurückzubekommen, dann zeig ihnen das. Da kann man ruhig offen reden, du musst nicht immer nur Rücksicht nehmen. Sie erwarten ja offensichtlich, dass du vieles selbstverständlich für sie tust. Es ist wichtig, dass sie lernen, dass das nicht immer nur einseitig sein kann.

Wenn du mit der 11-Tage-Regel gar nicht klar kommst, dann müsst ihr nochmal reden, ob und wie man das Ganze anders lösen könnte. Aber besser, bevor ihr ein Kind bekommt.

LG,
apfelzimt

Danke, apfelzimt,
das hilft mir sehr.Ich bin so erschrocken über meine Gefühle gewesen, dass ich wirklich dachte, ich wäre alleine, ich würde verurteilt.

Ja, Du hast absolut recht. Noch fällt es mir schwer, einfach den Kopf zu schütteln, wenn weder der Apfel geschnittten, noch der Teller abgeräumt oder Süßigkeiten einfach genommen werden oder der Kampf ums Zähneputzen entbrennt... Es ist auch so, dass mir dann mein Mann nicht mehr so imponiert, wenn solche Sachen geschehen und die Kinder Oberhand haben. Natürlich weiß ich, dass getrennte Partner oft um die Liebe der Kinder buhlen - wie vielschichtig das alles ist.

Wahrscheinlich fehlt überhaupt noch eine Definition meiner Rolle, Mutter, Freundin, Lebenspartnerin, Beraterin? und wer vergibt die, die Kinder, ich, mein Mann? Ich muss das wirklich mit meinem Mann besprechen!

Der Bruch ist sehr hart zwischen Zweisamkeit und Kindern und elf Tage finde ich auch immer viel (+ Ferien, etc.), aber mein Mann leidet, wenn er sie nicht so oft sehen kann und die Mutter unterstützt in der anderen Zeit nicht den Kontakt zum Vater (kein Anruf, wenn er Geburtstag hat, durften nicht zur Hochzeit kommen, usw.).

Ja, Reden, Ruhe bewahren und meine Rolle definieren. Ich werde mir noch alle Ratschläge aufschreiben müssen, die Ihr mir hier zur Verfügung stellt. Was für kluge und interessante Antworten! GENIAL!

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25. September 2009 um 18:05

Wenn sich irgendwas neues ergibt oder Du
das Bedürfnis hast dich ausquatschen zu sollen, dann kannst ja diesen Thread hier nutzen.
Würd mich freuen. Hab ich bei meinem auch so gemacht.
Im Moment ist bei mir Gott sei Dank alles ruhig. Das war ja mal anders und da tat es auch gut es im eigenen Thread nieder zu schreiben.

Letztens hab ich dann mal wieder reingelesen. Das ist dann nach einiger Zeit auch wirklich interessant zu lesen wie man sich damals gefühlt hat.

LG

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25. September 2009 um 18:39
In Antwort auf kleinermaulwurff

Wenn sich irgendwas neues ergibt oder Du
das Bedürfnis hast dich ausquatschen zu sollen, dann kannst ja diesen Thread hier nutzen.
Würd mich freuen. Hab ich bei meinem auch so gemacht.
Im Moment ist bei mir Gott sei Dank alles ruhig. Das war ja mal anders und da tat es auch gut es im eigenen Thread nieder zu schreiben.

Letztens hab ich dann mal wieder reingelesen. Das ist dann nach einiger Zeit auch wirklich interessant zu lesen wie man sich damals gefühlt hat.

LG

Danke,
dass mache ich auf jeden Fall! (Ich bin auch ziemlich sicher, dass das Zusammenleben von 0 auf 100 noch so einige Herausforderungen mit sich bringt..., davon werde ich gerne berichten.)

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25. September 2009 um 19:04
In Antwort auf cass_12776459

Danke, apfelzimt,
das hilft mir sehr.Ich bin so erschrocken über meine Gefühle gewesen, dass ich wirklich dachte, ich wäre alleine, ich würde verurteilt.

Ja, Du hast absolut recht. Noch fällt es mir schwer, einfach den Kopf zu schütteln, wenn weder der Apfel geschnittten, noch der Teller abgeräumt oder Süßigkeiten einfach genommen werden oder der Kampf ums Zähneputzen entbrennt... Es ist auch so, dass mir dann mein Mann nicht mehr so imponiert, wenn solche Sachen geschehen und die Kinder Oberhand haben. Natürlich weiß ich, dass getrennte Partner oft um die Liebe der Kinder buhlen - wie vielschichtig das alles ist.

Wahrscheinlich fehlt überhaupt noch eine Definition meiner Rolle, Mutter, Freundin, Lebenspartnerin, Beraterin? und wer vergibt die, die Kinder, ich, mein Mann? Ich muss das wirklich mit meinem Mann besprechen!

Der Bruch ist sehr hart zwischen Zweisamkeit und Kindern und elf Tage finde ich auch immer viel (+ Ferien, etc.), aber mein Mann leidet, wenn er sie nicht so oft sehen kann und die Mutter unterstützt in der anderen Zeit nicht den Kontakt zum Vater (kein Anruf, wenn er Geburtstag hat, durften nicht zur Hochzeit kommen, usw.).

Ja, Reden, Ruhe bewahren und meine Rolle definieren. Ich werde mir noch alle Ratschläge aufschreiben müssen, die Ihr mir hier zur Verfügung stellt. Was für kluge und interessante Antworten! GENIAL!

Ja,
ich kenn das alles gut! Ich dachte, bevor ich begann, mich im Internet über das Thema auszutauschen, auch, ich wär die einzige auf der Welt, die sich so fühlt. Der Austausch hilft ungemein, den im Umfeld habe ich kaum jemanden, der das versteht. Die allermeisten sind eben nicht in der Situation.

Deine Rolle - ich glaube in erster Linie musst du sie selbst erstmal für dich definieren. Nur dann bist du authentisch. Dann muss dein Mann natürlich konform gehen. Da braucht es viele Gespräche und viel Verständnis, denn oft sind die Vorstellungen unterschiedlich. Das war bei uns der Fall und wir haben uns irgendwo in der Mitte getroffen, denke ich. Die Kinder... ich denke, sie werden dir zeigen, wie sie das sehen, das braucht aber Zeit! Ihre und deine Vorstellungen davon müssen sich auch nicht decken! Mit der Zeit ordnet sich das Gefüge ohnehin von selbst, es ist aber so, dass du dir klar sein solltest, was du bereit bist, zu geben. Kinder sind ja nicht so reflektiert, haben aber eine enorme Anpassungsfähigkeit.

Oje, das klingt nach einer stressigen Kindsmutter. Das mit der Hochzeit ist schlimm. Die Kinder haben sich sicherlich ausgeschlossen gefühlt. Daher denke ich, solltest du ihnen das mit dem Gratulieren nicht ankreiden. Das machen Kinder ja grundsätzlich nicht von sich aus und in dem Fall haben sie ja noch das Handicap, nicht dabei gewesen zu sein.

Ja, reden ist echt das Wichtigste dabei. Alles Gute!

Lieben Gruß

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26. September 2009 um 12:10

Jetzt...
..habe ich gestern schon meinem Mann von diesem Forum erzählt und mit jeder Antwort von Euch formulieren sich bei mir wieder neue Worte zu den unbestimmten Gefühlen, die ich in mir trug und mir fällt das Sprechen leichter. Ihr habt absolut recht mit der "Rückendeckung", die ich von meinem Mann benötige und obwohl er das schon klar tut, werde ich mit ihm noch ein paar typische Situationen durch sprechen, damit er auch versteht, wie es mir dann geht, was ich möchte, natürlich nicht vor den Kindern.

Nein, seine Ex unterstützt uns leider überhaupt nicht und ich verstehe nicht, dass sie den Kindern diese Loyalitätskonflikte aufbürdet, obwohl ich nicht in die Beziehung eingebrochen bin und auch sie selbst schon Freunde hatte. Ich muss dazu sagen, dass ich auch ein Trennungskind bin und meine Mutter nie etwas gegen die neue Frau von meinem Vater gesagt hat. Es geht also auch anders. Ich fand mein Leben lang, dass meine Eltern nicht sonderlich gut zusammen passten und gut daran getan haben, sich zu trennen.

Bei alle den Ängsten, die ich in mir trage und die schlechter mit einem liebenden, vermissenden Vater zu besprechen sind (meine eigene Scheu, total eigenes Versagen, totale Überforderung), als mit Euch, hatte ich heute endlich wieder einen total positiven Gedanken im Kopf. Der Sohn von meinem Mann wird im November 13 und im Moment telefoniert er am liebsten oder surft im Internet und telefoniert dabei. Wir selbst haben daher quasi kein Telefon mehr, wenn er da ist.

Also sagte ich heute früh zu meinem Mann, dass wir ihm für die neue Wohnung ein Telefon kaufen und eine eigene Leitung legen sollten. Ich glaube, es gäbe nichts, was ihn mehr freut (und nebenbei haben wir dann auch wieder selbst ein Telefon.). Und an solche Sache denke ich nämlich aus der Erziehungs-Frauen-Prespektive - dafür soll er doch z.B. 2x im Monat komplett die Küche sauber machen (hat er in seinem Leben noch nicht und die Frau, die ihn dann später abkriegt, soll keinen Pascha bekommen).

Sprechen, sprechen, sprechen, auch wenn die Kinder des Partners das vielleicht heikelste Thema für eine Beziehung sind, alles andere geht mir jedenfalls leichter über die Lippen.

Und... ich werde mich selbst ernster nehmen müssen.

Vielleicht wir alle, die in Patchwork-Familien leben und mit Partnern, die sich lange schuldig fühlen, die Kinder (zumindest räumlich) verlassen zu haben und ich, die sich selbst schuldig fühle, weil ich (noch?) nicht lieben kann oder mich mal nicht freue, wenn sie kommen. Schließlich nehmen sich die Kinder was sie brauchen und wir uns ständig nur zurück in unseren Bedürfnissen.

Und als ich gestern fragte, wer mir die Rolle in der Familie denn geben soll, habe ich am Abend gedacht, dass ich das gerne selbst möchte.

Ich habe halt manchmal schlechte Gedanken, aber die bestimmen nicht mein Handeln und es gibt sicherlich schlechtere Stiefmütter als mich (nicht in diesem Forum).

Wie viele Gefühle auf einmal


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30. September 2009 um 9:57

Hallo Lea,
also ich kann deine Situation voll verstehen und möchte dir nur Mut zusprechen.
Leider ist es so, das Kinder sehr feine Antennen haben und spüren, wenn man ihnen unsicher gegenüber tritt.
Es ist keine böse Absicht von Ihnen, aber sie versuchen natürlich das gegen dich einzusetzen und dann ist es wie ein "Selbstläufer"................ ....

Angst vor der Zukunft brauchst du nicht zu haben, wenn du dich nur nicht einschüchtern lässt. Wenn dein Mann dich unterstützt und hinter dir steht, ist das mehr als viele Mütter je haben werden.

Als ich mit meinem Partner zusammenzog, waren da seine zwei Kinder und meine zwei Kinder. Glaub nicht, das dies ein Spaziergang war)) Meine, wie auch seine Kinder dachten und glaubten, ihnen wird etwas genommen. Wir haben ihnen erklärt, wir möchten nicht die Väter und Mütter ersetzen ( seine Kinder haben keine Mutter mehr), sondern möchten ihnen ein Freund sein.
Das haben alle vier verstanden, so glaubte ich eine Zeitlang. Seine Große ist gerade zwölf geworden und mitten in der Pubertät. Bis ich kam, war sie die Prinzessin, jeder Wunsch wurde ihr erfüllt, wenn sie Papa nur mit ihren Augen angeblinzelt hat. Sie hat noch eine Schwester, sie lief nur so "nebenher" und stand immer im Schatten, hatte wenig Selbstvertrauen und wurde kaum bemerkt. Als ich dann kam, hat sich einiges geändert, ich habe meinem Partner die Augen geöffnet und er nahm seine kleine Tochter endlich wahr. Das ist natürlich der Großen ein Dorn im Auge und dafür hasst sie mich wahrscheinlich auch. Erst tat es mir verdammt weh,wie sie hat mich wie Luft behandelt, was ich auch tat. Meine Bemühungen hab ich eingestellt und hab ihr immer wieder erklärt, warum ich so handle.
Mein partner steht voll hinter mir und das ärgert sie natürlich immer mehr.
Inzwischen hab ich mich damit abgefunden, das wir uns nicht lieben werden. Ich verlange nur Respekt von ihr....selbst das bekommt sie nicht hin. Ich schätze mal, wir werden noch einiges erleben mit ihr und ihren Zicken, aber eins steht fest.
Die Liebe zwischen mir und meinem Partner wird dadurch nur stärker und fester. Sie meinte auch schon, er solle sich zwischen ihr und mir entscheiden...

Wir sind glücklich und freuen uns auf den Tag, wenn sie unser Haus verläßt....auch wenn es sich grausam anhört!!!!!!

liebe Grüße suri

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30. September 2009 um 10:29
In Antwort auf suri149

Hallo Lea,
also ich kann deine Situation voll verstehen und möchte dir nur Mut zusprechen.
Leider ist es so, das Kinder sehr feine Antennen haben und spüren, wenn man ihnen unsicher gegenüber tritt.
Es ist keine böse Absicht von Ihnen, aber sie versuchen natürlich das gegen dich einzusetzen und dann ist es wie ein "Selbstläufer"................ ....

Angst vor der Zukunft brauchst du nicht zu haben, wenn du dich nur nicht einschüchtern lässt. Wenn dein Mann dich unterstützt und hinter dir steht, ist das mehr als viele Mütter je haben werden.

Als ich mit meinem Partner zusammenzog, waren da seine zwei Kinder und meine zwei Kinder. Glaub nicht, das dies ein Spaziergang war)) Meine, wie auch seine Kinder dachten und glaubten, ihnen wird etwas genommen. Wir haben ihnen erklärt, wir möchten nicht die Väter und Mütter ersetzen ( seine Kinder haben keine Mutter mehr), sondern möchten ihnen ein Freund sein.
Das haben alle vier verstanden, so glaubte ich eine Zeitlang. Seine Große ist gerade zwölf geworden und mitten in der Pubertät. Bis ich kam, war sie die Prinzessin, jeder Wunsch wurde ihr erfüllt, wenn sie Papa nur mit ihren Augen angeblinzelt hat. Sie hat noch eine Schwester, sie lief nur so "nebenher" und stand immer im Schatten, hatte wenig Selbstvertrauen und wurde kaum bemerkt. Als ich dann kam, hat sich einiges geändert, ich habe meinem Partner die Augen geöffnet und er nahm seine kleine Tochter endlich wahr. Das ist natürlich der Großen ein Dorn im Auge und dafür hasst sie mich wahrscheinlich auch. Erst tat es mir verdammt weh,wie sie hat mich wie Luft behandelt, was ich auch tat. Meine Bemühungen hab ich eingestellt und hab ihr immer wieder erklärt, warum ich so handle.
Mein partner steht voll hinter mir und das ärgert sie natürlich immer mehr.
Inzwischen hab ich mich damit abgefunden, das wir uns nicht lieben werden. Ich verlange nur Respekt von ihr....selbst das bekommt sie nicht hin. Ich schätze mal, wir werden noch einiges erleben mit ihr und ihren Zicken, aber eins steht fest.
Die Liebe zwischen mir und meinem Partner wird dadurch nur stärker und fester. Sie meinte auch schon, er solle sich zwischen ihr und mir entscheiden...

Wir sind glücklich und freuen uns auf den Tag, wenn sie unser Haus verläßt....auch wenn es sich grausam anhört!!!!!!

liebe Grüße suri

Hallo Suri,
erst einmal bist Du sehr ehrlich, das gefällt mir. Der letzte Satz hat mich zwar umgehauen und ist kaum politisch korrekt (noch eine zuversichtliche Aufmunterung ), aber er spricht von ehrlicher Verzweifelung.

Das mit dem Prinzessinen-Gehabe kenne ich gut, habe schließlich bald auch einen pubertierenden Prinzen und eine trotzige Prinzessin daheim. Viel kommt wahrscheinlich aus einem schlechten Gewissen der Väter und vielleicht uneindeutigen Erziehungs-Positionen, obwohl Deiner ja nicht "Verlassen" hat..

Aber jetzt möchte ich Dir mal Mut machen: in der Pubertät verändert sich so viel (mein ältester Prinz wird im November 13!!!), auch das Gehirn, neuralgische Verbindungen, das Großhirn (auch verantwortlich für Einfühlungsvermögen, das Kinder nicht haben), ich glaube, die spinnen alle.

Nun hört sich Euer Fall natürlich wirklich schwierig an. Habt Ihr mal daran gedacht, ob die Tochter vielleicht in einer Therapie das Formulieren der Wünsche noch einmal klarer lernen könnte?

Liebe Grüße und Kopf hoch!

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30. September 2009 um 10:34
In Antwort auf suri149

Hallo Lea,
also ich kann deine Situation voll verstehen und möchte dir nur Mut zusprechen.
Leider ist es so, das Kinder sehr feine Antennen haben und spüren, wenn man ihnen unsicher gegenüber tritt.
Es ist keine böse Absicht von Ihnen, aber sie versuchen natürlich das gegen dich einzusetzen und dann ist es wie ein "Selbstläufer"................ ....

Angst vor der Zukunft brauchst du nicht zu haben, wenn du dich nur nicht einschüchtern lässt. Wenn dein Mann dich unterstützt und hinter dir steht, ist das mehr als viele Mütter je haben werden.

Als ich mit meinem Partner zusammenzog, waren da seine zwei Kinder und meine zwei Kinder. Glaub nicht, das dies ein Spaziergang war)) Meine, wie auch seine Kinder dachten und glaubten, ihnen wird etwas genommen. Wir haben ihnen erklärt, wir möchten nicht die Väter und Mütter ersetzen ( seine Kinder haben keine Mutter mehr), sondern möchten ihnen ein Freund sein.
Das haben alle vier verstanden, so glaubte ich eine Zeitlang. Seine Große ist gerade zwölf geworden und mitten in der Pubertät. Bis ich kam, war sie die Prinzessin, jeder Wunsch wurde ihr erfüllt, wenn sie Papa nur mit ihren Augen angeblinzelt hat. Sie hat noch eine Schwester, sie lief nur so "nebenher" und stand immer im Schatten, hatte wenig Selbstvertrauen und wurde kaum bemerkt. Als ich dann kam, hat sich einiges geändert, ich habe meinem Partner die Augen geöffnet und er nahm seine kleine Tochter endlich wahr. Das ist natürlich der Großen ein Dorn im Auge und dafür hasst sie mich wahrscheinlich auch. Erst tat es mir verdammt weh,wie sie hat mich wie Luft behandelt, was ich auch tat. Meine Bemühungen hab ich eingestellt und hab ihr immer wieder erklärt, warum ich so handle.
Mein partner steht voll hinter mir und das ärgert sie natürlich immer mehr.
Inzwischen hab ich mich damit abgefunden, das wir uns nicht lieben werden. Ich verlange nur Respekt von ihr....selbst das bekommt sie nicht hin. Ich schätze mal, wir werden noch einiges erleben mit ihr und ihren Zicken, aber eins steht fest.
Die Liebe zwischen mir und meinem Partner wird dadurch nur stärker und fester. Sie meinte auch schon, er solle sich zwischen ihr und mir entscheiden...

Wir sind glücklich und freuen uns auf den Tag, wenn sie unser Haus verläßt....auch wenn es sich grausam anhört!!!!!!

liebe Grüße suri

Habe noch was gefunden,
das macht es zwar auch nicht besser, aber hilft mir manchmal, wenn ich mit dem Sohn zusammen bin

http://www.beobachter.ch/familie/artikel/pubertaet_denn-sie-wissen-nich t-was-sie-tun/

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8. April 2013 um 20:36

Negative Gefühle
Hallo ! Ich habe Deine Geschichte gelesen. Teilweise kann ich Dich echt sehr sehr gut verstehen und auch gut nach fühlen, denn auch ich habe sehr negative Gefühle (nicht ohne Grund) ! wie sieht es bei Dir aus mit den Kidern? Treiben die Spielchen zwischen Dir und Deinem Mann? Bei mir ist es so, dass der Sohn meines Freundes (7) ab und an gemeines Spielchen macht. Natürlich glauben viele mir nicht, doch Kinder sind ganz schlauch. Meiner Meinung nach kam alles von der Mutter ! Doch es ist eine sehr lange Geschichte.
Bei Dreieckbeziehung wird zu 90 % immer in einer Spirale der Streiterein gehen.

Auch wenn Deine Geschichte eine Jahre her sind, würde ich mich sehr interesseiern, was aus Dir geworden ist.

Liebe Grüße

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9. April 2013 um 20:57

Stiefmutter und negative Gefühle
Hallo Lea,

sehr viele Frauen haben diese Gefühle, wenn sie in einer Beziehung mit einem Mann mit Kind eingehen. Ich verstehe Dich sehr ! Lass mich kurz beschreiben ....Du fühlst Dich unverstanden, leer, nicht dazugehörend, im Stichgelassen, Ohnmachtsgefühle...? Anfangs waren die Traurigkeit, dann kommt die Wut und irgendwann der Hass. Bis zu einer gewisse Grenze fühlst Du Dich richttig leer, richtig?

LG
Staci

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12. November 2014 um 20:51

Liebe Lea20093
ganz aufmerksam habe ich dein Bericht gelesen und ich kann total mit dir mit fühlen.
Ich habe eine eigene neunjährige Tochter und einen angenommenen elfjährigen Sohn, der mir(uns) in den letzten Wochen/Monaten den letzten Nerv raubt.
Ganz bewundernswert finde ich deine Darlegung, wie du alles versuchst deine Familie zu stärken und zusammen zu fügen.
Welche "Erziehungs- Macken" hast du gemeint?
Unser elfjähriger Sohn macht mich wahnsinnig!!!!Er geht voll in seine Vor-Teenagerhaften Art auf in dem er andere suggestiert für ihn etwas zu tun oder zu sagen, damit er sein "beschissenen" Willen durchboxen kann.Und das ist noch lange nicht alles..aber ich verstehe voll diesen Konflikt.ich muß ob ich will oder nicht mit ihm nett und freundlich umgehen, aber ich merke in letzter Zeit...lange kann ich es nicht mehr.
Bei mir ist es allerdings so..das sich meinen Partner so gut es geht mit einbezieht was ich bei dir etwas vermisst habe. Was sagt denn dein Mann zu dieser schwierigen Lage, ist es ihm überhaupt bewußt wie es dir geht und was hat er dazu für eine Meinung?

Liebe Grüße Bianca19821

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