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Nach der Heirat ist alles anders...

17. Februar 2006 um 7:43 Letzte Antwort: 11. April 2006 um 10:58

Hallo,

ich weiss einfach nicht mehr weiter und stehe irgendwie vor einem riesigen Scherbenhaufen:

Wir haben im Juli geheiratet: es war (abegsehen von eine paar Pannen) eine wunderschöne Traumhochzeit !

Alles fing dann damit an, dass mir vorgeworfen wurde, die ganze Sache sei auf meine Initiative hin so kostspielig geworden (es wäre einfach zu lang das alles detalliert aufzuführen) auf jeden Fall hat sich mein Mann-mit dem ich seit immerhin 10 Jahren schon zusammen bin total verändert : eigentlich ist von dem Menschen den ich mal geliebt habe nicht mehr viel übrig!!

Früher gab es nie Diskussionen wg. Finanzen-wir wir sind beide berufstätig und ich verdiene eigentlich selbst recht gut. Deshalb wurde alle anstehenden Kosten durch 2 geteilt - dass ist auch nach der Heirat so geblieben (finde ich auch in Ordnung und war von uns beiden so gewollt) Trotzdem scheint er neuerdingst Angst zu haben ich könnte Ihm etwas "wegnehmen" da fallen dann schon mal so Sätze seinerseits wie "Mh also wenn ich mir (also er jetzt) ein neues Auto kaufe da haben wir beide ein echtes Problem - darauf fragte ich völlig verständnislos warum denn ?? und er antwortete " ja dann gehört der Wagen ja auch zur hälfte dir !!

Ich habe nie irgendetwas von ihm verlangt trage alle meine Kosten selbst - und frage mich langsam ob dieses Emanzipiert sein nich ein Schuss nach hinten für mich war !! Inzwischen finde ich es z.B nicht ganz fair dass er mitlerweile fast doppelt so viel verdient wie ich und wir trotzdem beide den gleichen Anteil an anstehenden Haushaltskosten tragen !!
Und dann kann ich mir noch solche Sätze anhören: Mitte Oktober hörte er pötzlich auf mit mir zu sprechen: Auslöser war ein Besuch bei der Bank (wir wollen Eigentum erwerben) ich habe es dort doch tatsächlich gefragt, wie es denn nach einer evtl. Trennung mit gemeinsamen Eigentum ausschaut - diese Frage fand er total "unverschämt" - Fast 6 Wochen lang hat er keine einziges Wort mit mir gesprochen - ich bin darüber fast krank geworden. Mitte Novemeber hatte ich dann eine EL Schwangerschaft - nur dadurch hat er wieder angefangen mit mir zu reden!

Gebessert hat sich auch jezt nicht und von Rücksichtnahme kann nicht die Rede sein: Dann fallen da schon mal Sätze (nur um mich zu verletzen) wie " ich brauche keine Eigenen Kinder, ich habe meine Neffen" (obwohl er direkt Kinder haben wollte) Solche Sätze brechen mir natürlich das Herz.... weil ich furchtbare Angst habe keine Kinder bekommen zu können !! In dieser Situation ist es auch wahrscheinlich besser die Finger davon zu lassen.

Mitlerweile distanziert er sich auch von meiner Familie!!WAs soll ich nur tun ??

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20. Februar 2006 um 12:56

..
(cheesy3, du hast nicht ganz richtig gelesen, er verdient mehr und nicht sie)

Hallo, suerte,

es war interessant, die Geschichte zu lesen, wirklich.
Denn vor allem ist sowohl "die Diagnose" als auch "die Heilung" in dem Fall viel einfacher, als du womöglich denkst!
Dein Mann hat tatsächlich ein Problem. Wobei bei einigen Sachen auch du dafür leider verantwortlich bist/...
Ich liste mal auf seine ganzen möglichen "Probleme", die entweder einzeln da sein können, oder eben alle gleich jetzt auf einmal (kommt auf deinen Mann an):

- Ihr habt geheiratet und jetzt bist du auch nach dem Gesetz seine Frau. Dass er die eigene "Rolle" des Ehemanns (-> Versorgers!) allerdings gar nicht erfüllen kann, weil du ihm alle Chancen dafür nimmst, frustriert ihn sehr.
- Die Äusserung in der Bank ist in der Tat ein recht schlimmer Vertrauensbruch gewesen///. Durch dein Verhalten "verkaufst" du Eure Ehe praktisch(.. (so denkt er).
- Er kommt außerdem ganz bestimmt nicht von dem Gedanken los, dass du nicht ihn, sondern sein Geld geheiratet hast.. Dass es dir nicht um ihn geht, sondern um das gute Deal (namens Ehe), das du da abgewickelt hast/.(sehr schwerwiegend, übrigens, das kann der Liebe und Zuneigung einen großen Schaden anrichten!)
- Er hat Angst, dass im Falle möglicher beruflicher Niederlagen (Kündigung etc.!) er in deinen Augen an Wert verliert und nicht mehr "ein richtiger (Ehe)Mann" ist/..
- Und schließlich: hat er wahrscheinlich das Gefühl, nicht eine Frau geheiratet zu haben, sondern eben.. einen Mann//. Weil du einfach keine Schwäche zeigen willst. Weil für dich das Gute an dem Menschen hauptsächlich durch Karriereerfolge definiert ist, und du womöglich selbst darunter leidest!
- Noch ein Punkt ist möglich: dass er sich plötzlich nicht mehr frei fühlt "in der Wahl", sich der Freiheit bösartig beraubt ist und eben einer von vielen ihrer Art ist;... Typisch Mann also(..

Von dem letzten mal abgesehen, würde ich an deiner Stelle den Dingen, die da geschrieben sind, reichlich Aufmerksamkeit schenken. Und die Ehe retten.
Viel Glück


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20. Februar 2006 um 13:06

Noch was
Wie wär's, wenn du ihn einfach vor die Tatsache stellen würdest, dass er ab jetzt die ganzen Kosten für den Haushalt tragen MUSS? Weil er eben der Mann ist im Hause und du die Frau.. (und weil er ja auch mehr verdient). Und zwar nicht als Frage, sondern eigentlich als Forderung. Ohne Wahloptionen.
Schau mal, was daraus wird..

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20. Februar 2006 um 19:36

Genau!
bravo, mehr kann man dazu auch wirklich nicht sagen.

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20. Februar 2006 um 20:02

Sehr sensibles Thema ... uff
Deine Emanzipation hat offensichtlich einen starken Knick bekommen. Empfehlen kann ich Dir eigentlich nur, dieses Thema genau so wie beschrieben mit ihm zu bereden. Oder sogar eine Partnerschaftsberatung aufzusuchen.
Für mich hört sich das unterdrückt, demoralisiert und fast schon beabsichtigt an. Achtung an alle Leser: "Reine private These"
Wenn ihr nicht miteinander reden könnt, oder wenn er keine Ehe/Partnerschaftsberatung will, wie wäre es dann mit einer zeitlichen Trennung? Dabei kann er sich über seine Gefühle klar werden. Mein - Dein, sollte es in einer Ehe eigentlich möglichst wenig geben. Und SECHS Wochen nicht mit dem Partner reden .........!!!
Wow...!
Das hat meine Oma mit meinem Opa gemacht - solange, bis er sich ihr angepaßt hat.
Ich sehe da nur: Gespräch, Beratung oder zeitbezogene Trennung, so daß auch Du Dir Klarheit verschaffen kannst - ohne den seelischen Druck.

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20. Februar 2006 um 20:26

Moment mal..
alles, was ich eigentlich sagen wollte, ist, dass sie (So ist zumindest aus dem Bericht zu lesen! Was da außerdem noch alles bis jetzt vorgefallen ist, kann man ja nicht wissen!) dem Geld in der Ehe eine viel zu große Bedeutung zumisst..
Man könnte auch was Anderes schreiben,klar. Z.B., welch ein Mensch man sein muss, um mit dem eigenen Ehepartner, den man erst vor kurzem geheiratet hat, 6 Wochen lang kein Wort zu reden.. Und das man so was psychischer Terror nennt, für den es grundsätzlich KEINE Rechtfertigung gibt (wenn wir nicht in der Klapse sind, natürlich)! Und dass es an sich ein ziemlich eindeutiges Zeichen ist, dass sie ihm überhaupt nichts mehr bedeutet in diesem Leben. Und dass sie ihre Sachen am besten gleich packen sollte, um sich nicht noch ein Leben lang SO/// behandeln zu lassen..
Ich wollte hier nur einen Tipp geben, der das Ganze womöglich rettet. Denn, wenn die Verfasserin hier postet, muss es ihr an ihm noch liegen... Insofern..
Dann sag ich hier aber nichts mehr. Wenn es jemanden stört:|.

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22. Februar 2006 um 17:25

RE
Halt, bevor ich hier noch wildere Diskussionen auslöse: es ist natürlich sehr schwierig in ein paar Sätzen die Gesamtsituation zu schildern: Als ich den Bericht geschrieben habe war ich zimlich verzweifelt (bin ich eigentlich schon seit Monaten)

Eines nur vorweg: ich habe nicht sein Geld geheiratet; Als wir uns kennenlernten hatte er um genau zu sein überhaupt nichts: wir haben uns alles zusammen aufgebaut: ich habe mein Studium zuende gebracht und Er seine berufliche Weiterbildung !! und ganz nebenher haben wir schon mal von unserer rosigen gemeinsamen Zukunft geträumt- die wir eigentlich jezt leben könnten ABER: ich komme mir langsam vor wie in einem schlechten Film: er lässt sich nur noch hängen. War ich früher der wichtigste Mensch in seinem Leben bin ich heute an die hinterste Stelle gerückt.

Erst gestern hat er mir gesagt ich sei nicht seine Familie!! Dazu muss man wissen, dass er aus sehr zerütteten Famielienverhältnissen kommt: seine Familie das waren wir ich und meine Familie in den letzen 10 Jahren- und jetzt distanziert er sich total. Kann plötzlich meine Schwester nicht mehr leiden-lässt sich bei meinen Eltern nicht mehr blicken - und die verbalen Angriffe gegen mich möchte ich an dieser Stelle gar nicht erst genauer erläutern: ich komme mir langsam vor als seien wir asozial: wir wohnen noch zur Miete : und während ich nicht unbedingt Wert darauf lege dass nicht gerade jeder im HAus unsere Diskussionen - mitbekommt... ist es Ihm völlig egal. Ich habe gestern um Aussprache gebeten da ist er total ausgerastet und hat mir irgendeinen Gegenstand mit voller Wucht gegen den Arm geschmissen. Das nächste wasich mittbekommen habe, war dass er mich durchs ganze Zimmer als "Schlampe" bezeichnet hat. ICh bin sicher jeder hat es mitbekommen und Ihr könnt euch gar nicht vorstellen wie sehr ich mich schäme. Ich arbeite Vollzeit mache in meinem Job als Übersetzerin jede Menge überstunden gehe nebenher noch arbeiten und schmeisse den Haushalt ganz allein!! Und trotzdem spricht er so mit mir !! Ich weiss gar nicht was er von mir noch will!!
Was soll ich denn nur machen : ich glaube die lezten Jahre waren nur verschwendete Zeit. Ich kann nicht mit Ihm reden. Ich lebe mit einem Menschen zusammen der null Respekt vor mir hat. Im Job muss ich dann die selbstbewusste gestandene Frau sein - und Zuhause lasse ich mich unterdücken. Ich weiss nicht mehr wie lange ich dem noch stand halten kann. Habe dass Gefühl ich existiere nur noch....

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10. April 2006 um 19:59

Hallo Suerte!
Du hast gesagt, Dein Mann kommt aus ziemlich zerrütteten Familienverhältnissen. Die Familie prägt sehr, Verhalten, das man dort lernt, kann einen -selbst wenn man das nie wollte- einholen. In Situationen, die denen ähneln die man als Kind und Jugendlicher täglich beobachten konnte, fängt man an, sich so zu verhalten, wie man es von damals kennt. Wie ein festgelegter Plan, dem man folgen muss weil man nicht weiß, was man sonst tun sollte. Vielleicht liegt hier das Problem? Möglicherweise imitiert er unbewusst seit ihr verheiratet seid das Verhalten seiner Eltern? Bevor ihr verheiratet wart, ließ sich dieser unbewusst erlernte "Verhaltens-Plan" noch nicht auf eure Situation übertragen, seit ihr verheiratet seid, hat das "Programm" vielleicht gestartet? Möglicherweise wundert er sich über sich selbst und kann nichts dagegen tun?
Die Frage ist, wie würde er reagieren, wenn Du solche Gedanken ihm gegenüber äußerst? Wirklich helfen könnte nämlich wahrscheinlich nur eine Therapie...
Wenn Du Angst vor der Reaktion hast -falls dies hier überhaupt in Frage kommt, Ferndiagnosen sind immer so eine Sache- kannst Du vielleicht in einem Brief alles was Dich bewegt und Deine Vermutungen in einem Brief festhalten. Möglichst sachlich. Dann kannst Du über Konsequenzen für Euer gemeinsames Leben in diesem Brief nachdenken. Und ihm auch mitteilen, dass er dies alleine lesen musst, weil Du seine Reaktion fürchtest. Vielleicht kommt er zum Nachdenken, auf jeden Fall muss er von Dir erfahren, dass DU ihn noch liebst -wenn dem so ist-, und es mit ihm schaffen möchtest mit seiner Initiative das Leben wieder zu normalisieren. Auf einer Therapie würde ich bestehen, alleine kann man kaum raus aus seiner Haut...
Vielleicht auch eine Paartherapie? Dann weißt Du immer, woran ihr gerade seid...
Ich wünsche Dir alles Gute! die Tulpe

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11. April 2006 um 10:58

An deiner Stelle...
würde ich deinem Mann nicht jeden Handgriff abnehmen!
Laß einfach mal den ganzen Haushalt liegen und wenn er sich beschwert,dann sag einfachu sagst doch eh immer das ich nichts tue!!!

Vielleicht hat er seit der Hochzeit wirklich Angst,falls es zur Trennung kommt,das er dir Unterhalt usw. zahlen muß! Eventuell ist das auch der Grund warum er auf einmal gegen Kinder ist,wegen Alimente..usw! Würde ihn mal darauf ansprechen!
Vielleicht wäre in eurem Fall ein Ehevertrag nicht schlecht gewesen,damit hättest du ihm vielleicht seine Angst nehmen können.

Im übrigen finde ich es schon eine Frechheit,das er viel mehr verdient wie du,und trotzdem alles durch zwei geteilt wird!!!!
Meiner Meinung nach soll es nach einer Hochzeit kein Dein und mein mehr geben! Man plant ja auch vielleicht ein Haus das dann beiden gehören soll und Kinder "gehören" schließlich auch beiden!!

Vor was hat der Typ so Angst?? Du gehst ja auch arbeiten und liegst nicht auf der faulen Haut! Ich würde mich nicht so defensiv wie du verhalten sondern ihm mal ordentlich die Meinung sagen!! Zur Not auch vorübergehend ausziehen!Dann wird er schon sehen was er an dir hat!
Er schätzt dich ja überhaupt nicht mehr,es hört sich zumindest so an!
Laß ihn mit seinem geliebten Geld sitzen! Er wird schon sehen was er davon hat!

So,genug geschrieben! Bin nicht der Typ mensch der schreibt:heikles Thema! Klar muß man immer zwei Seiten hören,aber das finde ich vo ihm eine ziemliche Frechheit!!!!

Alles Gute für die Zukunft! LG Babyphon

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