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Mutti geht arbeiten - wie organisiert ihr euren Alltag?

23. November 2020 um 16:54 Letzte Antwort: 25. November 2020 um 11:20

Oben steht schon alles.
Ich gehe nun seit etwa 1 Jahr wieder arbeiten und sämtliche Sonderaufgaben sind echt ein Problem.
Ich arbeite in TZ und das nicht regelmäßig. Meist arbeite ich einzelne Tage, manchmal auch eine ganze Woche, dafür habe ich aber auch mal eine Woche frei.

Wenn ich viel arbeite, klappt hier Zuhause nix mehr.
Ich frag mich, wie andere das machen.

Man geht morgens arbeiten, kommt heim, sammelt die Brut ein, kocht, füttert, kümmert sich um die Hausaufgaben, geht ne Stunde an die frische Luft und dann ist schon fast wieder Zeit fürs Abendessen und ins Bett gehen.

Da ich morgens früh aufstehe, gehe ich abends auch früh ins Bett.
Da kann schon der Haushalt ein Problem sein, wenn ich nicht zwischendrin immer mal wieder frei habe.
Und wenn ich allen Kindern die Haare waschen will, klappt es abends nicht pünktlich mit dem schlafen, bis ich mit allen durch bin und ich mit jedem diskutiert habe, dass er jetzt nicht noch baden kann und schon gar nicht ne halbe Std und ganz alleine in der Wanne. (Nur ein Beispiel, irgendwas ist ja immer, was die Kinder gerne möchten und wofür halt keine Zeit mehr ist)
Und dann haben die Kinder ja auch noch Hobbys, zu denen gefahren werden muss.
Sind bei uns wegen der derzeitigen Schließungen nur 2, aber das steht ja auch noch auf dem Plan.
Und irgendwann hätt man ja auch gern mal was mit den Kinder gemacht. Wenigstens was vorgelesen oder ein Spiel gespielt.

Nächste Woche hab ich frei. Da werd ich knallhart bis um halb 7 schlafen und vielleicht backe ich sogar einen Kuchen.

Wuppt ihr den Alltag mit links oder wann kommt ihr ins schlingern?

LG

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24. November 2020 um 7:59

Ich arbeite Vollzeit - mein Mann gar nicht. Weswegen sich das im Wesentlichen ausgeht.
Dazu kommt, dass ich seit März von zu Hause aus arbeiten kann - plus 3h jeden Tag und Wäsche waschen (eines der Dinge, die ich mache) geht damit sogar während der Arbeit
Und wenn Junior gerade Ferien hat (oder wie jetzt Homeschooling wg. Quarantäne der ganzen Klasse hat, weil man ja auch damit warten muss, bis es wirklich Corona-Fälle gibt ) kann ich sogar an einem normalen Arbeitstag bis halb 7 Schlafen... Herrlich, man glaubt gar nicht, wie groß der Unterschied zwischen 4:30 aufstehen und 6:30 aufstehen sein kann...

Ansonsten: wenn ich "ins Schlingern komme" bleibt eben was liegen. Geht natürlich nicht in Bezug auf Kind/er, aber bei allem anderen schon. Dann türmt sich die Wäsche halt mal oder statt Kochen wird der Pizzaservice angerufen. Dafür habe ich ausreichend geschlafen und auch meine Zeit für mich zur Erholung gehabt. Passt so

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24. November 2020 um 10:11

Ich glaube, das ist echt so individuell und hängt von so vielem ab ... Vom Job, wie viel Zeit für die Fahrtwege draufgeht, usw. Ich kenne ja auch Deine Arbeitszeiten nicht. Außerdem hast Du ja, glaube ich, drei Kinder? Das ist dann auch nochmal ne andere Hausnummer.

Ich habe mich vor zwei Jahren selbständig gemacht und arbeite inzwischen nur noch im Homeoffice (meist etwa 30h/Woche) und muss sagen, dass ich da echt verdammt viel Zeit spare. Wir stehen um 7 auf, ich bringe sie zum Kindergarten, um 8 sitze ich am Schreibtisch und dann arbeite ich da bis 2.

Den Haushalt mache ich zwischendurch, weil ich auch keine 6 Stunden nur am Rechner sitzen kann und zwischendurch Bewegung brauche. Dann steh ich mal für zehn Minuten auf, geh durch die Wohnung, sammle dabei Wäsche ein oder räum die Spülmaschine aus o. ä.
Also extra Zeit für Haushalt plane ich unter der Woche gar nicht ein. xD 
Um 14 Uhr hole ich meine Tochter, dann habe ich 6 h gearbeitet (mit kurzen Unterbrechungen) und den Nachmittag frei.

Und ich muss ehrlich sagen, es gibt viele Dinge, die ich nicht mache.
Ich bügle z. B. nicht, empfinde das als mega Zeitverschwendung. Kochen auch eher selten. Die Küche ist dann auch immer recht schnell sauber gemacht jeden Abend. :P 
Bad putze ich am Samstag, während sie in der Wanne sitzt.

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25. November 2020 um 10:21

Ja genau, 3. Und ich habe die Tage gedacht, dass man mit mehr Kindern gar keine Zeit mehr hat, um arbeiten zu gehen.
Ich hab auch keine Zeit ne ganze Woche zu arbeiten. XD

Aber das ist wirklich so.
Mein Wecker geht um 5:15. Bis um halb 7 schlafen dürfen (Heute 6:45! ) ist ein riesen Unterschied. Und ich bin von Natur aus ein Frühaufsteher. Und ein früh ins Bett-geher.
Gebt mir 10 Std Schlaf!

Ich bin, wenn alles reibungslos läuft, 7Std 15Min außer Haus an einem normalen Arbeitstag (manchmal arbeite ich auch länger, selten auch kürzer).
Ja nachdem, wie der Mann arbeitet, bin ich spätestens um 14Uhr mit den Kindern Zuhause und dann ist halt noch nicht gekocht (lässt sich der Mann mittags einspannen sind sie gegen halb 2 Zuhause und das Essen köchelt schon fleißig).

Ich hab mir grad heut morgen überlegt, dass ich einen Dusch-Plan brauche, wann wer die Haare gewaschen bekommt. Muss erstmal überlegen, welche Wochentage sich am besten dafür eigenen.

Mir ist halt das Kochen wichtig und ich mache es auch gern. Grad beschäftige ich mich mit fermentieren und das kostet auch so viel Zeit. Ich schaffs ja manchmal nicht mal, Brot zu backen.
Ich frag mich derzeit, wo ich Abstriche machen muss, weil einfach nicht alles geht.
Gestern waren wir einkaufen und deswegen keine Runde an der frischen Luft. Die großen habe ich um 16 Uhr aus der Schule geholt. Da war der Tag natürlich auch schon rum.

Dabei finde ich meine Arbeitszeiten echt luxuriös.
Ich war ne zeitlang morgens von Mo-Fr bloß zwischen den Hol- und Bringzeiten meiner Kinder weg und das lief aber irgendwie besser, mein ich grad, in meiner verschwommenen Erinnerung. Vermutlich wegen mehr Schlaf.

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25. November 2020 um 11:18

Die Arbeitszeiten sind echt in Ordnung. Ich war vor dem Kind lange im Einzelhandel und wollte danach auch gerne wieder einsteigen, weil ich den Job wirklich mag, aber die Zeiten und Schichten sind unterirdisch.

Grundsätzlich frage ich mich immer, wie man das mit mehreren Kindern und Vollzeitarbeit schafft. Also, leicht ist das sicher nicht ...

Ich habe auch das Gefühl, es wird mehr Arbeit, je älter die Kinder werden. Klar, irgendwann wird es wieder weniger, aber so Sachen wie Hausaufgabenbetreuung etc. haben wir aktuell ja noch gar nicht. Hobbys, zu denen ich sie bringen muss hatten wir bislang auch nur zwei und die fallen gerade wegen Corona auch weg, deswegen ist da recht wenig los.

Und ich brauche zum Glück echt wenig Schlaf. Meistens schlafe ich nur so fünf Stunden, also ich gehe oft erst um zwei ins Bett.  Da hab ich abends ne Menge Freizeit. (Okay, ob das auf Dauer so gesund ist, weiß ich auch nicht, aber ich kann auch vorher echt nicht schlafen)

Das mit dem Kochen kann ich verstehen, das ist bei uns auch etwas speziell. Ich koche eigentlich auch gern, aber ich selber hab nach meiner ersten Schwangerschaft tausend Unverträglichkeiten entwickelt und kann so viele Sachen nicht mehr essen, mein Mann isst mittags warm auf der Arbeit und will abends immer nur noch was ganz Kleines und unsere Tochter isst mittags auch im Kiga warm und meckert eh an allem Gekochten rum. Abends will sie am Liebsten ein belegtes Brot und ein bisschen Gemüse - deswegen kann ich mir die Arbeit dann auch sparen. Am Wochenende koch ich aber gerne mal, auch wenn ich selbst oft nicht mitessen kann.

Das ist echt so individuell und ich glaube, da musst Du einfach schauen, wo Du Sachen streichen oder kürzen kannst, was für Dich wichtig ist und was nicht so wichtig und Dir bei manchen Dingen (wie das mit dem Duschen) evtl. echt einen Plan machen. Ich weiß auch nicht, wie penibel Du im Haushalt bist, aber vielleicht kannst Du da ja auch ein bisschen optimieren. Ich mach es mir da überall so einfach wie möglich (hab jetz auch einen Staubsauger-Roboter und das war die tollste Anschaffung seit Jahren ) und habe auch grundsätzlich kein Problem damit, wenn mal was liegen bleibt.

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25. November 2020 um 11:20
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Ja genau, 3. Und ich habe die Tage gedacht, dass man mit mehr Kindern gar keine Zeit mehr hat, um arbeiten zu gehen.
Ich hab auch keine Zeit ne ganze Woche zu arbeiten. XD

Aber das ist wirklich so.
Mein Wecker geht um 5:15. Bis um halb 7 schlafen dürfen (Heute 6:45! ) ist ein riesen Unterschied. Und ich bin von Natur aus ein Frühaufsteher. Und ein früh ins Bett-geher.
Gebt mir 10 Std Schlaf!

Ich bin, wenn alles reibungslos läuft, 7Std 15Min außer Haus an einem normalen Arbeitstag (manchmal arbeite ich auch länger, selten auch kürzer).
Ja nachdem, wie der Mann arbeitet, bin ich spätestens um 14Uhr mit den Kindern Zuhause und dann ist halt noch nicht gekocht (lässt sich der Mann mittags einspannen sind sie gegen halb 2 Zuhause und das Essen köchelt schon fleißig).

Ich hab mir grad heut morgen überlegt, dass ich einen Dusch-Plan brauche, wann wer die Haare gewaschen bekommt. Muss erstmal überlegen, welche Wochentage sich am besten dafür eigenen.

Mir ist halt das Kochen wichtig und ich mache es auch gern. Grad beschäftige ich mich mit fermentieren und das kostet auch so viel Zeit. Ich schaffs ja manchmal nicht mal, Brot zu backen.
Ich frag mich derzeit, wo ich Abstriche machen muss, weil einfach nicht alles geht.
Gestern waren wir einkaufen und deswegen keine Runde an der frischen Luft. Die großen habe ich um 16 Uhr aus der Schule geholt. Da war der Tag natürlich auch schon rum.

Dabei finde ich meine Arbeitszeiten echt luxuriös.
Ich war ne zeitlang morgens von Mo-Fr bloß zwischen den Hol- und Bringzeiten meiner Kinder weg und das lief aber irgendwie besser, mein ich grad, in meiner verschwommenen Erinnerung. Vermutlich wegen mehr Schlaf.

hmmmmmmmmm, als ich zum Arbeiten noch in die Firma musste: 4:40 Wecker, 5:50 aus dem Haus, 18:45 wieder da. WENN es grad kein ÖPV-Chaos gab, was auch gern 3x die Woche der Fall war und kein Notfall auf Arbeit (eher selten, so 3oder 4 mal im Jahr). Dann 15 min Begrüßungsrituale, 30 min Rückzug, um den Tag zu verdauen, dann auch kochen (mache auch ich, weil eigentlich gern) und dann ... tja Game over. In dem Punkt: Danke an dieses verrückte Jahr, die ganze Fahrzeit fällt weg. Ok, ich hab früh geschlafen, abends gelesen, aber dennoch, der Unterschied ist gigantisch.

Brot backen mache ich sehr selten, auch sonst kaum was außer die eigentliche Mahlzeiten kochen. Alles andere gibt es vom Bäcker / aus dem Supermarkt. Und auch die normalen Mahlzeiten echt nicht um jeden Preis. Wenn mal der Pizza-Service kocht, geht das auch und über die Woche sowieso Gerichte, die wenig Zeit brauchen (oder jetzt mit Homeoffice auch: viel Zeit, aber wenig Arbeit. Die Rippchen können ihre gut 2h im Ofen auch ohne meine Hilfe absolvieren, beispielsweise).
An der frischen Luft sind wir so oder so jeden Tag - wir haben einen Hund. Im Homeoffice gehe ich da jetzt gern mit spazieren, das tut mir auch gut. Besser als mich nicht zu bewegen jedenfalls
Holen / Bringen macht bei uns seit der ersten Klasse der Schulbus, vorher hat das mein Mann gemacht. Genau wie Hausaufgaben, Freizeitaktivitäten, den meisten anderen Haushaltskram und was es sonst noch an Pflichten gibt. Das übernehme ich nur im Urlaub teilweise. Geht alles natürlich nur, weil mein Mann auch nicht Teilzeit, sondern eben gar nicht arbeitet.

Meine Eltern haben beide Vollzeit gearbeitet, aber das hieß: als wir Kleinkinder waren, haben meine Großeltern viel übernommen - und natürlich gab es nahezu nichts, wo Kinder gefahren werden mussten. Kita war auch in Kindergeschwindigkeit keine 5 min zu Fuß entfernt - und hat auch nicht Mittags geschlossen. Schule ebenso. Als wir älter waren, hatten wir einen Schlüssel und waren dann eben Mittag bis Abend allein.

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