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Mütterliche Freundin "Mama" nennen

4. Januar 2013 um 0:55

Hallo, ich weiß nicht genau, ob ich hier richtig bin, aber ich versuche es mal, in der Hoffnung, jemanden zu finden, der das gleiche Problem hat. Zuerst mal etwas zu mir: Ich bin 27, wohne allein und habe keine so gute Kindheit gehabt. Bis vor 3 Jahren war ich sozusagen allein. Ich wohne sehr zurück gezogen und habe alle früheren Kontakte abgrbrochen. Jetzt habe ich ein paar nette Menschen kennen gelernt, mit denen ich mich gut verstehe und ihnen auch vertraue. Meine Mutter bzw. Familie, war und sind keine Familie. Nach mehreren Beziehungsabbrüchen, hatte ich mir vor genommen, mich auf keine engeren (Freundschaftlichen) Beziehungen mehr einzulassen, um nicht mehr verletzt zu werden. Jetzt ist es aber so,dass es natürlich doch passiert ist. Meine Freundin ist Anfang 50. Sie ist mittlerweile mehr wie eine Mutter für mich, als meine eigene Mutter je war. Sie hat mir Dinge beigebracht und gezeigt, die ich in meiner Kindheit nie kennen gelernt habe. Sie versucht sozusagen, mir das verpasste zu zeigen, geben. Sie akzeptiert mich, so wie ich bin und hat mich genauso lieb, wie ihre eigenen Kinder, die im gleichen Alter sind, aber auch nicht mehr bei ihr wohnen. Es ist so, dass ich seit ca. einem halben Jahr Mama zu ihr sagen will. Was heißt will, es ist mehr ein Gefühl, dass ich habe, es sagen zu wollen. Ich habe bei ihr auf der Arbeit gesessen und wollte sie rufen. Ich habe zum Glück frühzeitig gemerkt, dass ich anstatt ihres Vornamens, Mama sagen wollte. Also eher unbewusst und ungewollt und habe sie nicht gerufen.Ich war selbst etwas entsetzt darüber, weil ich bisher natürlich noch nicht in einer solchen Situation war. Ich habe auch kurz danach mit ihr gesprochen, weil ich nicht gut damit klar kam. Sie sagte, es wäre kein Problem für sie, sich so von mir nennen zu lassen. Es wäre schön für sie, dass sich das so entwickelt hat. Was allerdings auch nicht beabsichtigt war. Trotz ihrer Erlaubnis und ihrem Verständnis, hällt mich einiges davon ab. Ich frage mich, ob es richtig ist, meinem Gefühl nachzugeben oder ob ich es mir weiterhin einfach verbieten soll. Ich weiß, man kann Gefühle nicht kontrollieren, aber für mich wird es kompliziert. Wenn ich sie anrufen wollte, habe ich in meinem Telefonbuch schon nach Mama gesucht. Es ist schwer das zu erklären, wie schon gesagt, es war nicht gewollt, sondern ein Gefühl. Sie hat ein Geschäft und wir werden oft gefragt, ob sie meine Mutter ist, worauf sie sagt, nein, aber so gut wie. Wenn ich sie Mama nennen würde und sie auf der Arbeit besuche, würde es Verwirrung geben, bei den Menschen, wo sie zuvor gesagt hat, dass ich nicht ihre Tochter bin. Mein größtes Problem ist, dass ich weiß, dass sie nicht meine richtige Mutter ist und dass ich nie wirklich zu ihr gehören werde. Mein Gefühl ist schon echt, genauso wie ihres. Trotzdem habe ich angst davor. Auch wenn ich meiner richtigen Mutter nicht besonders nah stehe, mag ich sie auch nicht gern damit verletzten.

Gibt es jemanden, der auch in so einer Situation war oder ist? Wenn ja, wie geht ihr damit um? Ist mein Gefühl falsch oder richtig? Sollte ich es zulassen? Ich meine, ich bin auch schon Erwachsen und bin sehr unsicher, ob mein Gefühl da richtig ist und wie ich damit umgehen soll.

Liebe Grüße und danke schon mal fürs lesen =)

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9. Januar 2013 um 23:50

Natürlich ist dies in Ordnung
Sie hat doch eine Art Mutterrolle in deinem Leben eingenommen. Sie weiß dies bzw fühlt es selbst, sie hat dir mittleweile sogar ihr Einverständnis dazu gegeben sie Mama zu nennen.
Deshalb ist es in Ordnung.

Schau, kleine Kinder sagen zu ihrer Pflegemutter auch irgendwann Mama wenn die Pflegemutter damit einverstanden ist.

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