Home / Forum / Meine Familie / Mutter zieht verstorbenen Mann (meinen Vater) durch den Dreck.

Mutter zieht verstorbenen Mann (meinen Vater) durch den Dreck.

8. Juli 2008 um 10:33 Letzte Antwort: 11. Juli 2008 um 9:40

Liebe Leser,
Vor 7 Jahren ist mein Vater plötzlich an Krebs gestorben. Es war für uns alle ein Schock, da er erst 51 Jahre alt war und mitten im Leben stand.
Meine Eltern hatten keine besonders gute, aber auch keine besonders schlechte Ehe. Mein Vater hatte einen Führungsposten und war deshalb viel arbeiten. Meine Mutter konnte immer tun und lassen was sie wollte und führte ein beneidenswertes Leben- ihr fehlte es an nichts.
Als mein Vater starb, waren alle fertig und keiner wusste wie es weitergehen sollte. Meine Schwester und ich waren in dieser Zeit immer für unsere Mutter da und haben sie immer unterstützt, da sie auch immer jemanden braucht, der sie unterstützt.
Ist ja auch selbstverständlich bzw. war selbstverständlich.
Was uns nicht gefiel war, dass sie nach kurzer Zeit Bekanntschaftsanzeigen aufgegeben hat und bei einem Unternehmen 2500 Euro Vermittlungsprovision gezahlt hat. Sie hatte dann auch Kontakt zu diversen Männern. Wir haben uns gewundert, sie aber machen lassen. Den ca. 5. Mann hat sie jetzt noch immer, er wohnt bei ihr. Kurze Zeit nachdem sie ihn kennenlernte, begann sie über meine Schwester, mich und unseren verstorbenen Vater zu schimpfen. Meine Schwester und ich hätten Sie ein Leben lang nur geknebelt, ich hätte eine Affäre mit unserem Vater gehabt... Anschuldigungen von der härtesten Art. Ich könnte noch ewig weiterschreiben, was sie angeblich noch mit uns mitgemacht hat. Wir leben in einem kleinen Dorf, wo uns jeder kennt. Als mir das erzählt wurde, was mein Mutter erzählt, habe ich sie in SChutz genommen und dachte alle Anderen lügen- das konnte nicht wahr sein. Als mir meine Schwester aber erzählte, dass sie ständig darauf angesprochen wird, wurde es mir zu blöd und ich fragte meine Mutter selbst. Da fing sie unverblümt an über meinen Vater, meine Schwester + Familie und über mich zu schimpfen. Wenn auch nur ein Funken Wahrheit dahinterstecken würde, aber weder bei den Lügen über meinen Vater noch bei meiner Schwester mit Familie, noch bei mir.
Das macht uns alle fassungslos und gleichzeitig hilflos. Ihr könnt Euch nicht vorstellen, wie wir darunter leiden. Wir wissen nicht was in sie gefahren ist. Meinen Vater kannte ja jeder im Dorf und jeder mochte ihn sehr gerne, meine Mutter war widerum nicht so beliebt, da sie gerne tratscht und überall ihren Senf dazugeben muss.
Versteht Ihr das? Kennt ihr Familien, bei denen es ähnlich war? Noch wohne ich in der Dachwohnung über ihr, meine Schwester hat ihr Haus in unseren Garten gebaut, deshalb sitzen wir auch noch dicht an dicht aufeinander. Nächstes Jahr im August ist unser Haus endlich fertig und ich ziehe mit meiner Tochter zu meinem Partner- zum Glück weiter weg, wo mich keiner kennt. Meine Schwester überlegt sogar schon, ihr Haus zu verkaufen und irgendwo anders hinzuziehen- sie hält die ständigen Boshaftigkeiten auch nicht mehr aus. Sie mischen sich überall ein und maulen einen an.
Meine Tochter ist ein hübsches, schlaues Kind. Neulich sagt sie zu meiner Tochter, dass ich mich nicht um sie kümmern würde und sie immer dreckig rumlaufen müsste. Ständig wird die Kleine gegen mich aufgehetzt und ich bin machtlos.
Seit ca. einem Jahr spricht keiner mehr mit Ihr und ihrem Partner, das ist ihnen aber egal. Irgendwas finden sie immer um stress zu machen.
Wo sind wir besser aufgehoben- beim Rechtsanwalt oder beim Psychologen? Gesundheitsamt? Was kann man dagegen machen? Mein Vater kann sich ja nicht mehr wehren, dafür fühle ich mich verantwortlich dafür, das geläster über ihn zu stoppen. Was sie über mich sagt ist mir mittlerweile egal, da hab ich mich damit abgefunden, aber meinen Vater soll sie in Ruhe lassen- nur wie? Ich bzw. wir sind echt verzweifelt.
Danke für jede Antwort.
Nala

Mehr lesen

10. Juli 2008 um 12:14

Es ist schlimm, was deine Mutter macht,
und ich kann deine Verzweiflung verstehen. Ich würde zunächst von rechtlichen Schritten absehen. Klar es ist üble Nachrede. Du brauchst
dann entsprechende Zeugen dafür. Und ich weiß
wie es ist, wenn man dann Zeugen braucht, die vor Gericht standhaft sind. Ich an deiner STelle würde zu einer Beratungsstelle von Caritas ,Diakonie oder Pro-Familia gehen und dort mal versuchen Gehör zu finden. Ansonsten würde ich einfach mal alles ignorieren und den Kontakt zu deiner Mutter so minimal wie möglich halten. Du hast ja die schöne Aussicht bald etwas weiter weg zu sein.
Gruß Melike

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !
11. Juli 2008 um 9:40
In Antwort auf melike13

Es ist schlimm, was deine Mutter macht,
und ich kann deine Verzweiflung verstehen. Ich würde zunächst von rechtlichen Schritten absehen. Klar es ist üble Nachrede. Du brauchst
dann entsprechende Zeugen dafür. Und ich weiß
wie es ist, wenn man dann Zeugen braucht, die vor Gericht standhaft sind. Ich an deiner STelle würde zu einer Beratungsstelle von Caritas ,Diakonie oder Pro-Familia gehen und dort mal versuchen Gehör zu finden. Ansonsten würde ich einfach mal alles ignorieren und den Kontakt zu deiner Mutter so minimal wie möglich halten. Du hast ja die schöne Aussicht bald etwas weiter weg zu sein.
Gruß Melike

Danke melike,
Du hast recht. Wahrscheinlich hat keiner Lust (mich inbegriffen) vor Gericht auszusagen. Mir wäre so ein Schritt auch zu viel. Ich versteh nur so langsam wie es soweit kommen kann, dass einer in der Familie amok läuft. Am wenigsten stört mich das gerede über mich und meine Schwester, viel mehr das über meinen Vater. Jetzt von seinem Geld zu leben macht ihr aber anscheinend nichts aus. Wir sind total machtlos. Vor kurzen hatten wir Kirchweih im Dorf- da musste ich wegen der Kleinen hin, aber wohl hab ich mich nicht gefühlt. Bei uns auf dem Dorf passiert eben nicht so viel, da kommt das Gerede von meiner Mutter gerade recht. Ich geh vollzeit arbeiten und bin wegen unserem Sport wenig zu Hause. Wenn ich dann mal bei Veranstaltungen wie Kirchweih für Nachbarn "greifbar" bin, kommt das alles immer geballt auf mich zu.
Vielleicht gibt es ja wirklich so ne Krankheit wie streitsucht. Sie hat in Ihrem Leben 20 Jahre mit meinem Opa gestritten- als ich dann Kontakt zu ihm gesucht habe, hat sie auch Kontakt zu ihm gesucht und hat mich durch den Dreck gezogen, so dass er mich plötzlich immer ganz komisch angesehen hat. Bevor meine Mutter Kontakt zu ihm hatte war er ganz anders zu mir. Dann hat meine Mutter zu meinem Onkel den Kontakt abgebrochen- wieder der nächste Familienstreit. Ich hab keine Ahnung warum oder wieso- ich weiß nur, dass mein Onkel mit meiner Schwester und mir plötzlich auch kein Wort mehr gesprochen hat.
Irgendwie wundert mich gar nichts mehr. Aber es wäre auch gelogen von mir, wenn ich sagen würde ich habe keine Rachegelüste, aber ich will mich nicht auf ihr Niveau herablassen...
Würde mich freuen, wenn noch mehr Gedanken von Euch dazukommen.
LG Nala

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !
Noch mehr Inspiration?
pinterest