Forum / Meine Familie

Mutter kennt keine Grenzen

Letzte Nachricht: 15. Juni um 10:09
10.06.21 um 14:23

Hallo ihr Lieben, 

ich habe ein großes Problem und hoffe auf neutrale Meinungen und vielleicht sogar Tips von euch! 

aaaaalso.. 

ich (27jahre) bin verheiratet und habe 2 Kinder (2j.&1/2j.) 
vor gut 1,5 Jahren haben meine Eltern ein großes Haus auf dem Land gekauft. Dort wohnen wir nun gemeinsam. Mein Mann und ich haben eine eigene Wohnung mit eigenem Zugang über den Garten. Meine Eltern wohnen im Erdgeschoss. 
Meine Mutter mischt sich in alles ein!! Sie behandelt mich wie ein kleines Kind und bevormundet mich. Das ist schon schlimm, aber noch nicht alles: 
Sie denkt manchmal wirklich, sie wäre die Mutter der Kinder und wüsste am besten was gut für die zwei ist. 
Sie wollte unbedingt, dass ich den großen mit einem Jahr in die Krippe gebe. Das wollte ich aber absolut nicht weil ich es noch viel zu früh finde. 
Habe mich dann aber mit ihr darauf einigen können, dass ich ihn mit 2 Jahren hinbringe. (Habe selbst gemerkt dass es ihm allmählich zu langweilig zu Hause wurde) 
habe also eine Anmeldung zum 1.6 ausgefüllt und dort abgegeben. Etwa 4 Wochen später bekomme ich einen Anruf von der Krippenleitung. 
"Ihre Mutter war hier und hat gefragt ob der kleine nicht schon ab 1.4 zu uns kommen kann" war einer der Sätze der mich erstmal schlucken ließ. Das hat sie NICHT mit mir besprochen. Zudem teilt mir die Erzieherin mit, dass meine Mutter angegeben hat, sie würde die Eingwöhnung mit dem kleinen machen. Ich habe es dann aufgeklärt und das Telefonat beendet. 
Als ich meine Mutter damit konfrontierte, entgegnete Sie, dass es nicht stimmen würde und die Erzieherin lügen würde. 

Nun dann bin ich zum Erstgespräch in die Krippe gegangen und habe den Erzieherinnen dort gesagt: "Mein Sohn hat eine wirklich tolle Oma, die aber leider oft ihre Rolle überschätzt und daher würde ich sie wirklich bitten, dass Sie alle wichtigen Dinge immer ausschließlich mit mir oder meinem Mann klären!!" 

Zu Beginn der Eingewöhnung lief es ganz gut, ich war die ganze Zeit dabei und der kleine hat schon eigenständig gespielt und hat sich von mir entfernt und zwischendurch nachgeschaut ob ich noch da bin.. beim ersten Trennungsversuch nach ca. 2 Wochen hat er jedoch sofort angefangen zu weinen.. 
Wir haben sofort abgebrochen und beschlossen, mit den Trennungsversuchen noch etwas zu warten. 
Nun musste ich Freitag arbeiten und meine Mama hat angeboten mit ihm in die Krippe zu gehen. 
Um halb 9 sah ich sie auf dem Fahrrad nach Hause fahren, OHNE Kind!!!!! 
Ich habe sie dann angerufen und gefragt wo der kleine ist und habe die Antwort: "der ist vorgelaufen, wollte alleine da bleiben, die Erzieherin meinte ich solle gehen und ihn um 10 Uhr abholen" bekommen. 
Ich habe mir dabei nichts gedacht und mich gefreut dass es anscheinlich so gut geklappt hat. Als ich um 11 Uhr von der Arbeit heim kam erzählte meine Mutter mir, dass die Erzieherinnen ihr vorgeschlagen haben, dass meine Mutter ihn die nächste Zeit noch bringt weil es mit ihr so viel besser geklappt hätte. 
Keine 10 Minuten später bekomme ich einen Anruf - die Erzieherin: (Kurzform) 
Meine Mutter ist mit den Worten "ich lass den kleinen jetzt hier ich möchte gerne mein Leben zurück haben (meine Eltern passen während der Eingewöhnung auf meine Tochter auf und das ist wohl zu viel)" in den Kindergarten gegangen und hat ihn dort einfach allein gelassen, es ging ihm einigermaßen gut sonst hätte mich die Leitung angerufen um ihn abzuholen, er hat geweint aber ließ sich einigermaßen gut beruhigen, meine Mutter soll bitte mit mir besprechen ob ich möchte dass er weint in der Krippe weil er alleine ist oder ob ich die behutsame Variante möchte, bei der ich erst noch dabei bleibe 
das hat meine Mutter mir nicht gesagt!!! 

ich hoffe das ganze war verständlich 😅 

nun ist es so, dass wir uns den Garten teilen. Immer, wenn ich mit den Kindern raus möchte, sitzt sie dort und mischt sich wieder in alles ein 

Wenn mein Sohn zb hinfällt und weint und ich ihm sage "komm her Schatz ich schaue mal" ruft sie direkt "nein komm zur Oma" und sowas 
sie ist halt immer präsent und mischt sich in alles ein 

ich bin dankbar dass meine Kinder eine solch enge Bindung zu ihren Großeltern haben, allerdings wird es mir gerade alles zu viel 

ich habe mit ihr gesprochen, schon sehr oft, aber es ändert sich einfach nicht

Möglicherweise hat jemand von euch ansatzweise das gleiche erlebt und kann mir Tipps geben? 

Jetzt schonmal vielen Dank!! 

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10.06.21 um 19:24

Ausziehen! Sofort etwas eigenes suchen!
Es ist genau so, wie du es der Erzieherinnen gesagt hast, deine Mutter überschätzt ihre Rolle massiv.

Deine Mutter wird sich nicht ändern. Hat sie denn das so vorgeschlagen? Dass sie ein Haus kaufen und ihr mitwohnen dürft dort?

Das tönt überhaupt nicht gesund, was sie macht..

Was sagt, dein Mann dazu? und dein Vater?

Ich wünsche euch viel Energie!

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11.06.21 um 11:27
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Hallo ihr Lieben, 

ich habe ein großes Problem und hoffe auf neutrale Meinungen und vielleicht sogar Tips von euch! 

aaaaalso.. 

ich (27jahre) bin verheiratet und habe 2 Kinder (2j.&1/2j.) 
vor gut 1,5 Jahren haben meine Eltern ein großes Haus auf dem Land gekauft. Dort wohnen wir nun gemeinsam. Mein Mann und ich haben eine eigene Wohnung mit eigenem Zugang über den Garten. Meine Eltern wohnen im Erdgeschoss. 
Meine Mutter mischt sich in alles ein!! Sie behandelt mich wie ein kleines Kind und bevormundet mich. Das ist schon schlimm, aber noch nicht alles: 
Sie denkt manchmal wirklich, sie wäre die Mutter der Kinder und wüsste am besten was gut für die zwei ist. 
Sie wollte unbedingt, dass ich den großen mit einem Jahr in die Krippe gebe. Das wollte ich aber absolut nicht weil ich es noch viel zu früh finde. 
Habe mich dann aber mit ihr darauf einigen können, dass ich ihn mit 2 Jahren hinbringe. (Habe selbst gemerkt dass es ihm allmählich zu langweilig zu Hause wurde) 
habe also eine Anmeldung zum 1.6 ausgefüllt und dort abgegeben. Etwa 4 Wochen später bekomme ich einen Anruf von der Krippenleitung. 
"Ihre Mutter war hier und hat gefragt ob der kleine nicht schon ab 1.4 zu uns kommen kann" war einer der Sätze der mich erstmal schlucken ließ. Das hat sie NICHT mit mir besprochen. Zudem teilt mir die Erzieherin mit, dass meine Mutter angegeben hat, sie würde die Eingwöhnung mit dem kleinen machen. Ich habe es dann aufgeklärt und das Telefonat beendet. 
Als ich meine Mutter damit konfrontierte, entgegnete Sie, dass es nicht stimmen würde und die Erzieherin lügen würde. 

Nun dann bin ich zum Erstgespräch in die Krippe gegangen und habe den Erzieherinnen dort gesagt: "Mein Sohn hat eine wirklich tolle Oma, die aber leider oft ihre Rolle überschätzt und daher würde ich sie wirklich bitten, dass Sie alle wichtigen Dinge immer ausschließlich mit mir oder meinem Mann klären!!" 

Zu Beginn der Eingewöhnung lief es ganz gut, ich war die ganze Zeit dabei und der kleine hat schon eigenständig gespielt und hat sich von mir entfernt und zwischendurch nachgeschaut ob ich noch da bin.. beim ersten Trennungsversuch nach ca. 2 Wochen hat er jedoch sofort angefangen zu weinen.. 
Wir haben sofort abgebrochen und beschlossen, mit den Trennungsversuchen noch etwas zu warten. 
Nun musste ich Freitag arbeiten und meine Mama hat angeboten mit ihm in die Krippe zu gehen. 
Um halb 9 sah ich sie auf dem Fahrrad nach Hause fahren, OHNE Kind!!!!! 
Ich habe sie dann angerufen und gefragt wo der kleine ist und habe die Antwort: "der ist vorgelaufen, wollte alleine da bleiben, die Erzieherin meinte ich solle gehen und ihn um 10 Uhr abholen" bekommen. 
Ich habe mir dabei nichts gedacht und mich gefreut dass es anscheinlich so gut geklappt hat. Als ich um 11 Uhr von der Arbeit heim kam erzählte meine Mutter mir, dass die Erzieherinnen ihr vorgeschlagen haben, dass meine Mutter ihn die nächste Zeit noch bringt weil es mit ihr so viel besser geklappt hätte. 
Keine 10 Minuten später bekomme ich einen Anruf - die Erzieherin: (Kurzform) 
Meine Mutter ist mit den Worten "ich lass den kleinen jetzt hier ich möchte gerne mein Leben zurück haben (meine Eltern passen während der Eingewöhnung auf meine Tochter auf und das ist wohl zu viel)" in den Kindergarten gegangen und hat ihn dort einfach allein gelassen, es ging ihm einigermaßen gut sonst hätte mich die Leitung angerufen um ihn abzuholen, er hat geweint aber ließ sich einigermaßen gut beruhigen, meine Mutter soll bitte mit mir besprechen ob ich möchte dass er weint in der Krippe weil er alleine ist oder ob ich die behutsame Variante möchte, bei der ich erst noch dabei bleibe 
das hat meine Mutter mir nicht gesagt!!! 

ich hoffe das ganze war verständlich 😅 

nun ist es so, dass wir uns den Garten teilen. Immer, wenn ich mit den Kindern raus möchte, sitzt sie dort und mischt sich wieder in alles ein 

Wenn mein Sohn zb hinfällt und weint und ich ihm sage "komm her Schatz ich schaue mal" ruft sie direkt "nein komm zur Oma" und sowas 
sie ist halt immer präsent und mischt sich in alles ein 

ich bin dankbar dass meine Kinder eine solch enge Bindung zu ihren Großeltern haben, allerdings wird es mir gerade alles zu viel 

ich habe mit ihr gesprochen, schon sehr oft, aber es ändert sich einfach nicht

Möglicherweise hat jemand von euch ansatzweise das gleiche erlebt und kann mir Tipps geben? 

Jetzt schonmal vielen Dank!! 

Mein erster Gedanke beim Lesen der Überschrift war, dann musst du eben die Grenzen ziehen! Als ich dann den Text gelesen habe, dachte ich mir, dass du bzw ihr nur dann auch dauerhaft und erfolgreich Grenzen ziehen könnt, wenn ihr da wegzieht. So ein Mehrgenerationenhaus ist eigentlich eine tolle Sache und kann absolut eine win-win-Angelegenheit sein, aber dafür müssen sich auch alle an gewisse Regeln halten! Da deine Mutter offensichtlich nicht dazu in der Lage ist und dir das Leben dadurch nur schwer macht und dir Lebensenergie stiehlt, ist das auf Dauer keine gesunde Lösung. Klar ist es schön, wenn Kinder auch eine intensive Beziehung zu ihren Großeltern haben, aber wenn die Kinder irgendwann mal die Oma für ihre Mutter halten, weil die ja alles bestimmt, dann wird es brenzlich.
Im Moment sind deine Kinder noch klein, aber wenn die mal raushaben, dass sie Mama und Oma gegeneinander ausspielen können und letztlich Oma einfach macht, was sie will, dann bist du auf verlorenem Posten. Dann hast du keine Chance mehr und musst dich gegen 3 durchsetzen! Und wenn Oma sich nicht an die Ansagen von Mama hält, warum sollten es dann die Kinder tun? Solche Muster erkennen Kinder viel früher und besser als einem lieb ist. Leider. 

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15.06.21 um 10:09

die gute Frau hat wohl selbst ein paar Probleme, die sie auf euch projiziert. Furchtbar! Ich glabe ins selbe Haus zu ziehen war ein großer Fehler. Sie denkt sie wäre das Oberhaupt der Familie, weil IHR in IHREM Haus wohnt. Totaler Realitätsverlust bei ihr, so scheint es mir. 
Gibt es denn die Option sich was eigenes zu suchen? Ich weiß es ist oft auch in Kostenfaktor, aber doch nicht auf Kosten eurer Familie?

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