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Mutter im Krankenhaus - der Ex will das Kind

9. September 2013 um 23:17

Meine Freundin kam letzte Woche mit Leukämie ins Krankenhaus. Wir sind seit anderthalb Jahren zusammen und mit ihrem dreijährigen Sohn läuft es super. Ungünstigerweise wohnen wir in verschiedenen Städten, aber
bei flexiblen Arbeitszeiten bin ich immer da und unseren Urlaub verbringen auch gemeinsam. Nun meint der Exfreund, und Kindsvater, der den Sohn sonst alle zwei Wochenenden, manchmal auch ein verlängertes, nimmt, er könne Stabilität bieten und will das Kind bei sich anmelden. Mit ihm, ihren Eltern, meinem Resturlaub können die nächsten zwei Monate aber locker so abdecken,dass die Großeltern oder ich das Kind versorgen. Der Vater (geteiltes Sorgerecht)hat bisher nie Krankentage fürs Kind genommen, immer seiner Arbeit Vorrang gegeben und sich, kurz gesagt, eher wenig gekümmert. Wir sind nicht verheiratet und wohnen auch nicht zusammen. Die Leukämie ist nicht lebensbedrohlich, sorgt aber natürlich für einen stationären Krankenhausaufenthalt von 4-6 Wochen. Der Vater redet nicht mit uns (Mutter, Großeltern und mir), obwohl wir es angeboten haben und meint, alles allein entscheiden zu können. Darf er das? Hat jemand Tipps?
Danke

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10. September 2013 um 12:05

Um was geht es dir??
Er ist der Vater, nicht du... und hat das halbe Sorgerecht. Sie kann ihre Sorge nun jetzt nicht ausüben. Aber er kann es...

Es ist nicht dein Kind und es ist doch schön für das Kind, dass sich sein Vater so intensiv in dieser schweren Zeit um ihn kümmern möchte.

Sieh es mal von dieser Seite aus...

Saraa

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10. September 2013 um 15:20
In Antwort auf naomh_12744558

Um was geht es dir??
Er ist der Vater, nicht du... und hat das halbe Sorgerecht. Sie kann ihre Sorge nun jetzt nicht ausüben. Aber er kann es...

Es ist nicht dein Kind und es ist doch schön für das Kind, dass sich sein Vater so intensiv in dieser schweren Zeit um ihn kümmern möchte.

Sieh es mal von dieser Seite aus...

Saraa

Wohl von Mutter und Kind
Hallo Saraa,
es geht mir um das Wohl von Kind und Mutter. Ich habe gesehen, in meinem Beitrag, fehlte etwas entscheidendes: Es geht natürlich darum, dass er, die Großeltern und ich für das Kind da sein können.. Ich hatte gestern in dem Text noch rumkopiert und das ist mir "er" unter den Tisch gefallen. Er ist der Vater, wird es immer bleiben und niemand will ihn ausschließen. Von seiner Seite sieht das aber nun ganz anders aus. Er will das Kind bei sich melden, möglicherweise, um keinen Unterhalt zu zahlen und hat sich nach unserem gemeinsamen Treffen noch nicht mal bei mir gemeldet, sondern bombardiert die Mutter im Krankenhaus mit Entscheidungen (sie soll schriftlich bestätigen, dass sie keine Ummeldung wünscht, warum auch, welcher dreijährige bekommt Post) und Dohungen (Beistandschaft des Jugendamtes) ohne vorher mal mit ihr gesprochen zu haben.
Sie hat noch nicht mal eine endgültige Diagnose oder einen Fahrplan, wie es weiter geht und er verlangt eine Ummeldung für das nächste halbe Jahr. (Jugendamt und Krankenkasse sehen dazu übrigens keine Notwendigkeit).
Für Mutter und Kind ist es wichtig, dass sie sich sehen. Und das kann er allein kaum realisieren. Klar niemand kann ihn zwingen, Hilfe anzunehmen, aber er hat auchnur 50% Sorgerecht und sollte sich doch mit der Mutter absprechen. Sie ist schließlich nur krank, nicht psychisch labil oder so.

Gruß

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17. September 2013 um 11:59

Ich würde versuchen, das zu verhindern.
ich würde alles tun, damit das Kind weiterhin im gewohnten Umfeld bleibt, also bei Dir. Leider kenne ich persönlich einige Fälle, in denen der Vater das Kind, nachdem die Mutter wieder gesund war, bei sich behielt. Dies war der Anfang von endlosen Sorgerechtsverfahren. In einigen Fällen blieb das Kind dann bei dem Vater.

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