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Mutter gestorben, trotzdem glücklich

1. Januar 2015 um 20:20

Gibt es hier im Forum Mädchen/Frauen, die im Kindesalter / als Jugendliche Ihre Mutter verloren haben und trotzdem ein glückliches Leben führen?

Mir ist bewusst, dass eine riesige Lücke gerissen wird, einige Kommentare im Internet machen einen allerdings "mürbe".

Ist es nicht möglich, wenn man zusammen trauert, eine enge Beziehung hat und alles möglich macht, dass zumindest ein glückliches Leben möglich ist?

Ein betroffener Vater freut sich über jedes Feedback.

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3. Februar 2015 um 18:08

Da sein
Hey,
aufrichtiges Beileid für euren Verlust. Ich finde es bewundernswert, dass du die Kraft und den Willen hast dich für und mit deiner Tochter nicht davon unterkriegen zu lassen.
Das Entscheidende der Familie ist die Verlässlichkeit, Ehrlichkeit sowie Zusammenhalt in schwierigen Zeiten. Mit deiner Tochter zusammen trauern ist richtig und wichtig. Gib ihr die Möglichkeit ihre Trauer frei zum Ausdruck zu bringen und sage offen wie du dich fühlst ohne ihr dabei das Gefühl zu geben sie müsste auf dich aufpassen und für dich sorgen.
Ein fehlender Elternteil kann nicht ersetzt werden, doch ob das restliche Leben davon beeinflusst wird hängt von den anwesenden Familienmitgliedern ab. Meine Mutter ist alleinerziehend, im Prinzip schon immer gewesen. Die Scheidung war in meiner Grundschulzeit und mein Vater ist zurück in seine alte Heimat. Er ist nicht gestorben, aber er hat seitdem keinen aktiven Anteil mehr an meinem Leben genommen. Seine eigenen Probleme machen ihn als Vater eher ungeeignet. Dafür habe ich ein gutes Verhältnis zu meiner Mutter. Im Gespräch kann sie ihre Meinung darlegen und ich meine ohne das eine davon wichtiger wäre. Ich erzähle ihr nicht alles (als Tochter möchte man nicht zur Last werden), aber ich kann mit jedem Problem oder Anliegen zu ihr kommen. Sie bewertet nicht wie ich was sage,oder mache. Und falls ich dochmal Blödsinn gemacht habe, sagt sie das auch und hilft mir dennoch.
Deine Tochter braucht von dir die Sicherheit, dass du da bist wenn sie dich braucht. Miteinander offen reden ist wichtig, ein Vater mit Stärken und "Schwächen" ist menschlich.
Du kannst nicht alles verhindern was im Leben deiner Tochter passiert. Doch als Fels in der Brandung hat sie immer einen Ort wo sie willkommen ist. Und wenn sie wirklich nicht mehr weiter wissen sollte in ihrem Leben, dann wird sie zu dir kommen.
Viel Glück euch beiden

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