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Mutter belastet mich

9. Mai 2012 um 13:43

Hallo!

Seit ich denken kann, ist meine Mutter leider sehr schwierig. Sie hat sehr oft Stimmungsschwankungen auch ohne richtigen Grund, bzw meist aufgrund von normalerweise Banalitäten.
Sie ist auch sehr fordernd und kann nicht akzeptieren, wenn etwas nicht nach ihrem Kopf geht. Das heißt es muss immer alles so gemacht werden, wie sie möchte. Und das war auch schon immer so. Auch da bei Banalitäten. ZB wenn ich was koche, dann will sie mir sagen, was ich zuerst machen muss, sonst wird sie gleich eingeschnappt. Nur ein Beispiel um zu unterstreichen, dass es sich wirklich um nichtige Dinge handelt.
Es war auch immer ein sehr großes Problem, wenn eine Geburtstagsfeier angefallen ist. Wobei ich dazu sagen muss, dass ich dann auch als Kind schon nie eine Feier gemacht habe. Die letzten Partys an die ich mich erinnere war im Kindergartenalter. Es ist dann immer so, dass sie schon eine Woche davor anfängt unerträglich zu werden. Dann legt sie sich tagelang ins Bett und lässt sich nicht blicken. Daran merk ich dann eben, dass es sie stört.
Aus diesem Grund habe ich auch wirklich niemals, außer in ganz seltenen Ausnahmefällen, irgendjemanden zu mir nach Hause eingeladen. Ich gehe dem Ganzen Stress einfach aus dem Weg, was sich allerdings als "Stress" für mich entwickelt. Ich habe mir angewöhnt, vermutlich aufgrund meiner Persönlichkeit, meist dann doch alles so zu machen wie sie möchte, nur damit ich meine Ruhe habe. Ich habe sozusagen gelernt, meine Bedürfnisse in den Hintergrund zu rücken und zu tun was andere wollen. Das hat sich auch im Bezug auf andere Beziehungen so entwickelt. Ich mache leider immer lieber Dinge, damit andere zufrieden sind.
Meine Mutter hat halt auch so die Eigenschaft, wenn man sie kritisiert oder etwas in Frage stellt, dann stellt sie es so hin, dass sie Recht hat und lässt mich dann wieder ein schlechtes Gewissen haben, warum ich überhaupt auf die Idee kommen, irgendwas zu hinterfragen, was sie für richtig hält. Das heißt man kann mit ihr halt überhaupt nicht über Probleme sprechen. Was ich auch niemals gemacht habe. Ich trage alles mit mir herum und spreche höchstens mal mit Freunden darüber, bzw wenn ich mal was getrunken habe.
Es gab auch nicht sehr viel Gefühl von ihrer Seite, obwohl ich natürlich weiß, dass sie mich sicher liebt. Ich erinnere mich einmal als ich ca 6 Jahre alt war, da habe ich sie abends einfach umarmt, weil ich sie einfach umarmen wollte. Da hat sie dann auch gleich erwidert: Nein du darfst nicht länger aufbleiben. Das blieb mir halt irgendwie in Erinnerung und ich kann mich auch nicht wirklich dran erinnern, dass ich es noch oft versucht hätte.

Naja ziemlich langer Text jetzt. Jedenfalls wächst mir langsam alles über den Kopf. Ich habe das Gefühl ich komme mit meinem Leben nicht mehr weiter. Ich weiß, dass ich mehr auf mich selber schauen müsste. Ich muss meine Bedürfnisse vor die der Anderen stellen. Aber ich weiß einfach nicht wie. Auch bei meiner Mutter mache ich dann doch alles wie immer, weil sie mir dann wieder leid tut oder ka. Ich kann aber nicht mehr. Es belastet mich. Ich fühle mich, als wäre ich immer für sie verantwortlich gewesen, anstatt anders rum. Ich ertrage es einfach nicht mehr.

Ich hoffe es hat jemand Tipps für mich oder einfach nur aufmunternde Worte oder ähnliche Erfahrungen zum Austauschen.

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10. Mai 2012 um 1:13

Ähnliche erfahrungen
Hallo,

Beim Lesen deines Textes konnte ich gewisse Parallelen zwischen uns und der Mutter-Situation ziehen. Auch meine Mutter war immer sehr schwierig und die gesamte Familie litt unter ihren Stimmungsschwankungen, sowie ihren impulsivem und leicht explodierendem Verhalten. Als ich ein ganz klein war, war das alles noch viel viel schlimmer, was mich mein ganzes Leben geprägt hat. Leider ist mir das alles erst in den letzten Monaten klar geworden. Ich suche mir immer Partner, die ziemlich sch... zu mir sind und um deren Liebe ich kämpfen muss - so wie damals bei meiner Mutter. Habe ich dieses "Ziel" dann erreicht, werden sie fuer mich uninteressant. Ich bin froh, diese Erkenntnis jetzt zu haben und werde mir diesbezueglich nun professionelle Hilfe suchen..
Ich weiss nicht, wie genau sich die Situation auf dich auswirkt?
Wohnst du noch bei deiner Mutter?

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10. Mai 2012 um 19:18
In Antwort auf justme2006

Ähnliche erfahrungen
Hallo,

Beim Lesen deines Textes konnte ich gewisse Parallelen zwischen uns und der Mutter-Situation ziehen. Auch meine Mutter war immer sehr schwierig und die gesamte Familie litt unter ihren Stimmungsschwankungen, sowie ihren impulsivem und leicht explodierendem Verhalten. Als ich ein ganz klein war, war das alles noch viel viel schlimmer, was mich mein ganzes Leben geprägt hat. Leider ist mir das alles erst in den letzten Monaten klar geworden. Ich suche mir immer Partner, die ziemlich sch... zu mir sind und um deren Liebe ich kämpfen muss - so wie damals bei meiner Mutter. Habe ich dieses "Ziel" dann erreicht, werden sie fuer mich uninteressant. Ich bin froh, diese Erkenntnis jetzt zu haben und werde mir diesbezueglich nun professionelle Hilfe suchen..
Ich weiss nicht, wie genau sich die Situation auf dich auswirkt?
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Sehr ähnlich
Genau so geht es mir auch. Ich suche mir auch Partner, die nicht so zu mir sind, wie ich es mir theoretisch wünschen würde. Trotzdem zieht mich so ein Verhalten an. Die, die sich ehrlich für mich interessieren und bei denen ich eigentlich überzeugt bin, dass sie anders zu mir wären, weise ich ab. Ich bin mir dem zwar bewusst, kann es aber nicht ändern. Ich empfinde eben nur Zuneigung zu Männern, bei denen ich von vornherein weiß, dass sie nicht "nett" sind.

Ja, ich wohne noch bei meiner Mutter. Kann mich nicht ganz aufraffen, diese Situation zu ändern.

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10. Mai 2012 um 19:59
In Antwort auf indira_11964858

Sehr ähnlich
Genau so geht es mir auch. Ich suche mir auch Partner, die nicht so zu mir sind, wie ich es mir theoretisch wünschen würde. Trotzdem zieht mich so ein Verhalten an. Die, die sich ehrlich für mich interessieren und bei denen ich eigentlich überzeugt bin, dass sie anders zu mir wären, weise ich ab. Ich bin mir dem zwar bewusst, kann es aber nicht ändern. Ich empfinde eben nur Zuneigung zu Männern, bei denen ich von vornherein weiß, dass sie nicht "nett" sind.

Ja, ich wohne noch bei meiner Mutter. Kann mich nicht ganz aufraffen, diese Situation zu ändern.

.
Darf ich fragen wie alt du bist und in welcher Stadt du wohnst?

Es tut gut zu wissen, dass es Leute gibt, denen es ähnlich geht.
Auch ich interessiere mich für Menschen, die an einer ehrlichen und liebevollen Beziehung interessiert sind, nicht. Ich brauche immer die Spannung, die ich aus meiner Kindheit gewohnt bin.

Was hast du vor, jetzt zu tun?

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10. Mai 2012 um 20:08
In Antwort auf justme2006

.
Darf ich fragen wie alt du bist und in welcher Stadt du wohnst?

Es tut gut zu wissen, dass es Leute gibt, denen es ähnlich geht.
Auch ich interessiere mich für Menschen, die an einer ehrlichen und liebevollen Beziehung interessiert sind, nicht. Ich brauche immer die Spannung, die ich aus meiner Kindheit gewohnt bin.

Was hast du vor, jetzt zu tun?

...
Ich komme aus Österreich und bin 26 Jahre alt.

Was ich tun soll, weiß ich leider nicht so genau. Eventuell wäre es echt gut professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen. Aber das ist auch irgendwie ein großer Schritt. Ich denke ich sollte versuchen, mehr auf mich zu schauen und mal etwas zuzulassen, das nicht meinem "Muster" entspricht. Nur leider ist die Umsetzung nicht ganz so einfach. So wie ich es jetzt halte, kann es halt auf Dauer nicht weitergehen. Ich merke immer mehr, wie ich mich nach Liebe und Geborgenheit sehne. Und die kann ich so niemals finden. Meine letzte Beziehung ist ganz böse geendet und war auch sehr zerstörerisch für mich, was mich dann auch nochmal ziemlich stark belastet hat, bzw auch immer noch belastet.
Was möchtest du denn machen?

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10. Mai 2012 um 21:13
In Antwort auf indira_11964858

...
Ich komme aus Österreich und bin 26 Jahre alt.

Was ich tun soll, weiß ich leider nicht so genau. Eventuell wäre es echt gut professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen. Aber das ist auch irgendwie ein großer Schritt. Ich denke ich sollte versuchen, mehr auf mich zu schauen und mal etwas zuzulassen, das nicht meinem "Muster" entspricht. Nur leider ist die Umsetzung nicht ganz so einfach. So wie ich es jetzt halte, kann es halt auf Dauer nicht weitergehen. Ich merke immer mehr, wie ich mich nach Liebe und Geborgenheit sehne. Und die kann ich so niemals finden. Meine letzte Beziehung ist ganz böse geendet und war auch sehr zerstörerisch für mich, was mich dann auch nochmal ziemlich stark belastet hat, bzw auch immer noch belastet.
Was möchtest du denn machen?

...
Ich kann dich so gut verstehen. Sicher wäre es gut, die üblichen Verhaltensmuster zu ändern, aber das ist sehr schwer. Vor allem aufgrund des Hintergrundes, dass die "normalen", gesunden Partner für uns zurzeit noch uninteressant wirken, mit ihnen gibt es keine Probleme, man muss nichts beweisen und nicht kämpfen. Es gibt ein Buch, dass mir schon sehr geholfen hat und mir die Erkenntnis dieser "Krankheit" gegeben hat. Vielleicht legst du es dir auch mal zu, es wird dir helfen, dein Verhalten zu versehen:"wenn frauen zu sehr lieben" von robin nerwood. Im Moment suche ich mir (bin übrigens auch 26) eine Selbsthilfegruppe und eine Therapeuten, aber das alles ist sehr schwer und eine grosse Überwindung. Ich hoffe, dass ich diese nächsten Schritte dann auch wirklich schaffe.
War bzw ist es bei dir auch so, dass du deinen Partnern blind alles verzeihst und noch nicht mal lange böse bist?

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10. Mai 2012 um 21:47
In Antwort auf justme2006

...
Ich kann dich so gut verstehen. Sicher wäre es gut, die üblichen Verhaltensmuster zu ändern, aber das ist sehr schwer. Vor allem aufgrund des Hintergrundes, dass die "normalen", gesunden Partner für uns zurzeit noch uninteressant wirken, mit ihnen gibt es keine Probleme, man muss nichts beweisen und nicht kämpfen. Es gibt ein Buch, dass mir schon sehr geholfen hat und mir die Erkenntnis dieser "Krankheit" gegeben hat. Vielleicht legst du es dir auch mal zu, es wird dir helfen, dein Verhalten zu versehen:"wenn frauen zu sehr lieben" von robin nerwood. Im Moment suche ich mir (bin übrigens auch 26) eine Selbsthilfegruppe und eine Therapeuten, aber das alles ist sehr schwer und eine grosse Überwindung. Ich hoffe, dass ich diese nächsten Schritte dann auch wirklich schaffe.
War bzw ist es bei dir auch so, dass du deinen Partnern blind alles verzeihst und noch nicht mal lange böse bist?

...
Ja, das ist bei mir auch so. Ich verzeihe absolut alles und habe dann im Grunde selber noch ein schlechtes Gewissen. Total bizarr. Das Buch kenne ich nicht, aber vielleicht sollte ich es mir kaufen. Vielleicht hilft mir das. Ich wünsche es mir wirklich. Und ich denke wir können es auch schaffen?
Dass du zu einem Therapeuten, bzw Selbsthilfegruppe willst, finde ich super und auch bewundernswert. So weit bin ich noch nicht.
Ich weiß nicht, ob das bei dir auch so ist. Jedenfalls tu ich mich trotz den Ganzen Bemühungen jemanden von mir zu überzeugen, sehr schwer wirkliche Gefühle zuzulassen und mich richtig zu öffnen, gegenüber Partnern. Ich glaube auch nicht, dass ich schonmal so richtig geliebt habe, auch wenn ich schon Beziehungen hatte.

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11. Mai 2012 um 0:31
In Antwort auf indira_11964858

...
Ja, das ist bei mir auch so. Ich verzeihe absolut alles und habe dann im Grunde selber noch ein schlechtes Gewissen. Total bizarr. Das Buch kenne ich nicht, aber vielleicht sollte ich es mir kaufen. Vielleicht hilft mir das. Ich wünsche es mir wirklich. Und ich denke wir können es auch schaffen?
Dass du zu einem Therapeuten, bzw Selbsthilfegruppe willst, finde ich super und auch bewundernswert. So weit bin ich noch nicht.
Ich weiß nicht, ob das bei dir auch so ist. Jedenfalls tu ich mich trotz den Ganzen Bemühungen jemanden von mir zu überzeugen, sehr schwer wirkliche Gefühle zuzulassen und mich richtig zu öffnen, gegenüber Partnern. Ich glaube auch nicht, dass ich schonmal so richtig geliebt habe, auch wenn ich schon Beziehungen hatte.

...
Ja, wir werden das schaffen. Das Wichtigste ist der Willen und der Glaube daran. Es wird ein schwieriger Weg und es wird bestimmt auch Rückschläge geben, aber langfristig gesehen, wird es uns gut gehen.

Ob meine Gefühle für die Personen echt sind weiß ich ehrlich gesagt gar nicht. Ich vergöttere die Personen regelrecht, stelle sie auf einen Podest und je schlimmer sie sind, desto toller find ich sie und umso mehr hänge ich an ihnen, aber ob das wirklich echt ist, weiss ich nicht. Aber ich tendiere eher dazu, dass sie das nicht sind, weil die Personen ja sonst nicht uninteressant werden würden, wenn ich "mein Ziel erreicht hab". Das ganze ist total verwirrend irgendwie.

Meine letzte Trennung war sehr schlimm und ich habe mich wieder wie Dreck behandeln lassen, mich vollkommen aufgeopfert und nicht gemerkt, wie auch das letzte Fünkchen Stolz mitgegangen ist.
Wie lange ist deine Trennung her?

Ich wohne nicht mehr bei meiner Mutter. Das Verhältnis zu ihr ist auch nicht so wie ein typisches Mutter-Tochter-Verhältnis. Ich musste mein Leben lang um ihre Liebe und Aufmerksamkeit kämpfen und dadurch habe ich keine wirklich tiefe Bindung zu ihr. Ich denke, bei dir ist es eher andersrum?

Wenn du magst, können wir uns vielleicht per Email weiter schreiben?

LG

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16. Mai 2012 um 2:39
In Antwort auf justme2006

...
Ja, wir werden das schaffen. Das Wichtigste ist der Willen und der Glaube daran. Es wird ein schwieriger Weg und es wird bestimmt auch Rückschläge geben, aber langfristig gesehen, wird es uns gut gehen.

Ob meine Gefühle für die Personen echt sind weiß ich ehrlich gesagt gar nicht. Ich vergöttere die Personen regelrecht, stelle sie auf einen Podest und je schlimmer sie sind, desto toller find ich sie und umso mehr hänge ich an ihnen, aber ob das wirklich echt ist, weiss ich nicht. Aber ich tendiere eher dazu, dass sie das nicht sind, weil die Personen ja sonst nicht uninteressant werden würden, wenn ich "mein Ziel erreicht hab". Das ganze ist total verwirrend irgendwie.

Meine letzte Trennung war sehr schlimm und ich habe mich wieder wie Dreck behandeln lassen, mich vollkommen aufgeopfert und nicht gemerkt, wie auch das letzte Fünkchen Stolz mitgegangen ist.
Wie lange ist deine Trennung her?

Ich wohne nicht mehr bei meiner Mutter. Das Verhältnis zu ihr ist auch nicht so wie ein typisches Mutter-Tochter-Verhältnis. Ich musste mein Leben lang um ihre Liebe und Aufmerksamkeit kämpfen und dadurch habe ich keine wirklich tiefe Bindung zu ihr. Ich denke, bei dir ist es eher andersrum?

Wenn du magst, können wir uns vielleicht per Email weiter schreiben?

LG

Schade das ihr 2 nicht mehr weiterhin "offen" schreibt...
... erschreckend zu lesen, das es auch andere Frauen gibt, die das so empfinden.
Auch ich finde mich darin wieder.
Ich habe lange nicht die kaputte (nie dagewesene) Bindung zu meiner Mutter, mit meinen zerstörerischen Beziehungen im Zusammenhang gesehen.
Mag sein, das das stimmt.

@justme2006 - das Buch "wenn Frauen zu sehr lieben" habe ich auch. Habe es mir damals gekauft, als ich merkte, das ich keine gesunde Partnerschaft habe, das ich mich behandeln lasse wie Dreck und als ich da raus wollte. Gelesen habe ich darin nie. Vielleicht auch aus Angst, dann darin zu erkennen, das ich mich trennen muss. Das wollte ich auf keinen Fall.
Ich vergötterte diesen Mann ebenfalls. Alle merkten dies auch und fragten mich immer wieder warum um Gottes Willen ich so auf ihn eingestellt bin. Ohne ihn wollte ich nicht leben...

Heute sind wir getrennt. Und ich sage: Endlich.
Aber er ist damals gegangen. Nicht ich. Ich musste damit leben, stürzte in tiefste Depressionen!! Lernte dann durch Zufall meinen jetzigen Freund kennen. Diese Beziehung hat mich von dem Mann den ich so vergötterte endlich befreit.
Dennoch weiss ich eben auch nicht, ob ich wirklich lieben kann. Oder ob ich nur bei ihm bin, weil ich nicht alleine sein kann? Weil ich seit meiner Kindheit immer auf der Suche nach Liebe bin, die ich nie erfahren habe. Zumindest fühle ich mich so, als habe ich sie nie erfahren.
Meine Mutter sieht das natürlich anders!!
Ähnlich wie bei dir @lily10201, sobald ich sie kritisiere, meint sie nur ich spinne, oder so ist es nie gewesen. Was für eine undankbare Tochter ich bin. Hätten sie (Mutter & Vater) doch immer alles für mich gemacht.
Dann denke ich teilweise, bin ich schizo, bilde ich mir das alles ein, das es so war wie ich denke. Oder war es wirklich so und meine Mutter hat eine falsche Wahrnehmung.

Also wirklich total ähnlich mit deiner (eurer) Geschichte.

@justme2006 - hast du eine Selbsthilfegruppe gefunden?? Dahin würde ich auch gerne mal gehen. Aber unter welchem Stichwort sucht man danach??
Therapien habe ich angefangen. Alle abgebrochen.
Ich wurde mit den Therapeuten nicht warm. Als ich das merkte, fing ich an sie anzulügen und irgendwann sagte ich das alles ok sei und ich eigentlich nicht mehr kommen brauche. Das stimmte nicht, aber ich war an einer Fortführung nicht interessiert.

Momentan steht meine jetzige Beziehung auf dem Spiel.
Mein Freund meint ich sei aggressiv ihm gegenüber und noch einiges mehr (was jetzt den Rahmen sprengen würde)

Vielleicht sollte ich das Buch mal raussuchen. Vielleicht kann es mir helfen.

Allerdings - diese Dinge, die ich mit meiner Mutter gerne noch klären möchte, aber nicht kann, weil sie es eh nicht begreift was ich von ihr will. Diese Dinge muss ich irgendwo loswerden und endlich Frieden schliessen.

Ich spüre, besonders in der letzten Zeit, wie sehr sie mich eigentlich verletzt haben und wie groß meine Wut ist.
Ich will das alles nicht. Ich will nicht das dieses Gefühl so eine große Macht über mich hat.

Vielleicht bekomme ich ja noch eine Antwort von euch.
LG Lisa

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17. Mai 2012 um 1:00
In Antwort auf grazia_12475803

Schade das ihr 2 nicht mehr weiterhin "offen" schreibt...
... erschreckend zu lesen, das es auch andere Frauen gibt, die das so empfinden.
Auch ich finde mich darin wieder.
Ich habe lange nicht die kaputte (nie dagewesene) Bindung zu meiner Mutter, mit meinen zerstörerischen Beziehungen im Zusammenhang gesehen.
Mag sein, das das stimmt.

@justme2006 - das Buch "wenn Frauen zu sehr lieben" habe ich auch. Habe es mir damals gekauft, als ich merkte, das ich keine gesunde Partnerschaft habe, das ich mich behandeln lasse wie Dreck und als ich da raus wollte. Gelesen habe ich darin nie. Vielleicht auch aus Angst, dann darin zu erkennen, das ich mich trennen muss. Das wollte ich auf keinen Fall.
Ich vergötterte diesen Mann ebenfalls. Alle merkten dies auch und fragten mich immer wieder warum um Gottes Willen ich so auf ihn eingestellt bin. Ohne ihn wollte ich nicht leben...

Heute sind wir getrennt. Und ich sage: Endlich.
Aber er ist damals gegangen. Nicht ich. Ich musste damit leben, stürzte in tiefste Depressionen!! Lernte dann durch Zufall meinen jetzigen Freund kennen. Diese Beziehung hat mich von dem Mann den ich so vergötterte endlich befreit.
Dennoch weiss ich eben auch nicht, ob ich wirklich lieben kann. Oder ob ich nur bei ihm bin, weil ich nicht alleine sein kann? Weil ich seit meiner Kindheit immer auf der Suche nach Liebe bin, die ich nie erfahren habe. Zumindest fühle ich mich so, als habe ich sie nie erfahren.
Meine Mutter sieht das natürlich anders!!
Ähnlich wie bei dir @lily10201, sobald ich sie kritisiere, meint sie nur ich spinne, oder so ist es nie gewesen. Was für eine undankbare Tochter ich bin. Hätten sie (Mutter & Vater) doch immer alles für mich gemacht.
Dann denke ich teilweise, bin ich schizo, bilde ich mir das alles ein, das es so war wie ich denke. Oder war es wirklich so und meine Mutter hat eine falsche Wahrnehmung.

Also wirklich total ähnlich mit deiner (eurer) Geschichte.

@justme2006 - hast du eine Selbsthilfegruppe gefunden?? Dahin würde ich auch gerne mal gehen. Aber unter welchem Stichwort sucht man danach??
Therapien habe ich angefangen. Alle abgebrochen.
Ich wurde mit den Therapeuten nicht warm. Als ich das merkte, fing ich an sie anzulügen und irgendwann sagte ich das alles ok sei und ich eigentlich nicht mehr kommen brauche. Das stimmte nicht, aber ich war an einer Fortführung nicht interessiert.

Momentan steht meine jetzige Beziehung auf dem Spiel.
Mein Freund meint ich sei aggressiv ihm gegenüber und noch einiges mehr (was jetzt den Rahmen sprengen würde)

Vielleicht sollte ich das Buch mal raussuchen. Vielleicht kann es mir helfen.

Allerdings - diese Dinge, die ich mit meiner Mutter gerne noch klären möchte, aber nicht kann, weil sie es eh nicht begreift was ich von ihr will. Diese Dinge muss ich irgendwo loswerden und endlich Frieden schliessen.

Ich spüre, besonders in der letzten Zeit, wie sehr sie mich eigentlich verletzt haben und wie groß meine Wut ist.
Ich will das alles nicht. Ich will nicht das dieses Gefühl so eine große Macht über mich hat.

Vielleicht bekomme ich ja noch eine Antwort von euch.
LG Lisa

..
Hallo Schutzengel,

Ja, es gibt eine Menge Frauen, die dieses Problem haben. Und wie ich inzwischen gelernt habe, basieren diese Probleme wirklich auf den frühkindlichen Erfahrungen bzw. generell aus den Erfahrungen deiner Kindheit.

Das genannte Buch ist spitze und hat mir geholfen, den ersten wichtigen Schritt zu gehen: zu verstehen, dass etwas mit mir nicht stimmt und eventuelle Ursachen zu sehen. Dieser Schritt ist enorm wichtig, sonst kann man nicht "gesund" werden. Das Buch hat mit wirklich enorm geholfen und es hat plötzlich "klick" gemacht. Seitdem geht es mir besser und ich kann mich endlich um mich kümmern und versuchen, mein Verhalten zu ändern.

Eine Selbsthilfegruppe habe ich wahrscheinlich gefunden, aber dies muss ich mir noch bestätigen lassen.
Warum konntest du deinen Therapeuten nicht vertrauen? Kann es sein, dass du damals die Therapien gar nicht richtig wolltest aus Angst vor Veränderung?

Es tut mir Leid, dass es mit deinem jetztigen Freund Probleme gibt. Hast du mit ihm darüber geredet, was dich belastet?

Meine Mutter hat ganz ähnlich reagiert, als ich sie mal ein kleines bisschen damit konfrontierte und auch alles von sich gewiesen.
Vielleicht hilft es dir, wenn du einen Brief an sie schreibst, den du ja nicht abschicken musst? Oder ganz viel drüber reden? Alles ist besser, als es in sich hinein zu fressen, das musstest du lange genug.

Liebe Grüße, justme

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