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Montessori

12. Februar 2005 um 7:32

Hi!

Habt ihr Erfahrungen mit der Montessori Paedagogik?
Welche Vor- und Nachteile hat der Montessori-Kindergarten?


Schon mal Danke fuer eure Antworten.

soerfi

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12. Februar 2005 um 14:07

Hallo Soerfi,
Als nachteil fällt mir nur ein, dass ein Montessori-Kiga selten direkt in der Nachbarschaft ist, daher die Kindergartenfreunde aus einem grösseren Gebiet kommen und die Kosten oft etwas höher sind als bei einem "normalen" Kindergarten.
Die Vorteile sind aber klar schwerwiegender: Die Kinder sind sehr zufrieden, da sie vieles selbstständig entscheiden können, die Spielmaterialen sind qualitativ sehr hochwertig, oft vielseitig verwendbar und fördern daher phantasievolles Spielen. Kinder, die Lesen und Schreiben oder auch Rechnen lernen wollen, werden sehr gut begleitet, die anderen Kinder werden von diesem Lernwillen oft angesteckt. Und wenn ein Kind estwas freiwillig aus eigenem Antrieb lernt, prägt es sich viel besser ein und wird für das Kind nicht zur Belastung.
Mein Sohn war in einer Montessori-Kinderkrippe und da war es normal, dass schon 1,5jährige selber ihr Malwasser holen, bei Verschütten wischen sie alleine auf, auch wenn man oft nacharbeiten muss) und beim Essen können sich fast alle 2jährigen ihr Brot selber schmieren, was sie natürlich unheimlich stolz macht.
Da die Kinder so viele Sachen selber erledigen, haben die Erieherinnen weniger mit diesen "Bedien-Aktionen" zu tun und dafür mehr Zeit, sich intensiv mit den Kindern selber zu beschäftigen.
Leider war der nächste Montessori-Kindergarten zu weit entfernt und auch zu teuer für uns, aber unser KiGa arbeitet zum Glück auch mit einzelnen Montessori-Elementen, was auch immer mehr verbritet wird. Dasselbe war es leider auch mit der Schule, aber viele Grundschullehrer lassen inswischen auch ganz selbstverständlich Montessoriaspekte einfließen, soweit es organisatorisch möglich ist.

Falls Du die Gelegenheit hast, Dein Kind in eine Montessori-Einrichtung zu geben, schau sie Dir an, sprich mit anderen Eltern, deren Kinder schon dort sind und entscheide nach Gefühl.

LG

Igelbaby

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14. Februar 2005 um 14:01

Gut überlegen
Hallo Soerfi,

hab nicht direkt Erfahrungen mit der Montessori-Methode gemacht, allerdings im Studium einiges darüber erfahren. Deshalb mein Tipp an dich: überlege dir gut, ob diese Art Pädagogik etwas für dich und dein Kind ist. Nicht jedes Kind ist vom Wesen her dafür geeigntet bzw. kann die selbständige Arbeitsweise positiv für sich nutzen. Da das Prinzip eher auf freiwilliger Basis des Kindes beruht, kann das alles auch nach hinten gehen. Zudem ist der Mensch von Natur aus faul. Und Kinder brauchen Führung (nicht im Sinne autoritärer Erziehung gemeint!).

Liebe Grüße
Wonky

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15. Februar 2005 um 19:23
In Antwort auf marina_12638015

Gut überlegen
Hallo Soerfi,

hab nicht direkt Erfahrungen mit der Montessori-Methode gemacht, allerdings im Studium einiges darüber erfahren. Deshalb mein Tipp an dich: überlege dir gut, ob diese Art Pädagogik etwas für dich und dein Kind ist. Nicht jedes Kind ist vom Wesen her dafür geeigntet bzw. kann die selbständige Arbeitsweise positiv für sich nutzen. Da das Prinzip eher auf freiwilliger Basis des Kindes beruht, kann das alles auch nach hinten gehen. Zudem ist der Mensch von Natur aus faul. Und Kinder brauchen Führung (nicht im Sinne autoritärer Erziehung gemeint!).

Liebe Grüße
Wonky

Das kommt schon vor...
, das ein kind nicht für "offene" pädagogik 'geeingnet' ist.
ob jetzt montessori, waldorf oderoderoder....

aber meist bis fast immer sind kinder selbstständige wesen, die eigene wünsche, interessen und lernwillen haben.
bis zu dem punkt, an dem wir erwachsenen kommen und uns zu doll einmischen.

ich glaube auch nicht, das der mensch in erster linie von natur aus faul ist, sondern neugierig.

was hast du denn schönes studiert ? *neugierigkuck*

lg, andrea

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17. Februar 2005 um 11:11
In Antwort auf sora_11879443

Das kommt schon vor...
, das ein kind nicht für "offene" pädagogik 'geeingnet' ist.
ob jetzt montessori, waldorf oderoderoder....

aber meist bis fast immer sind kinder selbstständige wesen, die eigene wünsche, interessen und lernwillen haben.
bis zu dem punkt, an dem wir erwachsenen kommen und uns zu doll einmischen.

ich glaube auch nicht, das der mensch in erster linie von natur aus faul ist, sondern neugierig.

was hast du denn schönes studiert ? *neugierigkuck*

lg, andrea

Ja, Kinder sind...
neugierig, brauchen aber auch Anregung und Führung von Erwachsenen, meiner Meinung nach.
Ich denke nicht, dass alle Kinder Lernwillen haben.
Zudem seh ich die Gefahr in dieser offenen Pädagogik, dass Kinder, die Probleme mit dem freiwilligen Lernen haben, sich lieber allem entziehen (und das klappt bei z.B. Montessori sehr gut).
Hab Erziehungswissenschaften studiert.

Liebe Grüße
Wonky

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17. Februar 2005 um 11:28
In Antwort auf marina_12638015

Ja, Kinder sind...
neugierig, brauchen aber auch Anregung und Führung von Erwachsenen, meiner Meinung nach.
Ich denke nicht, dass alle Kinder Lernwillen haben.
Zudem seh ich die Gefahr in dieser offenen Pädagogik, dass Kinder, die Probleme mit dem freiwilligen Lernen haben, sich lieber allem entziehen (und das klappt bei z.B. Montessori sehr gut).
Hab Erziehungswissenschaften studiert.

Liebe Grüße
Wonky

Liebe Wonky!
Ich weiß ja nicht, bei wem Du studiert hast und woher die unterrichtenden Personen ihr Wissen bezogen haben, aber die Erkenntnisse, die bei Dir hängengeblieben sind, scheinen mir doch (im allgemeinen) weit von der Realität abzuweichen.

Natürlich sollte man sich jede Einrichtung im Speziellen ansehen, aber von "schwarzen Schafen" bei Montessori habe ich bisher noch nicht gehört.

Das Prinzip basiert zwar auf Neugier und Begreifen (im eigentlichen Sinne duch be-greifen, spricht anfassen und ausprobieren), das bedeutet aber nicht, daß die Kinder dort in irgendeiner Form sich selbst überlassen bleiben.

Die Anregung und Führung ist gerade bei Montessori meist weit mehr gegeben, als in kirchlichen oder staatlichen Einrichtungen, weil die Mitarbeiter besser (sprich zusätzlich) geschult sind und durchaus kündbar, wenn ihre Arbeit nicht den Anforderungen genügt.

Sinn eines Kindergartens ist kein straffes Lernprogramm.
Ein wenig Umgang mit Schere und Stiften, dazu die Entwicklung des Sozialverhaltens - damit ist das, was in den meisten Kindergärten zu lernen ist, schon fast erschöpft.

Gerade Montessori bietet weit darüber hinausreichende Möglichkeiten für die Kinder!

Im schulischen Bereich erhofft sich Montessori auch den eigenen Lernantrieb, hat aber durchaus Vorgaben, welchen Punkt die Kinder beispielsweise bis zum Abschluß der Grundschule erreicht haben müssen.
Wer nicht von alleine lernt, wird ab einem gewissen Zeitpunkt durchaus von den Lehrern dazu angehalten und gefordert.

Deine Bedenken kann ich, mit meiner Erfahrung aus Theorie und Praxis, jedenfalls nicht grundsätzlich nachvollziehen.

Gruß, harter Kern

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17. Februar 2005 um 12:38
In Antwort auf sora_11879443

Das kommt schon vor...
, das ein kind nicht für "offene" pädagogik 'geeingnet' ist.
ob jetzt montessori, waldorf oderoderoder....

aber meist bis fast immer sind kinder selbstständige wesen, die eigene wünsche, interessen und lernwillen haben.
bis zu dem punkt, an dem wir erwachsenen kommen und uns zu doll einmischen.

ich glaube auch nicht, das der mensch in erster linie von natur aus faul ist, sondern neugierig.

was hast du denn schönes studiert ? *neugierigkuck*

lg, andrea

Lernwillen ja,
aber fragt sich nur in welche Richtung.

Auch in diesem Forum kann ich einen "Lernwillen" entdecken: Neue Sextoys, Verhütungsmittel oder die Lösung von Beziehungsproblemen . Hätte man mich damals meinem Lernwillen überlassen, möchte ich nicht wissen, wo das geendet wäre. Wahrscheinlich wäre es über die Infos hier im Forum nicht hinaus gegangen.

Der Montessorikindergarten würde mich für meine Kinder reizen, die Schule nicht.

lg
kratzamkopp

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17. Februar 2005 um 13:49
In Antwort auf megan_12750002

Liebe Wonky!
Ich weiß ja nicht, bei wem Du studiert hast und woher die unterrichtenden Personen ihr Wissen bezogen haben, aber die Erkenntnisse, die bei Dir hängengeblieben sind, scheinen mir doch (im allgemeinen) weit von der Realität abzuweichen.

Natürlich sollte man sich jede Einrichtung im Speziellen ansehen, aber von "schwarzen Schafen" bei Montessori habe ich bisher noch nicht gehört.

Das Prinzip basiert zwar auf Neugier und Begreifen (im eigentlichen Sinne duch be-greifen, spricht anfassen und ausprobieren), das bedeutet aber nicht, daß die Kinder dort in irgendeiner Form sich selbst überlassen bleiben.

Die Anregung und Führung ist gerade bei Montessori meist weit mehr gegeben, als in kirchlichen oder staatlichen Einrichtungen, weil die Mitarbeiter besser (sprich zusätzlich) geschult sind und durchaus kündbar, wenn ihre Arbeit nicht den Anforderungen genügt.

Sinn eines Kindergartens ist kein straffes Lernprogramm.
Ein wenig Umgang mit Schere und Stiften, dazu die Entwicklung des Sozialverhaltens - damit ist das, was in den meisten Kindergärten zu lernen ist, schon fast erschöpft.

Gerade Montessori bietet weit darüber hinausreichende Möglichkeiten für die Kinder!

Im schulischen Bereich erhofft sich Montessori auch den eigenen Lernantrieb, hat aber durchaus Vorgaben, welchen Punkt die Kinder beispielsweise bis zum Abschluß der Grundschule erreicht haben müssen.
Wer nicht von alleine lernt, wird ab einem gewissen Zeitpunkt durchaus von den Lehrern dazu angehalten und gefordert.

Deine Bedenken kann ich, mit meiner Erfahrung aus Theorie und Praxis, jedenfalls nicht grundsätzlich nachvollziehen.

Gruß, harter Kern

Hallo Harter Kern,
ich weiß nicht, von welchen kirchlichen oder staatlichen Kigas du ausgehst. Ich kenne durchaus einige Kigas, die sich nicht als Beschäftigungseinrichtung im Sinne von Spielen und Ein-bißchen-Scheren-und-Stifte-Umgang-üben verstehen. Hab auch im Bekanntenkreis von einem Jungen gehört, der in der ersten Klasse einer Montessorischule ist. Wenn er keine Lust auf irgendetwas hat (und das ist so ziemlich immer), dann geht er einfach bzw. die Erzieher/Lehrer rufen zu Hause an, ob die Mutter jetzt bitte ihr Kind abholt. Und da frage ich mich echt, welchen Sinn diese Mehtode hat. Und die Meinung, dass der Junge schon irgendwann von selbst drauf kommt, dass er sich ein Lernmaterial nimmt und damit was macht, die hab ich nicht wirklich. Welch Schock wird das, wenn er dann später auf eine staatliche Schule geht?
Kommst du aus der Pädagogik-Branche?

Liebe Grüße
Wonky

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17. Februar 2005 um 23:08
In Antwort auf marina_12638015

Hallo Harter Kern,
ich weiß nicht, von welchen kirchlichen oder staatlichen Kigas du ausgehst. Ich kenne durchaus einige Kigas, die sich nicht als Beschäftigungseinrichtung im Sinne von Spielen und Ein-bißchen-Scheren-und-Stifte-Umgang-üben verstehen. Hab auch im Bekanntenkreis von einem Jungen gehört, der in der ersten Klasse einer Montessorischule ist. Wenn er keine Lust auf irgendetwas hat (und das ist so ziemlich immer), dann geht er einfach bzw. die Erzieher/Lehrer rufen zu Hause an, ob die Mutter jetzt bitte ihr Kind abholt. Und da frage ich mich echt, welchen Sinn diese Mehtode hat. Und die Meinung, dass der Junge schon irgendwann von selbst drauf kommt, dass er sich ein Lernmaterial nimmt und damit was macht, die hab ich nicht wirklich. Welch Schock wird das, wenn er dann später auf eine staatliche Schule geht?
Kommst du aus der Pädagogik-Branche?

Liebe Grüße
Wonky

Ja, ich komme aus dem Bereich
und habe Lehramt Primarstufe und Erziehungswissenschaften studiert.

Montessori war eins meiner "Spezialgebiete", ich war in mehreren Schulen und einem Kindergarten und kenne mich daher in Theorie und Praxis recht gut aus.

Ich habe selbst zwei, inzwischen ältere, Kinder, die zwei verschiedene evangelische Kindergärten besucht haben und meine Nachbarin leitet einen städtischen Kindergarten.

Zudem hat die besten Freundin meiner Tochter das 3. und 4. Grundschuljahr in einer weiteren Montessorischule absolviert, die ich zuvor nicht kannte, während ich die weite Fahrt nicht auf mich nehmen wollte und meine Kinder an der Schule vor Ort gelassen habe.
Wären Montessorischule und entsprechender Kindergarten nicht 50 km von hier entfernt, wäre das für die ersten Jahre sicher meine bevorzugte Unterbringung für meine Kinder gewesen.

Davon, daß man unmotivierte Kinder einfach heim schickt, habe ich noch nie zuvor gehört und das ist auch nicht Sinn der Sache!

Handelt es sich dabei vielleicht eher um eine unmotivierte Lehrerin? Oder ist das an dieser Schule wirklich gängige Praxis?
Sagt das Kind wirklich, daß es einfach keine Lust hat oder schiebt es vielleicht in der Schule ein Unwohlsein o.ä. vor?
Wie reagiert die Schule, wenn die Eltern sie darauf anspricht?

Im Regelfall fühlen sich Kinder an diesen Schulen sehr wohl, gerade weil zu Anfang kein so extremer Zwang besteht.
Nicht ohne Grund haben Grundschulen in den letzten 10 Jahren viel von Montessori abgeguckt und arbeiten auch teilweise mit Montessori-Material. Das Konzept hat sich einfach als sehr erfolgreich und motivierend erwiesen. Dadurch haben sich die Lehrpläne für die Regelschulen inzwischen sehr zum Positiven verändert.

Es mag immer Kinder geben, die eine Ausnahme bilden und die mit dieser Schulform wirklich gar nicht zurecht kommen. Ebenso schließe ich nicht aus, daß es Schulen mit Montessori-Beinamen gibt, die nicht alles so umsetzen, wie es gedacht war und demzufolge nicht empfehlenswert sind. Daher hatte ich schon in meinem Ausgangsposting geschrieben, daß man sich die jeweilige Einrichtung schon ansehen sollte.

Ein Kind ständig heim gehen zu lassen, kann sicher nicht sinnvoll sein, ist aber auch so nicht die Regel.
Damit geht ja der Effekt, die anderen beim Lernen zu sehen und selbst auszuprobieren, völlig verloren.

Es gibt durchaus Kinder, die das komplette erste Schuljahr in einer "nicht-Regelschule" (gibt ja noch andere, als Montessori) vertrödeln, die es vorziehen, sich demonstrativ zu langweilen, während alle anderen sich sinnvoll beschäftigen.
Aber auch, wenn Du es nicht glauben willst, ist es bei den meisten so, daß sie irgendwann den Punkt erreichen, an dem das Langweilen zu langweilig wird und sie somit freiwillig und gerne zu lernen beginnen.
In den ganz hartnäckigen Fällen greifen dann die Lehrer ein und beschäftigen sich intensiv mit dem Kind, damit es den Anschluß nicht verliert.

In den meisten Montessorischulen gibts übrigens zu einem gewissen Teil auch den normalen Frontalunterricht, wie man ihn aus der Regelschule kennt. Der setzt allerdings oft erst ab dem 3. Schuljahr ein.
Vorher wird dem einzelnen Kind sein individuelles Tempo gelassen, was den meisten sehr zugute kommt.

Liebe Grüße, harter Kern

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17. August 2006 um 16:38
In Antwort auf marina_12638015

Gut überlegen
Hallo Soerfi,

hab nicht direkt Erfahrungen mit der Montessori-Methode gemacht, allerdings im Studium einiges darüber erfahren. Deshalb mein Tipp an dich: überlege dir gut, ob diese Art Pädagogik etwas für dich und dein Kind ist. Nicht jedes Kind ist vom Wesen her dafür geeigntet bzw. kann die selbständige Arbeitsweise positiv für sich nutzen. Da das Prinzip eher auf freiwilliger Basis des Kindes beruht, kann das alles auch nach hinten gehen. Zudem ist der Mensch von Natur aus faul. Und Kinder brauchen Führung (nicht im Sinne autoritärer Erziehung gemeint!).

Liebe Grüße
Wonky

Die Montessori Methode
Es stimmt, bei Montessori spielt die freie Wahl des Kindes eine große Rolle. Die vorbereitete Umgebung ist so gestaltet, dass das Kind sich sein Material und damit die Beschäftigung frei wählen kann. Es bestimmt auch wie lange es sich mit einem Material beschäftigt, aber alles nur bis zu einem bestimmten Grad.

Eine gute Montessorierzieherin führt Buch welches Kind, welches Material zur Hand nimmt und wie das Kind mit dem Material arbeitet. Dadurch erkennt sie, wann das Kind neue Anregungen braucht, wann sie eine Darbietung wiederholen sollte usw.
Ein Kind das untätig "rumsitzt" ist etwa gelangweilt oder beobachtet interessiert. Ich hatte mal so ein Mädchen in meiner Gruppe. Sie kam Morgens, begrüsst mich, setzte sie in die Ecke und tat nichts. Manchmal lief sie an den Regalen vorbei, aber ohne etwas herausnehmen. Ich merkte, dass sie nicht untätig war, sondern gezielt beobachtete. Anregungen nahm sie nur schwer an. Wenn ich ihr etwas zeigte, schwich sie mit dem Blick ab und beobachtete die anderen Kinder in ihrem tun. Ich sprach mit den Eltern, die meinten ihre Tochter wäre immer schüchtern gewesen. Ich beschloss sie mit einzubeziehen, wenn ich anderen Kindern Darbietungen gab und achtete zumindest darauf das sie zusah. Es dauerte gut drei Monate als sie zum ersten Mal etwas aus dem Regal nahm, die braune Treppe. Ich kam auf sie zu und wollte ihr die Anwendung zeigen, aber sie sagte: Ich weis doch längst wie das geht. Sie nahm sich den rosa Turm dazu, experimentierte und machte Entdeckungen. Zudem wusste sie auch welche Kinder welches Material am besten beherrschten. Nach einem halben Jahr sprach sie die Kinder direkt an, ihr dies oder jenes zu zeigen. Von Zeit zu Zeit saß sie immer noch rum, beoachtet und überlegt. Mich fragte sie nur bei neuen Sachen um Hilfe, die bisher kein Kind beherrschte wie das Rechnen mit den Bruchkreisen. Das nur als Denkanstoß.

Wer sich überlegt, welche Einrichtung / Pädagogik die beste für mein Kind ist, sollte auch die Initiative der Erzieherin mit einfließen lassen. Dort von ihr Kind Anregungen bekommt, wo die Erzieherinnen /Lehrer individuell auf jedes Kind eingehen, dort wird sich auch ihre Kind wohlwühlen. Das muss sich unbedingt Montessori sein.

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30. Januar 2014 um 21:09

Mehr mit Lernspielzeug
Hey mit einen montessori Kindergarten habe ich erhlich gesagt keine erfahrung gemacht aber ich habe meinen Kindern eine menge pielzeug von montessori auf http://www.montessori-material.de/ gekauft und muss sagen seid wir damit lernen haben sich die Leistungen sehr verbessert.

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31. Januar 2014 um 19:34

Hilf es dir selbst zu tun
Bei uns im Ort dürfen die Kinder unter Anleitung schon am Herd kochen, büfeln etc.
Wenn ein Kund ein halbes Jahr lang nur Kreise malen mag, ist das auch in Ordnung.
Eine liebevolle Erziehung steht im Vordergrund. Oft kommen die Kinder auch leichter in die Schulen.
LG

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31. Januar 2014 um 19:41
In Antwort auf marina_12638015

Gut überlegen
Hallo Soerfi,

hab nicht direkt Erfahrungen mit der Montessori-Methode gemacht, allerdings im Studium einiges darüber erfahren. Deshalb mein Tipp an dich: überlege dir gut, ob diese Art Pädagogik etwas für dich und dein Kind ist. Nicht jedes Kind ist vom Wesen her dafür geeigntet bzw. kann die selbständige Arbeitsweise positiv für sich nutzen. Da das Prinzip eher auf freiwilliger Basis des Kindes beruht, kann das alles auch nach hinten gehen. Zudem ist der Mensch von Natur aus faul. Und Kinder brauchen Führung (nicht im Sinne autoritärer Erziehung gemeint!).

Liebe Grüße
Wonky

Kinder sind anders
Zitat Maria Montessori.
Kinder sind von Natur aus Neugierig und wollen lernen, erwachsene, die nur unter Druck gelernt haben, werden zu lästigen Pfluchterfüllern ranerzogen.

Meine Tochter lernt auf der Schule gut und gerne und ist im Mathematischen ihrer Altersgruppe weit voraus.
Wenn ein Kind etwas schon kann, darf es auch gerne im Stoff vorgreifen.
Wir haben einen 3. Klässler, der ist aktuell beim Potenzrechnen.
Beim Kindergarten kann man schon mal nichts verkehrt machen. Viele Kindergartenkinder bringen sich auch dort selbst schon lesen und schreiben bei. Es gibt dort Zahlenräume, englusch wird spielerisch beigebracht.
LG

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2. Oktober 2014 um 14:53

Montessori Shop
Hier gibt es schönes extra angefertigt für Montessori Kinder

http://www.montessori-shop.de/index.php?mpp=superclix

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