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Montessori-Eltern

26. Oktober 2008 um 14:43 Letzte Antwort: 1. November 2008 um 23:45

Hallo liebe Montessori-Eltern,
meine beiden Töchter Lea - 7 Jahre und Pia - 8 Jahre gehen seit September in eine Montessori-Schule.
Da wir also schon ein bzw. zwei Jahre Regelschule hinter uns haben, ist die Umgewöhnung
vorallem für mich als Mutter sehr groß. Den Kindern geht es ausgezeichnet, nur ich
habe ständig ein schlechtes Gewissen, weil man nicht mehr so involviert ist mit Hausaufgaben
und da meine größere Tochter nicht so viel erzählt, bin ich irgendwie aussen vor.
Der Lehrer hat mich beruhigt und gesagt, die Pia (8 Jahre) braucht einfach ein bisschen
mehr Zeit und je länger Kinder in einer Regelschule waren, umso länger dauert auch die
Eingewöhungsphase. Zumal Pia auch noch eine Lese/Rechtschreibstörung hat und sie
jetzt auch nicht viel schreibt und liest. Ich denke, sie verlernt alles was sie sich bisher mühsam
erarbeitet hat.
Ich mache mir wahrscheinlich zu viel Gedanken und ich sollte einfach gelassener sein und
an meine Tochter glauben.
Vielleicht hat jemand ja das auch schon durchgemacht und kann mich beruhigen !!!!!!

Danke im voraus - Gruß
Sixthaselbachvogel

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31. Oktober 2008 um 11:46

Da sind wir ja schon 2
mein Großer geht auch seit Sept. (also auch in Bayern?) in eine Montessorischule. Er war vorher in einem Montessorikindergarten (Elternini.), wo jetzt sein kl. 3-jährige Bruder seinen Spaß hat. Dieser Kindergarten mit 15 Kids ist für mich und meine Familie schon fast zur 2. Heimat geworden. Dank des Engagements der Erzieherin sind wir voll und ganz von der Montessoripädagogik begeistert.
Ich hatte gerade eben ein Gespräch mit dieser Erzieherin: Beide Jungs hatten sehr spät sprechen gelernt und haben bis letzter Woche logopädische Unterstützung bekommen. Wir kamen zu dem Schluss, dass wir gerade ein günstiges Zeitfenster für Unterstützung erwischt hatten, denn innerhalb weniger Wochen war diese nicht mehr nötig.
Ich stelle mir das so vor: Nicht nur jedes Kind, sondern auch jeder Erwachsene, der sich in einer Lernphase befindet (und das tun wir doch wohl alle) hat bestimmte Zeitfenster zum Lernen. Es ist viel leichter zu lernen, wenn man in Denk- und Interessengruppen lernt. D. h., wenn ich gerade etwas über die Ägyptischen Pyramiden gelernt habe, interessieren mich dann nicht nur die dazugehörigen Pharaonen sondern auch topographische Gesichtspunkte, Gesellschaftsproblematiken, und dann vielleicht noch die Römer und Griechen, die schließlich zur gleichen Zt. lebten. So kann man viel konzentrierter Arbeiten. Und so erklären sich für mich auch diese Zeitfenster.
Vielleicht ist für Pia einfach noch nicht die richtige Zeit für Schreiben, da ihr Fokus momentan ganz woanders ist und den es herauszufinden gilt. Auf jeden Fall solltest Du dringend einen intensiven Dialog zu den Lehrern anstimmen. Das hilft allen. Die würde ich jetzt erstmal richtig mit Fragen nerven. Gerade Quereinsteiger sind erst einmal orientierungslos und brauchen Unterstützung.
Ich hoffe das hilft Dir ein Bisschen weiter.
L.G.

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31. Oktober 2008 um 19:39
In Antwort auf luanne_11982814

Da sind wir ja schon 2
mein Großer geht auch seit Sept. (also auch in Bayern?) in eine Montessorischule. Er war vorher in einem Montessorikindergarten (Elternini.), wo jetzt sein kl. 3-jährige Bruder seinen Spaß hat. Dieser Kindergarten mit 15 Kids ist für mich und meine Familie schon fast zur 2. Heimat geworden. Dank des Engagements der Erzieherin sind wir voll und ganz von der Montessoripädagogik begeistert.
Ich hatte gerade eben ein Gespräch mit dieser Erzieherin: Beide Jungs hatten sehr spät sprechen gelernt und haben bis letzter Woche logopädische Unterstützung bekommen. Wir kamen zu dem Schluss, dass wir gerade ein günstiges Zeitfenster für Unterstützung erwischt hatten, denn innerhalb weniger Wochen war diese nicht mehr nötig.
Ich stelle mir das so vor: Nicht nur jedes Kind, sondern auch jeder Erwachsene, der sich in einer Lernphase befindet (und das tun wir doch wohl alle) hat bestimmte Zeitfenster zum Lernen. Es ist viel leichter zu lernen, wenn man in Denk- und Interessengruppen lernt. D. h., wenn ich gerade etwas über die Ägyptischen Pyramiden gelernt habe, interessieren mich dann nicht nur die dazugehörigen Pharaonen sondern auch topographische Gesichtspunkte, Gesellschaftsproblematiken, und dann vielleicht noch die Römer und Griechen, die schließlich zur gleichen Zt. lebten. So kann man viel konzentrierter Arbeiten. Und so erklären sich für mich auch diese Zeitfenster.
Vielleicht ist für Pia einfach noch nicht die richtige Zeit für Schreiben, da ihr Fokus momentan ganz woanders ist und den es herauszufinden gilt. Auf jeden Fall solltest Du dringend einen intensiven Dialog zu den Lehrern anstimmen. Das hilft allen. Die würde ich jetzt erstmal richtig mit Fragen nerven. Gerade Quereinsteiger sind erst einmal orientierungslos und brauchen Unterstützung.
Ich hoffe das hilft Dir ein Bisschen weiter.
L.G.

Montessori-Eltern
Vielen Dank, es hilft mir ein bisschen weiter. Nach den Ferien haben wir wieder ein Elterngespräch und
da muss ich unbedingt das Thema nochmal ansprechen.
Momentan ist die Pia im Rechnen nicht zu bremsen - das beruhigt mich dann schon wieder.
Danke und Grüße

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31. Oktober 2008 um 21:42
In Antwort auf perla_11920109

Montessori-Eltern
Vielen Dank, es hilft mir ein bisschen weiter. Nach den Ferien haben wir wieder ein Elterngespräch und
da muss ich unbedingt das Thema nochmal ansprechen.
Momentan ist die Pia im Rechnen nicht zu bremsen - das beruhigt mich dann schon wieder.
Danke und Grüße

BINGO
Sieht ja so aus, als wäre Montessori ganau das Richtige für Pia. Man muss nur großes Vertrauen in die Lehrer setzen und vor allem Vertrauen in den unstillbaren Wissensdurst unserer / Deiner Kinder. Diesen Wissensdurst - da lass Dir mal keine grauen Haare wachsen und Dir nichts anderes Einreden - DIE WOLLEN LERNEN.

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1. November 2008 um 23:45
In Antwort auf luanne_11982814

BINGO
Sieht ja so aus, als wäre Montessori ganau das Richtige für Pia. Man muss nur großes Vertrauen in die Lehrer setzen und vor allem Vertrauen in den unstillbaren Wissensdurst unserer / Deiner Kinder. Diesen Wissensdurst - da lass Dir mal keine grauen Haare wachsen und Dir nichts anderes Einreden - DIE WOLLEN LERNEN.

Montessori-Eltern
Danke für deine Nachricht. Bestärkt uns in unserer Entscheidung. Eigentlich müsste man nur
in die Augen der Kinder schauen, wenn sie aus der Schule kommen und lachen und
singen.
Gruß

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