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Moderne erziehung

26. August 2003 um 12:41 Letzte Antwort: 26. August 2003 um 15:54

Hallo.
Ich habe gerade die erschreckenden Beiträge zum Thema: "Erziehung vor 20-30 Jahren gelesen" und hab dann mal so darüber nachgedacht.
Ich muß dazu sagen ich bin noch ziemlich jung und habe nicht vor in den nächsten 5-10 Jahren ein Kind auf die Welt zu setzen. Ich wurde extrem liberal erzogen und durfte zwar nicht alles, konnte aber für alles Kämpfen. Und mit den richtigen Argumenten habe ich auch das meiste erreicht. Ich verstehe mich noch immer gut mit meinen Eltern und hoffe das bleibt auch so.

Aber jetzt das Gegenbeispiel:
Mein Cousin ist nur ein Jahr jünger als ich und wir wuchsen eigentlich miteinander und vor allem mit ziemlich ähnlicher Erziehung auf.
Er hatte mit 13 seine erste Alkoholvergiftung, bescheißt seine Freundin regelmässig, lügt seine Eltern an oder redet nicht einmal mit ihnen und steht jetzt (mit 16) vor Gericht weil er bei einem Streit handgreiflich wurde und einen Typen das Kiefer gebrochen hat.
Und das ist leider nicht das einzige Beispiel für fehlgeschlage ("moderne") Erziehung die heut zu tage die Einstellungen der Jugendlichen prägt.
Ich will jetzt nicht wie eine Oma klingen aber habt ihr nicht auch das Gefühl dass mit jeder Generation die Agressivität zu- und der Respekt gegenüber sich selbst und anderen abnimmt?

Wollt nur mal wissen was ihr so dazu sagt oder ob ich mir das nur einbilde...

ciao Trinity

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26. August 2003 um 15:54

Hallo Trinity
Kinder zu erziehen war immer schwer und man weiß nie ob man es auch richtig macht.Weil nicht nur die Eltern die Kinder erziehen.Großeltern,Kindergarten ,Schule Freunde e.c.t. leisten auch ihren Beitrag dazu .Das Kind braucht nur im Kindergarten einen Freund zu haben mit dem es gerne spielt ,aber dieser Freund kennt die schlimmsten Schimpfwörter und dein Kind kann sie dann auch.Sicher wirst du ihm verbieten diese Worte zu benutzen .Es hält sich auch zu Hause daran.Aber sonst.....In der Schule ist es dann nicht anders.
Agression und Respeklosigkeit.Hat in den letzten Jahren zugenommen das meine ich auch.
Früher war es doch oft so das die Mutter zu Hause bleiben konnte und sich nur um Haushalt und Kindererziehung gekümmert hat.Aber die letzten Jahre ist es doch so das ein Gehalt nicht reicht .Frau will und muss mitarbeiten.Die Scheidungsrate ist auch gestiegen und es gibt viele Alleinerziehende.Viele Kinder sind nach der Schule noch Stunden allein.Auch die Kleinen Erstklässler.Ich kenne selbst einige Beispiele.Wenn die Eltern oder Alleinerziehenden dann nach Hause kommen.Wer hat dann noch Zeit für seine Kinder ?Sicher gibt es auch Ausnahmen die alles unter einen Hut bekommen und auch die Kinder mit der Situation gut zurecht kommen.Aber ich kenn Fälle da ist Mutter so gereizt und kaputt von der Arbeit ,dann auch noch Haushalt.Da bleibt keine Zeit für die Kinder , Frust und Ärger ist vorprogrammiert.In der Familie wird nur geschriehen und dem Sohn vorgehalten was er doch den ganzen Tag falsch gemacht hat.Ein Kind braucht nicht nur ein warmes Essen und ein Bett.Liebe ,Zeit und Wärme braucht ein Kind auch.Wenn das in einer Familie nicht stimmt da ist es nicht verwunderlich das das Kind agressiv und Respecklos wird.
Ich hoffe das ich ,auch Halbtagsarbeitende Mutter.Immer Zeit für meine drei Kinder habe.Liebe und Fürsorge habe ich in Hülle und Fülle für sie.Und die Zeit nehme ich mir.Oft ist es bei den Großen so das sie keine Zeit für Mutter haben .Und ich glaube das ich es bis jezt ganz gut hinbekommen habe.
LG Mamelick

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