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Mit Fremden mitgehen

14. Januar 2003 um 11:06 Letzte Antwort: 14. Januar 2003 um 12:37

Ab welchem Alter kann man Kindern erklären, das sie nicht ohne zu fragen mit Fremden gehen sollen und wie macht man das ohne das Kind zu verängstigen?

Grund der Frage: Mein Sohn gerade 2 Jahre ist auf einer Feier mit einer Bekannten vor die Tür gegangen ohne uns zu fragen, jetzt war das kein Problem aber es könnte ja auch anders kommen.

Januarbaby2001

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14. Januar 2003 um 11:30

Schwierig

Hallo,

ich kenne das Problem. Meine Tochter ist total zutraulich und würde mit jedem mitgehen.
Wir haben uns auch gefragt, wie wir einen Mittelweg finden können, d.h. dem Kind erklären nicht mit Fremden mitzugehen, ohne es zu verängstigen.
Wir sagen einfach meiner Tochter, dass sie es nicht tun soll. Jetzt wo sie den Unterschied zwischen lieb und böse kennt, versuchen wir, Ihr zu erklären, dass nicht alle Menschen lieb sind.
Aber diese Erklärungen zu sehr zu vertiefen, bringt meiner Meinung nach noch nicht viel. Irgendwann wenn sie grösser ist, dann werde ich ihr die Sachen erklären.
Sag einfach Deinem Sohn, dass er nicht mit Fremden reden darf und dass er Dich fragen muss, bevor er mit jemandem weg geht.
Mehr als das können wir als Eltern wohl nicht tun. Und beten, dass das Kind auf uns hört.
Alles Gute,
Natschu

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14. Januar 2003 um 12:37

Bleib in meiner Nähe....
das lässt sich nicht lebenslang umsetzen.

Wir können die Kinder beschützen, so lange sie sehr klein sind. Dein Sohn ist erst 2 und da hat man ja verständlicherweise eine erhöhte Aufsichtspflicht. Er geht ja noch lange nicht seine eigene Wege. Meine Tochter hat das zumindestens in dem Alter nicht gemacht und macht es auch jetzt mit 4 Ja. nicht. Da kleben sie ja noch förmlich an den Eltern, alleine gelassen habe ich sie noch nie, z.B. zum spielen auf dem Hof o.ä.

Bei einer Feier sollte man sie schon gut im Auge behalten, gerade wenn Unbekannte dabei sind. Das Kind gehört dann an Eure Seite.

Man muss versuchen, den Kinder ein gesundes Selbstvertrauen zu vermitteln. Die Frage ist nur wie?

Beispiel: Ich sagte zu meiner Tochter (damals 3,5), Du darfst niemals mit Fremden mitgehen und Du antwortest auch nicht, wenn ein Fremder mit Dir sprechen will. Das habe ich nur so vorsichtshalber gesagt, ohne bestimmten Anlass.
Wir sind ein paar Tage später beim Einkaufen. Ich traf eine Bekannte und mein Kind wollte nicht grüssen. Sie meinte, das ist eine Fremde.
Oh, oh, korekt. Sie hatte es sich gemerkt. Aber die Bekannte ist eine herzensgute Frau und Mutter von 4 lieben Kindern. Mir war es peinlich, dass mein Kind unhöflich war. Lieber unhöflich als gutgläubig, dachte ich so zu mir. Aber, ist das nun so richtig? Nein, das ist für mich nicht akzeptabel. Höflichkeit hat für mich einen hohen Stellenwert und unserer teils rauhen Zeit.

Ich glaube, wir erschlagen unsere Kinder mit unserer Angst. Die riechen das sofort.
Kompliziert wird es wohl erst werden, wenn die Kinder allein zur Schule gehen, Ihre Freizeit selbst gestalten etc. Dann ist es wichtig, sie über evt. Gefahren aufzuklären. Das gesunde Verständnis haben sie dann auch.

Dir würde ich raten, das Kind immer im Augen zu lassen. Dann bist Du beruhigt. Wenn Dein Sohn mit einer "guten" Bekannten vor die Tür gegangen ist, stellt das ansich ja kein Problem dar. Ich glaube, mit 2 Ja. kann man den Kindern nicht so viel über Gefahren mit Fremden vermitteln, in diesem Fall hilft nur aufpassen. Sie können lernen, sich die Finger zu verbrennen und ähnliches aber sonst....?

Wir können die Kinder nicht einsperren und sie vor alle Gefahren schützen. Wir können nur Aufklären, wenn sie geistig dazu in der Lage sind. Sexuallverbrechen oder Kindesentführung etc. all diese Verbrechen schnüren einem vor Angst die Kehle zu. Aber wir sollten nicht hinter jeden Strauch und jedem Baum einen bösen Buben vermuten, sonst wagen sich unsere Kinder vor Angst wirklich eines Tages nicht mehr aus dem Haus.

Ich lasse dieses Thema, auch wenn es eine große Bedeutung hat, vorerst außen vor. Alles zu seiner Zeit.

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