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Mit der Schwiegerfamilie unter einem Dach/auf einem Hof

9. August 2016 um 10:35

Hallo,

ich bin neu hier und hoffe, dass ich mir einige Meinungen einholen kann und etwas Hilfe bekomme. Hier mein "Problemchen" ich versuche mich kurz zu halten:
Ich bin 1,5 Jahre mit meinen Freunden zusammen und bereits zu ihm gezogen. Wir wohnen in einem Dorf in seinem Elternhaus (4 Seiten Hof) den hinteren Teil des Hofes(scheune) hat sich dein Bruder (4-köpfige Familie) ausgebaut. Wir wohnen im Obergeschoss des Haupthauses. Seine Eltern wohnen unten. Das heißt, wir haben keinen eigenen Eingang. Müssen immer durch den Flur der Eltern. Auch wenn Besuch kommt u.ä. Der Hof wird mit allen geteilt. Man ist dort nie ungestört. Eine Trasse/ Balkon haben wir auch nicht. Es ist auch nirgends möglich eine anzubauen. Der Bruder hat seinen Garten schön abgteilt. Eigene sitzecke etc. Alle nutzen den Garten der Eltern mit, weil dort der Pool ist. Das heißt, für mich besteht keine Möglichkeit mal alleine im Garten zu sein. Meine SE haben mir ein Stückchen angeboten, wo ich etwas anbauen könnte. Aber meine Ruhe hätte ich da trotzdem nie. Meine SE sind super lieb und halten sich eigentlich auch raus. Aber irgendwie kann ich glaube dort nicht für immer bleiben. Ich kann mich nicht frei bewegen und ich müsste mein ganzes Leben lang Kompromisse eingehen. Und hätte nichts für mich. Mein Freund soll das Haus irgendwann mal bekommen. Trotzdem wäre dann noch der Bruder und dessen Kinder auf dem Hof/Garten. Gern wollen wir einen Hund. Aber da sein Bruder schon einen hat, ist dies auch nicht möglich.
Mit meinen Freund habe ich geredet. Er versteht mich. Aber er weiß nicht wie das gehen soll. Sein Vater ist Mitte 70 seine Mutter Mitte 60. Er muss viel mit anpacken im Garten u.s.w. will seine Eltern nicht hängen lassen. Und was soll mit dem Haus werden...Ich kann ihn auch vollkommen verstehen. Aber das ist nicht das Leben was ich mir vorstelle. 2 Häuser weiter steht ein Haus zum Verkauf. Leisten könnten wir uns das. Und das wäre doch gleich in der Nähe.
Bin ich zu engstirnig?
Egoistisch?
Muss ich meine Einstellung ändern?
Ich freue mich über jede Meinung.

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9. August 2016 um 16:42

Ich verstehe dich...
da echt gut. Habe momentan eine ähnliche Situation, vor kurzem bin ich zu meinem Freund und seinen Eltern gezogen. Wir haben zwar eine eigene Wohnung, aber keinen eigenen Eingang, außerdem ist der Zugang zum Dachboden, der von allen genutzt wird nur über unsere Wohnung möglich.
Ich hatte vorher ziemliche Bedenken was den Einzug betrifft. Meine SE sind generell aus sehr nett, wir verstehen uns gut, nur sie mischen sich schon auch gern ein bzw. geben halt gern gut gemeinte Ratschläge. Ich bin außerdem jemand, der viel Privatsphäre benötigt, und die ist mir auch sehr wichtig. Sprich ich hasse es, wenn Schwiegermama oder Nichten und Neffen von meinem Freund unangekündigt in der Wohnung stehen, oder da herumspazieren, wenn wir nicht da sind. Das sind nicht gerade ideale Vorraussetzungen für ein harmonisches Zusammenleben.
Zum Glück habe ich mit meinem Freund schon vor dem Umzug geklärt, dass es für mich kein Dauerzustand ist und wir wollen uns in den nächsten Jahren was eigenes schaffen. Pläne dazu stehen schon und ich freue mich ehrlich gesagt jetzt schon auf den Auszug, obwohl ich erst ein paar Wochen dort wohne. Ein eigenes Reichist halt schon was anderes.
Zu deiner Situation:
Wenn der Bruder mit Familie auch noch auf dem Hof lebt, warum übernimmt er dann nicht das ganze und kümmert sich um seine Eltern? Wäre der nicht auf froh, euch 'los zu werden'?
Ich finde dich da gar nicht egoistisch... so ein Zusammenleben ist halt nix für jeden, und man muss sich meistens schon ziemlich oft selbst zurücknehmen, damit es gut läuft. Auf die Dauer kann das ganz schön anstrengend. sein. Wenn du jetzt schon sagst, das ist nichts für dich und Ruhe und Privatsphäre vermisst, würde ich dir dringend raten, euch was eigenes zu suchen. Meistens wird das mit der Zeit nicht besser und du wirst es ansonsten vermutlich irgendwann bereuen.
LG

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7. September 2016 um 9:06

Ausziehen..??
Hi!
ich würde mich auch eingeengt fühlen, so viele Menschen...Also wie wohnen auch in einem Haus, aber haben getrennten Eingang, Balkon usw. trotzdem genieße ich wenn die SE 3-4 Wochen im Jahr weg sind.
Ein Haus in der Nähe ist doch perfekt! Was will man mehr!
Du musst Dich auch wohl fühlen, das hat mit Engstirnigkeit nichts zu tun. Was bringt es dir gegen Dein eigenes Gefühl zu leben? Wir sind nicht mehr in Nachkriegszeiten wo man auf ein Platz zum Leben angewiesen ist.
Eine Sache noch: das mit dem Helfen, das haben wir auch, aber mittlerweile machen wir es weniger. Wenn sie meinen, dass sie großen Garten und kunstvolle Bäume und Teich usw. (so ist das bei uns) haben müssen, dann sollen sie bedenken ob sie sich ein Gärtner leisten können und nicht unsere Freizeit verplanen für die Hilfe die sie brauchen.
LG aus dem Ruhrgebiet

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