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Mit dem Kind überfordert,ich kann nichtmehr

8. November 2007 um 11:18 Letzte Antwort: 28. November 2007 um 15:26

Hi ihr...
mein Entschluss mein Problem offen zu legen tut mir sehr weh und es fällt mir auch nicht leicht... ich habe eine 2,5 Jahre alte Tochter, die ich seit Beginn alleine erziehe (habe mich von dem Erzeuger nach dem Schwangerschaftstest getrennt... wir waren nicht lange zusammen und ich wollte eigentlich auch keine ernsthafte Beziehung mit ihm, es ist trotz Pille und Kondom passiert... wie auch immer ). Ich bin seit Beginn nur verzweifelt und am Boden zerstört... ich kann und ich will einfach kein Kind und ich wünsche mir täglich ich könnte schnippen und weg wäre sie... jeder weiss ja von ihr und wenn sie aufeinmal nichtmehr da wäre wüssten alle das ich sie weggegeben habe und alle würden mich verarchten - zu recht... welche Mutter gibt denn auch ihr Kind weg? Es ist nicht so das ich mit ihr einfach nicht klar komme... ich möchte einfach kein Kind... auch später nicht! Ich kann und will mir ein Leben mit einem Kind nicht vorstellen. Ich fühl mich sehr schlecht das ich diese Gedanken habe... ich fühl mich einfach nur noch schlecht das ich so gemein zu ihr bin (ich beachte sie meist garnicht) sie hat etwas so viel besseres verdient als jemanden wie mich in ihrer Umgebung... sie ist so ein liebes Kind und als MENSCH liebe ich sie sehr, doch als mein Kind kann ich sie nicht aktzeptieren... ich weiss einfach nichtmehr weiter, was soll ich tun?

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8. November 2007 um 12:25

Hallo
Also ich finde das schon krass was du da sagst..... Ich hatte auch schlimme depresionen nach der geburt obwohl auch unser kind ein Wunschkind war, aber sowas habe ich nicht gedacht oder gefühlt. Ich hatte nur Angst Fehler zu machen etc........

Ich finde es ziemlich komisch das du dir das erst nach 2.5 Jahren eingestehst das du kein kind haben möchtest..... du hattes die ganze Schwangerschaft zeit dir über solche Sachen gedanken zu machen..... Wie muss sich dein Kind fühlen, wenn es weiß das Ihre Mutter es einfach nicht liebt.... und wie muss du dich fühlen wo du das weisst wie sehr du und ein Kind leiden....
Wieso hast du den Vater nicht hinzugezogen auch wenn du ihn nicht mehr um dich haben willst, hast du nun ein Kind mit ihm und er soll die gefälligst etwas arbeit abnehmen... damit du auch wieder zeit nur für dich hast! Das ist unglaublich wichtig!
Mein Rat an dich gehe unbedingt in Therapie, lass dich schnellstmöglich behandel, deinem Kind zuliebe das nichts dafür kann das ihr nicht richtig aufgepasst habt.... Mann wird nicht trotz Pille und Kondom schwanger! Und wenn dann habt ihr Fehler bei der Anwendung gemacht!
Am besten gehst du mit deiner Maus in eine Spielgruppe oder zum Baby bzw Kinderschwimmen damit du auf andere gedanken kommst......

Dein Kind kann nichts dafür das du ungewollt schwanger geworden bist von einem Mann der dir nicht zusagt.....

Oh Gott ich mag mir gar nicht vorstellen wie es täglich bei euch zugeht.... du fühlst dich mieß weil du dein Kind lieben kannst dein Kind fühl sich total hilflos und ungeliebt.... Du machst dir gedanken darüber das andere es merken würden wenn du dein Kind abgegeben hast..... Das ist schrecklich zu lesen.....
Warum wehrst du dich so dagegen dein Kind zu lieben???


Tu dir und vorallem deinem kind einen gefallen und begeb dich am besten noch heute in Therapie......

Alles gute für dich und deine kleine

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8. November 2007 um 13:01

.
Auf der Seite steht soviel das alles auf mich zutrifft... mir wurde auch immer gesagt das meine Depressionen (direkt nach der Geburt) völlig normal wären, aber bei mir gingen sie nie weg und es wurde immer auf etwas neues geschoben... hattest du auch damals solche Gedanken das du lieber garkein Kind haben willst?

Aber noch was zu dem Beitrag von sunshine4428:
Ich gestehe es mir nicht erst seit 2,5 Jahren ein... aber was hätte ich denn tun solln? Mein Kind (das von meiner ganzen Familie abgöttisch geliebt wird) still und heimlich weggeben? Ich bin nicht die Sorte von Mutter die ihr Kind schlägt oder den ganzen Tag zusammenbrüllt oder sowas. Sie leidet unter meiner Gereiztheit und das ich oft einfach stillschweigend verschwinde weil ich sonst sofort die Kontrolle verlieren würde (wegen Kleinigkeiten). Sie leidet an meinem ganzen desinteresse am Leben, an meiner Teilnahmslosigkeit und allen Folgen daraus.

Ich werde jetzt erstmal mich noch über die postpartalen depressionen erkundigen... hatte das alles vor 2 Jahren (als alles noch nicht ganz so extrem wie jetz war) im Auge, allerdings wurde es mir da von allen ausgeredet und gesagt

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8. November 2007 um 13:03
In Antwort auf nieve_12527836

.
Auf der Seite steht soviel das alles auf mich zutrifft... mir wurde auch immer gesagt das meine Depressionen (direkt nach der Geburt) völlig normal wären, aber bei mir gingen sie nie weg und es wurde immer auf etwas neues geschoben... hattest du auch damals solche Gedanken das du lieber garkein Kind haben willst?

Aber noch was zu dem Beitrag von sunshine4428:
Ich gestehe es mir nicht erst seit 2,5 Jahren ein... aber was hätte ich denn tun solln? Mein Kind (das von meiner ganzen Familie abgöttisch geliebt wird) still und heimlich weggeben? Ich bin nicht die Sorte von Mutter die ihr Kind schlägt oder den ganzen Tag zusammenbrüllt oder sowas. Sie leidet unter meiner Gereiztheit und das ich oft einfach stillschweigend verschwinde weil ich sonst sofort die Kontrolle verlieren würde (wegen Kleinigkeiten). Sie leidet an meinem ganzen desinteresse am Leben, an meiner Teilnahmslosigkeit und allen Folgen daraus.

Ich werde jetzt erstmal mich noch über die postpartalen depressionen erkundigen... hatte das alles vor 2 Jahren (als alles noch nicht ganz so extrem wie jetz war) im Auge, allerdings wurde es mir da von allen ausgeredet und gesagt

Gesagt
das solche Depressionen ganz normal wären und die jeder mal hätte. Meine Probleme wurden leider noch nie wirklich ernstgenommen und immer als "Phase die auch wieder vorbeigeht" abgestempelt...

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8. November 2007 um 14:09

Meine meinung
wie schon oben gesagt..... Sofort einen termin bei einem Psychologe oder Psychoterapeut machen....

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9. November 2007 um 10:10

Ab
heute nimmt meine Familie die kleine erstmal für ein paar Tage, damit ich in Ruhe einen Arzt suchen kann und auch mal "runterkomm"... das ist auch mal ganz gut für sie denke ich. Ich denke auch absolut das ich diese Art von Depressionen habe... gerade dieses "ausweglose" ist bei mir sehr passend... in meinem Kopf GIBT es garkeine andere Lösung als diese das sie weg muss... dabei hatte ich mich auch so unendlich auf sie gefreut (als ich schwanger war) und als sie dann da war... das ist echt traurig . Habe gestern mit meiner Mutter darüber auch geredet und sie will mir jetzt auch helfen... auch wenn ich merkwürdigerweise nicht glaube das mir geholfen wird hoffe ich das ich unrecht habe, denn auf der Seite steht ja auch das jede Frau geheilt wird . Morgen suchen mein Freund und ich einen Arzt aus, bei dem ich dann am Montag direkt anrufe... bin sehr gespannt was jetzt alles passiert... ich hoffe so sehr das alles wieder gut wird und ich irgendwann in der Lage bin meine kleine Familie zu aktzeptieren

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16. November 2007 um 1:23

SUCH DIR HILFE
Such Dir bitte Hilfe und zwar ganz schnell, bevor Ihr beide vor die Hunde geht. Auch Mutterliebe kann man lernen.

Freu Dich drüber wenn Sie lieb ist. Freu dich drüber wenn Sie lacht. Freu Dich darüber, daß Du sie auf die Welt gebracht hast. Sing mit Ihr Alle meine Entchen und Du wirst ein Glückliches Kind vor Dir stehen haben. Werde einfach selber noch mal zum Kind und spiel mit Ihr. Was hast Du früher gerne gespielt. Krame Deine alten Spielsachen wieder raus und spiel mit Ihr. Krabbel mit Ihr auf dem Boden rum. Geh mit Ihr auf den Spielplatz und freu Dich drüber was sie alles kann. Lass Sie Dir bei der Hausarbeit helfen (Besteckkorb von der Spühlmachine ausräumen und mit Hocker in die Schublade legen). Mach einfach was mit Ihr.

ABER BITTE VERACHTE SIE NICHT, DAS MACH EINE KINDERSEELE KAPUTT.

Gruß

Ela

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21. November 2007 um 23:21

Öffne dich...
Hallo,

du sagst du liebst dein Kind als Mensch.

Dann hat dein Kind verdient, dass du dich gegenüber Eltern, Verwandten, Freunden öffnest und dir Hilfe holst.

Dir geht es schlecht, aber wie geht es deinem Kind, es geht nicht nur um dich, du bist erwachsen und selbstständig, dein Kind braucht eine Bezugsperson und eine Person die sich liebend um es kümmert.

Ich glaube nicht, dass du von Menschen, die dich lieben verachtet werden würdest, weil du ehrlich bist, und dir ein gutes Leben für das Kind das du geboren hast, wünschst.

Wenn du als Mutter dafür sorgst, wie auch immer, dass es deinem Kind gut geht und es glücklich aufwächst, bist du dafür niemals zu verurteilen.

Du hast den ersten Schritt getan, mach den zweiten auch..du schaffst das!

Vielleicht gibt es ja Mütter, die das selbe Problem haben wie du, die sich mit dir treffen würden...das müsste doch über solche Foren herauszufinden sein.

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23. November 2007 um 11:57

Es wirkt auf mich sehr ...
... egoistisch wenn du so sehr darüber nachdenkst, was die anderen von dir denken könnten, wenn du sie weggibst. als erstes gehts doch mal um die kleine und besonders kleinkinder bekommen solche gefühlslagen mit. wenn du sie nicht als tochter ansiehst, kommt davon bestimmt auch irgendwas bei ihr an. hast du schon mal an eine therapie gedacht? vielleicht würde es ja was bringen.

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28. November 2007 um 15:26

Lass dir helfen!!!
Dein Problem ist sicher sehr traurig und schwierig, aber niemand hat ein Recht dich deswegen zu verachten.Ich finde es super, dass du deine Geschichte offen erzählst und ich bin mir sicher,dass es noch ganz viele Frauen gibt,denen es genauso geht.
Es ist wichtig, dass du dir schnellstmöglich Hilfe holst.Wenn sich deine Gefühle zu deinem Kind nicht ändern sollten, dann finde ich es schon richtig und wichtig,dass du es deinem Kind ermöglichst bei jemanden aufzuwachsen,der dem Kleinen das geben kann,was es braucht,nähmlich Liebe, Aufmerksamkeit und Achtung.Das Kleine wird daran zerbrechen,genauso wie Du,deshalb hol Dir ganz schnell Hilfe für euch beide!!!!
Es ist keine Schande und versteck Dich nicht mit deinem Problem!!!!!
Viel, viel Glück und Kraft!!!

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