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Mit 3 Wöchigen Frühchen verlassen

1. Februar um 11:08 Letzte Antwort: 2. Februar um 17:40

Hallo Zusammen,

ich weiss schon wirklich nicht mehr was, wo und wie ich machen soll.

es war mal eine glückliche Beziehung immer wieder mal ab und aufs. Stimmt schon, dass wir schon Trennung überlegt haben und eine längere Pause gemacht haben und dann haben wir uns entschlossen doch zusammen zu sein. Ich bin unerwartet und plötzlich schwanger geworden was neben dem Schock und Angst viel Freude gebracht hat, da ichbunter PCOS gelitten habe und im Kopf hatte, dass ich nie schwanger werde. Lange Gespräche, Überlegungen und dann Entscheidung: wir wollen es und schaffen es. Dann Schwangerschaft im riesigen Stress, ich habe viel Zwit bei meiner Familie im Ausland verbracht. Ich kam zwei mal zu Untersuchungen zurück und erfuhr immer wieder, Dass mein Freund mit seiner Arbeitskollegin sehr nah steht und regelmäßig mit ihr nachts unterwegs ist. Viele Streiten, Eifersucht ist meinerseits stets gestiegen. 

Nach Weihnachten kam ich zurück nach Deutschland, nach Hause. Es soll alles schön sein, mein Freund holte mich ab aber kurz nach entschied sich zu Freunde zu gehen. Die Wohnung in katastrophalen Zustand... ich blieb ein Tag zu Hause bis ich im Krankenhaus landen musste. Ich wollte nur was „checken“ und nahm das selbst als unwichtig, da aber Ein Sammstag Abend war, dann Sonntag und Feiertag, ging ich zum KH um mir einfach den Stresd zu ersparen. 

Da wurde mir gesagt, dass ich sofort in ein anderes KH gebracht werden muss, wo eine Station für Frühgeborene ist. Ich verstand die Welt nicht mehr. Ich dachte, dass ich einfach Probleme mit deutschen Sprache hatte. Mein Freund war am arbeiten - dachte ich- jedoch war er mit Freunde unterwegs und lieste Die Nachrichten nicht, wo ich ihn erzählte was los ist. Dann ging alles schnell, mein Muttermund war verkürzt um die 1,2 cm, viele Medikamente und Angst, dass das Baby kommt. Am nächsten Tag in die Früh hieß es für mich- ich bleibe bis zur Geburt im KH. Mein Freund kam zu mir und brachte mir meine Sachen (ich hatte nichts dabei, war nicht vorbereitet auf ein Aufenthalt im KH) und erfuhr dass ich strenge Bettruhe einhalten musste, kein Stress, keine Bewegungen. Mein Freund versprach mir, dass er sich um alles kümmern wird. Am nächsten Tag beim nächsten Besuch gab es schon  einen riesigen Streit. Ich bin sehr emotional, ich wollte meinen Freund aufhalten und bin aufgestanden, hinter ihn gegangen wo der mich wieder liegen lassen hat ich wollte dass wir uns nicht streiten. Vor allem weil der Grund unwichtig war... seine Schwester hatte mir böse genommen dass ich über wünsche für neues Jahr vergessen habe... der ging weg. Ich blieb im riesigen Stress, es war mir alles zu viel... Angst um das Baby und das traf mich alles plötzlich... am Abend hat mich mein Freund angerufen und meinte der steht hinter mir und alles wird gut. Leider war es alles anders als gut. Ich habe Wehen bekommen, Personal meinte, dass CTG keine Wehen zeigt und ich mir es einbilde. Es tat so sehr weh, dass ich wusste dass das wehen sind... ich habe auf eine Ärztin gewartet, die erst nach 3 Stunden kam und dann hieß es: oh, Placenta guckt schon raus, Geburt steht an.


und so in wenigen Minuten später (1 Std) per Not Kaiserschnitt kam meine Tochter in der 24 SSW zur Welt. Meine Mutter informierte meinen Freund der dann zum KH kam. Er war bei mir wo ich nach der OP aufwachte und sagt dass unsere Tochter lebt und alles gut ist. Der ging zu ihr, hat gesagt, dass SOWAS niemand sehen soll, dass das Kind zu klein ist. Ich hatte zu viel Angst.
Aber die kleine macht es toll, die kämpft seit Anfang schon so sehr um ihr Leben und sie schafft das gut. Heute ist sie schon 25 Tage alt und macht das toll! Ich bin so sehr stolz. Aber ist trotzdem schwierig mit der Gedanken dass sie erst in ein paar Monaten von der Intensivstation raus kommen wird, ich pumpe das Milch für die jede zwei Stunden was aber langsam nicht mehr klappt, dan ich nur unter Stress bin,  weil vor 5 Tage uns mein Freund verlassen hat.

Ich wollte so so sehr eine Familie haben, eine Hilfe und jemanden der neben mir steht, aber er ging einfach. Ich habe gebettelt, geweint, erfolglos.

Der versprach aber immer für seine Tochter da sein, ich sollte ihn aber vergessen für immer, da ich nichts bin, nichts wert bin und ich könnte hier stundenlang auszählen alles was ich über mich gehört habe...

auf einen Treffen mit Intensivstationteam hat mich ausgelacht und sagte, dass der Vater immer sein wird, aber ich nicht normal sei und der deswegen ausgezogen ist. Es tut so sehr weh.

ich blieb ohne Hilfe, Unterstützung, Geld (da mein AV gestern ausgelaufen ist) in der kaputten Wohnung... mein Freund hat sehr viel kaputt gemacht hier und jetz nahm Urlsub um das alles zu reparieren... aber ist doch anders gelaufen...

ich bin bin jeden Tag 7,8 Stunden bei meiner kleinen. Aber innen drin ich leide so sehr,ich weine ab und zu auf der Station, schäme mich vor Personal... ich habe immer noch Hoffnug dass der kommt. Ich wollte meiner Tochter alles geben und kann ich nicht mal ein gute Start ins Leben bieten. Eine richtige Familie kann ich ihr auch nicht geben.

ich bin hier allein. Außer paar Freunden Die ich von mir weggeschoben habe, habe ich hier niemanden. Meine Mama kam direkt nach der Op zu mir, was auch übrigens meinen Freund anscheinend nicht gefallen hat. 

wir sind nicht verheiratet, ich gab der kleinen seinen Namen, was am 20.01 erst geschieht. Wirklich kann man während 10 Tage alles ändern wollen? Ich habe allein die Sorgerecht, aber nur weil wir es einfach NOCH nicht geschafft haben... ich fühle mich so sehr verascht einfachs...


Ich weiß nicht mehr was mich mehr weh tut ob diese Trenung oder das, dass mein Kopf sich jetzt nur um die Trennung dreht und ich doch nur an der kleinen Kämpferin denken soll.

seine Ausrede oder eher Erklärung war dass mein Eifersucht über die Trennung entschieden hat. Und es mag sein, aber wirklich ist zu viel auf mich gefallen... und noch alles auf einmal... 

ich könnte Tausende Beispiele zeigen, wie der mich sehr verletzt hat, wo zum Beipsiel vor einer Woche der Kühlschrank kaputtgegangen ist und ich den dringend für Milch für die kleine brauche, der hat versprochen und mich übers Wochenende aber doch ohne Kühlschrank gelassen, stattdessen ging feiern und ich sah ihn nicht... warum tut das alles so sehr weh, trotzdem dass ich doch sehen soll, dass diese Beziehung einfach nur schlecht ist war. 

Warum mein Kopf denkt nicht nur an meiner Tochter die so sehr um Leben kämpft sondern um einen Mensch der uns und eigentlich mich so sehr verletzt hat... 
Ich habe nur noch Angst.

es es tut mir leid für Schreibfehlern, deutsch ist eine Fremdsprache für mich.

ich hoffe, dass mich jemand verstehen wird..


lg 

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2. Februar um 5:00

Ich kann mir kaum vorstellen, wie schlimm die Situation für dich sein muss. Zunächst wünsche ich dir viel Kraft für dich und deine kleine Tochter.

Ich bin gerade mit meiner Tochter in der 26. SSW und unsere Töchter sind also fast gleich alt.

Mein Eindruck ist, dass du ganz verzweifelt versuchst, eine Beziehung zu diesem Mann zu halten, obwohl er die Beziehung nicht will und sie dir schon seit Monaten nicht gut tut. Du hoffst, dass er dich wie ein Partner unterstützt, aber er will kein Partner sein, sondern lieber sein eigenes Leben leben.

Daher kann ich dir nur raten: Überlege dir, wer dich außer ihm unterstützen kann. So lange du im Krankenhaus bist, kannst du dich an den sozialpsychiatrischen Dienst wenden. Die können dir Unterstützung vermitteln. Zudem kannst du dich an ProFamilia wenden. Die können dir finanziell helfen und auch zwischen dir und dem Vater deines Kindes vermitteln. Dort gibt es auch geschulte Psychotherapeuten, die Paartherapien kostenlos anbieten. Auf jeden Fall können sie dir aber helfen, dass es dir besser geht.

Du bist gerade bestimmt mitten im Hormonchaos nach der Geburt und das macht es für dich noch schwerer, einen klaren Gedanken zu fassen. Deswegen solltest du die nächsten 5-8 Wochen dich nur auf dich und dein Baby konzentrieren und dass es wuch körperlich gut geht. Den Ärger mit deinem Partner kannst du später noch klären.

Soweit ich weiß kann deine Tochter nur den Namen deines Partners annehmen, wenn ihr geteiltes Sorgerecht habt. Also entweder, er hat die Vaterschaft bereits anerkannt beim Standesamt, oder deine Tochter hat deinen Namen.

Mein Tipp: Lass alles erstmal so wie es ist. Ihr könnt auch in mehreren Jahren noch geteiltes Sorgerecht beantragen und in der aktuellen Situation ist es besser, wenn du die Entscheidungen zum Wohle deiner Tochter schnell und unkompliziert alleine treffen kannst, also behalte erstmal das alleinige Sorgerecht. Falls du mit deiner Tochter ins Ausland reisen möchtest, ist es einfacher, wenn sie deinen Namen hat. Also auch da: Versuch erstmal alles den natürlichen Weg gehen zu lassen.

Ihr habt noch 5 Wochen Zeit, eine Namensänderung zu beantragen. Ansonsten ist es kein Weltuntergang, wenn deine Tochter deinen Namen hat.

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2. Februar um 17:40

"Dann Schwangerschaft im riesigen Stress, ich habe viel Zwit bei meiner Familie im Ausland verbracht. Ich kam zwei mal zu Untersuchungen zurück und erfuhr immer wieder, Dass mein Freund mit seiner Arbeitskollegin sehr nah steht"

Kann es sein, das dieser Stress und das du Monate nicht einmal da gewesen bist das Ganze ausgelöst hat? Er scheint den Bezug zu dir verloren zu haben/erst garkeinen zum Baby entwickelt zu haben. Er reagiert zu dem sehr verärgert auf alles was mit deiner Familie und dem Baby zutun hat, das unterstreicht es finde ich noch. Besagte Kollegin hatte dann vll zur richtigen Zeit ein offenes Ohr und hat ihn inklusive Realitätsflucht abgelenkt, so kam eines zum anderen.

Der Punkt ist, er ist weg.
Das ist bitter aber lässt sich nicht ändern. Ist es denn keine Möglichkeit das Kind bei deiner Familie aufzuziehen damit du Unterstützung hast?



 

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