Home / Forum / Meine Familie / Meinem Erzeuger bin ich egal

Meinem Erzeuger bin ich egal

29. April 2013 um 23:51

Ich weiß nicht ob ich die richtige Kategorie ausgewählt habe, denn ich bin neu hier, aber ich muss mir meinen Ballast einfach mal von der Seele schreiben und würde gerne die ein oder andere Meinung dazu hören.

Also ich bin weiblich und 19 Jahre. Ich lebe seit meiner Geburt mit meiner Mama alleine, sie hatte nach meinem Erzeuger keine Beziehung mehr, wodurch ich nie eine Vaterfigur hatte und nie kennen lernen durfte, was es heißt, einen Vater zu haben. Die einzige männliche Bezugsperson in meinem Leben ist der Vater meiner Mutter, mit dem ich ein gutes Verhältnis habe, aber das doch relativ förmlich ist, also wir verstehen uns gut, aber diskutieren kann man mit ihm z.B. nicht, da sonst die Fetzen fliegen- meinen Opa sehe ich etwa einmal die Woche. Mein Erzeuger hat meine Mama verlassen, als sie mit mir schwanger war, ich bin auch Einzelkind. Er hat sich am Anfang noch ein wenig gekümmert, sprich meine Mama und mich ab und zu besucht, woran ich mich natürlich nicht mehr erinnern kann, da ich gerade mal ein paar Monate alt war. Dann ist der Kontakt eingeschlafen, da er anscheinend das Interesse verloren hat. Kennengelernt habe ich ihn dann mit 7 Jahren. An dem Tag hatten wir uns bei seiner Mutter getroffen, die wir damals auch regelmäßig besucht haben. Meine Mama hatte ihm nie den Kontakt verwehrt, wäre froh gewesen, wenn er sich um mich gekümmert hätte, aber er "sei ja kein Familienmensch", hatte auch immer wechselnde Beziehungen. Die Treffen bei seiner Mutter haben etwa vier mal stattgefunden, das erste als ich wie gesagt 7 Jahre war, das letzte mit 13 oder 14. Beim letzten Treffen hatte er mich gefragt, ob er mich nicht mal anrufen kann, damit wir mal ein Eis essen gehen o.ä., um uns besser kennen zu lernen. Da ich damals noch in dieser Hinsicht relativ naiv war, hab ich freudestrahlend Ja gesagt, doch ein Anruf blieb aus.
Dann, plötzlich (er hat allerdings immer Unterhaltsgeld bezahlt) ruft er mich einen Monat nach meinem 18. Geb (08/11) und fragt mich, ob wir uns nicht mal treffen können, damit wir das mit dem Unterhaltsgeld regeln können, dass ich das direkt bekomme. Ich war erst nicht sehr begeistert, doch hab dann zugesagt, mich mit ihm beim ihm alleine getroffen, für etwa 5 Std. Danach kam dann wieder ganz lange nix, plötzlich ein halbes Jahr später flattert ein Brief ins Haus, in dem er mir zu meinem Abi gratuliert und wie es denn verlaufen sein und das er sich freuen würde, wenn wir uns mal wieder sehen würden. Ich ihm geschrieben, dass ich mein Abi erst nächstes Jahr mache und ihm geschrieben, dass ich mich melde, wenn ich weiß, was ich nach dem Abi machen werde. In dem Jahr kam jetzt nochmal ein Brief, wie es mir denn geht und und und... ich hab ihm darauf wieder nur knapp geantwortet, dass ich mich melde, wenn ich weiß, was ich nach dem Abi machen werde (der Brief steht also in den nächsten Wochen an...). Also als "Vater" hat er bei mir komplett ver*chissen und näher kennen lernen möchte ich ihn auch nicht mehr, zu spät, er hatte seine Chance! Doch dadurch, dass ich nie ein gutes Verhältnis zu einer männlichen Bezugsperson aufbauen konnte, habe ich Schwierigkeiten im Umgang mit Männern. Normal unterhalten und eine oberflächliche Bekanntschaft kein Thema, aber ich habe keine GUTEN männlichen Freunde und Männer, die Interesse an mir hatten, hatten keine Chance bei mir, da ich eben Schwierigkeiten habe, Männern zu vertrauen, bis auf einen, mit dem ich eine Beziehung von 3 Monaten geführt habe, aber war die mehr als seltsam... Naja ich sehne mich sehr nach einem festen Freund, doch muss der etwas ganz besonderes sein und nicht von wegen "Hauptsache eine Beziehung". Ich habe nur Angst, dass das noch so lange dauert, denn für mich ist es sehr schwer eine Beziehung zum männlichen Geschlecht aufzubauen. Denkt ihr, hier wäre vllt eine Therapie hilfreich bzw. habt ihr ähnliche Erfahrungen, Tipps oder Ratschläge?

Mehr lesen

20. Mai 2013 um 11:23

Es tut mir leid für dich,
aber ....

könnte es vielleicht sein, dass er kein Kind mit deiner Mutter wollte?

Oder vielleicht hat die Liebe zu ihr nicht ausgereicht, um sich vorstellen zu können, durch ein Kind, jahrelang an sie gekettet zu sein?

Oder oder.... es gibt viele Gründe, oftmals ist es auch so, dass Mann denken könnte, dass es besser für das Kind ist, nur eine Bezugsperson zu haben, Mann will sich nicht in die Erziehung einmischen, er will keinen Kontakt zur Mutter des Kindes. oder oder...

Ihm allein für deine jetzige Situation die Schuld zu geben, halte ich für falsch. Schliesslich haben dich zwei Personen gezeugt und nicht nur einer. Unterhalt hat er immer bezahlt, also hat er sich finanziell an deinem Leben beteiligt. Durch die Zahlung jeden Monat hat er sich immer an dich erinnert. Er hat dich mit Sicherheit nicht vergessen.

Wie gesagt, es gehören immer zwei dazu.... vielleicht auch eine die schwanger werden wollte und einer der sich vielleicht angeschissen gefühlt hat.

Du weisst es nicht und er wird mit Sicherheit nicht zu dir gesagt haben, deine Mutter hat mich......bla bla und ich wollte dich nicht....bla bla...

Es gehören immer zwei dazu.... vergiss das nicht und ich bin mir sicher, deine jetzige Situation hat nichts mit deinem Vater zu tun. Sondern eher, dass du vielleicht da nach deiner Mutter kommst, sie ist ja kein leuchtendes Vorbild für eine Beziehung.

Saraa

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

Frühere Diskussionen
Wir machen deinen Tag bunter!
instagram