Forum / Meine Familie

Meine Tochter verliebt sich immer in zwielichtige Typen

14. September um 13:08 Letzte Antwort: 29. September um 13:16

Meine 22-jährige Tochter steht leider auf Männer, die zu sie auf irgendeine Weise, von emotional bis finanziell ausnutzen. Der erste Freund ließ sie Freitags um 22 Uhr mit dem Zug zu sich kommen, um sie dann am nächsten Morgen nach Hause zu schicken. Da er Türke ist, warf sie mir immer vor, ich hätte was gegen seine Nationalität, aber mir ging es darum, dass es offensichtlich war, dass er nur das Eine von ihr wollte. Der zweite hat sie geschlagen und erniedrigt, der Dritte (30 Jahre älter!!!) hat sie um 12000€ betrogen. Jetzt hat sie einen Iraner, der 50 km entfernt wohnt, den sie aber immer besucht und der wohlgemerkt 20 Jahre älter ist als sie. Ich habe schon wieder so ein ungutes Gefühl und da sie noch beimir lebt, bekomme ich alles mit. Die Folge sind schlaflose Nächte! Ich kann nicht mehr, andererseits kann ich einer 22-jährigen nichts mehr vorschreiben! 

Mehr lesen

14. September um 15:13

Stimmt 22 und nicht 12... 

Deine Wahl ist - Sie zieht aus - oder Sie wohnt weiterhin bei dir und läßt Sie in Ruhe.

Wie gesagt - 22 - Volljährig. Somit muss oder sollte Sie wissen, was gut für Sie ist oder eben nicht.

Jetzt vor deiner Seite Ihre "Erziehung" fortzusetzen - Lass es 
 

Gefällt mir

14. September um 15:41
In Antwort auf user667925059

Meine 22-jährige Tochter steht leider auf Männer, die zu sie auf irgendeine Weise, von emotional bis finanziell ausnutzen. Der erste Freund ließ sie Freitags um 22 Uhr mit dem Zug zu sich kommen, um sie dann am nächsten Morgen nach Hause zu schicken. Da er Türke ist, warf sie mir immer vor, ich hätte was gegen seine Nationalität, aber mir ging es darum, dass es offensichtlich war, dass er nur das Eine von ihr wollte. Der zweite hat sie geschlagen und erniedrigt, der Dritte (30 Jahre älter!!!) hat sie um 12000€ betrogen. Jetzt hat sie einen Iraner, der 50 km entfernt wohnt, den sie aber immer besucht und der wohlgemerkt 20 Jahre älter ist als sie. Ich habe schon wieder so ein ungutes Gefühl und da sie noch beimir lebt, bekomme ich alles mit. Die Folge sind schlaflose Nächte! Ich kann nicht mehr, andererseits kann ich einer 22-jährigen nichts mehr vorschreiben! 

nein, Du kannst nicht - und Du solltest auch nicht.
Mit 22 muss sie ihre Entscheidungen selbst treffen - und den Konsequenzen selbst gegenüber treten. Sie vor allem Unheil zu beschützen würde Dir und ihr schaden.
Du kannst dazu eine Meinung haben und einen Rat geben - und mehr nicht. Und Meinung bedeutet eben: es ist und bleibt ihre Entscheidung. Es sollte sich weder für Dich noch für sie anfühlen, als wäre das anders.

Gefällt mir

14. September um 17:27
In Antwort auf user667925059

Meine 22-jährige Tochter steht leider auf Männer, die zu sie auf irgendeine Weise, von emotional bis finanziell ausnutzen. Der erste Freund ließ sie Freitags um 22 Uhr mit dem Zug zu sich kommen, um sie dann am nächsten Morgen nach Hause zu schicken. Da er Türke ist, warf sie mir immer vor, ich hätte was gegen seine Nationalität, aber mir ging es darum, dass es offensichtlich war, dass er nur das Eine von ihr wollte. Der zweite hat sie geschlagen und erniedrigt, der Dritte (30 Jahre älter!!!) hat sie um 12000€ betrogen. Jetzt hat sie einen Iraner, der 50 km entfernt wohnt, den sie aber immer besucht und der wohlgemerkt 20 Jahre älter ist als sie. Ich habe schon wieder so ein ungutes Gefühl und da sie noch beimir lebt, bekomme ich alles mit. Die Folge sind schlaflose Nächte! Ich kann nicht mehr, andererseits kann ich einer 22-jährigen nichts mehr vorschreiben! 

Lässt sie sich von Hotel-Mama bedienen auch finanziell voll unterstützen?

Dann hast du doch ein Wort mitzureden...

Wenn sie ihren Beitrag leistet und ihr eher einer "WG" ähnlich seid, dann wird es schwieriger..

So oder so würde ich sagen, dass sie doch ausziehen soll. Sie ist schon länger volljährig... Sie soll die Konsequenzen ihrer Entscheidungen auch spüren und selber ausbaden.

Gefällt mir

14. September um 18:45
In Antwort auf flor19942

Lässt sie sich von Hotel-Mama bedienen auch finanziell voll unterstützen?

Dann hast du doch ein Wort mitzureden...

Wenn sie ihren Beitrag leistet und ihr eher einer "WG" ähnlich seid, dann wird es schwieriger..

So oder so würde ich sagen, dass sie doch ausziehen soll. Sie ist schon länger volljährig... Sie soll die Konsequenzen ihrer Entscheidungen auch spüren und selber ausbaden.

wenn die Ausbildung noch nicht beendet ist, bleiben die Eltern unterhaaltspflichtig. Das kann auch mit 22 noch der Fall sein.

Konsequenzen der Entscheidungen ausbaden lassen - stimme ich Dir aber völlig zu. Wenn die Tochter im Beispiel 12.000 Euro durch die Entscheidungen verloren hat, sind das ihre 12.000Eu und betrifft die Mutter gar nicht.

Gefällt mir

15. September um 14:34
In Antwort auf user667925059

Meine 22-jährige Tochter steht leider auf Männer, die zu sie auf irgendeine Weise, von emotional bis finanziell ausnutzen. Der erste Freund ließ sie Freitags um 22 Uhr mit dem Zug zu sich kommen, um sie dann am nächsten Morgen nach Hause zu schicken. Da er Türke ist, warf sie mir immer vor, ich hätte was gegen seine Nationalität, aber mir ging es darum, dass es offensichtlich war, dass er nur das Eine von ihr wollte. Der zweite hat sie geschlagen und erniedrigt, der Dritte (30 Jahre älter!!!) hat sie um 12000€ betrogen. Jetzt hat sie einen Iraner, der 50 km entfernt wohnt, den sie aber immer besucht und der wohlgemerkt 20 Jahre älter ist als sie. Ich habe schon wieder so ein ungutes Gefühl und da sie noch beimir lebt, bekomme ich alles mit. Die Folge sind schlaflose Nächte! Ich kann nicht mehr, andererseits kann ich einer 22-jährigen nichts mehr vorschreiben! 

Mit 22 Jahren und somit erwachsen, kann, darf und soll sie ihre eigenen Erfahrungen sammeln. Es ist nie schön für ein Elternteil, wenn man merkt, dass das Kind ausgenutzt wird aber mehr als Tipps und Ratschläge geben und sie allenfalls trösten und auffangen, wenn es nochmals schief gehen sollte, kannst du leider nicht mehr für sie tun.

Gefällt mir

16. September um 2:27
In Antwort auf user667925059

Meine 22-jährige Tochter steht leider auf Männer, die zu sie auf irgendeine Weise, von emotional bis finanziell ausnutzen. Der erste Freund ließ sie Freitags um 22 Uhr mit dem Zug zu sich kommen, um sie dann am nächsten Morgen nach Hause zu schicken. Da er Türke ist, warf sie mir immer vor, ich hätte was gegen seine Nationalität, aber mir ging es darum, dass es offensichtlich war, dass er nur das Eine von ihr wollte. Der zweite hat sie geschlagen und erniedrigt, der Dritte (30 Jahre älter!!!) hat sie um 12000€ betrogen. Jetzt hat sie einen Iraner, der 50 km entfernt wohnt, den sie aber immer besucht und der wohlgemerkt 20 Jahre älter ist als sie. Ich habe schon wieder so ein ungutes Gefühl und da sie noch beimir lebt, bekomme ich alles mit. Die Folge sind schlaflose Nächte! Ich kann nicht mehr, andererseits kann ich einer 22-jährigen nichts mehr vorschreiben! 

Ganz normal als Vater.  Du liebst sie und willst ihr bestes. Du kannst weiter denken als sie. Auf die anderen Ratschläge kann man nicht viel geben, wenn man das verderben und die trauer der Tochter sieht. Man kann nicht wegsehen. Leider will deine Tochter auch die harte Tour. Wie sagt man so schön... Wer nicht hören will muss fühlen.

Gefällt mir

16. September um 15:08

Zum einen stimmt es, dass sie ihre Entscheidungen selbst treffen muss. Ihre Beziehungen kannst du ihr nicht vorschreiben. Zum anderen ist sie zwar 22, kann aber offensichtlich selbst keine schädliche Beziehung erkennen und sich schützen. Da ist ja schon ein Muster, dass sich widerholt. Die beschriebenen Beziehungen scheinen allgemein schädlich für sie (gewesen) zu sein.
Dass sie sich aber selbst so behandeln lässt, ändert sich nicht, weil ein Elternteil den Umgang verbietet oder ähnliches.
Ich würde überlegen, ob eine Psychotherapie nicht sinnvoll wäre, die das Ziel hat, Verletzungen ihres Persönlichkeit aufzudecken und das Selbstbewusstsein und das Selbstwertgefühl zu stärken.
Kann bei eigenem Wunsch wahrscheinlich auch durch ein Selbststudium der richtigen Literatur erreicht werden. Wichtig ist zu erkennen, warum man sich passiv aggressiv durch toxische Beziehungen bestraft.

1 LikesGefällt mir

16. September um 19:24

Also ehrlich, wäre es meine Tochter, würde ich mir auch Sorgen machen. Wenn das so weitergeht, ist ihr weiterer Weg ja absehbar.

 

Gefällt mir

17. September um 9:00
In Antwort auf user74306

Also ehrlich, wäre es meine Tochter, würde ich mir auch Sorgen machen. Wenn das so weitergeht, ist ihr weiterer Weg ja absehbar.

 

genau deswegen sollte man aus meiner Sicht nicht eingreifen.
Weder bei den Beziehungen noch bei den Konsequenzen (wie den 12.000 Geld).

Wie war das: "es gibt Tage, da gewinnt man - und es gibt Tage, da lernt man".
Ich fürchte leider, die Chancen, jemandem so etwas wie "toxische Beziehungsmuster" erklären zu können, sind minimal. Das geht bestenfalls bei sehr rationalen Menschen - aber gerade die sind in dieser Hinsicht kaum gefährdet. Bei so ziemlich allen anderen ist das (natürliche und normale) "WILL ICH NICHT HÖREN!" an der Stelle zu stark. Und die Gefahr, dass es zu stark bleibt und dann lieber bei "alle Männer sind Schweine" landet als bei "mein Beuteschema ist toxisch", bleibt. Dennoch, 12.000 Geld verloren ist hart, aber vielleicht besser als das, was folgt, wenn man das noch abfängt.

Gefällt mir

17. September um 17:18
In Antwort auf schnuckweidev

Zum einen stimmt es, dass sie ihre Entscheidungen selbst treffen muss. Ihre Beziehungen kannst du ihr nicht vorschreiben. Zum anderen ist sie zwar 22, kann aber offensichtlich selbst keine schädliche Beziehung erkennen und sich schützen. Da ist ja schon ein Muster, dass sich widerholt. Die beschriebenen Beziehungen scheinen allgemein schädlich für sie (gewesen) zu sein.
Dass sie sich aber selbst so behandeln lässt, ändert sich nicht, weil ein Elternteil den Umgang verbietet oder ähnliches.
Ich würde überlegen, ob eine Psychotherapie nicht sinnvoll wäre, die das Ziel hat, Verletzungen ihres Persönlichkeit aufzudecken und das Selbstbewusstsein und das Selbstwertgefühl zu stärken.
Kann bei eigenem Wunsch wahrscheinlich auch durch ein Selbststudium der richtigen Literatur erreicht werden. Wichtig ist zu erkennen, warum man sich passiv aggressiv durch toxische Beziehungen bestraft.

Unter allen Beiträgen finde ich die Antwort von schnuckweidev am konstruktivsten, und stimme dem Beitrag zu. 

Ich möchte noch etwas ergänzen. Deine Tochter weist (momentan) ein unsicheres Bindungsverhalten auf. Wiederholt lässt sie sich auf Beziehungen ein, die zum scheitern verurteilt sind. Ich finde, dass Deine Tochter lernen sollte:  
1. die Unterschiede zwischen sicheren und unsicheren Beziehungen zu erkennen. Wie verhällt sich ein "guter/sicherer/stabiler" Mensch vs. wie verhällt sich ein "unsicherer/toxischer" Mensch. 
2. ihre eigenen Bedürfnisse und Werte innerhalb einer Beziehung zu definieren, und an ihnen festhalten. 

Ich denke, dass eine Mischung aus guten Mutter-Tochter-Gesprächen, Literatur, und Psychotherapie für Deine Tochter hilfreich sein werden. 
 

Gefällt mir

19. September um 11:08
In Antwort auf schnuckweidev

Zum einen stimmt es, dass sie ihre Entscheidungen selbst treffen muss. Ihre Beziehungen kannst du ihr nicht vorschreiben. Zum anderen ist sie zwar 22, kann aber offensichtlich selbst keine schädliche Beziehung erkennen und sich schützen. Da ist ja schon ein Muster, dass sich widerholt. Die beschriebenen Beziehungen scheinen allgemein schädlich für sie (gewesen) zu sein.
Dass sie sich aber selbst so behandeln lässt, ändert sich nicht, weil ein Elternteil den Umgang verbietet oder ähnliches.
Ich würde überlegen, ob eine Psychotherapie nicht sinnvoll wäre, die das Ziel hat, Verletzungen ihres Persönlichkeit aufzudecken und das Selbstbewusstsein und das Selbstwertgefühl zu stärken.
Kann bei eigenem Wunsch wahrscheinlich auch durch ein Selbststudium der richtigen Literatur erreicht werden. Wichtig ist zu erkennen, warum man sich passiv aggressiv durch toxische Beziehungen bestraft.

Das ist eine super Idee, hat sie auch schon selbst in Erwägung gezogen, weil sie sich, wie sie sagt, selbst dafür hasst! Hast du einen Tipp für derartige Literatur? 

Gefällt mir

19. September um 11:15
In Antwort auf user667925059

Das ist eine super Idee, hat sie auch schon selbst in Erwägung gezogen, weil sie sich, wie sie sagt, selbst dafür hasst! Hast du einen Tipp für derartige Literatur? 

Oh, das wird schwieriger, das mit dem Tipp.
Da gibt es ja sicher sehr vieles und vielleicht kann dir gugel weiterhelfen?

Für mich selbst - als gläubige Frau - war "Weißt du nicht, wie schön du bist?" von Eldredge ein Augenöffner.

Ich würd man forschen, gute Artikel haben auch meist gute Buchtipps oder du gehst in eine Bücherei und guckst dich mal um. Und schaust dir dann Bewertungen auf irgendwelchen Internetseiten an.

Spontan gefunden:
https://www.gesundesselbstvertrauen.de/selbstbewusstsein-staerken-buch-empfehlungen/

Gefällt mir

19. September um 11:16
In Antwort auf avarrassterne3

wenn die Ausbildung noch nicht beendet ist, bleiben die Eltern unterhaaltspflichtig. Das kann auch mit 22 noch der Fall sein.

Konsequenzen der Entscheidungen ausbaden lassen - stimme ich Dir aber völlig zu. Wenn die Tochter im Beispiel 12.000 Euro durch die Entscheidungen verloren hat, sind das ihre 12.000Eu und betrifft die Mutter gar nicht.

Stimmt, sie befindet sich noch in der Ausbildung, aber da sie sowieso fast nie zu Hause ist, verbraucht sie auch kaum was (Strom, Wasser, Lebensmittel) 

Gefällt mir

19. September um 11:17

Ach udn "Das Kind in dir muss Heimat finden" soll ein sehr toller Tipp sein. Habe ich hier Zuhause bereits, aber kam noch nicht zum lesen. Da kann ich also aus eigener Erfahrung nichts zu sagen.

Gefällt mir

19. September um 11:22
In Antwort auf schnuckweidev

Oh, das wird schwieriger, das mit dem Tipp.
Da gibt es ja sicher sehr vieles und vielleicht kann dir gugel weiterhelfen?

Für mich selbst - als gläubige Frau - war "Weißt du nicht, wie schön du bist?" von Eldredge ein Augenöffner.

Ich würd man forschen, gute Artikel haben auch meist gute Buchtipps oder du gehst in eine Bücherei und guckst dich mal um. Und schaust dir dann Bewertungen auf irgendwelchen Internetseiten an.

Spontan gefunden:
https://www.gesundesselbstvertrauen.de/selbstbewusstsein-staerken-buch-empfehlungen/

Ich danke dir vielmals!!! Sie weiß nämlich, dass sie zu wenig Selbstbewusstsein hat, obwohl das total absurd ist, da sie sehr gut aussieht. Das meine ich nicht, weil ich ihre Mutter bin, das sagen auch andere Leute. Also alles nicht nachvollziehbar! 

Gefällt mir

19. September um 13:42
In Antwort auf user667925059

Ich danke dir vielmals!!! Sie weiß nämlich, dass sie zu wenig Selbstbewusstsein hat, obwohl das total absurd ist, da sie sehr gut aussieht. Das meine ich nicht, weil ich ihre Mutter bin, das sagen auch andere Leute. Also alles nicht nachvollziehbar! 

Selbstwert nährt sich ja nicht aus dem optischen. Sicher kennst du auch Menschen, die rein äußerlich nicht so viel hermachen, Durchschnitt sind oder zumindest nichts besonders, aber von innen heraus strahlen und offensichtlich ein glückliches Leben führen.

Selbstbewusstsein ist auch nicht Selbstwert.
Jemand selbstbewusstes kleidet und schminkt sich vielleicht so, dass er optisch noch besser rüberkommt.
Jemand mit Selbstwert fühlt sich aber wertvoll als Menschen. Das kommt von innen. Aus der Gewissheit, gut und geliebt zu sein, wie man ist.
Deine Tochter scheint tief in ihr drin vielleicht zu glauben, dass das nicht so ist Dass sie nicht reicht. Dass sie nichts besseres verdient hat. Sonst lässt man sich nicht so behandeln.
Dann ist man sich eben SELBST etwas WERT.
Der fehlende Selbstwert hat oft mit verinnerlichen Botschaften in der Kindheit zu tun.

 

Gefällt mir

19. September um 13:53
In Antwort auf schnuckweidev

Selbstwert nährt sich ja nicht aus dem optischen. Sicher kennst du auch Menschen, die rein äußerlich nicht so viel hermachen, Durchschnitt sind oder zumindest nichts besonders, aber von innen heraus strahlen und offensichtlich ein glückliches Leben führen.

Selbstbewusstsein ist auch nicht Selbstwert.
Jemand selbstbewusstes kleidet und schminkt sich vielleicht so, dass er optisch noch besser rüberkommt.
Jemand mit Selbstwert fühlt sich aber wertvoll als Menschen. Das kommt von innen. Aus der Gewissheit, gut und geliebt zu sein, wie man ist.
Deine Tochter scheint tief in ihr drin vielleicht zu glauben, dass das nicht so ist Dass sie nicht reicht. Dass sie nichts besseres verdient hat. Sonst lässt man sich nicht so behandeln.
Dann ist man sich eben SELBST etwas WERT.
Der fehlende Selbstwert hat oft mit verinnerlichen Botschaften in der Kindheit zu tun.

 

Du hast sehr viel Ahnung! Etwas Ähnliches habe ich auch schon angenommen, könnte mir aber keinen Reim darauf machen, weil wir immer darauf geachtet haben, daß Lob und Tadel sich die Waage halten! 

Gefällt mir

19. September um 14:45
In Antwort auf user667925059

Du hast sehr viel Ahnung! Etwas Ähnliches habe ich auch schon angenommen, könnte mir aber keinen Reim darauf machen, weil wir immer darauf geachtet haben, daß Lob und Tadel sich die Waage halten! 

Lob und Tadel sind sowieso nochmal ne Sache für sich und schaden lt Alfie Kohn ("Liebe und Eigenständigkeit" beide.
Weißt du, als Mutter willst du nur das Beste fürs Kind und gibst dein Bestes und steckst so viel LIebe und Mühe rein. Und zum Schluß sind alle irgendwo verkorkst. Wir schleppen einfach zu viel eigene Verletzungen herum, damit wir es wirklich richtig und perfekt machen können und das Gegenteil von gut ist nunmal - gut gemeint.

Für eine glückliche Beziehung braucht es z.B. 5x so viel positive Worte, wie negative. Und das geht im Alltag schnell unter, leider. Schlußendlich kommt es auch immer auf das Wie an.
Sowohl Lob als auch Tadel kann zu einem Mangel an Selbstwert führen.

Es ist einfach kompliziert und hängt von so vielen anderen Faktoren ab, was Kinder wirklich hören, wenn wir mit ihnen sprechen.

Gefällt mir

19. September um 14:59
In Antwort auf user667925059

Meine 22-jährige Tochter steht leider auf Männer, die zu sie auf irgendeine Weise, von emotional bis finanziell ausnutzen. Der erste Freund ließ sie Freitags um 22 Uhr mit dem Zug zu sich kommen, um sie dann am nächsten Morgen nach Hause zu schicken. Da er Türke ist, warf sie mir immer vor, ich hätte was gegen seine Nationalität, aber mir ging es darum, dass es offensichtlich war, dass er nur das Eine von ihr wollte. Der zweite hat sie geschlagen und erniedrigt, der Dritte (30 Jahre älter!!!) hat sie um 12000€ betrogen. Jetzt hat sie einen Iraner, der 50 km entfernt wohnt, den sie aber immer besucht und der wohlgemerkt 20 Jahre älter ist als sie. Ich habe schon wieder so ein ungutes Gefühl und da sie noch beimir lebt, bekomme ich alles mit. Die Folge sind schlaflose Nächte! Ich kann nicht mehr, andererseits kann ich einer 22-jährigen nichts mehr vorschreiben! 

Ist doch egal wo er herkommt deutsche sind nicht besser.

Gefällt mir

28. September um 19:16
In Antwort auf user667925059

Meine 22-jährige Tochter steht leider auf Männer, die zu sie auf irgendeine Weise, von emotional bis finanziell ausnutzen. Der erste Freund ließ sie Freitags um 22 Uhr mit dem Zug zu sich kommen, um sie dann am nächsten Morgen nach Hause zu schicken. Da er Türke ist, warf sie mir immer vor, ich hätte was gegen seine Nationalität, aber mir ging es darum, dass es offensichtlich war, dass er nur das Eine von ihr wollte. Der zweite hat sie geschlagen und erniedrigt, der Dritte (30 Jahre älter!!!) hat sie um 12000€ betrogen. Jetzt hat sie einen Iraner, der 50 km entfernt wohnt, den sie aber immer besucht und der wohlgemerkt 20 Jahre älter ist als sie. Ich habe schon wieder so ein ungutes Gefühl und da sie noch beimir lebt, bekomme ich alles mit. Die Folge sind schlaflose Nächte! Ich kann nicht mehr, andererseits kann ich einer 22-jährigen nichts mehr vorschreiben! 

Ich würde ihr ganz klar die Grenzen zeigen.ABER sie nicht fallen lassen.Sie ist volljährig also trägt sie selbst die Verantwortung für sich selbst.Sie ist ja noch sehr jung!Redet ihr denn darüber oder blockt sie Gespräche von vornherein ab?Ich würde ihr klarmachen , das sie sich ihr eigenes Leben in die Hand nehmen sollte.Heisst Arbeit, Wohnung eigenes Leben.Aber ihr dann auch klarmachen dass Du immer DA bist.Zu den Typen : Das kennt glaube ich jede Frau.Man verliebt oder verguckt sich immer in den gleichen Typ Mann.Mein Jetziger Lebenspartner ist auch älter als ich,sieht aus wie Typ Teddybär und ist eher der Beschützer Typ. Das gleiche gilt für meinen Ex Freund.
Bei deiner Tochter entwicklt sich eine Art Spiralle aus der sie sich nur schwer rauskämpfen kann...deshalb muss sie das selbst tun.Und wenn es knallt seid ihr ja noch immer für sie da!

Gefällt mir

29. September um 7:43
In Antwort auf user667925059

Du hast sehr viel Ahnung! Etwas Ähnliches habe ich auch schon angenommen, könnte mir aber keinen Reim darauf machen, weil wir immer darauf geachtet haben, daß Lob und Tadel sich die Waage halten! 

Nach meiner Erfahrung hat SELBSTwertgefühl vor allem damit zu tun, wie viel Gewicht man der Meinung anderer gibt. Zwnagsläufig eine Spirale, es anderen Recht zu machen ist schon per se unmöglich.

Bei meinen Eltern war (und ist) immer enorm wichtig "was sollen denn die Leute denken?" Seit der Pubertät (und die ist bei mir echt schon länger her) ist mir selbst deutlich zu unwichtig, was wer-auch-immer so von mir denkt. Hat meinem Selbstwertgefühl echt gut getan (und da war es auch nötig).
Heute bin ich nicht arrogant genug, um Ansichten von Außenstehenden völlig zu ignorieren, aber klare Priorität hat: das was ich tue, wie ich entscheide, wie ich bin, wie ich mich gebe, wie ich aussehe, ... muss MIR gefallen. Alles andere ist optional. Kann und sollte man regelmässig überdenken, aber es irgendwem anders als mir selbst "Recht machen"? Never! Wem es gefällt, der soll bleiben, die anderen halt weiter gehen, die finden jemand anders, der zu ihnen passt.

Gefällt mir

29. September um 7:47
In Antwort auf schnuckweidev

Lob und Tadel sind sowieso nochmal ne Sache für sich und schaden lt Alfie Kohn ("Liebe und Eigenständigkeit" beide.
Weißt du, als Mutter willst du nur das Beste fürs Kind und gibst dein Bestes und steckst so viel LIebe und Mühe rein. Und zum Schluß sind alle irgendwo verkorkst. Wir schleppen einfach zu viel eigene Verletzungen herum, damit wir es wirklich richtig und perfekt machen können und das Gegenteil von gut ist nunmal - gut gemeint.

Für eine glückliche Beziehung braucht es z.B. 5x so viel positive Worte, wie negative. Und das geht im Alltag schnell unter, leider. Schlußendlich kommt es auch immer auf das Wie an.
Sowohl Lob als auch Tadel kann zu einem Mangel an Selbstwert führen.

Es ist einfach kompliziert und hängt von so vielen anderen Faktoren ab, was Kinder wirklich hören, wenn wir mit ihnen sprechen.

gibt es da ein "perfekt" überhaupt? Da glaube ich noch nicht mal dran.

Und es ist auch gar nicht nötig. Menschen machen Fehler. Immer. Keine/r von uns ist ein Gott. Aber wir Menschen können aus Fehlern lernen - aus den eigenen und mit Glück auch aus denen der anderen - und mit den meisten Fehlern umgehen. Perfektion ist nicht notwendig.

Im Gegenteil, ein perfekter Mensch wäre für jeden anderen unerträglich.

Gefällt mir

29. September um 13:01
In Antwort auf avarrassterne3

gibt es da ein "perfekt" überhaupt? Da glaube ich noch nicht mal dran.

Und es ist auch gar nicht nötig. Menschen machen Fehler. Immer. Keine/r von uns ist ein Gott. Aber wir Menschen können aus Fehlern lernen - aus den eigenen und mit Glück auch aus denen der anderen - und mit den meisten Fehlern umgehen. Perfektion ist nicht notwendig.

Im Gegenteil, ein perfekter Mensch wäre für jeden anderen unerträglich.

Mir geht es darum, dass sich wohl die meisten werdenden Mütter etwas in Richtung denken wie: Und ich würde mein Kind NIE anschreien. Immer geduldig und freundlich werd ich sein, viel Spaß beim spielen mit ihm haben und wir gehen lachend durchs Leben... oder so

Mir den eigenen menschlichen Grenzen abfinden fand ich als Mutter sehr schwer.

Kinder können ja auch noch nicht reflektieren. Sie fühlen und ahmen nach.
Und wir verkorksen sie alle auf irgendeine Weise aufgrund unserer eigenen Schwächen und Verkorkstheiten.

Ich denk auch, jeder hat eine andere Vorstellung, was für ihn "perfekt" bedeuten würde.

Gefällt mir

29. September um 13:16
In Antwort auf schnuckweidev

Mir geht es darum, dass sich wohl die meisten werdenden Mütter etwas in Richtung denken wie: Und ich würde mein Kind NIE anschreien. Immer geduldig und freundlich werd ich sein, viel Spaß beim spielen mit ihm haben und wir gehen lachend durchs Leben... oder so

Mir den eigenen menschlichen Grenzen abfinden fand ich als Mutter sehr schwer.

Kinder können ja auch noch nicht reflektieren. Sie fühlen und ahmen nach.
Und wir verkorksen sie alle auf irgendeine Weise aufgrund unserer eigenen Schwächen und Verkorkstheiten.

Ich denk auch, jeder hat eine andere Vorstellung, was für ihn "perfekt" bedeuten würde.

ja und daneben steht ein Einhorn und ko*** ... oh, pardon... speit Regenbögen
Aber ich weiß was Du meinst, da hat man wirklich schnell das Gefühl, es nicht gut genug zu machen.

Gefällt mir