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Meine Tochter und ihr Papa

28. Dezember 2008 um 23:17

Hallo, Ihr alle kennt das Problem - Erst Kind, dann Trennung. Ich habe eine 3,5 Jahre alte Tochter, an der ich sehr hänge und habe mich vor ein paar Monaten endgültig von ihrem Vater getrennt. Wir zwei waren einfach viel zu verschieden und haben es mehr als einmal miteinander versucht. Keine Chance. Meine Tochter allerdings leidet sehr unter der Trennung von ihrem geliebten Papa. Ihr Papa liebt sie auch über alles und würde ohne zu zögern für sie sterben. Mir bricht es jedesmal wieder das Herz, wenn mein Exfreund seine Tochter wieder bei mir abliefert, auch er hat dann immer wieder einen gigantischen Kloß im Hals. Auch er leidet sehr unter der Trennung von seiner Tochter. Mein Kind hat manchmal regelrechte Weinkrämpfe wenn ihr Papa sich verabschiedet. Mein Exfreund holt seine Tochter schon so oft es ihm möglich ist, aber er sagt ganz klar, dass er sein Kind inzwischen mehr liebt als sein eigenes Leben. Die beiden hängen total aneinander, so wie ich an meiner Tochter und meine Tochter an mir. Für meinen Exfreund und mich gibt es keine Chance mehr auf ein gemeinsames Leben, wir gehen auch schon längst unsere eigenen Wege. Aber gibt es nicht irgendeine Lösung wie ich meiner Tochter und meinem Exfreund das Leben und die Trennung erleichtern, bzw. die Situation verbessern kann? Gibt es nicht irgendeine Möglichkeit die uns dreien die Situation erträglicher macht? Gibt es einen Weg die Tränen meiner Tochter und ihres Papas endlich wieder versiegen zu lassen? Heilt auch diese schwere Wunde die Zeit??

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29. Dezember 2008 um 8:29

Ein paar Ideen...
Also so wie Du das hier schilderst, denke ich, dass diese ganze Sache von Euch zu sehr dramatisiert wird. Es ist natuerlich eine schwierige Angelegenheit, besonders fuer die Kleine, aber wenn Eltern dazu neigen, den Abschied noch dramatischer erscheinen zu lassen, dann uebertraegt sich das auf das Kind. Auch hoert es sich so an, als ob ihr keine feste Struktur drin habt. Wenn der Papa z. B. wahllos kommt und das Kind abholt, hat die Kleine keine Chance, sich an etwas zu gewoehnen, da es sich staendig aendert. Wenn z. B. der Papa jeden Mittwoch und Freitag kommt, wird das der Kleinen irgendwann in Fleisch und Blut uebergehen und sie wird lernen, dass der Papa wiederkommt, auch wenn er jetzt erstmal gehen muss.

Die zwei wichtigsten Dinge sind meiner Meinung nach Struktur/Regelmaessigkeit und elterlicher Zuspruch, soll heissen, den Abschied nicht ueber-dramatisieren. Natuerlich wollt Ihr nur das Beste fuer die Kleine, keine Frage, aber was die Kleine braucht, ist das Vertrauen, dass sie keinen der Elternteile verliert, nur weil er weggehen muss.

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29. Dezember 2008 um 11:21
In Antwort auf sigi_12538763

Ein paar Ideen...
Also so wie Du das hier schilderst, denke ich, dass diese ganze Sache von Euch zu sehr dramatisiert wird. Es ist natuerlich eine schwierige Angelegenheit, besonders fuer die Kleine, aber wenn Eltern dazu neigen, den Abschied noch dramatischer erscheinen zu lassen, dann uebertraegt sich das auf das Kind. Auch hoert es sich so an, als ob ihr keine feste Struktur drin habt. Wenn der Papa z. B. wahllos kommt und das Kind abholt, hat die Kleine keine Chance, sich an etwas zu gewoehnen, da es sich staendig aendert. Wenn z. B. der Papa jeden Mittwoch und Freitag kommt, wird das der Kleinen irgendwann in Fleisch und Blut uebergehen und sie wird lernen, dass der Papa wiederkommt, auch wenn er jetzt erstmal gehen muss.

Die zwei wichtigsten Dinge sind meiner Meinung nach Struktur/Regelmaessigkeit und elterlicher Zuspruch, soll heissen, den Abschied nicht ueber-dramatisieren. Natuerlich wollt Ihr nur das Beste fuer die Kleine, keine Frage, aber was die Kleine braucht, ist das Vertrauen, dass sie keinen der Elternteile verliert, nur weil er weggehen muss.

Mein Papa/Tochter Beitrag
Vielen Dank, signal7, für die nette und durchaus hilfreiche Mitteilung. Wahrscheinlich hast Du recht und ich oder wir überspannen den Bogen emotional etwas. Ich werde das mal so mit meinem Exfreund besprechen. Bezüglich der Regelmäßigkeit gibt es zukünftig aber wahrscheinich ein Problem. Mein Exfreund fühlt sich hier in der Region nicht mehr wohl und möchte einen Tapetenwechsel. Privat, beruflich und geographisch. Das möchte er schon lange und zieht das wahrscheinlich auch im nächsten Frühjahr durch. Distanz dann ca. 150 - 200 Km. Dann wird es schwieriger mit dem Holen und Bringen. Er liebt seine Tochter wirklich über alles, hält es hier aber nicht mehr länger aus. Zumal er sein Kind ja ohnehin nur am Wochenende sehen kann. Er holt sie aber auch wirklich jedes Wochenende ab. Bekomme ich Struktur und Regelmäßigkeit auch über eine solche Distanz hin? Sind Str. und Reg. abhängig von Dauer und Anzahl der Treffen der beiden? Ist es logisch, dass mein Exfreund hier die Zelte abbrechen möchte, obwohl er dann seine Tochter noch weniger und kürzer sieht? Er sagt, die Trennung von seinem Kind lähme ihn regelrecht und das Alleinsein in seiner Wohnung zieht ihn massiv runter..

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