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Meine Tochter hat ständig Angst

20. Januar 2008 um 19:17 Letzte Antwort: 21. Mai 2008 um 0:25

Hallo,
ich bin eine alleinerziehende Mutter. Wenn ich arbeite, ist meine 5-jährige Tochter im Kindergarten bzw. bei der Oma, die sie sehr gern hat.
Mein Problem ist, daß meine Tochter (eigentlich schon immer) Angst vor Fremden hat. Besonders vor fremden Männern. Als sie 3 Jahre alt war, hab ich schon mal mit dem Kinderarzt drüber gesprochen, der allerdings das Thema mit den Worten: "Wollen sie es umgekehrt haben?" wohl nicht ganz ernst genommen hat. Sie bräuchte halt Zeit.
Heute, 2 Jahre später, ist das Thema genau so aktuell wie eh und je. Fremde Männer, auch Männer aus dem näheren Bekanntenkreis, sind ein ewiger Grund von Angstzuständen. Wir konnten den Schwimmkurs nicht machen, da es ein Bademeister war, der ihn durchführte und keine Frau. Ihr Turnlehrer darf ihr nicht helfen, wenn sie irgendwas nicht kann. Sie sagt nicht guten Tag und auch nicht Tschüss.
Jetzt werden sicherlich einige mahnend den Finger heben, aber einen Mißbrauch kann ich absolut ausschließen. Mit ihrem Vater hat sie keinen Kontakt und damit bin immer ich da oder Oma.
Sie klammert in letzter Zeit noch schlimmer. Kaum ein Schritt im Haus, ohne das sie nach mir brüllt.
Was soll ich machen, wenn sie im nächsten Jahr eingeschult wird, und sie bekommt einen männlichen Lehrer, dann müsste ich mich ja zu ihr auf die Schulbank setzen.
Weiss jemand gute Seite im Internet, wo man sich mal kundig machen kann? MEine eigene Suche war leider nicht sehr erfolgreich.
Hat jemand ähnliche Erfahrungen mit seinem Kind?
Bin über jeden Vorschlag dankbar.

Ach noch was, mit fremden Kindern kommt sie eigentlich ganz gut zurecht. Also, sie rennt nicht direkt hin, aber sie ist aufmerksam und läßt sich gern zum spielen auffordern.

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24. Januar 2008 um 9:14

Vielleicht ist gerade das das Problem..
..dass kein Mann im Hause ist,
sie nicht weiss wie man mit Maennern umgeht,
vielleicht unbewusst deshalb Angst hat.
Wenn dem wirklich so ist, so muesste da schon ein Psychologe weiterhelfen...oder ersteinmal eine Psychologin.
Gibt es denn auch keinen vaeterlichen Freund oder Onkel, Opa?

Aengste kenne ich, aber nicht wirklich so personen-bzw. geschlechtsbezogene Aengste.

Alles Gute
Charlotte

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20. Mai 2008 um 11:07

Hey, das kenne ich
meine maus ist jetzt drei, das erste jahr alleine mit mir aufgewachsen, also ohne feste männliche bezugsperson,
und dann hat sie einige heftige streiterein mit meinem mann miterlebt. sie verhält sich so wie du das bei deiner tochter beschreibst,
hast du etwas gefunden was ihr geholfen hat...???
lg kathrin

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21. Mai 2008 um 0:12

Hallo,
Ich kann dich sehr gut verstehen,spreche aus eigene Erfahrung.Habe 4 Kinder wobei jedes anders ist.Die beiden Großen stammen aus einer früheren Beziehung sind jetzt 15 und 16 Jahre alt(beide Mädchen).

Als ich mich von deren ihren Vater trennte waren sie 2,2Jahre und 9 Mon. alt.Die zwei jährige hat sich dann die Haare kreisförmig ausgerissen und hat wieder Pampers gebraucht(hing sehr an ihren Vater)und hatte über 1 Jahr kein neues Wort gesprochen.

Auch ich ging zu dieser Zeit weiter arbeiten und sie waren dann bei Oma oder bei ihre Tante.Der Vater hat sich in dieser Zeit mehrere Jahre nicht gemeldet.

Die jüngere hatte wo sie älter wurde auch totale Scheu vor Männern und war sehr zurückhaltend gegenüber Fremden.Ist heute noch oft so sie braucht eine bestimmte Zeit bis sie warm wird wobei die älteste keine Probleme damit hat.

Denke es ist ein Teil Veranlagung und ein Teil schlechte Erfahrung.Wenn sich deine Tochter sehr an dich klammert denke ich das sie angst hat dich auch noch zu verlieren.Wie alt war deine Tochter als du dich getrennt hast?

Auch mit fremden Kindern kam meine Tochter immer ganz gut zurecht.Ja zu Fremden hat sie auch immer weder Guten Tag noch Tschüß gesagt und war immer wortkarg obwohl sie Zuhause eine totale Quasselstrippe war.

In der Schule war sie immer total ruhig und hat leise gesprochen wenn sie was gefragt wurde(Lehrerin)in schriftlichen Arbeiten war sie schon immer eine von den besten ist heute noch so.Deswegen bekommt sie oft eine Note schlechte(Gymnasieum)da sie sich kaum meldet obwohl sie es weiß.

Was meiner Tochter zu dieser Zeit sehr geholfen hat war viel malen macht sie heute noch gerne.Darin kannst du viel erkennen wie sie sich fühlt.

Wann hatte sie das letzte mal Kontakt zum Vater?Ich habe immer wieder die Erfahrung gemacht wenn sie Kontakt zum Vater hatten das,dass klammern danach noch schlimmer bei ihr wurde.

Die Ältste hat heute mehr oder weniger Kontakt zu ihrem Vater die jüngere so gut wie gar keinen da sie es auch nicht möchte was ich auch voll akzeptiere.

Wenn deine Tochter sich an dich klammert,gebe ihr das Gefühl das du sie total lieb hast und immer für sie da bist und sie nicht verläßt das gibt Sicherheit.

Wünsche dir und deiner Tochter alles Gut und sorry das es so lange geworden ist.

Gruss Simona

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21. Mai 2008 um 0:25

Sorry,
wegen den vielen Rechtschreibfehler,habe es gerade noch einmal gelesen.Bei mir muß es immer schnell gehen,sorry.

Simona

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